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Schlaflosigkeit? Es gibt viele Gründe.

Schlaf war für mich persönlich schon immer wichtig, um Energie zu tanken, um mich vital zu fühlen und den beruflichen Anforderungen gewachsen zu sein. Ohne ausreichenden Schlaf bin ich unkonzentriert und nicht gerade gut gelaunt. Glücklicherweise gehören für mich Schlafprobleme der Vergangenheit an.

Für sehr viele Menschen sind Einschlafstörungen und Schlaflosigkeit allerdings ein großes Problem, Elma berichtete vergangene Woche darüber.

Was verursacht Schlaflosigkeit? Es kann viele Gründe geben.

Foto: Yvonne Wierink/Fotolia

Leider kann es bei vielen Frauen während der Wechseljahre zu Schlafstörungen kommen. Die Ursachen hierfür können sehr unterschiedlich sein. Die Ruhelosigkeit der Beine, aber auch eine innere Unruhe, die sich mit nichts erklären lässt, ist nur eine Möglichkeit. Dann fühlst Du Dich vielleicht auch tagsüber entweder erschöpft oder wie „getrieben“.

Lasse abklären, wie es eventuell um Deinen Blutdruck steht. Oft schießt er in die Höhe, wenn die Hormone sich umstellen. Glücklicherweise reguliert sich das nach dieser Phase auch wieder und mit pflanzlichen Mitteln kann man ihn gut im gesunden Bereich halten. Hier kann ich u.a. folgende Heilpflanzen empfehlen:

  • Hafer (avena sativa)
  • Mistel (viscum album)
  • Passionsblume (passiflora)
  • Schlangenwurz (rauwolfia)
  • Weißdorn (crataegus)
  • Gemmoextrakt Olive (Olea europaea)

Foto: unpict/fotolia

Weißdorn (Crataegus) wirkt herzstärkend und kann bei Bluthochdruck und nervösen Herzbeschwerden hilfreich sein. Als Teemischung, oder pflanzliche Urtinktur.

Auch die Schilddrüse kann während der Wechseljahre mit einer Überfunktion reagieren. Sie sollte regelmäßig kontrolliert werden, besonders wenn Du unter innerer Unruhe und Schlaflosigkeit leidest. Wolfstrapp hat eine regulierende Wirkung auf die Schilddrüse und bringt Dich wieder in einen normalen Rhythmus. Es gibt z.B. ein sehr gutes Kombinationspräparat der Firma CERES für die Wechseljahre, das u.a. Wolfstrapp enthält und mit Frauenmantel, Johannisbeerblättern und Salbei für hormonelle Ausgeglichenheit sorgt: CERES Alchemilla compositum / Tropfen

Finde Dein individuelles Einschlafritual

Sind Blutdruck und Schilddrüse in Ordnung und es gibt auch keine aktuellen großen Entscheidungen oder Sorgen, die Dich nicht schlafen lassen, dann kläre folgende Punkte:

  • Wie sieht es aus mit elektrischen Störfeldern in Deinem Schlafbereich? Ein Fernseher gehört auf gar keinen Fall ins Schlafzimmer! Gibt es eventuell einen Funkwecker, oder liegt das eingeschaltete Smartphone auf dem Nachttisch? Lasse Dich von einem Baubiologen beraten!
  • Unser Gehirn unterscheidet nicht ob Aufregung, Streit, Diskussionen, Anspannung in der Realität geschehen, oder ob wir so etwas abends im TV anschauen und „miterleben“, oder vielleicht spannende Thriller lesen. Sorge dafür, dass Du Dich vor dem Schlafen gehen mit angenehmen, schönen Dingen beschäftigst, die Dein Herz zum Klingen bringen und Dich beruhigen.
  • Esse abends nicht zu spät, das belastet den Organismus und lässt uns nicht ruhig schlafen. Vergesse Ratschläge wie etwa abends 1 Glas Rotwein zu trinken. Der Alkohol putscht nur noch mehr auf und lässt noch schlechter schlafen.
  • Gönne Dir vor dem zu Bett gehen ein warmes Fußbad mit Lavendel– oder Melissenöl, das beruhigt.
  • Finde Dein individuelles Einschlafritual. Das kann ein Spaziergang sein, oder eine Meditation, ein Gebet, Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, autogenes Training, o.ä.
  • Aber auch eine Nebennierenschwäche verursacht Schlafstörungen! Achte darauf, bis 22:30 Uhr schlafen zu gehen und von 23 Uhr an zu schlafen, denn meist erfolgt ungefähr gegen 23 Uhr eine Hormonausschüttung der Nebennieren, die Dir ein kurzes Hoch beschert, dann aber am Einschlafen hindert und Dich, wie in einem Teufelskreis, noch mehr schwächt.

Die Passionsblume (passiflora incarnata) für Herzensruhe und Harmonie

Passionsblume – Foto: Arcenciel/Fotolia

Heilpflanzen in Form von Teemischungen oder Tropfen unterstützen bei vielen Frauen den wohltuenden Schlaf, z.B.:

  • Baldrian
  • Hopfen
  • Lavendel
  • Melisse
  • Passionsblume
  • CERES Valeriana compositum
  • Gemmoextrakt Silberlinde (tilia tomentosa)

Auch regelmäßige Behandlungen mit Ohrakupunktur können Dich besser schlafen lassen.

Schlaf gut, Deine Luise

Quelle: „Hormone in Balance“ Leitfaden für Frauen

Omega 3 und Omega 6 – auf das richtige Verhältnis kommt es an!

Salmon with samphireOmega 3 und Omega 6 Fettsäuren gehören zur Gruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren können nur von Pflanzen selbst, aus einfach ungesättigten Fettsäuren hergestellt werden. Der Mensch kann Sie nicht selbst synthetisieren, d.h. sie haben für uns einen essentiellen Charakter und müssen über die Nahrung zugeführt werden.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren kommen in hohen Mengen vor in: Lachs, Makrele, Forelle, weißem Thunfisch, Leinsamen (Leinöl), Walnüssen sowie in Distel-, Mais-, Raps-, Soja-Öl und Meeresalgen.

Omega 6 : hier ist die Linolsäure, die für den Menschen esentielle Fettsäure. Aus Omega-6-Fettsäuren entstehen Botenstoffe, die deutlich entzündlicher im Stoffwechsel wirken (z.B. Prostaglandine) als Botenstoffe, die aus Omega-3 entstehen. Zwar sind beide Arten wichtig (Omega-6-Fettsäuren beispielsweise für das Wachstum, zur Wundheilung oder zur Infektionsabwehr), sollten aber in einem für den Körper optimalen Verhältnis konsumiert werden.

Mangel an Omega 6 Fettsäuren – (kommt in unserer modernen Ernährung kaum noch vor)  Ein Mangel kann unter Anderem zu trockener Haut, Haarausfall, Wasserverlust durch die Haut, Organversagen, Fettleber, Nierenversagen, trockenen Augen, Lernproblemen, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität, Drüsenproblemen, reduzierter Hormonproduktion, Immunsystemprobleme, Infektionen, schlechter Wundheilung, Gelenkproblemen, Herzrhythmusstörungen, Verdauungsstörungen oder Allergien führen.

Omega 3: Zur Gruppe der Omega 3 Fettsäuren gehören folgende Vertreter: α-Linolensäure, Eicosapentaensäure (EPA), Docosahexaensäure (DHA)

seaweed backgroundOmega 3 FettsäurenVorkommen: EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) sind die biologisch aktivsten Omega-3-Fettsäuren. Sie sind reichlich in speziellen Mikroalgen enthalten und kommen deshalb auch in fettreichen Kaltwasserfischen wie Lachs, Makrele, Hering, Thunfisch und Sardine vor, denen die Mikroalgen als Nahrung dienen. Omega 3 findet man aber auch in Fleisch und Milchprodukten. In Pflanzen findet man Omega 3 Fettsäuren hauptsächlich in Zellwänden, wo die Fotosynthese stattfindet. Stark vertreten ist Sie in LEINSAMEN.

Omega 3 Fettsäuren Wirkungen: Omega 3 Fettsäuren wirken entzündungshemmend. Sie sorgen dafür dass Nährstoffe eher über die Beta-Oxidation verbrannt werden als in Körperfett gespeichert zu werden. Indem sie Enzyme hemmen, welche Zucker in Fett umwandeln, bremsen sie die Fettbildung.

Omega 3 wird positive Auswirkungen bei Arthritis, Migräne, Asthma, Fibrosen, Osteoporose zugeschrieben. Ausreichend Omega 3 Fettsäuren beschleunigen die Regeneration entzündeter Muskeln und Sehnen. Sogar eine Verlangsamung des Wachstum bösartiger Tumore durch Hemmung einer karzinogenen Wirkung der Arachidonsäure und anderer entzündungsfördernder Cytokine konnte nachgewiesen werden.

Besonders DHA, welches besser vom Gehirn aufgenommen wird als EPA, verbessert die Aufnahmefähigkeit und die Gedächtnisleistung. Vorwiegend über DHA kommt es über eine Stabilisierung des Serotonin- und Dopamin-Spiegels zu regulierenden Effekten auf Stressanfälligkeit und Depressionen.

Auf das Verhältnis von Omega 3 und Omega 6 kommt es an!

Die Wirkung der Fettsäuren ist von der Konzentration und dem Zeitraum abhängig, in dem Sie zugeführt werden, und damit auf den Stoffwechsel einwirken. So kann auch eine ungünstige Kombination der Omega Fettsäuren, wie sie für unsere Ernährung momentan leider typisch ist, zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen.

Omega 3 und Omega 6 haben eine antagonistische Wirkung auf den Körper, d.h. Sie wirken gegeneinander, oder, sie heben sich in Ihrer Wirkung gegenseitig auf. Beide werden benötigt zum Aufbau von Strukturlipiden und sind Ausgangsstoff für unterschiedliche Zellmediatoren und Hormone.

Zellmediatoren steuern unser Immunsystem, Entzündungen, Fettspeicherung und die Blutgerinnung. Es wirken immer 2 dieser Botenstoffe entgegen (Antagonismus), die einen werden aus Omega 3, die anderen werden aus Omega 6 Fettsäuren hergestellt. Beide steuern so unseren Körper.

„Im Allgemeinen enthält unsere heutige Ernährung deutlich mehr Omega-6- als Omega-3-Fettsäuren. Das reale Verhältnis liegt im Durchschnitt bei 20:1. Folgt man den Vorgaben der Natur, sollten Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren aber im Verhältnis 2:1 bis 5:1 aufgenommen werden. In der Muttermilch liegt es sogar bei 2:1 bis 1:1. Auch vor der Zeit von Massentierhaltung und industrieller Nahrungsmittelproduktion – als die Fettaufnahme nur über Öle, spezielle Gemüsesorten oder Fische möglich war – lag das Verhältnis bei ungefähr 2:1.“ (https://www.budwig-stiftung.de/service/omega-3omega-6.html) 

Was aber sorgt für dafür, dass wir ein Omega 6 Überangebot haben?

  • Vermehrter Verzehr von Getreideprodukten, welche einen hohen Omega 6 Gehalt aufweisen (Weizen 14:1, Roggen 11,5:1, Soja 10,5:1 und Mais 29:1.).
  • Verzehr von Fleisch, Fleischprodukten Eiern und Milchprodukten aus Mastbetrieben mit Mais-Soja-Fütterung statt Gras oder Leinsamen (siehe oben).
  • Verzehr von Fischen aus Zuchtfarmen, (Zucht-Lachse haben ca. 1/3 weniger Omega-3 Fettsäuren).
  • Zunehmende Verwendung von Ölen, die reich an Omega 6 Fettsäuren sind.
  • Vermehrter Konsum von Fertigprodukten, welche voll mit Omega 6 Fettsäuren sind.
  • Drastische Senkung der Omega 3 Fettsäure Zufuhr über geänderte Nahrungsmittelauswahl und geändertes Fettsäureaufkommen der verzehrten Lebensmittel.

Dieses Überangebot blockiert teilweise die Wirkung von Omega 3 und führt so zu erhöhtem Risiko für:

  • Plaquebildung (Sklerose)
  • Immundepression (Krebs)
  • Blutgerinnung (Thrombose)
  • Entzündungen (Arthritis)
  • Histaminen (Allergien)
  • Gefäßverengung (Blutdruck)
  • Autoimmunreaktionen (Arthritis)
  • Hypertension (Bluthochdruck)
  • Insulin-Überproduktion (Diabetes)
  • Verengung der Bronchien (Asthma)
  • Unterdrückung der Neurotransmitter (Schmerz)

Das Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 hat in den letzten 40 Jahren um 300% zugunsten der Omega 6 Fettsäuren zugenommen!

!!! Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind aufgrund Ihrer Struktur bei Zimmertemperatur und im Kühlschrank flüssig. Je ungesättigter die Fettsäure, desto länger hält der flüssige Zustand unter zunehmender Kälteeinwirkung an.!!!

Tipps die Dein Immunsystem stärken

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und spätestens jetzt sollten wir schauen, dass unser Immunsystem stark ist und allen Erkältungsviren trotzen kann.

Foto: contrastwerkstatt/fotolia

Es gibt dazu viele Möglichkeiten und Tipps, die leicht umzusetzen sind, hier ein kleine Auswahl:

Wechselduschen – dazu zuerst schön warm duschen, bis der ganze Körper angenehm durchwärmt ist, dann den Duschstrahl auf kühler stellen und an den Gliedmaßen beginnend, den Körper von unten nach oben abduschen in folgender Reihenfolge: Rechtes Bein außen von Fuß bis Hüfte, zurück innen von Oberschenkel bis Fuß. Linkes Bein ebenso. Rechter Arm (außen von Handrücken bis Schulter und zurück von der Achselhöhle bis Hand innen), linker Arm. Brust, Bauch, Nacken, Gesicht. Alles ca. zweimal wiederholen und mit kalt aufhören.

Reibesitzbad – hast Du davon schon einmal gehört? Nicht mehr so bekannt, aber sehr effektiv. Hier findest Du eine Anleitung

Sauna – regelmäßige Besuche in der Sauna stärken das Wohlbefinden und das Immunsystem

Bewegung an der frischen Luft – eine halbe Stunde am Tag sind ausreichend, für Wohlbefinden und eine stabilere Gesundheit. Vorzugsweise im Wald.

Ausgewogene, vitalstoffreiche Ernährung – was wir unserem Körper an Nahrung zuführen entscheidet mit darüber, wie gesund und energievoll wir uns fühlen. Achte auf hoch- und vollwertige Nahrungsmittel.

Natürliches Vitamin C und Antioxidantien – in Alltagssituationen in denen es schwer fällt genügend gesundes, vitaminreiches Obst zu essen, gibt es z.B. die Ringana Pack Antiox. Täglich ein Pack in Wasser/Fruchtsaft gemischt, oder übers Müsli gestreut, versorgt den Körper mit hochwertigen Vitaminen (z.B. Vitamin C aus der Acerola Kirsche und B-Vitamine aus Quinoa-Keimen) und Wirkstoffen aus Goji-Beere, Acai, Melonen, Schwarzen Holunderbeeren, Äpfeln….

Asiatische Heilpilze – diese Heilpilze beinhalten wichtige Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe, die das Immunsystem stärken. In der traditionellen asiatischen Heilkunde werden Heilpilze seit über 1000 Jahren verwendet. Ringana Caps Immu enthalten u.a. Agaricus blazei, Reishi, Tibetischer Raupenpilz, Holunderbeere-Extrakt.

Sanddorn – neben Holunderbeer-Extrakt ist auch Sanddorn ein hervorragender Vitamin C Lieferant. 2 -3 Eßlöffel Sanddornsaft täglich wirken abwehrstärkend.

Heilfasten – regelmäßiges Heilfasten und entgiften des Körpers hält uns gesund, immunregulierend und abwehrstärkend. Ende Oktober findet wieder eine Heilfastenwoche im Odenwald statt.

Homöopathie – die Homöopathie wirkt stärkend auf unsere Selbstheilungskräfte und bringt unser Immunsystem in die richtige Balance.

Fußreflexzonenmassage – eine Fußmassage wirkt nicht nur entspannend. Durch die Stimulierung der Reflexzonen wird auch die Immunabwehr gestärkt.

Darmgesundheit – ein gesunder Darm ist essentiell wichtig für ein stabiles Immunsystem. Lasse Dich dazu kompetent beraten. Eventuell ist es notwendig einen Gesundheitscheck für den Darm durchzuführen um gezielt aufzubauen.

Vitamin D – auch ein ausreichend hoher Vitamin D Spiegel ist für das Immunsystem wichtig. Leider haben wir Mitteleuropäer meistens einen Vitamin D-Mangel. Vor allem im Winterhalbjahr. Hier empfehle ich auf jeden Fall einen entsprechenden Vitamin-D Bluttest durchzuführen, um gezielt das fehlende Vitamin zu substituieren und eine Überdosierung zu vermeiden.

Alles Liebe, Deine Luise

 

OH – ist das bitter!

Kannst Du Dich erinnern, wann Du zum letzten Mal etwas wirklich Bitteres gegessen oder getrunken hast? Bewusst und freiwillig? Meistens kommt man bei dieser Frage ins Grübeln und muss ziemlich überlegen.

Foto: Fotolia/Rob Stark

Die gesunden Bitterstoffe wurden in den letzten Jahrzehnten immer mehr aus unseren Nahrungsmitteln herausgezüchtet.

Leider, muss man da wirklich sagen, denn Bitterstoffe sind wichtig für unsere Gesundheit und erhöhen die Verträglichkeit des Essens. Sie fördern den Speichelfluss und die Sekretion der Magensäfte. Bitterstoffe unterstützen die Leber bei ihrer Entgiftungstätigkeit und unterstützen die Bildung der Verdauungssäfte (Galle), die durch die Gallenblase abfließen. Genügend Galle wiederum fördert eine gute Verdauung und eine gesunde Darmflora.

„Was bitter dem Mund, ist dem Magen gesund“ sagt so auch der Volksmund.

Aber nicht nur der Fettstoffwechsel wird durch Bitterstoffe angeregt, auch die Cholesterinwerte sinken und es wird noch besser: die in der Nahrung enthaltenen Bitterstoffe sorgen dafür, dass sich das Sättigungsgefühl schneller einstellt! 

Bittere Lebensmittel regulieren auf natürliche Weise den Appetit. Sie sättigen schneller und enthalten weniger Kalorien – während Süßes immer noch mehr Lust auf noch mehr Süßes macht.

Bitterstoffe sind bevorzugt in Wildpflanzen und Kräutern enthalten, aber auch in der Schale mancher Früchte und Gemüse. Pflanzen, die eine besonders hohe Dosis an Bitterstoffen enthalten, sind Artischockenblätter, Echte Engelwurz, Löwenzahn und Löwenzahnwurzel, Enzianwurzel, Schafgarbe, Wermut und Chicoree. Wobei man bei Chicoree mittlerweile schon nach alten Sorten suchen muss, denn wie schon gesagt, wurden auch hier die Bitterstoffe weitgehend herausgezüchtet.

Erkundige Dich auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen und bereichere Deinen persönlichen Speiseplan unbedingt regelmäßig mit den bitteren Pflanzen.

Foto: pixabay

Aus der Hildegard-Medizin sind Bitterstoffe nicht wegzudenken. Hildegard von Bingen legte sehr viel Wert auf die richtige Ernährung und Anregung der Verdauungssäfte durch Bitterstoffe. Über ihre gemischten Kräuterbitter schrieb sie. „Es richtet dich auf wunderbare Weise auf und macht dich stark, wie wenn die Sonne an einem trüben Tag durchbricht.“

Und auch die österreichische Kräuterheilerin Maria Treben schwörte auf die Heilkraft ihrer bitteren Schwedenkräuter. Bei ihrer Behandlung von Erkrankungen war der Schwedenbitter innerlich und äußerlich (in Umschlägen) ein Allheilmittel. – Wer täglich diese Tropfen früh und abends nimmt, braucht keine andere Medizin, denn diese stärken den Körper, erfrischen die Nerven und das Blut, nehmen das Zittern der Hände und Füße. Kurz, sie nehmen überhaupt alle Krankheiten. Der Körper bleibt straff, das Gesicht jugendlich und schön. – 

Fertigen Schwedenbitter bekommt man im Reformhaus, kann aber auch die Kräutermischungen bestellen und sich den eigenen Schwedenbitter selbst mit Alkohol ansetzen. Eine Anleitung zur Herstellung Deines eigenen Schwedenbitters findest Du hier:
www.kraeuterallerlei.de/herstellung-kleiner-schwedenbitter-nach-maria-treben/

Aber auch unsere moderne Naturheilkunde weiß um die Notwendigkeit der bitteren Kräuter, so gibt es einige Anbieter von unterstützenden Bitterstoffmischungen als Saft, Pulver, Kapseln oder Tropfen.

Ich wünsche Dir bittergesunde Zeiten! Deine Luise