Kategorie: Bewusstsein

Sommerurlaub zuhause

Es ist Sommer und ich werde in diesem Jahr meine Ferien zuhause verbringen. Überlegt habe ich mir das gut und bin voll der guten Vorsätze, mit Tricks & Tipps so viel Erholung wie nötig zu bekommen.

Urlaub zuhause – Foto:pixabay

Nach Elmas Beitrag von letzter Woche habe ich lange überlegt, welcher Urlaubstyp denn eigentlich zu mir passt. Einerseits gehe ich gerne auf Entdeckungsreise und möchte neue wundervolle Orte kennenlernen – andererseits ist mir die viel zu knapp bemessene Ferienzeit aber auch zu kostbar, um Risiken einzugehen. Zu schade wäre es, wenn sich das neue Ferienziel, das Hotel, die neue Ferienwohnung, als Reinfall entpuppt. Wahrscheinlich kommt es tatsächlich darauf an, wieviel Urlaub zur Verfügung steht und wie dringend nötig eine Erholungszeit/Auszeit ansteht.

Wohlfühlen im eigenen Garten – Foto: pixabay

In diesem Jahr stellt sich für mich diese Frage allerdings gar nicht. Denn mein Urlaub findet auf der eigenen Terrasse und in meinem idyllischen Garten statt. Im Alltag bleibt doch ohnehin zu wenig Zeit um all das ausreichend zu geniessen. Jetzt freue mich darauf, in meiner direkten Umgebung neue Kraft- und Mondhüttenorte zu entdecken.

Ist Dir das auch schon aufgefallen? Dass man die wunderschönsten und interessantesten Orte in der nächsten Umgebung nicht kennt, aber z.B. 500 km weiter in einer beliebten Urlaubsregion auch die kleinste Ecke? Ein merkwürdiges Phänomen, das ich dieses Jahr gerne bewusst angehen möchte.

Doch bin ich mir auch der Gefahren bewusst, die damit einhergehen im Urlaub zuhause zu bleiben… In allen Ecken lauern Gefahren. Im Keller, auf dem Dachboden, in den Küchenschränken, sogar an den Fenstern. Überall schreit es nach Arbeit zu der man im Alltag nicht kommt – und im Urlaub DAFÜR die Ohren auf Durchzug zu stellen, das ist teilweise eine Meisterleistung. In diesem Jahr werde ich ganz bewusst alles liegen lassen.

Um ein besonderes Feriengefühl gleich am ersten Urlaubstag zu bekommen, werde ich mir eine neue Bettwäsche gönnen und sie für die Urlaubszeit zuhause aufziehen. Wenn ich sie dann später wieder benutze, kann ich mir darüber schöne Gefühle und Erinnerungen an meine Auszeit zurückholen. Auch ein besonderes Körperöl werde ich mir – speziell für den Urlaub – zusammenstellen, das mich mit dem Duft der großen Ferien umgibt.

Ich werde in meiner vertrauten Umgebung Dinge tun, die ich sonst nie tue. Werde einen neuen Tagesrhythmus finden.

Foto: pixabay

Ich werde ganz bewusst, hier in meinem direkten Umfeld neue Plätze für mich entdecken, zur Abwechslung mal mit dem Fahrrad unterwegs sein anstatt mit dem Auto. Bei Sonnenaufgang am Waldrand sitzen und dem Vogelkonzert lauschen, danach kann es ja noch einmal ins Bett gehen… In Cafe´s sitzen, in denen ich vorher noch nie war und den vorbeihetzenden Menschen nachschauen und Gesundheitsangebote an meinem Wohnort nutzen, die ich sonst eher Touristen und Kurgästen zuordne.

Erkundige Dich doch einfach bei Dir vor Ort, sicher gibt es auch in Deiner Stadt Angebote für die Gesundheit und zum Wohlfühlen, die Deinen Urlaub zu etwas Besonderem machen.

Deine Luise

 

Nimm ein bisschen Mondhütte mit!

Endlich Urlaub! Doch wie sieht er aus? Ein bisschen Mondhütte sollte dabei sein, findet Elma. Quelle: pixabay

Bald kommt der heiß ersehnte, lange geplante Urlaub! Die Zeit ist reif, die Sehnsucht nach Erholung vom Alltag, ist schon so groß. Einfach raus aus dem Trott! Vor Kurzem habe ich im Radio eine Umfrage gehört, da ging es um Urlaubsziele. Die Frage hat mich auch beschäftigt: Fährst du gerne immer wieder an den gleichen Ort odersuchst  du immer andere, neue Uraubsziele aus?

Das ist eine spannende Frage, die ich selbst nicht ganz eindeutig beantworten kann. Beide Möglichkeiten haben ihren Reiz, oder nicht?! Ja, viele können sich kaum vorstellen, zweimal an den gleichen Ort zu reisen. Es gibt doch so viele spannende Länder, Kulturen und Landschaften zu entdecken! Ja, das stimmt! Da habe ich auch noch einiges auf meiner inneren Liste. Andere freuen sich aber auch schon auf das nette Ferienhaus am Strand, in das sie nun schon seit 20 Jahren fahren. Die Kinder haben hier schwimmen gelernt, jetzt kommen schon die Enkel mit. Die besten Restaurants sind längst gefuinden, dort werden sie wie alte Bekannte begrüßt. Kaum schließen sie die Türe des Häuschens auf, fängt die Erholung an. – Das kann ich auch so gut verstehen.

Bei den einen steht die Erholung an erster Stelle, bei den anderen die Entdeckung von Neuem. Wiederum andere wollen ihre Grenzen austesten und ihre Sportart mal in ganz anderer Umgebung ausüben. Mountain Biken zum Beispiel, aber auch Wandern wird immer beliebter. Schön, wenn sich die Partner einig sind und das gleiche Hobbs haben. Toll, wenn beide anders über Urlaub denken, aber die Toleranz siegt. Wenn jeder etwas anderes machen will muss ein Kompromiss gefunden werden. Vielleicht so: mal darf der eine den Schwerpunkt setzen, mal der andere.

Was ich euch heute als Tipp für einen gelungenen Urlaub mitgeben möchte: Packt eure Mondhüte mit ein! Egal, wie und wo Euer Urlaub euch hinbringt, erlaubt euch das Gefühl der Mondhüttenauszeiten auch in der Ferne. Das kann ganz kreativ geschehen:

  1. Nehmt Schreibzeug mit und ein schönes neues Heftchen, in das ihr eure Geschichten aufschreibt. Oder macht Schreibübungen, die ihr schon immer mal ausprobieren wolltet.
  2. Nehmt Farben mit und einen passenden Block. Muss nicht groß sein. Aquarellfarben oder Aquarellbuntstifte eigenen sich hier sehr gut. Ähnlich wie Schreiben, könnt ihr euch täglich kleine Malsequenzen schenken und eure Eindrücke festhalten
  3. Ein Lieblingsbuch für die ruhigen Minuten und Stunden in der heißen Mittagszeit. Siesta.
  4. Yoga- oder Atemübungen können auch eure Mondhüttenzeit sein. Gerade, wenn die Gruppe groß ist, sind Rückzugsmomente wichtig.
  5. Mein Favorit ist aber: einfach die Stille genießen. Gerade im Urlaub gibt es ganz andere Geräusche! Diese lassen sich, wennihr aktiv lauscht und einfach in Ruhe sitzt, viel intensiver wahrnehmen und in eurer Erinnerung speichern.

Es gibt Dinge, Gerüche und Geräusche, die versetzen uns sofort wieder in den Urlaub! Quelle: pixabay.

Vielleicht fragt ihr euch, ob etwas davon tatsächlich entscheidend für das Gelingen eines Urlaubes sein kann. Bisher war immer Action im Vordergrund. Oder Routine. Beides hat seine Berechtigung. Meine Mondhüttenideen könnten kleine Inseln der Ruhepausen sein, die sich gut ins Ganze einfügen können. Probiert es aus. Der Urlaub soll euch auftanken mit Energie, Erlebnissen, Begeisterung und Entspannung. Damit der Alltag dann wieder Spaß macht. Hinterher.

Viel Spaß beim Packen und bei der Vorfreude wünscht euch

Eure Elma

Das mach ich jetzt so!

Mit der Spiegelbild-Übung kommst du in Kontakt mit dir selbst. Quelle: pixabay.

Kaum hab ich das ausgesprochen, verschränke ich die Arme; so stehe ich vor meinem Partner. „Basta“, will ich noch sagen, doch ich verstumme. Ich wollte mit diesem misslungenen Ausruf versuchen, um eine Erklärung oder Verteidigung drumrum zu kommen. Ich bin voller Trotz und mir ist es gerade egal, was du jetzt von mir denkst. Ich mach das jetzt so.

Kennst du solche Momente? Erinnere dich doch gerade mal an eine solche Begebenheit. Eigentlich willst du ganz stark sein und klar zu deiner Entscheidung oder zu deiner Handlung stehen. Was haben wir alle schon gelesen. Über das eigene Selbstbewusstsein, die Intuition und das Bauchgefühl. Ja, wir sollen nur nach unserer inneren Stimme handeln. Schön gesagt, doch jetzt stehst du da und sollst es deinem Gegenüber erklären. Dabei ist es – fast – egal, ob das deine Partnerin oder Partner ist, ob es deine Mutter oder eine Freundin ist. Egal, wie nah dir jemand steht, die Reaktion wirkt irgendwie hilflos.

„Ich will das auch nicht diskutieren, basta.“ Die Arme verschränkt, das Gesicht verkniffen, die Augen und Lippen schmal – kein guter Ausgangspunkt, um mit deinem Gegenüber ein Gespräch zu führen An der Entscheidung noch etwas zu ändern? Nein, dazu ist keine Bereitschaft da. Mögliche Gegenargumente? Nein, kein Bedarf!

Und trotzdem hat diese Haltung nicht viel mit Souveränität oder Selbstbewusstsein zu tun, oder?! Und ganz ehrlich: Je heftiger wir da reagieren, umso stärker sind doch, wenn wir ehrlich sind, unsere eigenen Zweifel daran.

Ganz ehrlich, ich finde es durchaus richtig, in einem solchen Moment erst einmal so trotzig zu reagieren. Auch, wenn es beim Gegenüber erstmal nic ht so gut ankommt. Erstmal bist jetzt du selbst dran. Dieses Gefühl, das dich vermutlich sogar selbst wundert  – weil du dir doch eigentlich so sicher warst – dieses Gefühl solltest du ernst nehmen. Erst einmal ziehst du ja eine Grenze, um dich selbst zu schützen. Nimm dir für dich Zeit, spür der gerade durchlebten Situation nach und frage dich, nein, beantworte dir die Frage nach diesem eigenartig heftigen Gefühl. War die Frage gerade falsch gestellt? Was löste diese Trotzreaktion oder diese Verteidigungshaltung aus? Bist du verletzt?

Eine gute Übung, um wieder Herr oder Frau über die eigenen Gefühle zu werden, ist die Spiegelübung, die ich in der Morgengazette sehr gut beschrieben gefunden habe. Nimm dir 15-20 Minuten Zeit dafür. Dich erwartet eine Achtsamkeitsübung, die dich nahe mit dir selbst zusammenbringt und dir eine gleichmütige Haltung zeigt. Freunde dich an mit dir selbst. Versöhne dich mit dir und deinen Gefühlen. Dort, wo keine Bewertung ist, da kannst du auch deine getroffene Entscheidung ausbreiten und diese vielleicht noch einmal aus einem anderen Blickwinkel anschauen.  Und du kannst in einer neuen Ruhe und einer entspannten Haltung in Kontakt mit dir selbst kommen. Erkenntnisse über die tieferen Gründe kommen dann leichter, denn die Tür dazu ist erstmal weit offen. Ideal übrigens auch, um eine Mondhüttenzeit einzuleiten!

Übrigens: Gib deinem Gegenüber die Chance, deine Reaktion zu verstehen. Je offener du dich mitteilst, umso leichter könnt ihr den Dialog wieder aufnehmen.

Lebe in Achtsamkeit – zuerst mit dir selbst. Das wünsche ich dir/euch für die kommende Woche. Und darüber hinaus.

Deine Elma

Voll retro: Briefe schreiben

Einen Brief schreiben – für beide etwas besonderes: für Sender UND Empfänger! Foto: pixabay.

Fast altmodisch komm ich mir vor: Ich habe mir einen wunderschönen Büttenpapier-Block gekauft und einen Stift, mit dem ich schön schreiben kann (das geht nämlich nicht mit jedem!) und jetzt sitze ich an meinem kleinen Schreibtisch, ganz ohne Labtop und PC, und schreibe einen echten Brief!

Die Idee kam mir, als ich Euch von den „kleinen Schritten“ schrieb. Einen Brief schreibe ich viel achtsamer, nehme mir viel mehr Zeit und denke über das, was ich schreibe, viel mehr nach. Heutzutage (auch so ein retro-Wort) bekommt doch kaum noch jemand einen handgeschriebenen Brief, oder?! Denk doch mal nach, wann hast du das letzte Mal einen bekommen? Selbst die Postkarte aus dem Urlaub ist schon einer Whatsapp-Nachricht mit Foto gewichen. Unser Kühlschrank hing früher voll mit diesen Grüßen aus aller Welt; heute bleibt er weitgehend leer.

Ich finde, wir sollten diese fast verlorene Lebenskunst wiederbeleben! Wir alle sehnen uns doch nach Entschleunigung, nach achtsamem Umgang miteinander. Nach einem bewussten Leben.

Das Schöne am Briefe schreiben ist: du nimmst dir Zeit. Zeit für dich selbst und für eine ruhige, fast meditative Phase. Für ein inneres Zwiegespräch mit deiner Freundin, deiner Mutter, deinem Partner. Du überlegst dir, was du ihm oder ihr erzählen willst. Was dir wichtig ist, was es Neues gibt. Ich bin mir sicher, dass du es anders formulierst, wenn du einen Stift über ein fein strukturiertes Papier gleiten lässt, als wenn du ein paar Zeichen in ein Nachrichtenfeld tippst und „senden“ drückst. Oder?!

Brieffreundschaften – echt retro. Und soooo schön! Foto: Pixabay.

Wer von Euch hat denn beispielsweise zum Muttertag einen Brief oder eine Karte geschrieben? Ich halte ja generell nicht viel von der kommerziellen Aufblähung des Muttertags, aber ich selbst hätte auch ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn ich mich nicht mit ein paar Gedanken bei meiner Mutter gemeldet hätte. Nicht jedes Jahr ist die Zeit da, sie zu besuchen. Aber es muss ja auch nicht zwangsweise der Muttertag sein. Ein handgeschriebener Brief ist eine echte Überraschung. Eine, die nicht viel kostet, außer Zeit und Muße.

Die Freude über einen solchen Brief ist auch deshalb so groß, weil der Empfänger sofort weiß und spürt: Ich habe mir für ihn persönlich Zeit genommen. Und genauso, wie ich mir zum Schreiben Zeit genommen habe, nimmt sich der/die Empfänger(in) Zeit, den Brief zu öffnen und zu lesen. Allein diese Freude beim Briefkasten öffnen ist es wert, einen Brief geschrieben zu haben. Finde ich und freue mich über jeden Brief, der handgeschrieben bei mir ankommt!

Probiers aus. Nimm dir Zeit für einen lieben Menschen und schicke ihm deine Gedanken.

Deine Elma

Übrigens: handgeschriebene Briefe werden gern aufgehoben.