Entgiften im Kopf oder: Detox fürs Gehirn

Nach dem Winter brauchen wir eine Entgiftung im Kopf. Quelle: pixabay.

Detox – oder entgiften – ist gerade in aller Munde. Jedes Frühjahr sehen wir uns wieder mit neu angesammelten Pfunden vor dem Spiegel oder dem Kleiderschrank. Die Sommerhosen und –röcke wollen nicht mehr zugehen. Schrecklich! Also: Abnehmen, diäten oder erstmal – viel sinnvoller – entgiften.Wir wollen den Körper von all dem Überflüssigen befreien, was er über die vergangenen Wintermonate angesammelt hat. Doch was ist mit dem Kopf? Wie geht Entgiften hier? All die vielen Ideen, Vorhaben oder Pläne, die zwar im Kopf herumschwirren, aber bisher noch nicht annähernd in Umsetzung gekommen sind? Die Trägheit, die sich längst breit gemacht hat und verhindert, dass wir uns auf eine Sache konzentrieren können. Die beseitigen wir jetzt. Die Entgiftung im Kopf ist mindestens so wichtig, wie die des Körpers.

Grund für die Notwendigkeit, auch den Kopf zu entgiften ist, dass wir einfach immer mehr mit uns herumschleppen. Die heutige Informationsflut, die vielen mobilen Endgeräte, die vielschichtigen und vielfältigen Anforderungen, denen wir uns stellen müssen… schlichtweg: Stress auf allen Ebenen. Und der „übersäuert“ Geist und Seele.

Schritt 1: Alles aus dem Kopf

Was schwirrt denn alles in deinem Kopf herum? Das finden wir jetzt heraus. Die Leute von „Getting things done“  haben hierzu tolle Ideen. Nimm Dir also Zeit, etwa 1-2 Stunden und schreibe alles auf, was dir im Kopf herumgeht. Lass Deine Gedanken dabei frei spazieren gehen. Alles, was kommt, wird aufgeschrieben  wichtig oder unwichtig. Da darf stehen, dass die Milch alle ist, oder dass Du schon immer mal den anderen Bio-Supermarkt mal testen wolltest, dass Du Vorräte sinnvoller pflegen und wieder aufbrauchen wolltest. Denk an deinen Job, welche To-Do´s gehen dir hier durch den Kopf? Was wolltest du immer schon angehen? Sammle erst mal einfach alles. So verrückt es auch klingt. Denk an eine der letzten Nächte, die du wach lagst und deinem Gedankenkarusell alle Freiheiten gelassen hast. Alles ist wichtig, alles wird jetzt außerhalb deines Kopfes gesammelt. Damit der Kopf frei davon wird. Nimm dir genug Zeit dafür. Es darf ruhig auch minutenlange Pausen geben. Du wirst sehen, da kommt noch mehr nach oben! Ich bin sicher: Danach fühlt sich der Kopf schon ein wenig leichter an, oder?!

Am kommenden Tag(lass ruhig erstmal etwas Zeit vergehen), kannst du Prioritäten schaffen, indem du farbig Zusammengehörigkeiten oder eine Rangfolge fürs Erledigen anlegst. Mein Rat: wir sind nicht beim Marathon. Schenk dir Zeit, diese Punkte langsam abzuarbeiten. Und hinterfrage auch, was davon kannst du eventuell an andere abgeben, also delegieren, und was kannst du auch getrost streichen.

Schritt 2: Sammle deine negativen Gedanken ein

Wichtig sind nicht nur die Aufgaben, die Dir das Leben und den Kopf schwer machen und viel Energie kosten. Es sind auch die Gedanken, mit denen wir uns und unser Tun ständig bewerten. Oft auch im Unterbewusstsein. Es wird nicht leicht sein, an all diese Gedankenmuster dran zu kommen. Es lohnt sich, immer ein kleines Notizbuch dabei zu haben. Hier könnte auch die oben angefangene Liste drin aufgeschrieben sein. Von der anderen Seite her fängst Du an mit den Gedanken, die dich behindern, fröhlich, glücklich und selbstbewusst zu sein. Ausleeren, wie auf einen Komposthaufen, nenn ich das. Wenn der Kompost lange genug liegt, wird wieder brauchbare Erde daraus. Allein deshalb lohnt sich der Vergleich!

Schritt 3: Jetzt aber: Belohn´und lob dich!

Auch das gehört zum Entgiften: Fülle mit positiven Gedanken die Lücken! Nimm dir am Tagesende Zeit, auf den vergangenen Tag zu schauen. Schreib auf, was du alles erledigt hast oder auf den Weg gebracht hast. Wer sich über dich gefreut hat? Wer hat dich angelächelt? Wen hast du angelächelt? Worüber hast du dich heute besonders gefreut?

Wenn du dein kleines Notizbüchlein zuschlägst, sollte das dein letzter Gedanke sein: Die Freude, die du heute erlebt hast. Lass sie sich in deinem ganzen Körper ausbreiten und genieß beim Einschlafen dieses kleine Glücksgefühl.

Überlege dir, ob du solche Aufräum- und Innehalt-Sequenzen zum Kopf-

Der Frühling macht es uns leicht: Entgiften ist jetzt sehr wirkungsvoll. Quelle: pixabay.

Entgiften regelmäßig einbauen kannst. Einmal monatlich? Oder einmal wöchentlich? Dann, wenn du dir die Woche vornimmst, was du erledigen, schaffen und bewältigen willst? Welche Highlights du einplanst und welche Freunde du treffen willst? Nach ein paar Wochen wird das zu dir gehören wie das tägliche Zähneputzen. Und dein Kopf wird leerer, freier und glücklicher sein! Ein toller Neuanfang jetzt, zum Frühlingsstart, oder?!

Viel Spaß beim Entgiften wünscht dir

Deine Elma

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