Schafgarbe im Leib hilft jedem Weib

SCHAFGARBE (achillea millefolium) Bodenheilerin und Wundkraut des Achill – auch Achilleskraut, Augenbraue der Venus (wegen der Blattform), Bauchwehkraut, Jungfrauenkraut

Foto: LianeM - fotolia

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Foto: Marina Lohrbach/fotolia

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Ganz sicher kennst Du die Schafgarbe und bist ihr in der Natur schon sehr oft begegnet, ohne Dir dessen bewusst zu sein. Die Schafgarbe gehört zu den Bodenheilerinnen (wie auch die Kamille) und sie hat große, regenerierende, klärende Kräfte in sich. Sie besiedelt sogar völlig überdüngte, übersäuerte Weideböden und zeigt darin ihre säurebindenden Kräfte. Im Laufe der Zeit vermag sie diese Böden zu regenerieren. So wie sie die überdüngten, übersäuerten Böden regeneriert, so saniert sie aber z.B. auch unsere durch Antibiotika geschädigten Schleimhäute im Darm. Sie reinigt Blut und Darm von Bakterientoxinen und wirkt einer Übersäuerung entgegen.

Die Schafgarbe gilt als eine der weltweit meistgeschätzten Heilpflanzen. Vor allem ist sie eine sehr wichtige Frauen-Heilpflanze. In der Frauenheilkunde wird Schafgarbe als blutstillende Pflanze, bei zu starken und langen Regelblutungen verordnet. Sie ist blutgerinnungsfördernd, ähnlich wie die Alchemilla.

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Schafgarbe ist hilfreich bei Entzündungen aller Art. Sie gilt auch als Wundkraut und verfügt über beachtliche antibiotische Kräfte. Die würzig duftenden Blüten und das daraus gewonnene ätherische Öl können eine Vielzahl von Bakterien bekämpfen und eventuell sogar Pilze wie z.B. Candida am Wachstum hindern. Auch bei übelriechendem Ausfluss kann es hilfreich sein, Schafgarbentee zu trinken (2 Teel. pro Tasse heiß überbrühen, ca. 8 -12 Min. ziehen lassen) – ebenso als Begleitmittel bei Eierstockentzündungen oder begleitend bei Blasenentzündungen. Zusätzlich helfen hier noch Sitzbäder mit 2 bis 3 l starkem Schargarbentee. Zur Linderung der akuten Beschwerden und zur Entkrampfung der Blase.

In der Ceres-Millefolium Urtinktur stellt sich schon innerhalb von 1-2 Tagen eine spürbare innere Ruhe und Klarheit ein (auf altrömischen Grabplatten ist Millefolium oft als Sinnbild des Schlafs abgebildet). Sie hilft insbesondere auch dabei, Dinge, die gerade „nicht dran“ sind, ebenso ruhevoll wie dezidiert zurückzuweisen. Dies mag erklären, warum die Schafgarbe früher in Form eines mit bestimmten Kräutern gefüllten Korbes, den unerwünschten Freiern vor die Tür gestellt wurde, um „durch die Blume“ die Zurückweisung der Liebe zu signalisieren – daher auch die Redewendung: „Einen Korb geben“. Gleichzeitig gilt Millefolium als Aphrodisiakum gegenüber „dem Richtigen“, was kein Widerspruch ist, weil sie eben die für den Liebesakt so zuträgliche innere Aufgeräumtheit, Ruhe und damit Hingabefähigkeit fördert. (CERES, Heilmittel)

„Schafgarbe im Leib tut wohl jedem Weib“ sagt ein alter Spruch – denn ein Schafgarbentee hilft bei unterschiedlichen Frauenproblemen (siehe auch Teemischungen in Kombination mit Schafgarbe). Schafgarbe lindert Kopfschmerzen, hilft bei Durchblutungsstörungen im Becken und in den Beinen, kalten Fingern, wetterbedingter Migräne, Problemen mit der Menstruation. Schafgarbe ist hilfreich bei Zysten und entlastet das Herz und den Kreislauf. Sie stärkt die Nerven und das Herz und kann außerdem bei Nervenentzündungen in den Beinen und Armen helfen. Außerdem hilft Schafgarbe einem gereizten Magen. Auf einen nervösen Magen wirkt sie ähnlich wie eine kleine Massage von innen her, so dass sich schmerzhafte Krämpfe auflösen können. Daher kommt wohl auch der Volksname „Bauchwehkraut“.