Schlagwort: Bewusstsein

Advent – die beste Zeit, schöne Dinge zu tun.

Ruhe finden beim Plätzchen backen, Dekorieren oder Handarbeiten. Quelle: pixabay.

Macht hoch die Tür und die Herzen weit – summt Ihr auch schon Weihnachtslieder oder denkt bei Kerzenschein und Plätzchenduft an die schönen Momente des letzten Jahres? Es ändert sich sofort etwas in unserem Inneren, wenn wir uns heimelige, warme Gedanken machen. Besonders gut geht es uns, wenn wir uns mit Dingen beschäftigen, die uns gut tun oder die uns in eine entspannte Stimmung versetzen.

Mir geht das so, wenn ich filze. Schon, wenn ich die Wolle auspacke und die Olivenseife in heißes Wasser tauche, dann verschwindet alle Last von mir, alle Sorgen und Themen, die mich sonst unentwegt beschäftigen, fallen von mir ab. Kennst du das auch? Was bringt dich in diese besondere Schwingung, die dich alles vergessen lässt? Plätzchenbacken hat einen ähnlichen Effekt! ich bin überzeugt, dass es hierbei nicht nur ums Plätzchen essen geht, sondern schon beim Backen jede Menge Endorphine frei werden,die uns glücklich machen.

Was ist es also, was dich glücklich macht? Ist es das Treffen mit Freunden am Weihnachtsmarkt?

Kerzenlicht taucht die Welt in sanftes Licht – wohltuend. Quelle: pixabay.

Wenn jeder Schritt im Schnee unter den Schuhen knirscht, wenn die Welt in Lichterkettenlicht und würzigen Glühweinduft gehüllt ist und heiße Maronen uns die Hände wärmen? Oder sind es die kleinen Handarbeiten, die Basteleien und Handwerkereien, um den Freunden, den Kindern und dem Partner etwas von Herzen selbst Gemachtes unter den Weihnachtsbaum legen zu können?

Die Adventszeit kann aber auch ganz schön hektisch werden. Wenn wir uns anstecken lasse vond em Trubel und den Möglichkeiten, die sich überall bieten, wird die zeit bis Weihnachten alles andere als besinnlich; sie wird zum Marathon. Bei dem wir auf der Strecke bleiben und abgeschafft und urlaubsreif die Feiertage erreichen.

Nein, die Adventszeit schenkt uns genau so viel Besinnung und Freude im Tun, wie wir uns Zeit dafür nehmen. Wenn ich Luise´s Beitrag über den Weißdorn lese, dann gehört für mich auch immer die Leidenschaft für die kleinen Dinge, die wir selbst tun können, dazu, um das Herz zu weiten und zu beruhigen. Dinge, die das Herz glücklich im Gleichklang schlagen lassen. Was ist das für dich?

Für mich sind es meine Stricknadeln oder das Basteln von Transparentpapier-Sternen, weil sie so viele gleich Arbeitsschritte haben. Das sind wahre Mondhüttenplätze in meinem Herzen.

Kennst du Haikus? Das sind kleine Dreizeiler, die in der japanischen Tradition in einer ganz klaren Struktur gedichtet werden. Wenn du die Regeln nicht ganz so ernst nimmst, kannst du einfach anfangen, auch selbst welche zu schreiben. Eine kleine Geschenkidee für die Weihnachtskarte sind sie übrigens auch. Und hier findest Du auch Haikus zum selbst Lesen oder Verschenken. Eins daraus passt hier ganz wunderbar:

Zuhausezeit. Dinge tun, die wertvoll sind. Die Welt bleibt draußen.

Mein Wunsch für dich: Verliere dich in kleinen Dingen, die du selbst machst. Finde Ruhe und Glück in der Adventszeit. Mach hoch die Tür und die Herzen weit.

Deine Elma

Wortschatz – Haikus von Dagmar Reichardt – ISBN Nr. 978-3981608434

Adventszeit macht die Herzen weit.

Nun ist sie da, die Adventszeit und wie wunderbar, als ich heute früh aus dem Fenster schaute, wurde ich mit dem ersten Schnee in diesem Jahr überrascht. Wie passend und stimmungsvoll, die in weiße Watte gepackte, ruhige Winterlandschaft und hier und da, die glitzernde Weihnachtsbeleuchtung in den Vorgärten.

Die Adventszeit bringt nicht nur staunende Kinderaugen. Sie macht auch unsere Erwachsenen-Herzen weit, wenn wir uns an den vielen Lichtern erfreuen und das Beisammensein und Näherrücken bei Tee und Plätzchen geniessen. Advent und Weihnachten, das hat ganz viel mit Familie, Freundschaft, Liebe, Wärme und Geborgenheit zu tun.

Advent und Weihnachten, das hat ganz viel mit Familie, Freundschaft, Liebe, Wärme und Geborgenheit zu tun. Foto: drubig-photo/fotolia

Wenn wir gestresst sind, ungesund leben, unglücklich und hektisch und ohne Entspannungsphasen durch den Alltag jagen, vielleicht auch große Sorgen oder seelischen Schmerz empfinden, dann kommt es vor, dass unser Herz und unsere Herzkranzgefäße immer enger werden. Wir empfinden dann eventuell ein großes Gewicht auf der Brust. Bleibt dieser Zustand über einen längeren Zeitraum bestehen, so wird irgendwann auch die Herzleistung nachlassen, da sie dieser Belastung nicht mehr gewachsen ist.

Die Heilpflanze Weißdorn (Crataegus) lässt unsere Gefühle wieder fließen und bringt neue Lebensimpulse. Crataegus bringt uns neues Vertrauen und hilft beim Auflösen von Stauungen. Seelisch bedingte Beklemmungs- und Druckgefühle in der Herzgegend lösen sich auf und das Herz wird gestärkt.

Weißdorn gehört zu den Rosengewächsen. Im Frühling sieht man ihn in voller Blüte. Foto: Fotolia/Schuppich

Bei nachlassender Herzleistung im Alter ist Crataegus ein bewährtes Langzeittherapeutikum. Aber Crataegus wird oft auch verordnet bei:

  • kreislaufbedingten Müdigkeitsanfällen/Erschöpfungszuständen
  • Extrasystolen
  • Bluthochdruck
  • Druck- und Beklemmungsgefühl in der Herzgegend
  • Asthma

Crataegus wird oft in Tropfenform verschrieben (z.B. von CERES), oder als Tabletten. Aber auch in Teemischungen (aus Blättern, Blüten und Beeren) und vielen Kombinationspräparaten kommt Weißdorn zum Einsatz.

Die Kräuterfrau Eva Aschenbrenner empfiehlt ab einem Alter von 45 Jahren, jeden Morgen Weißdorntropfen, „dann öffnen sich den ganzen Tag, die Herzkranzgefäße“…

Alle Herzprobleme musst Du selbstverständlich sofort ärztlich abklären lassen!

Alles Liebe, Deine Luise

Schlafen – notwendiges Übel oder purer Genuss?

Der Schlaf hat, glaube ich, nur in der Kunst eine positive Stellung. Quelle: ganzheitlichschlafen.wordpress.com

Nichts ist so sinnlos wie schlafen?! Wir sind doch ständig damit beschäftigt, unseren Alltag zu optimieren, noch mehr hineinzuquetschen, noch ergebnisorientierter und zeitverdichteter zu werden. Da stört die Zeit, die wir zum Schlafen brauchen, doch nur. Oder nicht?! Wieviel Schlaf brauchen wir eigentlich wirklich? Und wie können wir diese aktuell als absichtslose und uneffizient blockierte Zeit wieder in einen Fokus rücken, der den Schlaf als unersetzliches, biologisch notwendiges Naturheilmittel ansieht und als sinnvolles und glücklich machendes Kleinod neu ins Zentrum unseres Bewusstseins rückt?! Ich werde die Betten aufschlagen und hineinspringen dafür!

 

„Der Schlaf ist doch die köstlichste Erfindung.“ (Heinrich Heine)

Seit Heinrich Heine hat sich wohl einiges geändert. Mit „Schlaflos in Seattle“ jedenfalls, einer verrückten, schlaflosen und geschwindigkeitsliebenden Liebeskomödie, die seit 1993 viele ins Kino lockte, ist das „Nicht-mehr-schlafen“ fast ein geflügeltes Wort geworden. Und gesellschaftsfähig. Mir fällt dieser Titel immer wieder ein, wenn ich rastlos von Termin zu Termin hetze und ich, wenn ich dann endlich im Bett liege, nicht einschlafen kann. Denn jetzt nimmt sich mein Gehirn endlich Zeit, die Ereignisse des Tages zu verarbeiten und einzuordnen. Wichtig / weniger wichtig / unbedingt nicht vergessen… Und schon dreht das Gedankenkarusell und stellt sich schon auf den kommenden Tag ein. Aufgaben, die dringend erledigt werden müssen und Termine, die ich nicht vergessen darf und die meine volle Aufmerksamkeit brauchen. Und Mist, ich wollte doch unbedingt noch Tulpenzwiebeln vor dem ersten Frost in die Erde bringen. Doch die Tage sind kurz, wann soll ich das bloß machen…Und so weiter und so weiter… Der Herzschlag geht hoch und an Schlaf ist nicht mehr zu denken.

Kennt ihr das? Diese Atemlosigkeit im eigenen Hamsterrad? Diese Hetze an jedem einzelnen Tag? Egal ob beruflich oder in der Freizeit? Egal, ob mit Kindern oder ohne? Kein Wunder also, dass immer weniger Menschen gut schlafen können.

Laut einer aktuellen Studie schlafen 80% aller Berufstätigen in Deutschland schlecht. Das ist eine alarmierende Zahl! Etwa ein Drittel der Bevölkerung fühlt sich regelmäßig erschöpft. Und was ist die Folge? Nicht etwa, dass sie sich mehr Zeit zum Schlafen nehmen. Nein, ganz im Gegenteil:  Im Vergleich zu 2010 nehmen heute fast doppelt so viele der 35- bis 65-jährigen Arbeitnehmer Schlafmittel, besagt die oben genannte Studie.

Wir müssen funktionieren. Im Arbeitsleben, in der familiären Doppelbelastung mit Kindern. Dazu kommt ein hoher Anspruch an die Freizeitaktivitäten: Es soll ausreichend Sport getrieben werden, der Gesundheit zuliebe. Dann muss Kulturelles auf den Plan, daneben sollen aber auch Freunde, Eltern und Kinder nicht zu kurz kommen. Und wo sparen wir am einfachsten, wenn die Woche mal wieder nicht reicht für all das Erlebenswerte? Naja, dann reicht doch bestimmt auch mal eine Nacht mit 3-4 Stunden.

Dass wir Schlaf kaum aufholen können, haben viele von uns schon am eigenen Leib erlebt. Das geht in jungen Jahren noch recht gut, wird aber mit zunehmendem Alter immer anstergender. oder sage ich da etwas Falsches?

Ich frage mich also: Was ist so schlecht daran, gut und ausreichend zu schlafen? Wenn wir diesem Bedürfnis wieder mehr Rechte und Glücksgefühle zuschreiben, dann sollte es klappen. Mit dem Schlaf. Mit einer guten Erholung in der Nacht. Und vermutlich klappt es dann auch mit dem Erhalt unserer Gesundheit, der geistigen, der seelischen und der körperlichen übrigens. Sie hängen alle drei von einem ausgewogenen Schlaf ab.

Und weil uns die Müdigkeit so wichtig ist, werden Luise und ich uns noch ein wenig ausführlicher mit dem Schlaf beschäftigen. Freut Euch also auf die Fortsetzung. Und:

Schlaft schön! Eure Elma

Herbstsonne – jetzt in Farben baden.

Mondhüttenplätze suchen und Farben tanken für die dunkle Jahreszeit! Quelle: privat.

Das Wochenende war in Sonne getaucht! Die herbstlich gefärbten Blätter schenkten uns Farbe zum Sattsehen. Ich habe das Gefühl, die Natur schenkt uns diese intensiv warmen Farben, damit wir gut durch die dunkle Jahreszeit kommen.

Mondhüttenplätze finden sich jetzt vor allem auf Waldspaziergängen. Die Augen aufhalten und alles in sich aufnehmen – das ist die beste Medizin gegen den Herbst-Blues! Waldbaden nennt sich das

Glücksmomente in der Natur.

heute, wir sagen: Wandern mit allen Sinnen.

Jedoch wird es intensiver, wenn man sich auf sich selbst besinnt. Wenn die Geräusche des Waldes mit dem eigenen Atem und den langsamen, rhythmischen Schritten verschmelzen, dann stellt sich eine Art meditativer Zustand ein. Die Welt mit ihren Alltäglichkeiten tritt in den Hintergrund, die innere Stimme verschafft sich Gehör. Der Mensch kommt zur Ruhe, die Rastlosigkeit, das hektische Treiben des Alltags entfernt sich mit jedem Schritt. Alles ordnet sich dem eigenen Tempo und Rhythmus unter. Für die Sinne und das eigene Bewusstsein eine Zeit der Erholung.

Farben und Vielfalt können jetzt intensiv bewundert werden.

Die kommenden Tage eignen sich noch dazu, der Natur die volle Aufmerksamkeit zu schenken und alles andere mal nicht so wichtig zu nehmen. Riecht den Wald, wie er duftet! Entdeckt Pilze, Eicheln, Buchecker und Esskastanien – fühlt euch lebendig!

Eure Elma