Schlagwort: Ernährung

Coenzym Q10 – mehr als nur AntiAging-Enzym

Das Coenzym Q10  ist eine, dem Vitamin E ähnliche, fettlösliche, körpereigene Substanz, die zum einen über die Ernährung zugeführt, zum anderen vom Organismus selbst gebildet werden kann.

Foto: pixabay

Über die Ernährung werden täglich ca. 5 – 10 mg Coenzym Q10 aufgenommen. Die fettlösliche Substanz ist hierbei zwar in vielen Lebensmitteln zu finden, seine Konzentration ist jedoch meist gering. Als die besten Lieferanten für Coenzym Q10 gelten neben Fleisch und bestimmten Fischsorten (z.B. Sardinen, Makrelen), in pflanzlicher Hinsicht vor allem Weizenkeime, Sojabohnen, Brokkoli, Spinat, Knoblauch, Walnüsse und Mandeln.

 

Fotolia_14186845_XSDie Aufgaben des Coenzyms Q10 liegen in zwei Hauptbereichen: der Elektronenübertragung innerhalb der Mitochondrien und der Beteiligung als Redoxpartner bei antioxidativen Vorgängen. Coenzym Q10 ist somit grundlegend an der Energiegewinnung in den Zellen beteiligt. Durch die zentralen Aufgaben beim antioxidativen Schutz biologischer Membranen trägt Coenzym Q10 zu einer Stärkung der Immunabwehr bei, fördert die Integrität und Stabilisierung von Zellmembranen und beugt radikalen Alterungsprozessen der Zellorgane vor.

 

In bestimmten Lebensituationen, z.B. bei

  • fettarmer Kost
  • Reduktionsdiäten
  • Asthma bronchiale
  • Burnout
  • Chronischem Müdigkeitssyndrom
  • Diabetes mellitus
  • Fibromyalgie
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Migräne
  • Morbus Alzheimer
  • Morbus Parkinson
  • Störungen der Gallenfunktion
  • gastrointestinalen Störungen
  • ab einem Lebensalter von 40 Jahren
  • oxidativem Stress
  • usw.

besteht ein gesteigerter Bedarf an Coenzym Q10, den der Organismus nicht selbst liefern kann, oder aber der Körper kann in diesen Situationen Q10 nicht ausreichen synthetisieren. Dann sollte das Coenzym zusätzlich eingenommen werden.

Foto: sepy /fotolia

Coenzym Q10 ist auch für den Energiestoffwechsel des Herzmuskels essentiell. Bei kardiologischen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz und ischämischen Herzerkrankungen sind die Q10-Spiegel im Herzmuskel deutlich erniedrigt. Eine Metaanalyse¹ bestätigt das Potential von Coenzym Q10 als nebenwirkungsfreie und wirkungsvolle Therapiemaßnahme bei Hypertonie (Bluthochdruck). Sowohl der systolische als auch der diastolische Blutdruck konnte durch eine Q10-Substitution signifikant gesenkt werden. Außerdem ist Q10 durch seine starken antioxidativen Fähigkeiten eine wichtige Substanz bei der Prävention und Behandlung von Arteriosklerose.

troubleEin neues Therapiefeld stellt der Einsatz von Coenzym Q10 bei Migräne dar. Klinische Studien deuten darauf hin, dass bei Migräne der Coenzym Q10-Status unter den normalen Werten liegt. Auch gibt es erste Hinweise auf einen möglichen therapeutischen Einsatz von Coenzym Q10 bei Tinnitus.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Q10-Konzentration in verschiedenen Geweben deutlich ab. Vor allem das Herz, aber auch die Muskulatur ist betroffen. Es wird vermutet, dass die Aufrechterhaltung der Coenzym Q10- Konzentrationen einen altersbedingten Leistungsabfall sowie Alterungsprozessen im Allgemeinen entgegensteuern kann.

Es gibt eine Vielzahl von Coenzym Q10 Präparaten auf dem Markt, mit unterschiedlichsten Konzentrationen und Qualitätsmerkmalen. Lassen Sie sich beraten, welches Produkt für Sie sinnvoll ist.

Laborchemische Analyse von Coenzym Q10 im Blut, zur Bestimmung des Coenzym Q10-Status:

 

 ¹ Rosenfeldt FL, Haas SJ, Krum H, Hadj A, et al: Coenzyme Q10 in the treatment of hypertension: a meta-analysis of clinical trials. J Huma Hypertens 2007; 21(4):297-306

Das Leben feiern

Foto: pixabay

Heute ist Ostern und Christen feiern auf der ganzen Welt den Sieg des Lebens und des Lichts, über alles Dunkle. Der Frühling ist da und die Natur schwelgt in bunten Blüten und frischem Grün – Erneuerung, Auferstehung, Fruchtbarkeit, jedes Jahr, immer wieder.

Ganz ähnlich wie sich unser Frauenkörper jeden Monat reinigt, erneuert und wieder für eine Empfängnis bereit macht. Die Zyklen in der Natur sind etwas sehr Wunderbares.

Hinter uns liegen nun auch 40 Tage Fastenzeit, in der wir auf unterschiedlichste Art Verzicht geübt haben. Am beliebtesten ist dabei der Verzicht auf Süßigkeiten, Fleisch, Alkohol oder Zigaretten. Aber auch auf Plastik, TV, Internet, digitale Spiele, oder schlechte Angewohnheiten wird verzichtet. Nun sind die Fastenwochen vorüber, heute wird mit der Familie gefeiert und dann… alles wieder wie vorher? Oder haben wir aus der Fastenzeit etwas gelernt?

Foto: pixabay

Ziel sollte es doch auf jeden Fall sein, bewusster zu leben. Die Fastenzeit als positive Erfahrung zu nutzen und seinen Lebensstil gesünder zu gestalten. Wenn es 7 Wochen ohne Zigaretten funktioniert hat, warum dann wieder damit anfangen?

Nach sieben Wochen ohne TV hast Du vielleicht wieder ganz neue Ideen bekommen, um Deine Auszeiten zu gestalten und Kreativität zu entfalten. Oder Du kaufst wesentlich achtsamer ein, schaust sehr genau auf Inhalts- und Zusatzstoffe der Lebensmittel und Pflegeprodukte. Bewegst Dich mehr draußen in der Natur, anstatt auf dem Sofa zu sitzen. Ich glaube, so ist Fastenzeit gedacht, als eine sehr sinnvolle und nachhaltige Zeit. Dann hat sie Dich sensibilisiert dafür, Dein Leben sehr viel gesünder zu leben.

Deine Luise

 

Es stimmt etwas nicht – Teil 3: Ernährung zur Immunstärkung

Vielleicht hast Du durch unsere letzten Blogbeiträge schon eine gewisse Ahnung bekommen, warum Dein PAP-Abstrich nicht so ganz in Ordnung war? Und hast Du schon für Dich einige passende Möglichkeiten wählen können, um Dein Immunsystem mit naturheilkundlicher unterstützung zu stärken?

Auch und ganz besonders über die Ernährung gibt es gute Möglichkeiten, damit Du Dich rundum wohlfühlst und was dazu beitragen kann, dass Dein PAP-Abstrich bei der nächsten Kontrolle wieder völlig unauffällig sein wird. Es gibt in der Ernährungslehre sehr viele unterschiedliche Ansätze und eigentlich bin ich dafür, dass jede Patientin die für sie beste Ernährungsmöglichkeit, selbst und individuell herausfindet.

ErnährungslisteDazu kannst Du Dich in den folgenden Wochen genau beobachten. Am besten machst Du Dir eine zweispaltige Liste. Die linke Spalte bekommt ein dickes + und die rechte Seite ein dickes – Zeichen als Überschrift. Nun finde nach jeder Mahlzeit heraus, ob Du Dich mit dieser Mahlzeit wohlfühlst, ob Du Dich stark und genährt fühlst, oder eher schlapp, müde und aufgebläht. Entsprechend trägst Du die Nahrungsmittel in Deine Liste ein: unter dem + Zeichen alles was Dir gut tut und unter dem – Zeichen alles was eher nicht so wohltuend empfunden wird.

Insgesamt solltest Du aber Deine Ernährung durch vollwertige, basische, biologische Frischkost umstellen. Also viel Gemüse, Salat und Obst, Getreide und nur wenig Wurst und Fleisch. Stelle Dir vor, dass im Gewebe um Deinen Muttermund die Sauerstoffzufuhr verbessert werden soll und das schafft man nicht mit Fastfood und Konservenessen.

Mondhütte - Frischkorn-MüsliVerwende zum Essen nur hochwertige, kaltgepresste Öle, wie z.B. Leinöl (muss im Kühlschrank stehen, da es sehr schnell ranzig wird, am besten nur in kleinen Flaschen kaufen) oder Nachtkerzenöl. Zum Frühstück ist für viele Frauen ein Frischkornmüsli oder auch die Quark-Leinöl-Creme nach Budwig ideal. Ein Rezept für Quark-Leinöl-Creme mit Granatapfel und Feige findest Du hier bei unseren Rezepten –>
Auch grüne Smoothies sind gesunde Energiebringer, in die man auch prima wertvolle Öle mischen kann. Die Forscherin Johanna Budwig erkannte schon vor langer Zeit, dass essentielle Fettsäuren sehr gesund sind und u.a. auch bei Krebserkrankungen unterstützend wirken. In ihrem Buch „Öl-Eiweiß-Kost“ beschreibt sie das genau.

Leinsamen sollte immer frisch geschrotet verwendet werden. Wenn Dir die Anschaffung einer Getreidemühle zu kostspielig ist, gibt es auch die Möglichkeit auf „Linomel“ auszuweichen. Das bekommst Du im Reformhaus oder Biomarkt und es handelt sich hier um frisch geschroteten Leinsamen, der mit einer hauchdünnen Schicht Honig umhüllt ist, um vor Oxidation zu schützen.

Falls Dir die Ernährungsumstellung schwer fällt, findest Du vielleicht auch den richtigen Zeitpunkt für eine Heilfastenwoche nach Buchinger oder möchtest 1-2 Wochen Basenfasten. Danach ernährt man sich automatisch gesünder und bewusster, die Umstellung fällt leichter. Besprich das am besten mit Deinem Arzt oder Heilpraktiker.

Mehr zum Thema:
Es stimmt etwas nicht – Teil 1: PAP-Abstrich
Es stimmt etwas nicht – Teil 2: Naturheilkundliche Behandlung
Es stimmt etwas nicht – Teil 4: Wonach sehnt sich Dein Körper?

 

Die Esskastanie – die perfekte November-Nuss

Den November muss man mögen – oder auch nicht. Den goldenen Oktober mit seinem bunten Herbstlaub und den noch fast warmen Sonnenstunden noch in Erinnerung, warten wir schon auf die Adventszeit, aber die ist noch ein wenig entfernt. Die dunklen, kurzen Tage gehören ebenso zum November wie die traurigen Totengedenktage. Und doch hat der November für mich eine magische Komponente.

Nur durch seine Tristheit überredet der November uns, die kurzen Tage anzunehmen, die eigene  Betriebsamkeit herunterzufahren und mehr Zeit zuhause zu verbringen. Es ist die Zeit zum Lesen, zum Stricken, zum Briefe schreiben und basteln. Zum Zur-Ruhe-kommen und um die Stille zu Wort kommen lassen.

Die Esskastanie gehört für mich in den November. Wer sie noch im November selbst

Esskastanien: Sie bringen uns gut durch den Winter.

Esskastanien: Sie bringen uns gut durch den Winter. Quelle: pixabay.

gesammelt hat, der wird sie sicher in dem ein oder anderen Kochrezept verwenden oder sie einfach im Ofen rösten. Das Geknister beim Aufbrechen der Schale, der mehlige, leicht süßliche Geschmack, das hat was von Kindertagen, findest du nicht?! Das lässt immer wieder meine Vorfreude auf die kommende Adventszeit und die Weihnachtsmärkte wachsen.

Die Esskastanie nannte man früher das „Brot der Armen“. Lange bevor wir hier in Europa Mais oder kartoffeln kannten, galt die EsskaSTANIE für viele als unentbehrliches Grundnachrungsmittel. Meistens wurde Mehl daraus gemacht, was die Esskastanie haltbar machte, um den Winter über Brot daraus zu backen. Die Esskastanie ist basisch, glutenfrei und sehr sättigend. Und kann sehr vielfältig in der Küche eingesetzt werden.

Esskastanien tun den Nerven gut und sollen durch ihre wunderbaren Inhaltsstoffe sogar den Blutdruck und den Herzschlag regulieren helfen. Verdanken können wir dies vor allem der besonders hohen Konzentration des Mineralstoffes Kalium (ca. 710 mg/100 g) in der Esskastanie. Kalium wirkt basisch und sorgt so für eine Neutralisierung von überschüssigem Natrium im Körper und eine Ausscheidung über die Nieren. Studien haben dies belegt und empfehlen die Aufnahme von Kalium mithilfe der Nahrung. Das spricht für die Esskastanie, oder?! Denn: ein Zuviel an Natrium, durch die häufig zu salzreiche Ernährung, wird in manchen Fällen als Mitverursacher für hohen Blutdruck angesehen.

Wahre Wunder bei körperlicher und geistiger Erschöpfung –  hierfür sind die hohen Anteile der B-Vitamine ( B1, B2, B3 und B6) verantwortlich! Und die brauchst du vor allem für das Nervensystem und für einen leistungsfähigen Energiehaushalt.

Ich glaube, sie ist auch ein Seelentröster und Glücklichmacher.  Bei Stress und Ärger tut uns also die Esskastanie besser als ein Stück Schokolade. Jedenfalls jetzt im November! Und dafür habe ich ein leckeres Rezept gefunden:

Maronencreme als Brotaufstrich

  • 200 g gekochte Maroni (gibts so zu kaufen)
  • 100 – 150 ml Reismilch
  • je 1 Messerspitze Vanillepulver und Zimt
  • 4 EL Honig
  • 50 g Öl (z. B. Leinöl)

Die gekochten Maronen zusammen mit der Reismilch, dem Vanillepulver und dem Zimt bei kleiner Hitze unter gelegentlichem Rühren kochen, bis sie weich sind. Sollte die Flüssigkeit dabei komplett verdampfen, kann noch etwas Reismilch dazu gegossen werden. Nach ca. 5 – 10 Minuten vom Herd nehmen und die Maroni zerdrücken. Anschliessend etwas Honig und Öl hinzufügen. Danach wird alles mit einem Mixstab püriert oder mit einer Gabel fein zerdrückt. Zum Schluss die Masse in Gläser füllen. Hmmmm….

Übrigens: hast du´s gemerkt? Esskasatanien und Maroni: das ist nicht das Gleiche. Die Maroni sind weitergezüchtete Esskastanien, sie sind größer und schmecken viel süßer. Mehr über die Esskastanie – sie kann nämlich noch viel mehr – und weitere Rezepte findest du hier.

Also, nimm Platz und entspann dich. Mit einer schönen Tasse Tee, einem Maronencreme-Brot und einem guten Buch. Also wann ist das schöner als im November?!

Deine den November liebende Elma