Schlagwort: Erschöpfung

Gut fürs Herz

Die Adventszeit bringt nicht nur staunende Kinderaugen. Sie macht auch unsere Erwachsenen-Herzen weit, wenn wir uns an den vielen Lichtern erfreuen und das Beisammensein und Näherrücken bei Tee und Plätzchen geniessen. Advent und Weihnachten, das hat ganz viel mit Familie, Freundschaft, Liebe, Wärme und Geborgenheit zu tun.

Advent und Weihnachten, das hat ganz viel mit Familie, Freundschaft, Liebe, Wärme und Geborgenheit zu tun. Foto: Fotolia/Rawpixel

Wenn wir gestresst sind, ungesund leben, unglücklich und hektisch und ohne Entspannungsphasen durch den Alltag jagen, vielleicht auch große Sorgen oder seelischen Schmerz empfinden, dann kommt es vor, dass unser Herz und unsere Herzkranzgefäße immer enger werden. Wir empfinden dann eventuell ein großes Gewicht auf der Brust. Bleibt dieser Zustand über einen längeren Zeitraum bestehen, so wird irgendwann auch die Herzleistung nachlassen, da sie dieser Belastung nicht mehr gewachsen ist.

Die Heilpflanze Weißdorn (Crataegus) lässt unsere Gefühle wieder fließen und bringt neue Lebensimpulse. Crataegus bringt uns neues Vertrauen und hilft beim Auflösen von Stauungen. Seelisch bedingte Beklemmungs- und Druckgefühle in der Herzgegend lösen sich auf und das Herz wird gestärkt.

Weißdorn gehört zu den Rosengewächsen. Im Frühling sieht man ihn in voller Blüte. Foto: Fotolia/Schuppich

Bei nachlassender Herzleistung im Alter ist Crataegus ein bewährtes Langzeittherapeutikum. Aber Crataegus wird oft auch verordnet bei:

  • kreislaufbedingten Müdigkeitsanfällen/Erschöpfungszuständen
  • Extrasystolen
  • Bluthochdruck
  • Druck- und Beklemmungsgefühl in der Herzgegend
  • Asthma

Crataegus wird oft in Tropfenform verschrieben (z.B. von CERES), oder als Tabletten. Aber auch in Teemischungen (aus Blättern, Blüten und Beeren) und vielen Kombinationspräparaten kommt Weißdorn zum Einsatz.

Die Kräuterfrau Eva Aschenbrenner empfiehlt ab einem Alter von 45 Jahren, jeden Morgen Weißdorntropfen, „dann öffnen sich den ganzen Tag, die Herzkranzgefäße“…

Alle Herzprobleme musst Du selbstverständlich sofort ärztlich abklären lassen!

(Jahreszeiten-) Rhythmus für Halt und Stabilität

Rhythmen in der Natur - Herbstspiegelung. Foto: pixabay

Rhythmen in der Natur – Herbstspiegelung. Foto: pixabay

Die Natur gibt uns Rhythmen vor, an denen wir unser Leben orientieren. Da ist der Tag und Nacht-Rhythmus, der dafür sorgt, dass unsere Aktivitäts- und Ruhephasen in ausgeglichenem Verhältnis stehen. Es gibt den Wochen-Rhythmus, der uns mit dem Wochenende die Möglichkeit gibt, Zeit für die Familie und private Dinge zu haben und aus dem Hamsterrad der Arbeitswelt kurzzeitig auszusteigen.

Der Jahreszeiten-Rhythmus prägt uns in Aktivität und Vitalität. Der Frühling mit seinem frischen Grün, Knospen und Trieben steht für Neubeginn, Fruchtbarkeit. Der Frühling steht auch für das Großreinemachen, den Hausputz und ist eine ideale Zeit für eine Detox- oder Heilfastenwoche. Im Sommer spüren wir Schaffensdrang und Lebensfreude. Spätsommer und Herbst bringen uns reiche Ernten, lassen uns die noch warmen, aber schon kürzer werdenden Sonnentage genießen und erinnern uns daran loszulassen – Elma schrieb letzte Woche ausführlich davon – auch Schlacken und Umweltgifte loslassen, was den Herbst zu einer idealen Detox- und Fastenzeit macht. Im Winter kommt die Natur zur Ruhe und Einkehr. Die ruhige, besinnliche Zeit im Kerzenschein beginnt.

herbststimmung

Die natürlichen Rhythmen geben uns Halt und Stabilität, wir alle brauchen Rhythmus um gesund zu bleiben – und wir brauchen Zuverlässigkeit. Foto: pixabay

Wir Frauen brauchen während unserer fruchtbaren Lebenszeit auch unbedingt unseren Monatszyklus, mit der Menstruation, um gesund zu bleiben und uns unsere Kreativität zu erhalten. Die Tage der Menstruation stehen ebenfalls für Loslassen, runterkommen, ausruhen – Rückzug und achtsam mit sich selbst umzugehen. Leider ist es bei jungen Frauen mittlerweile modern, durch Hormongaben auf die monatliche Blutung zu verzichten. Ich kenne viele Frauen, denen das gesundheitlich nicht gut bekommen ist. Es fehlt uns allen mittlerweile etwas an Selbstliebe und Nähe zur Basis der Natur, sonst wäre es soweit nie gekommen, dass Frauen freiwillig auf ihre Menstruation verzichten.

Die natürlichen Rhythmen geben uns Halt und Stabilität, wir alle brauchen Rhythmus um gesund zu bleiben – und wir brauchen Zuverlässigkeit. In unserem Umgang untereinander fehlt mir immer mehr die Zuverlässigkeit. Kaum jemand möchte noch VERBINDLICH sein, verbindliche und zuverlässige Aussagen machen – das beobachte ich im geschäftlichen, wie auch privaten Umgang. Irgendwie ein sehr trauriges Phänomen. Liegt es an unserer Schnelllebigkeit, unserer Hetze und Eile, unserer permanenten Überlastung? Was denkst Du darüber?

Alles Liebe, Deine Luise

Nichts wie weg hier…

Foto: pixabay

Foto: pixabay

…auf, auf und davon! Selten zieht uns dieses Gefühl so stark von Zuhause weg, wie in den Sommerferien. Wir wollen raus aus dem Hamsterrad, die Sonne genießen und sehnen uns nach Tapetenwechsel, nach Ruhe und Stille; möglichst weit weg von dem hektischen Wahnsinn des Arbeitslebens. Elma hat in ihren letzten Beiträgen ausführlich von unseren Erwartungen an den Urlaub geschrieben. Denn wir wollen an einem perfekten Ort, für begrenzte Zeit ein kleines Paradies genießen – bevor wir wieder in die Normalwelt zurückkehren. Manchmal gelingt das, oft aber auch nicht.

Ganz realistisch betrachtet kann eine solche Einstellung ja auch auf Dauer nicht gut gehen, damit wirst Du mir sicher zustimmen. Es ist doch wirklich eine verkehrte Welt, in der wir uns nur gestresst von Woche zu Woche schleppen und dabei hoffen, mit ein paar Urlaubswochen unser Leben, unsere Vitalität und Lebenslust in Balance zu halten. Viel effektiver und schöner wäre es doch, einen viel achtsameren Umgang mit Dir selbst zu pflegen.

Beispielsweise könntest Du regelmäßige kleine Tages-Lichtblicke einplanen.

Foto: pixabay

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  • Das können bewusste Momente sein, in denen Du die Schönheit einer Pflanze in Deiner Umgebung wahrnimmst, oder einfach für einige Atemzüge auf Deinen Atem achtest und Dich spürst.
  • Du könntest aber auch den Tagesablauf immer wieder verändern, um nicht in Routine zu versauern. Dabei genügt es oft schon, einen anderen Weg zur Arbeit zu nehmen, oder vor dem Frühstück Yoga zu machen, oder zu meditieren.
  • Du musst auch nicht immer um die Regenpfützen herumlaufen. Warum nicht einmal genussvoll hereinspringen, wie ein Kind? 🙂

Sicher fällt Dir dazu noch viel mehr ein! Mir hilft es immer, wenn ich mir Wege aus der Routine suche. Und die regelmäßige Mondhüttenzeit bringt mir zusätzliche Energie, Vitalität und neue Kreativität. Dafür suche ich auch immer wieder nach neuen Mondhüttenplätzen. Wir werden demnächst darüber berichten.

Foto: pixabay

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Wozu also noch Urlaub, fragst Du jetzt vielleicht? Urlaub ist wundervoll und sollte wirklich nicht als Rettungsanker für den, aus dem Ruder gelaufenen, Alltag herhalten müssen.

Urlaub und Reisen, neue, fremde Orte entdecken und genießen, neue Menschen kennenlernen, erweitern nicht nur unseren äußeren, sondern auch unseren inneren Horizont. Urlaubsreisen können uns in die Stille und wieder ganz zu uns selbst führen, oder auch aufregend, prickelnd, elektrisierend, lehr- und entdeckungsreich unsere „Schatzkiste“ der wundervollen Erinnerungen auffüllen. Ich wünsche Dir einen traumhaften Urlaub, ganz nach Deinem Geschmack!

Deine Luise

 

 

 

 

ENTschleunigung – der Tritt auf die Bremse

Foto: Christian Müller/Fotolia

Der Stress in unserem Leben gibt uns das Gefühl einer Achterbahnfahrt. Foto: Christian Müller/Fotolia

Immer öfter habe ich das Gefühl, die Welt dreht sich immer schneller. Termindruck, Ereignisse, Neuigkeiten, Fortschritt – alles kommt vorbeigeflogen und gibt mir das Gefühl kaum noch schritthalten zu können. Mein Leben scheint vom Terminkalender beherrscht und in einzelne Sequenzen und Einheiten getaktet. Es bleibt kaum noch Spielraum für LEBEN…

Foto: Viika/Fotolia

Foto: Viika/Fotolia

Eine ganze Weile kann ich das aushalten. Bis ich mich irgendwann fühle, wie auf einer Achterbahnfahrt und nur noch das eine Bild im Kopf habe: Vollbremsung – langsamer werden – wieder zu mir finden – ENTSCHLEUNIGEN.

Ich bin sicher, jeder hat dafür seine eigenen Mechanismen entwickelt – bzw. hat spätestens dann begonnen welche zu finden, wenn es für Entschleunigungs-Maßnahmen schon einmal zu spät war und der Körper alle Signale auf ROT setzte, in Form einer Erkrankung. Unser Körper zeigt es uns ganz genau. Vielleicht reagiert er anfangs mit wiederholten Erkältungen, Kopfschmerzen, später eventuell mit Schwindel, Bluthochdruck, Schlafstörungen usw., um dann irgendwann im Burnout, dem absoluten Tiefpunkt anzukommen, falls die deutlichen Körpersignale immer wieder mißverstanden oder überhört werden.

Wie sehen Deine Maßnahmen zu Entschleunigung und Achtsamkeit aus? Foto: blende11.photo/fotolia

Wie sehen Deine Maßnahmen zu Entschleunigung und Achtsamkeit aus? Foto: blende11.photo/fotolia

Eigentlich sollte man im Laufe der Zeit gelernt haben, gar nicht erst in diese Achterbahn der Überlastung zu kommen. Leider bemerke ich aber auch immer erst, dass sich alles zu schnell dreht, wenn meine inneren Alarmlampen anfangen zu blinken. Dann habe ich das Gefühl unbedingt sofort auf die Bremse zu treten und alles langsamer anzugehen. Meine persönlichen Entschleunigungs-Maßnahmen sind:

  • Sofort sämtliche privaten Termine streichen, damit ich nicht auch noch in der Freizeit nach dem Kalender getaktet bin.
  • Überprüfen, was beruflich momentan nicht „brennt“ und mir die Möglichkeit gibt, ein paar Stunden weniger zu arbeiten (Überstunden abbauen).
  • Mit Yoga in den Tag gehen – wobei ich mit 3 Sonnengrüßen und dem Baum beginne und mich täglich ganz langsam steigere.
  • Mir die Zeit nehmen, um ausgedehnte Waldspaziergänge zu machen, eventuell auch Wandern zu gehen.
  • Mich mit Gartenarbeit beschäftigen, das erdet mich sehr und „bringt mich runter“.
  • Noch mehr auf meine Ernährung zu achten (was bringt mir Energie und hält mich vital?).
  • Während der Arbeit regelmäßig kurz innezuhalten, um ganz bewusst im Hier und Jetzt zu sein und tief in den Bauch zu atmen.
  • Mich mit Dingen beschäftigen, die der Seele gut tun.
  • In die Stille gehen, zu meditieren.

Ganz sicher hast Du auch Ideen und weißt wie Du Dich selbst entschleunigen und achtsamer mit Dir umgehen kannst. Die regelmäßige Mondhüttenzeit ist eine besonders gute Übung dazu.