Schlagwort: Glaubenssätze

Grenzen setzen – wie geht das eigentlich?

Grenzen2Stress ist nicht nur ein Thema im Job! Auch zu Hause oder durch andere Verpflichtungen, die uns einfach nicht mehr zum Luftholen kommen lassen, geraten wir aus der eigenen Mitte. Dann ist es wichtig, STOPP sagen zu können.

Das klingt so einfach, aber ist es das im Alltag? „Nein“ zu sagen und die eigenen Bedürfnisse zeitweise vor alles andere zu stellen, fällt uns doch allen schwer. Ist aber sehr gesund. Gerade in Familien und Wohngemeinschaften spielen sich Abläufe ein. Wenn Rückzug nicht geübt ist, dann gehört er auch nicht zur Gewohnheit. Und muss dann erst tatsächlich „geübt“ werden. Dazu gehört, dass wir unser Bedürfnis nach Zeit für uns selbst mit den anderen besprechen, die mit uns leben. Warum benötigst Du jetzt plötzlich Zeit für Dich selbst? Das kann Dein Umfeld vielleicht gar nicht verstehen. Damit unsere Lieben sich nicht zurückgestoßen fühlen und wir ihnen gegenüber kein schlechtes Gewissen entwickeln, ist gemeinsames Reden über das neue Bedürfnis hilfreich und extrem wichtig. – Sonst baut sich vielleicht ein weiterer, unbewusster und schwerwiegender Stressfaktor in Dein Leben ein! Glaubenssätze verändern wir dadurch, dass wir manchmal etwas einfach anders machen als gewohnt. Trau Dich!

Vielleicht fällt es Dir leichter, wenn Du Dir ein Symbol ausdenkst, es malst oder bastelst. Das kannst Du beispielsweise an Deine Tür hängen oder auf den gemeinsamen Esstisch stellen – wenn es wieder soweit ist. Was könnte das sein? Überleg mal, was für Dich passen könnte.

Aber es gibt auch anderes, oft unbewusstes, was abgrenzen hilft. FARBEN beispielsweise können Grenzen setzen. Vielleicht hast Du das schon einmal bemerkt: Wenn Du Ruhe brauchst oder es Dir nicht gut geht, dann wirst Du sicher keine auffälligen Farben wie Rot oder starkgemusterte Shirts tragen. Du würdest die Blicke auf Dich ziehen und dafür hast Du vielleicht gerade gar keine Energie übrig. Schwarz oder andere dunkle Farben können so für Dich selbst eine beruhigende Hülle sein, aber auch gleichzeitig eine unterbewusste Barriere für andere. Wenn Dir das bisher noch nicht so aufgefallen ist, beobachte es ruhig einmal. Das Gefühl für Farben, die man gerne trägt, lässt sich nicht nur von der Mode bestimmen!

Auch VERHALTEN kann Grenzen setzen. Eine eindeutige Handbewegung oder das Senken des Blicks kann eine eindeutige Botschaft für das Gegenüber sein: bis hierhin und nicht weiter. Sich abzuwenden oder die Arme zu verschränken sind ebenfalls ganz eindeutige Gesten.

Wenn Du Dir regelmäßig Zeit für Rückzug ermöglichst, dann werden verschränkte Arme oder andere Abwehrmechanismen seltener werden. Denn nach den Ruhepausen für das eigene Selbst bist Du wieder viel offener für andere und genießt die Nähe mit anderen wieder viel aufmerksamer und intensiver. Und dann wird das eigene GRENZEN SETZEN sogar zu einem Zugewinn für die Gemeinschaft.

Probier aber einfach selbst aus, was für Dich passt. Gesund ist es auf jeden Fall. Du wirst es spüren.

Deine Elma

Wenn ich einst alt bin…

Vielleicht etwas ungewöhnlich heute. Du bist es gewohnt, donnerstags hier einen Artikel über ein Frauenthema von mir zu finden. Heute kein Artikel, sondern nur ein Gedicht, dass mich schon seit einigen Jahren begleitet. Es hat viel mit Achtsamkeit zu tun, dem Thema über das auch Elma schon so viel geschrieben hat.

Wenn ich einst alt bin, trage ich Mohnrot. Foto: pixabay

Wenn ich einst alt bin, trage ich Mohnrot. Foto: pixabay

Achtsamer mit sich selbst umzugehen, das ist etwas, an das wir uns immer wieder neu erinnern müssen. Ich merke das an mir auch ständig. Auch achtsamer zu sein mit dem Thema Altern. Wie nimmst Du diesen Prozess wahr? Im folgenden Gedicht schreibt Elisabeth Schlumpf davon, wie sie sein möchte, wenn sie einst alt ist. Ich finde, wir sollten damit NICHT warten bis wir alt sind, sondern gleich und direkt damit anfangen!

Deine Luise

Wenn ich einst alt bin

Wenn ich einst alt bin
trage ich Mohnrot
weil ich das Brennen nicht missen möchte

Foto: © Ocskay Mark/Fotolia

Foto: © Ocskay Mark/Fotolia

Einen großen Hut
der weit auslädt
und das Gesicht anmutig verschattet

Ich werde stolz sein
wenn die Leute hinter mir tuscheln:
Da geht die verrückte Alte mit ihrem Hut

Vieles
werde ich nicht mehr machen
Zuhören zum Beispiel
wenn ich nicht mag
oder bleiben wenn es mich langweilt
nicht mehr lächeln
mit höflichen Floskeln
sondern sagen wie es mir ist

Vieles aber
will ich noch tun
Rutschbahn fahren mit meinem Enkel
rumpurzeln im Heu
und lachen dazu
Leute ansprechen
im Tram auf der Straße
die mir gefallen und fragen wie´s geht

Zeit mir nehmen für einen Schwatz
im Blumenladen die Ansicht
der Gärtnerin kennenlernen
über Jahreszeiten und Sträuße

Reisen
ein Weingut suchen im Herz der Toskana
weil mir das Etikett auf der Flasche gefiel
An die Nordsee fahren weil ich Sehnsucht habe
nach grauen Stränden und frischem Wind
Was mir so einfällt
ein Nachtspaziergang
Düften folgen
und fliegen lassen Bänder i

Unbekümmert und barfuß
lauf ich ins Grab

(Elisabeth Schlumpf)

 

Wo bleibt er nur, der Humor?

Setz doch ab und zu einfach mal die rote Nase auf! Foto: seanlockephotography/fotolia

Setz doch ab und zu einfach mal die rote Nase auf! Foto: seanlockephotography/fotolia

Tagtäglich begegnen mir Menschen mit ernsten Gesichtern, starr in Arbeitszeiten und Termine getaktet wird verbissen das Tagespensum abgespult. Wir hetzen durch die Straßen ohne einander anzuschauen oder sich auch nur ein kleines Lächeln zu schenken. Jeder für sich. Der Terminkalender bestimmt das Leben. Ist das nicht traurig?

Der Konkurrenzkampf ist groß, Arbeitsplätze werden überall eingespart und der Druck erhöht sich für jeden einzelnen. Wir rennen, gefangen im Hamsterrad. Unsere Messlatte, die wir uns meist selbst setzen wird immer höher und höher. Ich denke Du kennst das von Dir auch recht gut. Wir vergessen dabei oft unsere Wünsche und eigentlichen Werte im Leben. Buchstäblich sind wir wie von Sinnen, denn den eigentlichen Sinn unseres Lebens haben wir schon längst auf der Überholspur abgehängt. Die Prioritäten haben sich verschoben und damit hat sich bei vielen von uns Frauen der Weg in die Erschöpfung geebnet, oder andere Erkrankungen entwickeln sich – als Hilferuf unseres Körpers, der damit eine Lösung erzwingt.

Hier in den Mondhüttenbeiträgen haben Elma und ich schon so viel von weiblichem Rhythmus geschrieben, von den monatlich wiederkehrenden Mondhüttentagen, die uns wieder zu uns selbst bringen sollen und die so wichtig sind, damit wir gesund bleiben. Und wir werden weiterhin immer wieder erinnern… 😉 Es gibt auch nach wie vor immer wieder Beiträge zu Heilpflanzen oder Tipps aus der Naturheilkunde, die so wichtig sind und uns gesund erhalten.

Foto: mariesacha/fotolia

Foto: mariesacha/fotolia

Aber ich möchte Euch heute zusätzlich dazu auffordern doch einfach NICHT immer alles so tierisch ernst zu nehmen – vor allem Euch selbst, mit den festgefahrenen Glaubenssätzen wie z.B.

„Ich bin nicht gut genug“,
„Immer bin ich das Opfer“,
„Andere sind immer schneller“,
„Das hat bei mir noch nie geklappt“,
„Das Leben wird immer ein Kampf sein“
oder einem völlig überzogenen und perfektionistischen Selbstanspruch.

Immer dann wenn es schwierig und eng wird im Alltag, dann haltet doch einmal ganz kurz inne, reflektiert Euer eigenes Verhalten und setzt Euch gedanklich eine rote Clowns-Nase auf. Das erleichtert Vieles ungemein! Lacht über Euch selbst, lacht miteinander, schenkt Euren Mitmenschen ein Lächeln. Ihr werdet erstaunt sein, wie sich mit etwas Humor plötzlich Situationen entschärfen und erleichtern. Nicht umsonst heißt es „Lachen ist die beste Medizin!“.

Rosina Sonnenschmidt beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Humor in der Therapie und bildet mittlerweile Therapeuten auch zum Humor-Coach aus. Ein wunderbarer Ansatz und ich kann nur jedem empfehlen sich seine rote Nase einfach zur Erinnerung in den Schreibtisch oder die Jackentasche zu stecken. 🙂

 

 

Was denn – sind das etwa schon die Wechseljahre?

Foto: absolutimages/fotolia

Foto: absolutimages/fotolia

Vielleicht sind Sie gerade einmal Anfang vierzig und leiden regelmäßig unter Beschwerden lange bevor die Periode einsetzt. Extreme Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Schmerzen und Empfindlichkeit in den Brüsten, Wassereinlagerungen, Schlafstörungen durch Ruhelosigkeit, aber auch ein ständiges Gefühl der Überforderung und wiederkehrend Infekte vor der Periode u.v.m., wird von Frauen beschrieben, wenn sie schließlich vom Arzt gesagt bekommen: „das sind die beginnenden Wechseljahre“.

Für viele Frauen ist das ein Schock, denn mit diesem Thema hatten sie sich noch überhaupt nicht auseinandergesetzt, bei manchen ist die Familienplanung auch noch nicht wirklich abgeschlossen. Was bedeutet es überhaupt „in den Wechseljahren“ zu sein, und gibt es nicht eventuell auch andere Ursachen für diese Beschwerden?

Unter „Wechseljahre“ bezeichnet man die Zeit der hormonellen Umstellung, BEVOR die Menopause einsetzt (Menopause = es gibt keine Menstruation mehr). Dieser Zeitraum gestaltet sich sehr individuell und ist also bei jeder Frau anders. Die Mehrzahl der Frauen bemerkt überhaupt keine Veränderungen, fühlt sich vital und leistungsfähig. Doch es gibt auch Frauen, die sich über viele Jahre mit den unterschiedlichsten Beschwerden plagen.

In meinem Buch „Hormone in Balance“ beschreibe ich die Zeit der Wechseljahre ausführlich und es gibt nicht nur viele Infos, sondern auch zahlreiche Tipps aus der Naturheilkunde. Ein Leitfaden für Frauen, als liebevoller Begleiter durch das weibliche Leben.

Foto: Hetizia / Fotolia

Foto: Hetizia / Fotolia

Immer wieder prüfe ich in meiner Praxis, nach ausführlichen Anamnesegesprächen, ob bei jüngeren Frauen wirklich schon die einsetzenden Wechseljahre für die Beschwerden verantwortlich sind. Denn Umweltbelastungen mit Fremdöstrogenen können zum gleichen Beschwerdebild führen. Entgiftungs- und Ausleitungskuren oder eine Heilfastenwoche können hier schon kleine Wunder bewirken – ergänzend zu einer gesunden Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralien.

Wer sich ausführlicher mit diesem Thema auseinandersetzen möchte, bekommt in meinen Seminaren Gelegenheit dazu. Begleiten Sie mich in die erholsame Natur des Odenwaldes. Weitab von Stress, Hektik und Alltag und erfahren Sie wieder, auf die Signale Ihres Körpers zu hören.