Schlagwort: Homöopathie

Er liebt mich – er liebt mich nicht

Das Gänseblümchen ist Heilpflanze des Jahres 2017 – Foto pixabay

Kennst Du noch das „Orakelspiel“ mit dem Gänseblümchen, aus Deiner Kindheit? Seit alten Zeiten ranken sich mythische Hoffnungen um Glück und Liebe rund um die kleine Heilpflanze.  Eine Gänseblümchenkette soll Glück und Verstand verleihen.

Im Volksmund wird das Gänseblümchen auch Tausendschön, Maßliebchen, Augenblümchen, Marienblume, Mümmeli oder Regenblume genannt. Letzteres, weil sie nicht nur am Abend, sondern auch bei aufziehendem Regen ihre Blüten schließt.

Ich kenne das Gänseblümchen unter dem botanischen Namen „Bellis perennis“ als hervorragendes Heilmittel aus der Homöopathie. Auch in der Pflanzenheilkunde nutzt man es z.B. als Bestandteil von Teemischungen.

„Grund für die heilsame Wirkung des Blümchens, das ab März bis November blühend zu finden ist, sind ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Mineralstoffe, Vitamine und Schleimstoffe. »Diese gesunde Blume mit viel Vitamin C, Magnesium, Eisen und anderen wertvollen Inhaltsstoffen ist unglaublich vielseitig und eignet sich sowohl für herzhafte als auch süße Rezepte«, heißt es auf der Internetseite »Kostbarenatur«.“ Der Naturschutzbund (NABU) Baden-Württemberg hat die  oberpfälzische Kräuterexpertin Markusine Guthjahr um ein besonderes Gänseblümchen-Rezept gebeten. Sie rät zu in Salzlake eingelegten Gänseblümchen-Knospen, die wie Kapern verwendet werden können. »Auch als Salat-Topping, Suppeneinlage, auf dem Butterbrot und als leckeres Gelee lässt sich das Gänseblümchen zubereiten«, sagt sie.“(Sonntagsblatt)

Foto: fotolia/creativefamily

Das Gänsblümchen ist eine Pflanze, auf der ständig herumgetreten wird. Doch stets richtet sie sich immer wieder, lächelnd auf.

In der Homöopathie nutzt man sie unter anderem bei Beschwerden durch tiefsitzende Traumata auf psychischer sowie körperlicher Ebene. Dann wenn sich tief im inneren eine verletzte, entsetzlich zerschundene Stelle gebildet hat, kann das homöopathische Mittel Bellis perennis große Hilfe leisten. Oft werden diese Personen von anderen für sehr stark und unempfindlich gehalten, da man ihnen durch ihr stets fröhliches Gesicht nichts von dem tiefsitzenden Schmerz anmerkt. Sie wollen durch den Schmerz hindurch, ihn solange ertragen bis er nicht mehr empfunden wird. Wenn sie sich verlieben und eigentlich das Bedürfnis hätten sich zu öffnen und hinzugeben, wehren sie sich und Kapseln sich ab, aus Angst davor, dass man ihnen wehtut, sie erdrückt und vor dem unerträglichen Schmerz, der daraus hervorbrechen könnte.

Bellis perennis wird in der Homöopathie außerdem genutzt

  • um Beschwerden durch Verletzungen der Weichteile mit folgender Schwellung, zu behandeln.
  • Auch bei Nervenschmerzen oder nach Prellungen durch Schlag, Sturz, Unfall oder Quetschung,
  • bei stark blutenden Wunden,
  • bei der Schwäche nach heftigen Gichtanfällen,
  • Blutungen aus dem Uterus nach Anstrengungen,
  • starke Menstruationsblutungen mit schweren Krämpfen, mit Übelkeit und Erbrechen,
  • Schlaflosigkeit im Klimakterium
  • Verletzungen und Verhärtungen der weiblichen Brüste,
  • Mastitis
  • u.v.m.

In der Volksheilkunde nutzt man den Tee aus den Blättern des Gänseblümchens um Appetit und Stoffwechsel anzuregen. Außerdem fördert Gänseblümchentee die Verdauung und kann durch seine krampfstillenden Fähigkeiten auch Husten und Menstruationskrämpfe lindern. Äusserlich angewandt kann Gänseblümchen-Tee Ausschläge lindern, unreine Haut klären und hartnäckige Wunden heilen.

Das Teerezept:

  • 2 Tl frisch gepflückte Gänseblümchenblüten mit 250 ml sprudelnd kochendem Wasser übergießen
  • 10-15 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
  • Abseihen und am besten ungesüßt geniessen.

Achte beim Sammeln der Gänseblümchenblüten unbedingt auf den Ort, der möglichst weit weg von Autoabgasen, mit wenig Hundeverkehr und ohne Beweidung oder Düngung sein sollte. Absolut tabu sind Orte, bei denen der Einsatz von Pestiziden nicht ausgeschlossen werden kann.

Deine Luise

 

 

 

 

Es stimmt etwas nicht – Teil 2: Naturheilkundliche Behandlung

Welche begünstigenden Faktoren für Zellveränderungen am Muttermund könnten bei Dir Auslöser für den PAP 2 Befund gewesen sein? Erinnerst Du Dich, was ich in Teil 1 dazu beschrieben hatte?

Auf die naturheilkundliche Behandlung und Stärkung des Immunsystems möchte ich in meinem heutigen Beitrag ausführlicher eingehen. Stelle Dir vor wie die erkrankten, kaum noch vitalen Zellen, an Deinem Muttermund mit viel zu wenig Sauerstoff versorgt werden. Dein Immunsystem ist geschwächt und schafft es nicht, die veränderten Zellen zu eliminieren.

Naturmedizin und Homöopathie mit Globuli und pflanzlichen Wirkstoffen

Naturmedizin und Homöopathie mit Globuli und pflanzlichen Wirkstoffen

Es macht hier richtig viel Sinn, mit einer homöopathischen Behandlung zu beginnen. In der Homöopathie wird ganzheitlich therapiert: körperliche, geistige und seelische Symptome werden berücksichtigt, um Dein System auszubalancieren, Dein Immunsystem und Deine Selbstheilungskraft zu stärken. Zusätzlich finden wir in der Phytotherapie einige sehr effektive Maßnahmen, um die Zellen und das komplette Gewebe rund um Muttermund, Gebärmutterhals, sowie Dein Scheidenmilieu gesund und abwehrstark zu halten.

Scheidenzäpfchen - Mondhütte

Niauli-Zäpfchen: in 2 gr. Gießformen kommen 20 gr. Hartfett und 0,4 gr. ätherisches Niauli-Öl

Zur lokalen Behandlung gibt es z.B. regenerierende Scheidenzäpfchen mit Niauli (antiseptisch), Vitamin D, Rose, Frauenmantel oder Kolloidalem Silber. Diese Zäpfchen wirken nicht nur regenerierend, sondern auch entzündungswidrig, antiviral und stärkend. Man kann diese Zäpfchen in der Apotheke bestellen oder herstellen lassen, aber auch relativ einfach selbst gießen.

Zur Unterstützung von innen bieten sich heilende Kräutertee-Mischungen an. Eine Mischung gegen Zellveränderungen am Muttermund/Dysplasien kann man sich in der Apotheke Mondhütte - Schafgarbe - Teemischungmischen lassen:

30 g Frauenmantelkraut
20 g. Hohlzahnkraut
20 g Klettenlabkraut
15 g Engelwurzwurzel
15 g Ringelblumenblüten

Die Gynäkologin Heide Fischer beschreibt in Ihrem „Frauenheilbuch“ eine weitere Kräutertee-Mischung speziell gegen Dysplasien:

25 g Frauenmantelkraut
15 g Taubnesselblüten
15 g Schöllkraut
30 g Ackerschachtelhalm
25 g Schafgarbenkraut

Egal für welche Mischung man sich entscheidet, man sollte 6 Wochen lang 3 mal täglich 1 Tasse davon trinken. Zum Aufbrühen des Tees, bitte 1 Teelöffel pro Tasse nehmen. Beide Teemischungen kann man sich in der Apotheke mischen lassen.

Mammutbaum

Auch die Gemmotherapie wirkt mit ihren Knospenextrakten wie eine pflanzliche Frischzellentherapie auf unser Immunsystem. So wirkt z.B. das Gemmoextrakt aus dem Mammutbaum ausgleichend bei Stress und Überlastung, sowie leicht tonisierend auf die Unterleibsorgane. Aber auch die Himbeere, Preiselbeere, Eiche oder Johannisbeere, könnten passende Gemmotherapeutika für Dich sein.

Bespreche die naturheilkundliche Behandlung mit Deiner Frauenärztin oder Deiner Heilpraktikerin. Sie können Dich beraten und wissen, welche Maßnahmen für Dich am passendsten sind.

Vielleicht hast Du inzwischen erkannt, dass der Stress in den letzten Monaten einfach zu viel war? Manchmal lassen sich nur schwer äußere Gegebenheiten verändern, z.B. der Stress im Job. Dann kann man aber versuchen, durch ausreichende Pausen, Bewegung und Aufenthalt in der Natur und mithilfe der monatlichen Mondhüttenzeit einen gesunden Ausgleich zu schaffen. Wir geben Dir hier immer wieder Anregungen dafür und erinnern Dich! 😉

Vielleicht aber solltest Du auch Deine Verhütungsmethoden überdenken und Wege ohne Hormone und Spirale finden? Dazu wird es hier auch demnächst Erfahrungsberichte geben.

Hast Du wechselnde Sexualpartner, oder lässt das Hygienedenken Deines Partners zu wünschen übrig? Verwende Kondome beim Sex, um Dich zu schützen und spreche Deinen Partner auf Hygienemaßnahmen an. Es geht hier immerhin um Deine Gesundheit.

In den nächsten Blogbeiträgen berichte ich über gesunde Ernährung bei Dysplasien und was man sonst noch tun kann, z.B. Sitzbäder, aber auch sexuell aktiv zu bleiben… 😉

Mehr zum Thema:
Es stimmt etwas nicht – Teil 1: PAP-Abstrich
Es stimmt etwas nicht – Teil 3: Ernährung zur Immunstärkung
Es stimmt etwas nicht – Teil 4: Wonach sehnt sich Dein Körper?

 

Gut fürs Herz

Die Adventszeit bringt nicht nur staunende Kinderaugen. Sie macht auch unsere Erwachsenen-Herzen weit, wenn wir uns an den vielen Lichtern erfreuen und das Beisammensein und Näherrücken bei Tee und Plätzchen geniessen. Advent und Weihnachten, das hat ganz viel mit Familie, Freundschaft, Liebe, Wärme und Geborgenheit zu tun.

Advent und Weihnachten, das hat ganz viel mit Familie, Freundschaft, Liebe, Wärme und Geborgenheit zu tun. Foto: Fotolia/Rawpixel

Wenn wir gestresst sind, ungesund leben, unglücklich und hektisch und ohne Entspannungsphasen durch den Alltag jagen, vielleicht auch große Sorgen oder seelischen Schmerz empfinden, dann kommt es vor, dass unser Herz und unsere Herzkranzgefäße immer enger werden. Wir empfinden dann eventuell ein großes Gewicht auf der Brust. Bleibt dieser Zustand über einen längeren Zeitraum bestehen, so wird irgendwann auch die Herzleistung nachlassen, da sie dieser Belastung nicht mehr gewachsen ist.

Die Heilpflanze Weißdorn (Crataegus) lässt unsere Gefühle wieder fließen und bringt neue Lebensimpulse. Crataegus bringt uns neues Vertrauen und hilft beim Auflösen von Stauungen. Seelisch bedingte Beklemmungs- und Druckgefühle in der Herzgegend lösen sich auf und das Herz wird gestärkt.

Weißdorn gehört zu den Rosengewächsen. Im Frühling sieht man ihn in voller Blüte. Foto: Fotolia/Schuppich

Bei nachlassender Herzleistung im Alter ist Crataegus ein bewährtes Langzeittherapeutikum. Aber Crataegus wird oft auch verordnet bei:

  • kreislaufbedingten Müdigkeitsanfällen/Erschöpfungszuständen
  • Extrasystolen
  • Bluthochdruck
  • Druck- und Beklemmungsgefühl in der Herzgegend
  • Asthma

Crataegus wird oft in Tropfenform verschrieben (z.B. von CERES), oder als Tabletten. Aber auch in Teemischungen (aus Blättern, Blüten und Beeren) und vielen Kombinationspräparaten kommt Weißdorn zum Einsatz.

Die Kräuterfrau Eva Aschenbrenner empfiehlt ab einem Alter von 45 Jahren, jeden Morgen Weißdorntropfen, „dann öffnen sich den ganzen Tag, die Herzkranzgefäße“…

Alle Herzprobleme musst Du selbstverständlich sofort ärztlich abklären lassen!

Die Herbstzeitlose

Habt Ihr sie schon gesehen? Auf Wiesen und an Waldrändern: die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale). Eine wunderschöne Blume, deren Blüte an Krokus oder Safran erinnert. Die Blätter allerdings, sehen dem Bärlauch sehr ähnlich, was manchmal dramatische Folgen hat, denn die Herbstzeitlose ist hochgiftig. Im Volksmund kennt man auch ihre  Beinamen wie „Nacktes Mädchen“, „Nackte Hure“ oder „Nackte Jungfer“; ihre Ähnlichkeit mit anderen Pflanzen und die daraus resultierende Verwechslungsgefahr führte zu Bezeichnungen wie „Giftkrokus“, „Teufelswurz“ oder „Leichenblume. (www.apotheke-homoeopathie.de).

Herbstzeitlose ist hochgiftig! Foto: pixabay

Herbstzeitlose ist hochgiftig! Foto: pixabay

Alle Teile der Herbstzeitlosen enthalten das stark giftige Alkaloid Colchicin. Vergiftungs-erscheinungen treten meist erst mit zwei bis sechs Stunden Verzögerung ein. Die Symptome äußern sich zunächst in einem Brennen im Mund. Es folgen Schluck-beschwerden, Übelkeit und Erbrechen mit oft blutigen Durchfällen. Je nach Dosis kann es vor allem bei Kindern bis zum Tod durch Atemlähmung oder Kreislaufversagen kommen, häufig beobachtet man auch Nierenschädigungen. Eine besondere Gefahr von Colchicin geht für Kinder aus, die in ländlichen Gegenden z. B. beim Einsammeln von Heu im beginnenden Herbst leicht in Kontakt mit den dann blühenden Pflanzen kommen können, gerade auch in Anbetracht der schon beim Erwachsenen geringen tödlichen Dosis von Colchicin, die bei Kindern noch niedriger liegt. Außerdem gibt es Berichte über Vergiftungen durch die Milch von Schafen oder Ziegen, die zuvor Herbstzeitlose gefressen haben sollen. (Wikipedia)

herbstzeitlose

In der Naturheilkunde ist Colchicum (Herbstzeitlose) ein sehr geschätztes Heilmittel bei Rheuma, Neuralgien, Magen- und Darmentzündungen, Erbrechen und ganz besonders bei Gicht. Wegen seiner hohen Giftigkeit sollte Colchicum nur als homöopathisches Arzneimittel verabreicht werden (bis zur D3 verschreibungspflichtig) und das aus fachkundiger Hand.

Colchicum in der Schwangerschaft
Colchicum hilft bei extremer Schwangerschaftsübelkeit in Verbindung mit Magenschmerzen. Besonders dann, wenn Essensgerüche immer wieder heftiges, erschöpfendes Erbrechen auslösen. Das Mittel hat sich besonders zu Beginn der Schwangerschaft bewährt, darf aber nur nach fachkundlichem Rat und erst ab einer homöopathischen Potenz ab D6 angewendet werden.