Schlagwort: Meditation

Der Herbst lehrt uns: Loslassen.

Sonne im Herbst.
Sonne im Herbst.

Sonnige Herbsttage wie diese sind ein Geschenk für Körper, Geist und Seele.

„Der Sommer war sehr groß“ – wer von uns denkt das nicht, wenn wir morgens aufstehen und wieder in einen Tag mit viel Sonne und Wärme starten? Könnt Ihr diese Momente voll auskosten und die pralle Erntezeit nutzen, um Eure Energietanks nochmal zu füllen, bevor alles in kaltem Grau versinkt?

„Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren lass die Winde los,“ sagt Rainer Maria Wilke in einem seiner Gedichte. Ist das nicht eine gute Idee?! Denkt Ihr auch an Drachen-steigen-lassen und Maronen-sammeln? Und ja, heute war wieder so ein Tag, an dem wir ganz bewusst die Sonne auf der Nase spüren können und das mit einem Lächeln an den Tag belohnen.

Lächelt oft und viel, genießt in der Stille, nehmt das Strahlen des Herbstes in Euch auf! Es ist die Zeit, in der sich die Säfte langsam in die Wurzeln zurückziehen, in der sich die Pflanzen bereit machen für die Zeit der Ruhe, der Stille und der Einkehr.

„Befiehl den letzten Früchten voll zu sein, gib ihnen noch zwei südlichere Tage, dränge sie zur Vollendung hin und jage die letzte Süße in den schweren Wein.“ Wenn wir Rilke

Zeichen für den Herbst: pralle Weintrauben.

Weintrauben – ein Symbol üppiger Ernte.

glauben können, wird das ein wirklich schwerer Wein werden in diesem Jahr.

Hast Du schon einmal mit einem Gedicht meditiert? Lies es für Dich, vielleicht mehr als nur einmal. Horche in Dich hinein, welche Zeilen mit Dir schwingen, und welche Dir schwer fallen. Auch in diesem Gedicht gibt es diese zwei Seiten. Lass Dich ein auf die Gedanken, die dazu kommen. Halte sie nicht fest,  lass es einfach durch dich hindurchfließen. „Loslassen geht nur im Kopf,“ sagte unsere Yogalehrerin vor Kurzem, als sie uns mal wieder eine längere Zeit in einer schmerzhaften Position verharren ließ.  Der Herbst sagt uns das auch. Jeden Tag, auch wenn wir glauben, den Sommer festhalten zu können. Der Abschied von den warmen Tagen steht bevor. Ein Gedanke noch für Euren nächsten Mondhüttentag: Loslassen  geht nur im Kopf. Also: los.

Liebe Grüße, Eure Elma

Ps: Ich kann nicht anders, hier kommt das ganze Gedicht:

Herbsttag

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke, 21.9.1902, Paris

 

Nimm ein bisschen Mondhütte mit!

Endlich Urlaub! Doch wie sieht er aus? Ein bisschen Mondhütte sollte dabei sein, findet Elma. Quelle: pixabay

Bald kommt der heiß ersehnte, lange geplante Urlaub! Die Zeit ist reif, die Sehnsucht nach Erholung vom Alltag, ist schon so groß. Einfach raus aus dem Trott! Vor Kurzem habe ich im Radio eine Umfrage gehört, da ging es um Urlaubsziele. Die Frage hat mich auch beschäftigt: Fährst du gerne immer wieder an den gleichen Ort odersuchst  du immer andere, neue Uraubsziele aus?

Das ist eine spannende Frage, die ich selbst nicht ganz eindeutig beantworten kann. Beide Möglichkeiten haben ihren Reiz, oder nicht?! Ja, viele können sich kaum vorstellen, zweimal an den gleichen Ort zu reisen. Es gibt doch so viele spannende Länder, Kulturen und Landschaften zu entdecken! Ja, das stimmt! Da habe ich auch noch einiges auf meiner inneren Liste. Andere freuen sich aber auch schon auf das nette Ferienhaus am Strand, in das sie nun schon seit 20 Jahren fahren. Die Kinder haben hier schwimmen gelernt, jetzt kommen schon die Enkel mit. Die besten Restaurants sind längst gefuinden, dort werden sie wie alte Bekannte begrüßt. Kaum schließen sie die Türe des Häuschens auf, fängt die Erholung an. – Das kann ich auch so gut verstehen.

Bei den einen steht die Erholung an erster Stelle, bei den anderen die Entdeckung von Neuem. Wiederum andere wollen ihre Grenzen austesten und ihre Sportart mal in ganz anderer Umgebung ausüben. Mountain Biken zum Beispiel, aber auch Wandern wird immer beliebter. Schön, wenn sich die Partner einig sind und das gleiche Hobbs haben. Toll, wenn beide anders über Urlaub denken, aber die Toleranz siegt. Wenn jeder etwas anderes machen will muss ein Kompromiss gefunden werden. Vielleicht so: mal darf der eine den Schwerpunkt setzen, mal der andere.

Was ich euch heute als Tipp für einen gelungenen Urlaub mitgeben möchte: Packt eure Mondhüte mit ein! Egal, wie und wo Euer Urlaub euch hinbringt, erlaubt euch das Gefühl der Mondhüttenauszeiten auch in der Ferne. Das kann ganz kreativ geschehen:

  1. Nehmt Schreibzeug mit und ein schönes neues Heftchen, in das ihr eure Geschichten aufschreibt. Oder macht Schreibübungen, die ihr schon immer mal ausprobieren wolltet.
  2. Nehmt Farben mit und einen passenden Block. Muss nicht groß sein. Aquarellfarben oder Aquarellbuntstifte eigenen sich hier sehr gut. Ähnlich wie Schreiben, könnt ihr euch täglich kleine Malsequenzen schenken und eure Eindrücke festhalten
  3. Ein Lieblingsbuch für die ruhigen Minuten und Stunden in der heißen Mittagszeit. Siesta.
  4. Yoga- oder Atemübungen können auch eure Mondhüttenzeit sein. Gerade, wenn die Gruppe groß ist, sind Rückzugsmomente wichtig.
  5. Mein Favorit ist aber: einfach die Stille genießen. Gerade im Urlaub gibt es ganz andere Geräusche! Diese lassen sich, wennihr aktiv lauscht und einfach in Ruhe sitzt, viel intensiver wahrnehmen und in eurer Erinnerung speichern.

Es gibt Dinge, Gerüche und Geräusche, die versetzen uns sofort wieder in den Urlaub! Quelle: pixabay.

Vielleicht fragt ihr euch, ob etwas davon tatsächlich entscheidend für das Gelingen eines Urlaubes sein kann. Bisher war immer Action im Vordergrund. Oder Routine. Beides hat seine Berechtigung. Meine Mondhüttenideen könnten kleine Inseln der Ruhepausen sein, die sich gut ins Ganze einfügen können. Probiert es aus. Der Urlaub soll euch auftanken mit Energie, Erlebnissen, Begeisterung und Entspannung. Damit der Alltag dann wieder Spaß macht. Hinterher.

Viel Spaß beim Packen und bei der Vorfreude wünscht euch

Eure Elma

Wald auf Rezept

Der 1. Mai ist hier bei uns in Deutschland Feiertag, der „Tag der Arbeit“ und wird traditionell u.a. auch für Ausflüge in die Natur genutzt – hast Du schon einmal eine „Maitour“ gemacht? Vielleicht auch als ausgedehnten Waldspaziergang?

Foto: Fotolia/ivan kmit

In der Natur ist momentan alles auf Wachstum und Fruchtbarkeit programmiert und der Wald lockt nicht nur mit  seinen heilsamen, frischen Grüntönen.

 

 

Viele wissenschaftliche Studien haben mittlerweile die Heilkraft des Waldes bestätigt.

Besonders in Japan wird sehr viel darüber geforscht, dort gibt es bereits den Waldspaziergang und „Waldbaden“ auf Rezept. Waldaufenthalt als „lebensverlängernden Heiltrank“ bereits ab 30 Minuten Dauer. Ein sehr informativer und sehenswerter Film dazu „Therapie unter Tannen“ wurde von 3Sat gesendet und kann noch in der Mediathek angeschaut werden.

  • Der Wald filtert 99% des Feinstaubs aus der Luft.
  • Ätherische Öle, die durch Bäume und Pflanzen abgesondert werden helfen u.a. unserer Lunge bei der Regeneration.
  • Mehr als 8000 bioaktive Substanzen, die Terpene, stimulieren nachweislich unsere Immunzellen – Killerzellen werden um ein Vielfaches gesteigert.
  • Die Ruhe im Wald und die Bewegung tragen zusätzlich zur Heilung bei.

Und das schönste daran: WALD auf Rezept, kannst Du Dir selbst verordnen – kostenlos!

Es lohnt sich auch unbedingt einmal eine Kräuterwanderung mitzuerleben. Wald und Natur halten so viele wertvolle Heilpflanzen und Nahrungsmittel für uns bereit, die wir unbedingt als Ergänzung unseres Speiseplanes nutzen sollten. Wusstest Du beispielsweise, dass Gänseblümchen 5 x mehr Calcium enthalten, als Kopfsalat?

Gänseblümchen: In der Homöopathie als Heilmittel „Bellis perennis“ bekannt und hilfreich bei Verletzungen.

Der Bärlauch blüht mittlerweile und wir konnten seine frischen Blätter schon vor Wochen genießen. Jetzt finden wir im Wald u.a. das Maikraut/Waldmeister, der als Tee getrunken, die Leber- und Nierentätigkeit anregt, durch das enthaltene Cumarin leichte Kopfschmerzen vertreiben kann und schlaffördernd wirkt. In Wein, als Maibowle angesetzt, hat er eher eine anregende Wirkung. (Vorsicht: Bei zu hohem Konsum verursacht er Kopfschmerzen durch das Cumarin).

WALDMEISTER/MAIKRAUT Foto: pixabay

Außerdem kann man mit Waldmeister/Maikraut sehr einfach ein Waldmeistersirup ansetzen und das Kraut noch lange als Köstlichkeit genießen.

Probiere es aus und genieße heilsame Waldspaziergänge, so oft Du kannst!

Deine Luise

 

 

Das Geheimnis unserer Gedanken

Im Frühling den Neuanfang suchen und mit alten Gedankenmustern aufräumen! Quelle: pixybay

Mit alten Gedankenmustern aufräumen und das eigene Glück finden. Quelle: pixabay

Anna Franz schreibt uns heute in ihrem Gastbeitrag, wie wir über unsere Gedanken zu mehr Glück im Leben finden können:

„Es ist für niemanden mehr ein Geheimnis, dass unsere Gedanken einen grossen Einfluss auf unseren Körper haben. Erst entsteht ein Wunsch nach Schokolade im Kopf, bevor die Füsse sich in Bewegung zum Küchenschrank setzen und die Hände die hübsche Verpackung aufmachen, um das leckere Stück in den Mund zu stecken.

Wenn wir uns umschauen, dann war alles, was wir um uns herum jetzt sehen können, früher ein Gedanke. So gesehen, ist unser Körper zu einem grossen Teil das Abbild dessen, was in unserem Kopf vorgeht. Stressvolle Gedanken sind oft die Ursache für körperliche Leiden.

Nun könnte man meinen, was bringt mir dieses Erkenntnis? In einer Situation, in der mein Körper geschwächt ist, mache ich mir noch zusätzliche Gedanken darüber, dass ich durch Stress meine Krankheit selbst verursacht habe. So beisst sich die Katze in den Schwanz.

Doch es gibt einen Ausweg! Gedanken, auch solche über die Krankheit, sind lediglich Vorstellungen über das, was geschieht und nicht das, was tatsächlich gerade statt findet. Das Gute an den Gedanken ist: Sie können überprüft werden.

Nachdem alte Gedankenmuster aufgelöst sind: ein Gefühl wie neu geboren. Quelle: pixabay

The Work of Byron Katie ist ein Weg, stressvolle Gedanken zu identifizieren und zu hinterfragen. Eine einfache, nachhaltige Methode, sich von Missverständnissen im eigenen Geist zu befreien, um zu mehr Frieden und Freude im Leben zu gelangen. Es sind vier Fragen und Umkehrungen, mit welchen jeder belastende Gedanke untersucht werden kann, damit wir zum Zustand des Glücks kehren können und uns in jedem Bereich unseres Lebens wohl fühlen – in der Partnerschaft, in unserer Familie, bei der Kindererziehung, bei der Arbeit und in unserem Körper.“

Vielen Dank, liebe Anna, für die aufregenden Einblicke in diese Methode, die so vielen Menschen schon ein glücklicheres Leben ermöglicht hat. Was The Work ist und wie es funktioniert, erklärt Anna Franz (Coach for The Work, VTW) auf www.freedom-inside.me. Jeder kann lernen, sich selbst auf liebevolle Art zu begegnen. Auf der Lebensfreude-Mitmach-Messe in Frankfurt vom 22.-23.4. könnt Ihr sie persönlich kennenlernen.

Eure Elma