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Cellulite einfach wegzaubern…

…das wird uns Frauen mit den eingedellten Oberschenkeln, gerne von einschlägigen Kosmetikfirmen versprochen.

Foto: Jeanette Dietl/Fotolia

Gegen Cellulite hilft nicht Creme allein. Foto: Jeanette Dietl/Fotolia

Es wäre ja so einfach, wenn auch ziemlich kostspielig, wenn es damit getan wäre, sich regelmäßig eine Zaubercreme auf die verpönten Wabbelstellen zu reiben. Mal ganz im ernst, Du bist doch sicher auch schon auf diese Werbeaussagen hereingefallen, oder? Zugegebenermaßen gibt es unter den Kosmetikangeboten durchaus hilfreiche Produkte. Aber der Effekt ist nie von Dauer und wer will schon sein Leben lang teure Cremes auf die Oberschenkel schmieren? Um Cellulite zu verbessern, oder sogar langfristig loszuwerden muss einfach mehr getan werden, als nur cremen.

Hilfe! die Schwimmbad-Saison ist da und die Oberschenkel haben Dellen. Foto: klickit24/fotolia

Hilfe! die Schwimmbad-Saison ist da und die Oberschenkel zeigen Dellen. Foto: klickit24/fotolia

Cellulite entsteht fast ausschließlich bei Frauen – wie ungerecht – durch Veränderungen im subkutanen Fettgewebe von meist Oberschenkel und Po. Kleine Pölsterchen mit Lymphstauungen erinnern uns dabei an die Oberfläche einer Orange, deshalb spricht man auch von Orangenhaut. Frauen mit Bindegewebsschwäche sind besonders betroffen, aber auch häufige Abmagerungskuren und nährstoffarme zu trockene Ernährung, sowie zu wenig Bewegung begünstigen die unschönen Dellen.

Detox gegen Cellulite. Foto: LM.Studio/Fotolia

Detox gegen Cellulite. Foto: LM.Studio/Fotolia

Frauenmagazine und Internet sind angefüllt mit Tipps und Hausmittelchen zum Kampf gegen Cellulite. Dabei geht es beispielsweise um Auflagen mit Kartoffelscheiben, Kaffeesatz zum Einreiben und Petersilientee als Geheimtipp (1 gehackter Eßlöffel Petersilie mit ca. 200 ml kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen und trinken). Meiner Meinung und Erfahrung nach, ist im Kampf gegen Cellulite aber am Sinnvollsten:

  • eine vitalstoffreiche, basische Ernährung (Peterslientee kann dazugehören 🙂 ),
  • 2 x wöchentliche Basenbäder, die den Körper bei der Entsäuerung unterstützen
  • regelmäßige Bewegung und z.B. Pilates, Yoga, Bauch-Beine-Po-Gymnastik
  • tägliches Trockenbürsten, das fördert die Durchblutung, bringt die Lymphe zum Fließen und lässt außerdem die Haut wunderbar zart werden, (ähnlicher Effekt durch Wechselduschen)
  • Schüssler Salze als Kur für 3-4 Wochen (morgens: Nr 8 Natrium chloratum D6, mittags: Nr. 34 Niccolum metallicum D6, abends: Nr. 11 Silicea D6 – jeweils 3 Tabl. lutschen)
  • 1-2 x jährlich Heilfasten oder eine Detoxkur um den Körper sanft zu entgiften und den Ausgleich von Säuren und Basen wieder zu regulieren – am Besten unter fachgerechter Anleitung!

Crash-Diäten solltest Du unbedingt vermeiden, denn sie führen nur zum Jojo-Effekt und die Cellulite wird eher schlimmer.

Deine Luise

HIER auf dieser Seite findest Du nur allgemeine Tipps, die nicht geeignet sind Krankheiten und Beschwerden zu therapieren oder gar zu heilen. Bitte suche dazu Deinen Arzt oder Heilpraktiker auf!

 

Leinöl – das flüssige Gold

Mondhütte - Blauer LeinDer blau blühende Lein, auch als Flachs bekannt, war schon in den Hochkulturen Mesopotamiens, bei den Ägyptern, aber auch bei den Bauern Mitteleuropas als nahrhafte Pflanze mit heilsamen Kräften bekannt. Ihre kleinen braunen Körner und das aus ihnen gepresste Öl wurde in vielen Regionen als traditioneller Bestandteil von Speisen und Hausmittelapotheken erhalten.

Man kann das Leinöl im Müsli, als Brot oder

Foto: cut/fotolia

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mit Quark vermengt essen – siehe Quark-Leinöl-Creme -. Es wird sogar als Salbe, oder Wickel bei Hals oder Gelenkschmerzen benutzt.

Als goldfarbenes, frischgepresstes Öl enthält es Eiweiß, Selen, Mineralstoffe, Vitamin E, Phytoöstrogene, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Diese wertvollen Inhaltstoffe werden aus biologisch angebautem Linum usitatissimum (der äußerst nützliche Lein) duch Kaltpressung gewonnen. Unter den natürlichen Quellen der essentiellen α-Linolensäure gehört Leinöl zu den wenigen, in denen der Anteil der Omega-3-Fettsäuren den der Omega-6-Fettsäuren übersteigt. Andere sind Leindotteröl und die Exoten Chia- und Perillaöl

Die Omega-3- und 6-Fettsäuren bezeichnet man auch als essentielle Fettsäuren. Diese müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Siehe hierzu auch unseren gesonderten Beitrag.

Die tägliche Einnahme von 1 El Leinöl (kaltgepresst und biologisch angebaut) ist eine hervorragende Hilfe zur Aufrechterhaltung der Gesundheit und des Wohlbefindens. Eventuell auch mit einem morgendlichen „Fitnessdrink“, am besten während Du Elma´s Loslass-Übung machst.

Fitnessdrink: 1/2 frisch gepresste Zitrone in ein Glas geben
mit heißem Wasser (wer mag auch Ingwerwasser) auffüllen
dazu 1 Eßlöffel Leinöl geben und vor dem Frühstück trinken.

Da das Leinöl sehr empfindlich ist, empfiehlt es sich, dieses dunkel und kühl zu lagern und schnell zu verbrauchen. Also immer nur in kleinen Mengeneinheiten, z.B. 250 ml Flasche, einkaufen.

Omega 3 und Omega 6

Salmon with samphireOmega 3 und Omega 6 Fettsäuren gehören zur Gruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren können nur von Pflanzen selbst, aus einfach ungesättigten Fettsäuren hergestellt werden. Der Mensch kann Sie nicht selbst synthetisieren, d.h. sie haben für uns einen essentiellen Charakter und müssen über die Nahrung zugeführt werden.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren kommen in hohen Mengen vor in: Lachs, Makrele, Forelle, weißem Thunfisch, Leinsamen (Leinöl), Walnüssen sowie in Distel-, Mais-, Raps-, Soja-Öl und Meeresalgen.

Omega 6 : hier ist die Linolsäure, die für den Menschen esentielle Fettsäure. Aus Omega-6-Fettsäuren entstehen Botenstoffe, die deutlich entzündlicher im Stoffwechsel wirken (z.B. Prostaglandine) als Botenstoffe, die aus Omega-3 entstehen. Zwar sind beide Arten wichtig (Omega-6-Fettsäuren beispielsweise für das Wachstum, zur Wundheilung oder zur Infektionsabwehr), sollten aber in einem für den Körper optimalen Verhältnis konsumiert werden.

Mangel an Omega 6 Fettsäuren – Ein Mangel kann unter Anderem zu trockener Haut, Haarausfall, Wasserverlust durch die Haut, Organversagen, Fettleber, Nierenversagen, trockenen Augen, Lernproblemen, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität, Drüsenproblemen, reduzierter Hormonproduktion, Immunsystemprobleme, Infektionen, schlechter Wundheilung, Gelenkproblemen, Herzrhythmusstörungen, Verdauungsstörungen oder Allergien führen.

Omega 3: Zur Gruppe der Omega 3 Fettsäuren gehören folgende Vertreter: α-Linolensäure, Eicosapentaensäure (EPA), Docosahexaensäure (DHA)

seaweed backgroundOmega 3 FettsäurenVorkommen: EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) sind die biologisch aktivsten Omega-3-Fettsäuren. Sie sind reichlich in speziellen Mikroalgen enthalten und kommen deshalb auch in fettreichen Kaltwasserfischen wie Lachs, Makrele, Hering, Thunfisch und Sardine vor, denen die Mikroalgen als Nahrung dienen. Omega 3 findet man aber auch in Fleisch und Milchprodukten. In Pflanzen findet man Omega 3 Fettsäuren hauptsächlich in Zellwänden, wo die Fotosynthese stattfindet. Stark vertreten ist Sie in Leinsamen.

Omega 3 Fettsäuren Wirkungen: Omega 3 Fettsäuren wirken entzündungshemmend. Sie sorgen dafür dass Nährstoffe eher über die Beta-Oxidation verbrannt werden als in Körperfett gespeichert zu werden. Indem sie Enzyme hemmen, welche Zucker in Fett umwandeln, bremsen sie die Fettbildung.

Omega 3 wird positive Auswirkungen bei Arthritis, Migräne, Asthma, Fibrosen, Osteoporose zugeschrieben. Ausreichend Omega 3 Fettsäuren beschleunigen die Regeneration entzündeter Muskeln und Sehnen. Sogar eine Verlangsamung des Wachstum bösartiger Tumore durch Hemmung einer karzinogenen Wirkung der Arachidonsäure und anderer entzündungsfördernder Cytokine konnte nachgewiesen werden.

Besonders DHA, welches besser vom Gehirn aufgenommen wird als EPA, verbessert die Aufnahmefähigkeit und die Gedächtnisleistung. Vorwiegend über DHA kommt es über eine Stabilisierung des Serotonin- und Dopamin-Spiegels zu regulierenden Effekten auf Stressanfälligkeit und Depressionen.

Auf das Verhältnis kommt von Omega 3 und Omega 6 kommt es an!
Die Wirkung der Fettsäuren ist von der Konzentration und dem Zeitraum abhängig, in dem Sie zugeführt werden, und damit auf den Stoffwechsel einwirken. So kann auch eine ungünstige Kombination der Omega Fettsäuren, wie sie für unsere Ernährung momentan leider typisch ist, zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen.

Omega 3 und Omega 6 haben eine antagonistische Wirkung auf den Körper, d.h. Sie wirken gegeneinander, oder, sie heben sich in Ihrer Wirkung gegenseitig auf.

Beide werden benötigt zum Aufbau von Strukturlipiden und sind Ausgangsstoff für unterschiedliche Zellmediatoren und Hormone.

Zellmediatoren steuern unser Immunsystem, Entzündungen, Fettspeicherung und die Blutgerinnung. Es wirken immer 2 dieser Botenstoffe entgegen (Antagonismus), die einen werden aus Omega 3, die anderen werden aus Omega 6 Fettsäuren hergestellt. Beide steuern so unseren Körper

Was aber sorgt für dafür, dass wir ein Omega 6 Überangebot haben?

  • Vermehrter Verzehr von Getreideprodukten, welche einen hohen Omega 6 Gehalt aufweisen (Weizen 14:1, Roggen 11,5:1, Soja 10,5:1 und Mais 29:1.).
  • Verzehr von Fleisch, Fleischprodukten Eiern und Milchprodukten aus Mastbetrieben mit Mais-Soja-Fütterung statt Gras oder Leinsamen (siehe oben).
  • Verzehr von Fischen aus Zuchtfarmen, (Zucht-Lachse haben ca. 1/3 weniger Omega-3 Fettsäuren).
  • Zunehmende Verwendung von Ölen, die reich an Omega 6 Fettsäuren sind.
  • Vermehrter Konsum von Fertigprodukten, welche voll mit Omega 6 Fettsäuren sind.
  • Drastische Senkung der Omega 3 Fettsäure Zufuhr über geänderte Nahrungsmittelauswahl und geändertes Fettsäureaufkommen der verzehrten Lebensmittel.

Dieses Überangebot blockiert teilweise die Wirkung von Omega 3 und führt so zu erhöhtem Risiko für:

  • Plaquebildung (Sklerose)
  • Immundepression (Krebs)
  • Blutgerinnung (Thrombose)
  • Entzündungen (Arthritis)
  • Histaminen (Allergien)
  • Gefäßverengung (Blutdruck)
  • Autoimmunreaktionen (Arthritis)
  • Hypertension (Bluthochdruck)
  • Insulin-Überproduktion (Diabetes)
  • Verengung der Bronchien (Asthma)
  • Unterdrückung der Neurotransmitter (Schmerz)

Das Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 hat in den letzten 40 Jahren um 300% zugunsten der Omega 6 Fettsäuren zugenommen!

!!! Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind aufgrund Ihrer Struktur bei Zimmertemperatur und im Kühlschrank flüssig. Je ungesättigter die Fettsäure, desto länger hält der flüssige Zustand unter zunehmender Kälteeinwirkung an.!!!