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Taubnessel – Kraut der lächelnden Mutter

Bei den alten Heilerinnen wurde die Brennnessel als männliche und die Taubnessel als weibliche Nessel bezeichnet. Denn man hat sie schon seit jeher, hauptsächlich als Heilpflanze für Frauen genutzt.

Weiße Taubnessel – Foto: Krisitan Peters, Wikipedia.

Wer genau hinsieht erkennt den Unterschied zur Brennnessel genau. Die Brennnessel hat etwas Strenges, während sich die Taubnessel heiter und hingebungsvoll darbietet. In der alten chinesischen Literatur wird sie „Kraut der lächelnden Mutter“ genannt. (Fischer-Rizzi)

Die Brennnessel mit ihren feurigen Brennhaaren hält es gut an trockenen, warmen Plätzen aus. Die weiße Taubnessel ist mehr von Venus und Mond geprägt – ihr Element ist das Wasser, das Schleimige, Sanfte und Kühlende. Ihre nesselähnlichen Blätter sind mit einem leichten, nicht brennenden Flaum überzogen. Die Blätter fühlen sich kühl und weich an und sie duften sogar. Die jungen Triebe wurden früher gerne als Gemüse gegessen. Die Taubnessel zählt nicht zur Familie der Brennesselgewächse, sondern zur Familie der Lippenblütler.

Hildegard von Bingen meinte u.a. über die Taubnessel: „wer sie genießt lacht gern, denn ihre Wärme, die auf die Milz einwirkt, erheitert das Herz“ Foto: Jörg Hempel, Wikipedia

Die Taubnessel ist eine bewährte Heilpflanze für die Behandlung des konstitutionellen Weißflusses, bei Frauen die anlagebedingt vermehrten Ausfluss haben. Natürlich sollte vorher die Ursache dafür ärztlich abgeklärt werden, denn bei Pilzinfektion oder Trichomonaden kann sie nur als zusätzliches Mittel eingesetzt werden. Auch zur Stärkung des Uterus und bei verschiedenen Unterleibsentzündungen kann die Taubnessel hilfreich sein.

Man verwendet sie als Tee, Tinktur und für Scheidenspülungen. Dabei entfaltet sie eine entzündungshemmende, antibakterielle und reizlindernde Wirkung, außerdem stärkt und tonisiert sie die Scheidenschleimhaut durch eine Verengung der Blutgefäße.

Teemischung für eine Scheidenspülung

  • 20 gr. Taubnesselblüten
  • 20 gr. Rosenblätter
  • 10 gr. Schafgarbe
  • 10 gr. Walnussblätter

Ein Esslöffel der Mischung mit 2 Tassen kochendem Wasser übergießen.  5 Minuten ziehen lassen, abseihen, auf Körpertemperatur abkühlen lassen und zur Spülung verwenden. (Susanne Fischer-Rizzi „Medizin der Erde“)

Weiterhin nutzt man die Taubnessel in der Volksheilkunde zur Regulierung der Periodenblutung und bei hormonbedingter Akne und fettiger Haut (z.B. während der Pubertät oder vor der Periode), z.B. äüßerlich, den abgekühlten Tee-Aufguß für das Gesicht, wie ein Reinigungswasser nutzen, oder auch innerlich als Heilkräuterteemischung mit Frauenmantel und Schafgarbe trinken.

Heilkräutermischung bei hormonbedingter Akne:

  • 25 gr. Taubnesselblüten
  • 25 gr. Frauenmantel
  • 25 gr. Schafgarbe

1 gestrichener Eßlöffel auf 1/4 Liter kochendes Wasser. 10 Min ziehen lassen.

Aber nicht nur dem weiblichen Geschlecht hilft die Heilwirkung der Taubnessel. Sie ist  auch unterstützend anwendbar bei Erkrankungen der Prostata.

Außerdem als auswurfförderndes Mittel bei Erkrankungen der Atemwege – also schleimlösend – sowie gegen Blähungen. Mittels Umschlägen der abgekochten Pflanze werden Hautschwellungen, Beulen, Krampfadern und Gichtknoten behandelt. Die Taubnessel wirkt schwach harntreibend. Eine antiinflammatorische (entzündungshemmende) Wirkung ist mittels Tierversuchen bewiesen worden. Diese Wirkung wird hauptsächlich gegen Entzündungen an der Mund- und Rachenschleimhaut verwendet.

 

 

 

 

(Jahreszeiten-) Rhythmus für Halt und Stabilität

Rhythmen in der Natur - Herbstspiegelung. Foto: pixabay

Rhythmen in der Natur – Herbstspiegelung. Foto: pixabay

Die Natur gibt uns Rhythmen vor, an denen wir unser Leben orientieren. Da ist der Tag und Nacht-Rhythmus, der dafür sorgt, dass unsere Aktivitäts- und Ruhephasen in ausgeglichenem Verhältnis stehen. Es gibt den Wochen-Rhythmus, der uns mit dem Wochenende die Möglichkeit gibt, Zeit für die Familie und private Dinge zu haben und aus dem Hamsterrad der Arbeitswelt kurzzeitig auszusteigen.

Der Jahreszeiten-Rhythmus prägt uns in Aktivität und Vitalität. Der Frühling mit seinem frischen Grün, Knospen und Trieben steht für Neubeginn, Fruchtbarkeit. Der Frühling steht auch für das Großreinemachen, den Hausputz und ist eine ideale Zeit für eine Detox- oder Heilfastenwoche. Im Sommer spüren wir Schaffensdrang und Lebensfreude. Spätsommer und Herbst bringen uns reiche Ernten, lassen uns die noch warmen, aber schon kürzer werdenden Sonnentage genießen und erinnern uns daran loszulassen – Elma schrieb letzte Woche ausführlich davon – auch Schlacken und Umweltgifte loslassen, was den Herbst zu einer idealen Detox- und Fastenzeit macht. Im Winter kommt die Natur zur Ruhe und Einkehr. Die ruhige, besinnliche Zeit im Kerzenschein beginnt.

herbststimmung

Die natürlichen Rhythmen geben uns Halt und Stabilität, wir alle brauchen Rhythmus um gesund zu bleiben – und wir brauchen Zuverlässigkeit. Foto: pixabay

Wir Frauen brauchen während unserer fruchtbaren Lebenszeit auch unbedingt unseren Monatszyklus, mit der Menstruation, um gesund zu bleiben und uns unsere Kreativität zu erhalten. Die Tage der Menstruation stehen ebenfalls für Loslassen, runterkommen, ausruhen – Rückzug und achtsam mit sich selbst umzugehen. Leider ist es bei jungen Frauen mittlerweile modern, durch Hormongaben auf die monatliche Blutung zu verzichten. Ich kenne viele Frauen, denen das gesundheitlich nicht gut bekommen ist. Es fehlt uns allen mittlerweile etwas an Selbstliebe und Nähe zur Basis der Natur, sonst wäre es soweit nie gekommen, dass Frauen freiwillig auf ihre Menstruation verzichten.

Die natürlichen Rhythmen geben uns Halt und Stabilität, wir alle brauchen Rhythmus um gesund zu bleiben – und wir brauchen Zuverlässigkeit. In unserem Umgang untereinander fehlt mir immer mehr die Zuverlässigkeit. Kaum jemand möchte noch VERBINDLICH sein, verbindliche und zuverlässige Aussagen machen – das beobachte ich im geschäftlichen, wie auch privaten Umgang. Irgendwie ein sehr trauriges Phänomen. Liegt es an unserer Schnelllebigkeit, unserer Hetze und Eile, unserer permanenten Überlastung? Was denkst Du darüber?

Alles Liebe, Deine Luise

Die Menstruationskappe: Gesund und nachhaltig

Die Menstruationskappe: Gesund und nachhaltig überzeugt die neue monatliche Begleiterin immer mehr Frauen

Gastbeitrag von Annemarie Harant (erdbeerwoche)

Foto: www.erdbeerwoche.com - Team Harant/Steinbrugger

Foto: www.erdbeerwoche.com – Team Harant/Steinbrugger

Während in Finnland bereits 10-20% aller Frauen Nutzerinnen einer Menstruationskappe (auch Menstruationstasse genannt) sind, wird das Produkt als gesunde Alternative zu Tampons erst seit Kurzem in Österreich und Deutschland immer bekannter.  Wir von der erdbeerwoche beschäftigen uns nun schon mehr als fünf Jahre als Bewusstseinsplattform für nachhaltige Frauenhygiene mit der Problematik rund um konventionelle Tampons, Binden und Slipeinlagen und sind auf wichige Fakten gestoßen, die jede Frau erfahren sollte:

  • Eine Frau verbraucht in ihrem Leben zwischen 10.000 und 17.000 Tampons bzw. Binden und verursacht damit einen riesigen Müllberg aus Zellulose und Plastik, da die meisten konventionellen Produkte aus diesen Materialien bestehen.
  • Aufgrund des Kunststoffanteils in vielen herkömmlichen Tampons benötigen diese bis zu 500 Jahre, um zu verrotten.
  • „Öko-Test“ hat bei einem Test verschiedener Tamponmarken 2007 herausgefunden, dass von insgesamt 16 Marken 14 mit allergieauslösenden halogenorganischen Verbindungen versetzt sind.
  • In Tampons wurden darüber hinaus Chemikalien wie Dioxin- und Furanrückstände gefunden, die aus dem Bleichprozess mit Chlor stammen können und als krebserregend gelten.
  • Konventionelle Binden oder Slipeinlagen können unbekannte Duftchemikalien enthalten, die Störungen im Hormonsystem oder allergische Hautausschläge auslösen können.

Was ist eine Menstruationskappe?

Menstruationskappe - Foto: Erdbeerwoche

Menstruationskappe – Foto: Erdbeerwoche

Menstruationskappen sind kleine Becher aus medizinischem Silikon, die wie Tampons eingeführt und können je nach Modell bis zu 30 ml Flüssigkeit fassen. Durch das größere Fassungsvermögen können Menstruationskappen im Gegensatz zu Tampons bis zu 12 Stunden getragen werden. Anschließend wird das Blut einfach in die Toilette entleert, die Menstruationskappe gereinigt und wieder eingeführt. Auf den ersten Blick für viele Frauen schwer vorstellbar, ist die Handhabung wirklich einfach und die meisten Menstruationskappen-Nutzerinnen wollen auch nicht mehr zu Tampons zurück.

Zero Waste unter der Gürtellinie

Der größte Vorteil: Da Menstruationskappen mehrere Jahre wieder verwendbar sind, sparen sie dir Geld und den Müll von bis zu 2000 Tampons! Aber auch die Vorteile für die eigene Intimgesundheit sind nicht zu verachten: Gegenüber Tampons saugen sie die gesunde Scheidenflüssigkeit nicht auf und es können auch keine Fasern im Körper zurückbleiben, die bei konventionellen Tampons noch dazu Kunststoffbestandteile beinhalten können. Im besten Fall kann eine Menstruationskappe also auch dazu beitragen, Intiminfektionen vorzubeugen. Eine Umfrage der erdbeerwoche ergab etwa, dass 90 % der Menstruationskappen-Nutzerinnen sehr zufrieden mit dem Produkt sind. Allerdings gilt: Menstruationskappen sind nur dann wirklich gesünder, wenn auf die Qualität des Materials und die richtige Handhabung geachtet wird.

Tipps von der erdbeerwoche für den Umstieg auf eine Menstruationskappe:

  1. Auf Material und Herkunft achten: Unbedingt auf zertifiziertes medizinisches Silikon achten. Leider gibt es immer mehr Trittbrettfahrer, die mit billigen Angeboten aus Fernost auf Internetplattformen aktiv sind. Im erdbeerwoche-Sortiment findest du nur Produkte aus der EU, die unserem strengen Kriterienkatalog entsprechen. Mehr Infos zu den Qualitätskriterien von Menstruationskappen gibt es hier nachzulesen.
  2. Hygiene ist das oberste Gebot: Zur Reinigung der Menstruationskappe selbst genügt das Auskochen vor und nach jeder Regelwoche mit bloßem Wasser. In jedem Fall sind aggressive Seifen und Waschlotionen zu vermeiden. Vor dem Einsetzen Hände waschen nicht vergessen!
  3. Auf die richtige Handhabung kommt es an: Bis frau sich mit einer
    Foto: Erdbeerwoche

    Foto: Erdbeerwoche

    Menstruationskappe richtig angefreundet hat, dauert es meist 1-2 Zyklen. Wichtig dabei ist, dass vor jedem Entfernen der Menstruationskappe der Unterdruck gelöst wird, mit dem die Menstruationskappe ihre Dichtheit erzeugt. Dafür drückt frau mit dem Zeigefinger direkt gegen den Bauch der Menstruationskappe und zieht sie anschließend vorsichtig heraus. Auf keinen Fall soll einfach am Stiel gezogen werden. Wenn du dir am Anfang noch nicht ganz so sicher bist, nimm einfach eine Stoffslipeinlage als zusätzlichen Schutz! Antworten auf alle häufigen Fragen zur Menstruationskappe finden Frauen auch im erdbeerwoche-Ratgeber bzw. in diesem Erklärvideo.

Mondrhythmus und Erdbeere

Foto: Artenauta/Fotolia

Foto: Artenauta/Fotolia

Von Elma und mir hast Du mittlerweile schon viel Inspiration zum Thema Mondhütte bekommen. Wir werden trotzdem immer wieder an dieses wichtige Thema der Mondhüttentage erinnern, denn sie sind so essentiell wichtig für ein stabiles, weibliches Wohlbefinden. Momentan haben wir gerade abnehmenden Mond und für diese Mondphase empfiehlt sich alles was mit Reinigung, Entrümpelung, Detox oder Entschlackung zu tun hat.

Wie passt der Mondrhythmus aber in unseren weiblichen Rhythmus/Zyklus? Das ist in dem Buch „Hormone in Balance“ schön erklärt:

Ab Beginn der Pubertät und bis zur Menopause, unterliegt unsere Fruchtbarkeit dem monatlichen – an den Mondrhythmus angepassten – Menstruationszyklus. Leider halten wir uns ja kaum noch in freier Natur auf, sondern meistens in geschlossenen Räumen. Bei ethnischen Völkern aber, die noch der Natur zugewandter leben, kann man tatsächlich beobachten, wie die Frauen mit einsetzendem Neumond ihre Periode bekommen und bei Vollmond ihren Eisprung.

Uns hier in unserer hektischen, stressigen, modernen westlichen Welt ist das kaum bewusst. Manchmal nur fällt es uns auf, dass, so wir in einer größeren Gemeinschaft von Frauen leben, sich irgendwann der Menstruationszyklus anpasst und wir zur gleichen Zeit unsere Periode bekommen. Aber da viele Frauen ja auch die Antibabypille einnehmen und deshalb keinen natürlichen monatlichen Zyklus mehr besitzen, fällt es den meisten sehr schwer, in der monatlichen Blutung einen Bezug zur Natur zu finden. Und leider wird die Blutung oft nur noch als lästiges Übel gesehen.

Wir entfernen uns immer weiter von unserem Frausein und so ist es auch kein Wunder, dass es immer mehr Zyklusstörungen, Frauenerkrankungen und Unverständnis für unsere Körpervorgänge gibt.

Schauen wir uns doch die Vorgänge während des monatlichen Zyklus an: Der erste Zyklustag entspricht dem ersten Tag der Periode (Neumond)…. Etwa um den 14. Tag des Zyklus …Eisprung, die Ovulation (Vollmond)…
(Hormone in Balance, Bettina Fornoff)

 

Wir befinden uns, vom Mondrhythmus her gesehen, also momentan in der Phase zwischen Eisprung (Vollmond)  und Periode (Neumond). Bildlich gesprochen bereitet sich unser Frauenkörper in dieser Zeit, nachdem er erkannt hat, dass keine Schwangerschaft vorliegt, langsam auf die Zeit der kompletten Reinigung und des Loslassens, der Ruhephase – unserer Mondhüttenzeit – vor. Dabei können wir unseren Körper unterstützen und vermeiden dadurch auch prämenstruelle Beschwerden.

Falls Du momentan keine komplette Entschlackungskur machen möchtest, kannst Du Dich vielleicht damit anfreunden 2 x täglich eine Tasse Birkenblättertee zu trinken. Letzte Woche hatte ich ausführlich über die Heilkraft der Birke geschrieben. Aber wußtest Du auch, dass Erdbeeren unseren Körper reinigen und entgiften?  Sie sind reich an Vitamin C und B-Vitaminen, enthalten jede Menge Antioxidantien, wirken blutreinigend und helfen dabei Toxine aus unserem Körper zu schwemmen.

Foto: Kwangmoo/Fotolia

Foto: Kwangmoo/Fotolia

Die Natur bietet uns zu jeder Jahreszeit das, was unser Körper gerade braucht und so wie im Frühling mit Bärlauch, Löwenzahn, Birke, Spargel und vielerlei Kräutern unser Körper entschlackt und auf Trab gebracht wird, so sorgen nun ab Mai die Erdbeeren für eine gute Blutreinigung. Sie entgiften den Darm, lindern Verdauungsstörungen, kräftigen das Immunsystem und den Stoffwechsel, wirken blutbildend und fördern das Zellwachstum, wirken entwässernd und blutdrucksenkend, kräftigen Knochen, Haare und Haut und sorgen für mehr sexuelle Lust. (siehe auch ZDF, Volle Kanne). Lass sie Dir schmecken! 😉