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Kunst lässt uns so einiges neu entdecken

Kunst kann uns irritieren. Quelle: pixabay.

Kunst kann schön sein. Ästhetisch schön. Deshalb gehen wir aber nicht unbedingt in Ausstellungen oder Mueseen. Betrachten wir alte Meister, erfüllt uns ein Werk mit einer gewissen Erhabenheit  und der kunstgeschichtlichen Relevanz, die wir möglicherweise in der Schule gelernt haben. Vielleicht finden wir diese Kunstwerke auch einfach nur schön. Betrachten wir dagegen heutige Kunst, etwa bei einem Besuch in Kassel auf der documenta, da irritieren uns die Kunstwerke eher. Diese Kunst will nicht gefallen. Sie will irritieren.

Aktueller Kunst gehe es nicht darum, etwas Harmonisches zu schaffen, dessen Betrachtung uns entspannt, sondern viel eher darum, Dinge herzustellen, von denen wir nicht wissen, was sie sind. Dinge, die uns provozieren. – Dies schrieb die Professorin für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, Juliane Rebentisch, in der Zeitschrift werde (2/2017)

Was machen wir aber damit, wenn uns dieses Werk, das wir betrachten, derartig irritiert? Nicht jedes Werk schafft es, das Interesse und die innere Neugier zu entfachen. Manche aber tun es. Sie beschäftigen uns und ziehen uns in ihren Bann.

„Seht die Welt doch mal mt anderen Augen!“ – Kunst will nicht einfach gefallen oder farblich gut über den Wohnzimmerschrank passen. Kunst will unsere vorgefertigten Meinungen oder Denkstrukturen aufbrechen und uns auf den Weg schicken, neu zu denken.

#Schreibübung_ Was Kunst mit dir macht, kannst du für dich ganz leicht sichtbar machen: Wenn ich dich einlade, etwas zum Thema „Was bedeutet Freiheit für dich?“ zu schreiben, dann wird dieser Text NACH einem Besuch einer aktuellen Kunstausstellung anders aus deiner Feder fließen als ohne diesen Besuch.

Du wirst offener und freier denken. Du wirst dir Neues ausdenken. Gerade Kanten werden plötzlich organisch, vorher Wichtiges wird plötzlich nebensächlich. Probier es aus. Lass zu, dass sich vorgefasste Meinungen auflösen und deine Kreativität Neues erschafft.

Du kannst auch andere Begriffe wählen: Leichtigkeit, Neuanfang, Standort, Bestimmung …

Ich muss jetzt weg. Nach Kassel. Mein Blickfeld erweitern und neu denken lernen. 🙂

Deine Elma

Schreibt Postkarten!

Postkarten aussuchen, diese Freundinnen und der Famile schreiben – damit teilst du die Freude, die du im Urlaub erlebst. Quelle: pixabay.

Liebe Grüße, deine Elma…. so oder so ähnlich enden die Postkarten, die ich aus dem Urlaub schreibe. Der Urlaubswert verdoppelt sich gefühlt, wenn ich die Erlebnisse an meine besten Freundinnen und Freunde schicken kann oder an die Familie zuhause. Und das ist es immer noch, auch in zeiten von WhatsApp und Co. Eine Postkarte im Briefkasten zu finden, ist ein besonderer Moment! Da hüpft das Herz vor Freude und die Neugier ist groß, denn die Frage stellt sich (zumindestens kurz): Wer schreibt mir denn da?!

Postkarten sind Erinnerungsstücke. ich sammle sie. Du auch? Sie stellen eine Verbindung her zum anderen, der gerade weit weg ist. Dieses kleine Rechteck, das zur Verfügung steht für sonnige Wünsche, kleine Beschreibungen oder einfach dem Lebenszeichen, ist die analoge Form von vielleicht 144 Twitterzeichen. und doch: hier kann ich soviel Eigenes, so viel Individuelles und so viel Herzliches übermitteln.

Mit einer Postkarte aus dem Urlaub zeige ich, dass ich an den anderen denke.

Und nicht nur das: Ich nehme mir Zeit zum Schreiben. Es macht schon Spaß, die Karten auszusuchen, und manchmal ist es eine Odysee, um an die Briefmarken zu kommen. Und dann setze ich mich gern an einen kleinen Tisch in der Ecke eines ruhigen Cafés mit schönem Blick, oder vors Zelt, in einer gewaltig schönen Landschaft.

Postkarten schreiben – die Erlebnissel teilen, die man im Urlaub erlebt. Quelle: pixabay.

Wie geht es dir mit den Postkarten? Ist es nur eine schwere Last, weil die Oma, die Eltern, die Freunde, eine Karte erwarten? Oder machst du es mit Muße, hast Spaß am Schreiben und Erzählen?

Denk doch mal an die kleine Kiste, die du vielleicht im Schrank hast. Mit dsen vielen, über Jahre gesammelten Postkarten. Sie sind doch wahre Erinnerungsschätze, oder?! Sie

Die Postkartensammlung – ein Erinnerungsschatz! Quelle: privat.

erinnern dich an Menschen, an Plätze. (Oft erinnere ich mich sogar an den Moment, als ich sie aus dem Briefkasten geholt habe.) Sie sind Erinnerungsstücke an dein eigenes Leben. Verrückt, oder?! Wo sie doch von anderen geschrieben wurden. Ja, doch! Oft zeigen sie uns eine ganz besondere Verbundenheit zu einem Menschen. An eine Zeit der engen Verbundenheit. Die so nie mehr verloren geht.

Du verschickst Glücksgefühle, wenn du Postkarten aus der Ferne schreibst.

Gerade, wenn sie unerwartet kommen, sind handgeschrie

Eine verrückte Karte – und so ein Spaß, sie zu bekommen! Quelle: privat.

bene Postkarten wahre Glücksauslöser. Sie können auch echte Helfer sein, wenn eine lange Funkstille zwischen Freunden entstanden ist, diese zu unterbrechen und endlich den Faden wieder aufzunehmen.

Besonderen Spaß machen Karten, die gemalt oder beklebt worden sind. Also – in den nächsten urlaubskoffer gehören auch schöne Stifte zum Postkarten schreiben!

Liebe Urlaubsgrüße, deine Elma

Übrigens: Es macht auch Spaß, sich selbst eine Postkarte aus dem Urlaub zu schicken!

 

 

Voll retro: Briefe schreiben

Einen Brief schreiben – für beide etwas besonderes: für Sender UND Empfänger! Foto: pixabay.

Fast altmodisch komm ich mir vor: Ich habe mir einen wunderschönen Büttenpapier-Block gekauft und einen Stift, mit dem ich schön schreiben kann (das geht nämlich nicht mit jedem!) und jetzt sitze ich an meinem kleinen Schreibtisch, ganz ohne Labtop und PC, und schreibe einen echten Brief!

Die Idee kam mir, als ich Euch von den „kleinen Schritten“ schrieb. Einen Brief schreibe ich viel achtsamer, nehme mir viel mehr Zeit und denke über das, was ich schreibe, viel mehr nach. Heutzutage (auch so ein retro-Wort) bekommt doch kaum noch jemand einen handgeschriebenen Brief, oder?! Denk doch mal nach, wann hast du das letzte Mal einen bekommen? Selbst die Postkarte aus dem Urlaub ist schon einer Whatsapp-Nachricht mit Foto gewichen. Unser Kühlschrank hing früher voll mit diesen Grüßen aus aller Welt; heute bleibt er weitgehend leer.

Ich finde, wir sollten diese fast verlorene Lebenskunst wiederbeleben! Wir alle sehnen uns doch nach Entschleunigung, nach achtsamem Umgang miteinander. Nach einem bewussten Leben.

Das Schöne am Briefe schreiben ist: du nimmst dir Zeit. Zeit für dich selbst und für eine ruhige, fast meditative Phase. Für ein inneres Zwiegespräch mit deiner Freundin, deiner Mutter, deinem Partner. Du überlegst dir, was du ihm oder ihr erzählen willst. Was dir wichtig ist, was es Neues gibt. Ich bin mir sicher, dass du es anders formulierst, wenn du einen Stift über ein fein strukturiertes Papier gleiten lässt, als wenn du ein paar Zeichen in ein Nachrichtenfeld tippst und „senden“ drückst. Oder?!

Brieffreundschaften – echt retro. Und soooo schön! Foto: Pixabay.

Wer von Euch hat denn beispielsweise zum Muttertag einen Brief oder eine Karte geschrieben? Ich halte ja generell nicht viel von der kommerziellen Aufblähung des Muttertags, aber ich selbst hätte auch ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn ich mich nicht mit ein paar Gedanken bei meiner Mutter gemeldet hätte. Nicht jedes Jahr ist die Zeit da, sie zu besuchen. Aber es muss ja auch nicht zwangsweise der Muttertag sein. Ein handgeschriebener Brief ist eine echte Überraschung. Eine, die nicht viel kostet, außer Zeit und Muße.

Die Freude über einen solchen Brief ist auch deshalb so groß, weil der Empfänger sofort weiß und spürt: Ich habe mir für ihn persönlich Zeit genommen. Und genauso, wie ich mir zum Schreiben Zeit genommen habe, nimmt sich der/die Empfänger(in) Zeit, den Brief zu öffnen und zu lesen. Allein diese Freude beim Briefkasten öffnen ist es wert, einen Brief geschrieben zu haben. Finde ich und freue mich über jeden Brief, der handgeschrieben bei mir ankommt!

Probiers aus. Nimm dir Zeit für einen lieben Menschen und schicke ihm deine Gedanken.

Deine Elma

Übrigens: handgeschriebene Briefe werden gern aufgehoben.

Entgiften im Kopf oder: Detox fürs Gehirn

Nach dem Winter brauchen wir eine Entgiftung im Kopf. Quelle: pixabay.

Detox – oder entgiften – ist gerade in aller Munde. Jedes Frühjahr sehen wir uns wieder mit neu angesammelten Pfunden vor dem Spiegel oder dem Kleiderschrank. Die Sommerhosen und –röcke wollen nicht mehr zugehen. Schrecklich! Also: Abnehmen, diäten oder erstmal – viel sinnvoller – entgiften.Wir wollen den Körper von all dem Überflüssigen befreien, was er über die vergangenen Wintermonate angesammelt hat. Doch was ist mit dem Kopf? Wie geht Entgiften hier? All die vielen Ideen, Vorhaben oder Pläne, die zwar im Kopf herumschwirren, aber bisher noch nicht annähernd in Umsetzung gekommen sind? Die Trägheit, die sich längst breit gemacht hat und verhindert, dass wir uns auf eine Sache konzentrieren können. Die beseitigen wir jetzt. Die Entgiftung im Kopf ist mindestens so wichtig, wie die des Körpers.

Grund für die Notwendigkeit, auch den Kopf zu entgiften ist, dass wir einfach immer mehr mit uns herumschleppen. Die heutige Informationsflut, die vielen mobilen Endgeräte, die vielschichtigen und vielfältigen Anforderungen, denen wir uns stellen müssen… schlichtweg: Stress auf allen Ebenen. Und der „übersäuert“ Geist und Seele.

Schritt 1: Alles aus dem Kopf

Was schwirrt denn alles in deinem Kopf herum? Das finden wir jetzt heraus. Die Leute von „Getting things done“  haben hierzu tolle Ideen. Nimm Dir also Zeit, etwa 1-2 Stunden und schreibe alles auf, was dir im Kopf herumgeht. Lass Deine Gedanken dabei frei spazieren gehen. Alles, was kommt, wird aufgeschrieben  wichtig oder unwichtig. Da darf stehen, dass die Milch alle ist, oder dass Du schon immer mal den anderen Bio-Supermarkt mal testen wolltest, dass Du Vorräte sinnvoller pflegen und wieder aufbrauchen wolltest. Denk an deinen Job, welche To-Do´s gehen dir hier durch den Kopf? Was wolltest du immer schon angehen? Sammle erst mal einfach alles. So verrückt es auch klingt. Denk an eine der letzten Nächte, die du wach lagst und deinem Gedankenkarusell alle Freiheiten gelassen hast. Alles ist wichtig, alles wird jetzt außerhalb deines Kopfes gesammelt. Damit der Kopf frei davon wird. Nimm dir genug Zeit dafür. Es darf ruhig auch minutenlange Pausen geben. Du wirst sehen, da kommt noch mehr nach oben! Ich bin sicher: Danach fühlt sich der Kopf schon ein wenig leichter an, oder?!

Am kommenden Tag(lass ruhig erstmal etwas Zeit vergehen), kannst du Prioritäten schaffen, indem du farbig Zusammengehörigkeiten oder eine Rangfolge fürs Erledigen anlegst. Mein Rat: wir sind nicht beim Marathon. Schenk dir Zeit, diese Punkte langsam abzuarbeiten. Und hinterfrage auch, was davon kannst du eventuell an andere abgeben, also delegieren, und was kannst du auch getrost streichen.

Schritt 2: Sammle deine negativen Gedanken ein

Wichtig sind nicht nur die Aufgaben, die Dir das Leben und den Kopf schwer machen und viel Energie kosten. Es sind auch die Gedanken, mit denen wir uns und unser Tun ständig bewerten. Oft auch im Unterbewusstsein. Es wird nicht leicht sein, an all diese Gedankenmuster dran zu kommen. Es lohnt sich, immer ein kleines Notizbuch dabei zu haben. Hier könnte auch die oben angefangene Liste drin aufgeschrieben sein. Von der anderen Seite her fängst Du an mit den Gedanken, die dich behindern, fröhlich, glücklich und selbstbewusst zu sein. Ausleeren, wie auf einen Komposthaufen, nenn ich das. Wenn der Kompost lange genug liegt, wird wieder brauchbare Erde daraus. Allein deshalb lohnt sich der Vergleich!

Schritt 3: Jetzt aber: Belohn´und lob dich!

Auch das gehört zum Entgiften: Fülle mit positiven Gedanken die Lücken! Nimm dir am Tagesende Zeit, auf den vergangenen Tag zu schauen. Schreib auf, was du alles erledigt hast oder auf den Weg gebracht hast. Wer sich über dich gefreut hat? Wer hat dich angelächelt? Wen hast du angelächelt? Worüber hast du dich heute besonders gefreut?

Wenn du dein kleines Notizbüchlein zuschlägst, sollte das dein letzter Gedanke sein: Die Freude, die du heute erlebt hast. Lass sie sich in deinem ganzen Körper ausbreiten und genieß beim Einschlafen dieses kleine Glücksgefühl.

Überlege dir, ob du solche Aufräum- und Innehalt-Sequenzen zum Kopf-

Der Frühling macht es uns leicht: Entgiften ist jetzt sehr wirkungsvoll. Quelle: pixabay.

Entgiften regelmäßig einbauen kannst. Einmal monatlich? Oder einmal wöchentlich? Dann, wenn du dir die Woche vornimmst, was du erledigen, schaffen und bewältigen willst? Welche Highlights du einplanst und welche Freunde du treffen willst? Nach ein paar Wochen wird das zu dir gehören wie das tägliche Zähneputzen. Und dein Kopf wird leerer, freier und glücklicher sein! Ein toller Neuanfang jetzt, zum Frühlingsstart, oder?!

Viel Spaß beim Entgiften wünscht dir

Deine Elma