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Nimm ein bisschen Mondhütte mit!

Endlich Urlaub! Doch wie sieht er aus? Ein bisschen Mondhütte sollte dabei sein, findet Elma. Quelle: pixabay

Bald kommt der heiß ersehnte, lange geplante Urlaub! Die Zeit ist reif, die Sehnsucht nach Erholung vom Alltag, ist schon so groß. Einfach raus aus dem Trott! Vor Kurzem habe ich im Radio eine Umfrage gehört, da ging es um Urlaubsziele. Die Frage hat mich auch beschäftigt: Fährst du gerne immer wieder an den gleichen Ort odersuchst  du immer andere, neue Uraubsziele aus?

Das ist eine spannende Frage, die ich selbst nicht ganz eindeutig beantworten kann. Beide Möglichkeiten haben ihren Reiz, oder nicht?! Ja, viele können sich kaum vorstellen, zweimal an den gleichen Ort zu reisen. Es gibt doch so viele spannende Länder, Kulturen und Landschaften zu entdecken! Ja, das stimmt! Da habe ich auch noch einiges auf meiner inneren Liste. Andere freuen sich aber auch schon auf das nette Ferienhaus am Strand, in das sie nun schon seit 20 Jahren fahren. Die Kinder haben hier schwimmen gelernt, jetzt kommen schon die Enkel mit. Die besten Restaurants sind längst gefuinden, dort werden sie wie alte Bekannte begrüßt. Kaum schließen sie die Türe des Häuschens auf, fängt die Erholung an. – Das kann ich auch so gut verstehen.

Bei den einen steht die Erholung an erster Stelle, bei den anderen die Entdeckung von Neuem. Wiederum andere wollen ihre Grenzen austesten und ihre Sportart mal in ganz anderer Umgebung ausüben. Mountain Biken zum Beispiel, aber auch Wandern wird immer beliebter. Schön, wenn sich die Partner einig sind und das gleiche Hobbs haben. Toll, wenn beide anders über Urlaub denken, aber die Toleranz siegt. Wenn jeder etwas anderes machen will muss ein Kompromiss gefunden werden. Vielleicht so: mal darf der eine den Schwerpunkt setzen, mal der andere.

Was ich euch heute als Tipp für einen gelungenen Urlaub mitgeben möchte: Packt eure Mondhüte mit ein! Egal, wie und wo Euer Urlaub euch hinbringt, erlaubt euch das Gefühl der Mondhüttenauszeiten auch in der Ferne. Das kann ganz kreativ geschehen:

  1. Nehmt Schreibzeug mit und ein schönes neues Heftchen, in das ihr eure Geschichten aufschreibt. Oder macht Schreibübungen, die ihr schon immer mal ausprobieren wolltet.
  2. Nehmt Farben mit und einen passenden Block. Muss nicht groß sein. Aquarellfarben oder Aquarellbuntstifte eigenen sich hier sehr gut. Ähnlich wie Schreiben, könnt ihr euch täglich kleine Malsequenzen schenken und eure Eindrücke festhalten
  3. Ein Lieblingsbuch für die ruhigen Minuten und Stunden in der heißen Mittagszeit. Siesta.
  4. Yoga- oder Atemübungen können auch eure Mondhüttenzeit sein. Gerade, wenn die Gruppe groß ist, sind Rückzugsmomente wichtig.
  5. Mein Favorit ist aber: einfach die Stille genießen. Gerade im Urlaub gibt es ganz andere Geräusche! Diese lassen sich, wennihr aktiv lauscht und einfach in Ruhe sitzt, viel intensiver wahrnehmen und in eurer Erinnerung speichern.

Es gibt Dinge, Gerüche und Geräusche, die versetzen uns sofort wieder in den Urlaub! Quelle: pixabay.

Vielleicht fragt ihr euch, ob etwas davon tatsächlich entscheidend für das Gelingen eines Urlaubes sein kann. Bisher war immer Action im Vordergrund. Oder Routine. Beides hat seine Berechtigung. Meine Mondhüttenideen könnten kleine Inseln der Ruhepausen sein, die sich gut ins Ganze einfügen können. Probiert es aus. Der Urlaub soll euch auftanken mit Energie, Erlebnissen, Begeisterung und Entspannung. Damit der Alltag dann wieder Spaß macht. Hinterher.

Viel Spaß beim Packen und bei der Vorfreude wünscht euch

Eure Elma

Der Ort der Ruhe, der Stille und des Glücks

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Urlaub bedeutet Glücksmomente zu finden. Quelle: pixabay.

Urlaub. Die beste Zeit des Jahres. Doch was ist, wenn etwas schief geht? Im Urlaub. Wir können den Ort, das Hotel oder die Ferienwohnung noch so sorgfältig ausgewählt haben, der Urlaub kann dennoch zur Enttäuschung werden. Was entscheidet darüber, ob es so oder so läuft?

Wir erinnern uns gern an die besonderen Momente im Urlaub. Das sind dann Momente, die uns ewig in Erinnerung bleiben. Wenn wir uns aber abgefertigt fühlen, schon beim Ankommen an der Rezeption wie eine Nummer behandelt werden, oder das Zimmer ganz und gar keine Atmosphäre zum Wohlfühlen aufweist, dann wird das Urlaubsgefühl gleich zu Beginn hart auf die Probe gestellt.

Also, der Ort, an dem ich mich aufhalten möchte, um eine ganz wunderbare Zeit zu verbringen, der sollte schon eine gewisse Ausstrahlung haben. Was ist für Euch wichtig?

Landschaftlich eingebettet, dass es ein AUFATMEN ist, wenn Du aus dem Fenster siehst oder auf dem Balkon stehst? Ist Dir wichtig, dass für einen echten Aktivurlaub die geeignete Unterstützung, wie Fahrradkeller, Service und Sportgeräte zur Verfügung stehen? Dass der Tennisplatz vor dem Haus, der Pool dahinter und die Kinderbetreuung gesichert sind?

Oder geht es Dir um einen ruhigen, abgelegenen Ort, an dem Du das Meer rauschen hörst, wenn Du morgens aufwachst? An dem es eine kleine Küche gibt, die alles hat, um ein einfaches, aber gutes Frühstück selbst zu machen. Von dem aus Du Deine Unternehmungen gut zu Fuß erledigen kannst und der kleine Garten ein geschützter Ort ist, in dem Du meditieren und gemütlich mit Deinem Lieblingsbuch auf der Liege liegen bleiben kannst?

Ich glaube, es gibt so viele verschiedene Ansprüche, wie es Orte gibt. Das wichtigste für mich ist, dass es sich gut anfühlt, wo ich bin. Da kann ich nur von mir selbst ausgehen. Das empfindet

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Urlaub. Ein Platz zum Wohlfühlen.

jede(r) anders. Jedenfalls glaube ich, dass sich dann die Seele wieder entfalten kann und sich erholt. Ob unterwegs mit dem Partner, der Familie oder der besten Freundin. Oder auch ganz alleine. Wenn das passiert, sind die Momente intensiv und bleiben uns lange in Erinnerung. Dann fühlen wir uns erholt und ganz. Und freuen uns wieder auf den Alltag.

Ein Wort, das dieses Gefühl für mich versinnbildlicht, lautet SHAMBALA. Im tibetischen Buddhismus steht dieses Wort für den geheimen Ort der Ruhe, der Stille und des Glücks. Allerdings hat er keine Koordinaten auf der Landkarte – Shambala* finden wir nur in uns selbst.

Eure Mondhüttenplätze sind übrigens auch solche Orte. Auch zuhause. Nicht nur im Urlaub.

Deine Elma

*Leider konnte ich keinen Link zu Shambala setzen, weil alles zu sehr benutzt wurde für Zwecke, die ich nicht teilen kann.

Erwartungen – die gehören nicht ins Urlaubsgepäck

Tipp für den Urlaub: Erwartungen runterschrauben. Quelle: travel-933171_640, pixabay.

Tipp für den Urlaub: Erwartungen runterschrauben. Quelle: travel-933171_640, pixabay.

Endlich sind sie da: die Ferien. Ich fahre jeden Morgen über die Autobahn und schaue dabei den vielen vollbepackten Autos nach, die Richtung Süden oder Norden ihrem Ferienziel entgegenfahren. Wie lange haben sie alle wohl darauf hin gespart und gewartet, dass es endlich losgeht?

Ich weiß es von mir selbst, wenn der Urlaub geplant wird, hat jeder und jede ganz viele Ideen und Sehnsüchte, wo es hingehen soll und was gemacht werden soll. Die einen wollen Aktiv-Urlaub in den Bergen, die anderen lieber faul am Strand liegen. Worin sich aber alle einig sind, ist: dass es so richtig harmonisch wird. Alle sollen sich gut verstehen und sollen immer gut gelaunt sein; von morgens bis abends. Das ist ein hohes Ziel – und wenn wir uns gegenüber ehrlich sind, ist das doch eigentlich unmöglich. Oder?!

Es kann gelingen! Quelle: Pixabay_216825

Erwartungen – so kanns gelingen. Quelle: Pixabay_216825

Es ist nämlich kein Normal-Zustand, wenn die Familie zusammen ins Ferienhaus ans Meer fährt, dort den ganzen Tag zusammen verbringt und das auch noch über zwei Wochen lang. Zuhause gehen die Kinder in die Schule, Vater und Mutter gehen meist auch beide arbeiten. Der gemeinsame Nenner sind Frühstück, eventuell noch Abendessen und das Wochenenden – je nachdem, wie alt die Kinder sind, machen die dann auch schon ihr eigenes Ding.

Aber im Urlaub sollen alle im Gleichklang klingen. So, wie auf den bunten Urlaubsbroschüren, in denen lange geblättert wurde: Harmonie pur. Und weil wir uns das auch so sehr wünschen, tun wir schon im Vorfeld ganz viel dafür, dass sich diese Sehnsucht nach der Harmonie auch erfüllt. Und hier sage ich: bitte nicht! Denn das ist super anstrengend. Nicht in die Harmoniefalle tappen – und vor allem: seid Euch Euren Erwartungen bewusst. Schaut sie Euch genau an und macht Euch klar: sie sind UTOPISCH.

Was wir von anderen erwarten, wäre zwar schön für uns selbst, aber passt es auch für den/die anderen? Ich denke, je mehr wir uns selbst über unsere eigenen Erwartungen bewusst sind, umso besser können wir das Thema in der Familie ansprechen und versuchen, das alle Erwartungen auf den Tisch kommen. Sonst ist Streit vorprogrammiert. Oder Enttäuschung.

Mein Vorschlag: Schreibt Eure Erwartungen auf. Jeder und jede für sich. Sprecht Eure Wünsche für den Urlaub aus, werdet konkret. Damit könnt Ihr einen Plan aufstellen, der allen gerecht wird. Je offener diskutiert wird, desto eher werden auch Kompromisse gemacht. Denn eigentlich will einfach nur jeder, egal wie klein oder groß, mit seinen Bedürfnissen ernst genommen werden.

Übrigens, als ich mich auf den Beitrag vorbereitet habe, habe ich mir Synonyme für das Wort Erwartung angeschaut. Interessant ist, dass bei der „Erwartung“ positive Synonyme kommen und bei „Erwartungen“ wird dieser Erwartungsdruck sichtbar, den ich gerade beschrieben habe.

Von unserer Mondhütte aus wünsche ich allen, die sich auf den Weg machen, einen glücklichen Urlaub! Vielleicht bietet er auch Raum für eine Mondhüttenzeit.

Eure Elma