Schlagwort: Veränderung

Sommerpause? Sommer! Pause.

Sommerferien! Juhuuu! Die Nation ist im Urlaub. Jedenfalls scheint es so, denn die Autobahnen sind Montags morgens gerade nicht so voll wie sonst. Urlaub ist eine Pause vom Alltag. Zeit, ein Resumee zu ziehen. Warum? Weil wir das erste halbe Jahr von 2017 hinter uns haben.

Sinniere über das Leben und die erste Jahreshälfte. Ich finde, dieses Resumee solltest du im Liegestuhl ziehen – im Schatten eines großen alten Baumes oder unter dem Sonnenschirm mit Blick in den Himmel. Schau den Wolken zu und erinnere dich zurück: Anfang des Jahres hast du mit uns auf das vor dir liegende Jahr geschaut. Was habt ihr euch da vorgenommen?! Tolle Vorsätze? Endlich mehr Sport machen? Eine Veränderung im Job? Was hast du davon auf den Weg gebracht? Was davon hat kaum den Januar überlebt?

Hol erstmal tief Luft und komm in deiner inneren Mitte an. Jetzt, so mitten im Jahr holen wir kann Freizeit ganz zum Mittelpunkt deines Seins werden. Wer von uns hart am Limit gearbeitet hat, braucht fast den ganzen Urlaub, um wirklich runterzukommen. Wenn ich mir das so vorstelle, muss ich dich wieder an die Mondhüttenzeiten erinnern. Die, wenn sie regelmäßig genommen werden, mithelfen, dass du im Sommer, zur Haupturlaubszeit, nicht unmäßig ausgepowert bist. Also, in den Himmel schauen – oder aufs Meer – und tiefer, langsamer atmen. Ganz bewusst.

Etappenziel – was hast du in diesem Jahr schon erreicht? Was hat gut geklappt? Was gar nicht? – Wenn du jetzt so in deinem Liegestuhl sitzt, den Kids vielleicht gerade beim Sandburgbauen zuschaust und genießt, wie glücklich und selbstvergessen sie dabei sind, ist ein guter Moment gekommen, um das eigene „Projekt 2017“ mal anzuschauen und zu bewerten. Stell dir folgende Fragen: Bin ich auf dem Weg, den ich mir am 1. Januar für dieses Jahr vorgenommen hatte? Wie geht es mir damit? Bin ich zufrieden? Oder zucke ich mit den Schultern und weiß sofort, warum ich das alles überhaupt noch nicht angefangen habe? Obwohl ich es so wollte?

Ich glaube, wir brauchen uns nichts vormachen: Die wenigsten von uns können sich zu 100 Prozent auf die Schulter klopfen. Wer hat nicht Schwierigkeiten bekommen in der Umsetzung?  Wer hat klein beigegeben und hat doch erst noch dies und das erledigt, bevor er/sie an die ganz großen Dinge ranwollte?

Werde dir bewusst, wo du stehst. Und freu dich darüber. Vielleicht hast du eine meiner Schreibübungen gemacht und dir aufgeschrieben, wo es eigentlich hingehen sollte. Nutz die Zeit, die der Urlaub dir gerade schenkt, um den Blick zurück darauf zu werfen. Um dann nach vorne zu schauen. Stell infrage, was dich festhält. Oder was dich daran hindert, das zu entwickeln, was dir Anfang des Jahres so wichtig war. Und freu dich über das, was du schon erreicht hast. Das ist am wichtigsten.

Triff dich mit deinem Widersacher. Und wenn du feststellt, dass es dein innerer „Schweinehund“ ist, der dich hindert, dann nimm ihn ernst: Nimm Blickkontakt mit ihm auf und geh mit ihm ins Gespräch. Du wirst feststellen, dass das eine neue Qualität bringt. Eine, die dich vielleicht starten lässt, und zulässt, die Dinge, die dir wichtig sind, endlich anzufangen, aufzuhören oder zu verändern. Spannend wäre auch, diesen persönlichen, inneren „Schweinehund“ mal zu zeichnen oder zu malen. Der Sand unter euren Füßen reicht dafür schon. Oder die Buntstifte der Kinder.

Wofür eine Pause gut sein kann? Das zu entdecken, wünscht dir

deine Elma – für die schönste Zeit des Jahres.

 

Entgiften im Kopf oder: Detox fürs Gehirn

Nach dem Winter brauchen wir eine Entgiftung im Kopf. Quelle: pixabay.

Detox – oder entgiften – ist gerade in aller Munde. Jedes Frühjahr sehen wir uns wieder mit neu angesammelten Pfunden vor dem Spiegel oder dem Kleiderschrank. Die Sommerhosen und –röcke wollen nicht mehr zugehen. Schrecklich! Also: Abnehmen, diäten oder erstmal – viel sinnvoller – entgiften.Wir wollen den Körper von all dem Überflüssigen befreien, was er über die vergangenen Wintermonate angesammelt hat. Doch was ist mit dem Kopf? Wie geht Entgiften hier? All die vielen Ideen, Vorhaben oder Pläne, die zwar im Kopf herumschwirren, aber bisher noch nicht annähernd in Umsetzung gekommen sind? Die Trägheit, die sich längst breit gemacht hat und verhindert, dass wir uns auf eine Sache konzentrieren können. Die beseitigen wir jetzt. Die Entgiftung im Kopf ist mindestens so wichtig, wie die des Körpers.

Grund für die Notwendigkeit, auch den Kopf zu entgiften ist, dass wir einfach immer mehr mit uns herumschleppen. Die heutige Informationsflut, die vielen mobilen Endgeräte, die vielschichtigen und vielfältigen Anforderungen, denen wir uns stellen müssen… schlichtweg: Stress auf allen Ebenen. Und der „übersäuert“ Geist und Seele.

Schritt 1: Alles aus dem Kopf

Was schwirrt denn alles in deinem Kopf herum? Das finden wir jetzt heraus. Die Leute von „Getting things done“  haben hierzu tolle Ideen. Nimm Dir also Zeit, etwa 1-2 Stunden und schreibe alles auf, was dir im Kopf herumgeht. Lass Deine Gedanken dabei frei spazieren gehen. Alles, was kommt, wird aufgeschrieben  wichtig oder unwichtig. Da darf stehen, dass die Milch alle ist, oder dass Du schon immer mal den anderen Bio-Supermarkt mal testen wolltest, dass Du Vorräte sinnvoller pflegen und wieder aufbrauchen wolltest. Denk an deinen Job, welche To-Do´s gehen dir hier durch den Kopf? Was wolltest du immer schon angehen? Sammle erst mal einfach alles. So verrückt es auch klingt. Denk an eine der letzten Nächte, die du wach lagst und deinem Gedankenkarusell alle Freiheiten gelassen hast. Alles ist wichtig, alles wird jetzt außerhalb deines Kopfes gesammelt. Damit der Kopf frei davon wird. Nimm dir genug Zeit dafür. Es darf ruhig auch minutenlange Pausen geben. Du wirst sehen, da kommt noch mehr nach oben! Ich bin sicher: Danach fühlt sich der Kopf schon ein wenig leichter an, oder?!

Am kommenden Tag(lass ruhig erstmal etwas Zeit vergehen), kannst du Prioritäten schaffen, indem du farbig Zusammengehörigkeiten oder eine Rangfolge fürs Erledigen anlegst. Mein Rat: wir sind nicht beim Marathon. Schenk dir Zeit, diese Punkte langsam abzuarbeiten. Und hinterfrage auch, was davon kannst du eventuell an andere abgeben, also delegieren, und was kannst du auch getrost streichen.

Schritt 2: Sammle deine negativen Gedanken ein

Wichtig sind nicht nur die Aufgaben, die Dir das Leben und den Kopf schwer machen und viel Energie kosten. Es sind auch die Gedanken, mit denen wir uns und unser Tun ständig bewerten. Oft auch im Unterbewusstsein. Es wird nicht leicht sein, an all diese Gedankenmuster dran zu kommen. Es lohnt sich, immer ein kleines Notizbuch dabei zu haben. Hier könnte auch die oben angefangene Liste drin aufgeschrieben sein. Von der anderen Seite her fängst Du an mit den Gedanken, die dich behindern, fröhlich, glücklich und selbstbewusst zu sein. Ausleeren, wie auf einen Komposthaufen, nenn ich das. Wenn der Kompost lange genug liegt, wird wieder brauchbare Erde daraus. Allein deshalb lohnt sich der Vergleich!

Schritt 3: Jetzt aber: Belohn´und lob dich!

Auch das gehört zum Entgiften: Fülle mit positiven Gedanken die Lücken! Nimm dir am Tagesende Zeit, auf den vergangenen Tag zu schauen. Schreib auf, was du alles erledigt hast oder auf den Weg gebracht hast. Wer sich über dich gefreut hat? Wer hat dich angelächelt? Wen hast du angelächelt? Worüber hast du dich heute besonders gefreut?

Wenn du dein kleines Notizbüchlein zuschlägst, sollte das dein letzter Gedanke sein: Die Freude, die du heute erlebt hast. Lass sie sich in deinem ganzen Körper ausbreiten und genieß beim Einschlafen dieses kleine Glücksgefühl.

Überlege dir, ob du solche Aufräum- und Innehalt-Sequenzen zum Kopf-

Der Frühling macht es uns leicht: Entgiften ist jetzt sehr wirkungsvoll. Quelle: pixabay.

Entgiften regelmäßig einbauen kannst. Einmal monatlich? Oder einmal wöchentlich? Dann, wenn du dir die Woche vornimmst, was du erledigen, schaffen und bewältigen willst? Welche Highlights du einplanst und welche Freunde du treffen willst? Nach ein paar Wochen wird das zu dir gehören wie das tägliche Zähneputzen. Und dein Kopf wird leerer, freier und glücklicher sein! Ein toller Neuanfang jetzt, zum Frühlingsstart, oder?!

Viel Spaß beim Entgiften wünscht dir

Deine Elma

Alles NEU macht der MAI. Nee, Du!

Ging Euch das gestern auch durch den Kopf? Du hast ja noch 30 Tage Zeit, Dir zu überlegen, was denn für Dich in diesem Jahr ab Mai neu beginnen soll. Ich habe mit Putzen und Aufräumen angefangen, das treibt mich im Frühling immer an. Aber ich glaube, das ist mit „alles neu“ im Mai nicht gemeint. Was meinst Du?

Der Satz entstammt einer alten Volksweise, geschrieben von Hermann Adam von Kamp, der von 1794 bis 1829 lebte. Darin heißt es:

Quelle: Alexandra Seinet, fotolia.

Quelle: Alexandra Seinet, allthefreestock

Alles neu, macht der Mai

Alles neu, macht der Mai,
Macht die Seele frisch und frei
Laßt das Haus, kommt hinaus,
Windet einen Strauß!
Rings erglänzet Sonnenschein,
Duftend pranget Flur und Hain;
Vogelsang, Hörnerklang
Tönt den Wald entlang.

Wir durchzieh’n Saaten grün,
Haine, die ergötzend blüh’n,
Waldespracht neu gemacht,
Nach des Winters Nacht.
Dort im Schatten an dem Quell
Rieselnd munter, silberhell,
Klein und Groß ruht im Moos,
Wie im weichen Schoß.

Hier und dort, fort und fort,
Wo wir ziehen Ort für Ort
Alles freut sich der Zeit,

Die verjüngt, erneut,
Widerschein der Schöpfung blüht
Uns erneuernd im Gemüt.
Alles neu, frisch und frei
Macht der holde Mai.

Ein Neuanfang also soll es sein. Voller Freude, voller Kraft und Enthusiasmus. Ok, sag ich mir und krempele die Ärmel hoch. Was will ich also ändern? Was gefällt mir nicht an meinem Leben? Welchen alten Zopf kann ich abschneiden? Welche ausgetrampelte Pfade kann – nein: muss ich verlassen?

Das wichtigste: ich muss nicht alles alleine schaffen! Kurt Tepperwein hat dazu beispielsweise ein Buch geschrieben: ERFINDE DICH NEU – 12 Chancen zum privaten und beruflichen Neubeginn. Da heißt es beispielsweise: Träum herbei, nicht weg. Oder; Geh den Weg der Freude. Ich glaube, das ist eine gute Idee. Freude, davon spricht schon das Gedicht! Sonne, frisches Grün, kraftvolles Wachstum in der Natur – all das trägt Dich auf dem Weg zur Erneuerung.

Dass Du Dich jederzeit neu erfinden kannst, davon spricht auch der Mentaltrainer Pierre Franckh
in seinem Buch: Erfinde Dich neu. Er hat die 6-Minuten-Methode entwickelt und viele Übungen, die helfen – in täglich 6 Minuten – aus alten Mustern auszubrechen.

Falls es jetzt in Deinem Herzen anfängt zu pochen und Du Dir sagst, das ist es, diese Wegweiser kommen jetzt genau richtig, dann kann ich nur sagen: einen besseren Zeitpunkt als den Mai gibt es dafür nicht.

 #Schreibübung: Jetzt, nach dem Lesen meines Beitrags ist genau der richtige Moment, die ersten, spontanen Begriffe aufzuschreiben, die Dir bei NEUBEGINN in den Kopf kommen. Leg diese Liste neben Dein Kopfkissen, lies sie vor dem Schlafengehen und ergänze sie. Sie wird Dir Motor sein auf Deinem Weg.