Altweibersommer

Spätsommer/Frühherbst - Altweibersommer. Foto: pixabay

Spätsommer/Frühherbst – Altweibersommer. Foto: pixabay

Wenn im September die Tage bereits deutlich kürzer und kälter werden, obwohl wir tagsüber immer noch die Sonne genießen; wenn im Morgendunst der aufgehenden Sonne die Spinnfäden durch die Luft segeln, dann spricht man im Volksmund vom ALTWEIBERSOMMER.

Wie es ausgerechnet zu diesem Begriff „Altweibersommer“ kam, ist nicht wirklich sicher überliefert. Man nimmt an, dass er sich von den Spinnfäden der Baldachinspinnen ableitet, die im glitzernden Licht ähnlich aussehen, wie ein langes, graues Frauenhaar.

Im Volksglauben wurden die Spinnweben der Baldachinspinnen auch für Gespinste von Elfen, Zwergen, der Nornen oder der Jungfrau Maria („Marienfäden“, „Mariengarn“, „Marienseide“, „Marienhaar“ oder „Unserer Lieben Frauen Gespinst“, „Mutter Gottes Gespinst“) gehalten. Im Volksglauben nahm man an, dass es baldige Hochzeit verheißt, wenn sich fliegende Spinnfäden im Haar eines jungen Mädchens verfangen. (Wikipedia)

Im September geht der Sommer nun langsam dahin und der Herbst beginnt bald. Die Natur gibt uns mit zahlreichen Gemüsearten, wie z.B. Bohnen, Blumenkohl, Kürbis, Tomaten, eine gutes Angebot um unserem Organismus vor dem kommenden Herbst etwas Gutes zu tun. Frisch geerntet und nur leicht gedünstet stärken die zur Zeit wachsenden Gemüse unsere Leber, Nieren und den Darm.

Sobald dann auch die ersten biologisch angebauten Weintrauben zu bekommen sind solltest Du täglich eine Hand voll davon essen. Oder presse Dir einen frischen Saft, gemischt mit Trauben und Äpfeln. Das reinigt Nieren und Blut.

Ein besonderes Rezept habe ich bei Rosina Sonnenschmidt entdeckt: Wenn die Haut  eine graue oder gelblich/schmutzige Farbe annimmt, kann man im September eine schöne Reinigung und Klärung erzielen. Dazu nehme man:

  • 1 geriebener Apfel
  • je eine Prise Muskatblüte, Paprika und Zimt
  • den Saft einer Apfelsine
  • 1 Hand voll Haferflocken

Genieße die warmen Spätsommertage des Altweibersommers und halte Dich so oft wie möglich draußen in der Natur auf!

Altweibersommer - Foto: pixabay

Altweibersommer – Foto: pixabay

Übrigens klagte vor einigen Jahren eine Frau gegen den Begriff „Altweibersommer“. Sie fühlte sich durch den Namen diskriminiert, als Frau und auch wegen ihres Alters. Das zuständige Landesgericht entschied jedoch, dass der Altweibersommer seinen Namen behalten darf, denn immerhin hat er diesen seit sehr langer Zeit.

Wir leben in einer sehr jugendorientierten Zeit, in der eine Frau ewig jung, cool und vital, aber keineswegs weise, grauhaarig und lebenserfahren aussehen darf. Die Bezeichnung „altes Weib“ hat einen negativen Beigeschmack. Das war früher anders und auch heute noch werden in vielen Kulturen, die älteren Frauen als weise Ratgeberinnen und Familienoberhäupter geehrt. Ich wage zu behaupten, dass diesen Frauen so etwas wie Wechseljahresbeschwerden fremd ist und wünsche mir sehr, dass es auch hier bei uns wieder zu einer Rückbesinnung und wertschätzenderen Haltung gegenüber den Alten und ihrer Lebenserfahrung kommt. Damit wir Frauen wieder mit stolz unsere Lebenslinien im Gesicht und unsere grauen Haare tragen.

Deine Luise

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