Bettina Fornoff, Heilpraktikerin in Bad Nauheim / Wetterau - Klassische Homöopathie, Frauengesundheit, Kinderwunschtherapie, Naturheilverfahren

Alle Artikel vonBettina Fornoff

Coenzym Q10 – mehr als ein Antioxidans

Foto: Fotolia/sepy

Q10 ist Ihnen sicher ein Begriff.

In fast jeder Werbung für Antifaltencremes wird mit Q10 geworben und so stelle ich fest, dass viele Frauen in meiner Praxis bei Q10 wirklich nur an Antiaging und schöne Haut denken.

Q10 gehört zu den vitaminähnlichen Verbindungen, genau wie L-Carnitin und die Alpha-Liponsäure. Nur in begrenzter Menge kann unser Körper diese Verbindungen selbst herstellen und teilweise werden sie über die Nahrung aufgenommen.

Mitochondrium

Das Antioxidans Q10 spielt eine sehr entscheidende Rolle bei der Energieproduktion direkt in den Mitochondrien ( so wird ein Zellorganell bezeichnet, das von einer Doppelmembran umschlossen ist und eine eigene Erbsubstanz enthält, die mitochondriale DNA).

Nur wenn ausreichend Q10 in unserem Körper vorhanden ist, können unsere Organe richtig funktionieren! Denn nur mit ausreichend Q10 sind unsere Zellen in der Lage, die notwendige Energie für alle Stoffwechselvorgänge zu produzieren. Egal ob Kohlehydrate, Proteine oder Fette verbrannt werden – es wird dazu Sauerstoff benötigt und dieser Sauerstoff wird durch das Coenzym Q10 zu den Mitochondrien (den Zellkraftwerken – hier wird Nahrungsenergie in Zellenergie umgewandelt) transportiert.

Foto: pixabay

Etwa 50% des körpereigenen Coenzyms Q10 ist in den Mitochondrien gespeichert. Dort liegt das Coenzym Q10 in drei Redoxzuständen vor: oxidiert (Ubiquinon), teilweise reduziert (Semiquinon) und vollständig reduziert (Ubiquinol). Ein Protein des SELEN (Trx-R) regeneriert Ubiquinon in Ubiquinol. Deshalb ist ein guter SELEN-Status Voraussetzung für einen gesunden Coenzym Q10 – Haushalt.

Q10 bringt den Energiefluss in den Zellen in Gang und schützt als Antioxidans die Zellmembran vor der Zerstörung durch freie Sauerstoffradikale, die bei jedem Verbrennungsprozess in den Zellen anfallen. Auch die Abwehrleistung und die Schlagkraft der Immunzellen werden durch Q10 gestärkt. Ein Q10 Mangel kann die Leistungsfähigkeit des gesamten menschlichen Organismus beeinträchtigen.

Foto: pixabay

Je älter wir werden um so mehr sinkt der Q10 Gehalt in unserem Blut und den Organen ab. Vor allem sind Bauchspeicheldrüse, Milz und Herzmuskel betroffen.

Aber wir haben auch einen erhöhten Bedarf an Q10 bei:
erhöhtem Stress
starker Muskelarbeit
hohem Alkoholkonsum
Infektionen
Herzmuskelschwäche
Herzrhythmusstörungen
Angina pectoris
Bluthochdruck
Diabetes
Krebs
Alzheimer
Parkinson
Muskelschwund
Schilddrüsenüberfunktion
Leistungssportler
Migräne – hier auch zur Prophylaxe

Die Einnahme von verschiedenen Medikamenten steigert außerdem noch den Bedarf an Coenzym Q10 erheblich. Dazu gehören z.B.,
Cholesterinsenker, Parkinsonmittel, Betablocker, Antidepressiva, Krebsmittel

Foto: Fotolia/MarleeWolters

Natürliche Q10 – Quellen finden wir vor allem in pflanzlichen Ölen, in Leber, fetten Fischarten (die leider auch sehr belastet sind mit Schwermetallen), Nüsse und Fleisch. Allerdings müsste man für die Aufnahme von nur 30 mg Coenzym Q10, täglich 1 Glas Pflanzenöl oder 1,8 kg Hühnerfleisch essen.

Da die empfohlene Menge bei 100 bis 300 mg täglich liegen, ist es also so gut wie unmöglich, den Bedarf über die Ernährung zu decken und eine Substitution unumgänglich, besonders in fortgeschrittenen Alter, bei entsprechender Risikogruppe und/oder Einnahme von oben genannten Medikamenten.

Alles Liebe, Eure Bettina Fornoff (Heilpraktikerin)

Quellen: Uwe Gröber, Wikipedia

Frauen leben länger…

…mit OPC. Dem Vitalstoff für körperliche Gesundheit, strahlende Schönheit und eine entspannte Psyche.

Ganz neu erschienen ist dieses Buch von der Sachbuchautorin Anne Simons, die ich sehr schätze.
Es zeigt das erstaunliche Spektrum des Anti-Alterungsvitamins OPC, von der körperlichen Gesundheit, über die weibliche Schönheit bis zur psychischen und sozialen Ebene. Von der effektiven und sehr tiefgreifenden Wirkung OPC profitiere ich persönlich schon seit einiger Zeit und habe mich sehr über diesen neuen Ratgeber gefreut, der doch so gut zu meinem Therapieschwerpunkt Frauengesundheit passt.

OPC ist nicht gleich OPC. Das habe ich in den vergangenen Monaten auch erst lernen müssen. Es gibt gewaltige und sehr entscheidende Qualitätsunterschiede und sehr viele Präparate am Markt enthalten zwar Traubenkernextrakt, es sind aber kaum, oder nur sehr wenig „oligomere Procyanidine“ enthalten und auf genau die kommt es an, um von der hervorragenden Heilkraft OPC zu profitieren. Mittlerweile berücksichtige ich OPC bei vielen Beschwerden rund um die Frauengesundheit und integriere es in meinen Therapieplan.
Gerne berate ich Sie hierzu.

Leseprobe „Frauen leben länger mit OPC“.

 

Zuviel von allem.

Foto: Kalim/Fotolia

Es sind nur noch ein paar Tage bis Weihnachten und der alljährliche Jahresend-Stress nimmt zu. Viele beruflichen Termine müssen noch erfüllt, das Weihnachtsfest vorbereitet, Geschenke besorgt werden. Dazu kommen die unzähligen Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmarkt-Besuche mit Glühwein, Punsch und üppigem Essen.

Wen wundert es dann noch, wenn der Magen anfängt zu streiken, man mit Übelkeit und Sodbrennen zu kämpfen hat, oder nach einer durchfeierten Nacht, der Kopf am nächsten Morgen zu platzen scheint?

Es ist einfach zuviel von Allem.

Zu viel Stress, Hektik, fettes Essen, süße Plätzchen, Alkohol. Zu wenig Erholung, Ruhe, Achtsamkeit sich selbst gegenüber.

Besonders jetzt sollten Sie sich an die Mondhütte erinnern – innehalten und ruhig werden. Zur Besinnung kommen – dafür ist die Weihnachtszeit eigentlich doch auch gedacht, oder? Die Stille genießen…..

Das sollte an den Feiertagen in Ihrer Hausapotheke nicht fehlen:

  • Nux vomica – Das Stressmittel Nr. 1 in der Homöopathie und sehr hilfreich bei gereiztem Magen durch Ärger, Stress und zu viel an Alkohol. Bei Übelkeit, Völlegefühl, Sodbrennen und ein sehr hilfreiches Arzneimittel gegen den „Kater“ am nächsten Morgen, mit Übelkeit und Kopfschmerzen.
  • Okoubaka – Das homöopathische Mittel hilft nach zu viel üppigem Essen. Wenn der Magen streikt und sich anfühlt, als hätte man einen Stein verschluckt, mit starkem Völlegefühl, Übelkeit, Durchfall.
  • Schüssler Salz Nr. 9 (Natrium phosphoricum) – gegen akutes Sodbrennen durch zu viel Säureproduktion (3-4 Tabletten lutschen). Auch Bullrich Salz und Heilerde ist oft sehr wirkungsvoll.
  • Ferrum-phosphoricum – ist als homöopathisches Mittel angezeigt, wenn sich langsam eine Erkältung entwickelt.

Um die Verdauung zu fördern, bzw. die „Verdauungssäfte“ besser fließen zu lassen ist der Verdauungsschnaps völlig fehl am Platz und unnütz. Besser Sie nehmen ausreichend Bitterstoffe zu sich und unterstützen Leber und Galle, damit beugen Sie Beschwerden vor. Hier empfehle ich z.B. CERES Taraxacum comp. (2 x tägl. 3 Tropfen) oder RINGANA Caps d-tox (mit u.a. Mariendistel, Artischocke, Kurkuma und Wasabi unterstützt es die Verdauung prima).

Auch der Verdauungsspaziergang mit ausreichend Bewegung an der frischen Luft und viel Mineralwasser wirken oft Wunder! 😉

 

Myome: unerfüllte Wünsche und nicht gelebte Kreativität

Uterus-Myome sind gutartige Tumore aus Muskelgewebe die meist in der Gebärmutter, aber auch außerhalb an der Gebärmutterwand sitzen können, oder an den Mutterbändern. Dabei ist die Größe der Myome sehr unterschiedlich, sie können bis zu 20 cm groß werden. Die von Uterus-Myomen betroffenen Frauen sind meist zwischen 35 und 50 Jahre alt. Da Myome unter Östogeneinfluß wachsen bilden sie sich nach der Menopause meist von alleine zurück.

a: subseröse Myome b: intramurale Myome c: submuköses Myom d: gestieltes submuköses Myom e: Myoma in statu nascendi f: intraligamentäres Myom.  Wikimedia Creative Commons

Je nachdem, wo ein Myom entsteht und in welche Richtung es sich ausdehnt, unterscheidet man verschiedene Myom-Typen:

  • (a) Subseröses Myom: Es sitzt an der Außenseite der Gebärmutter und wächst von der Muskelschicht der Gebärmutterwand nach außen in die „äußere“ Schicht (Serosa oder Bauchfell) hinein. Störungen der Regelblutung treten hierbei nicht auf. Manchmal sind (d) subseröse/submuköse Myome gestielt. Dieser Stil kann sich verdrehen, was Schmerzen und Komplikationen nach sich ziehen kann.
  • (b) Intramurales Myom: Das Myom wächst hier nur innerhalb der Muskelschicht der Gebärmutter. Dieser Myom-Typ kommt am häufigsten vor.
  • Transmurales Myom: Hier entwickelt sich das Myom aus allen Schichten der Gebärmutter.
  • (c) Submuköses Myom: Dieser eher seltene und oft kleine Myom-Typ wächst von der Muskelschicht der Gebärmutter in die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) hinein. Dadurch kommt es in der Regel zu Blutungsstörungen.
  • (f) Intraligamentäres Myom: Dieser Myom-Typ entwickelt sich neben der Gebärmutter.
  • (e )Zervixmyom: Dieser relative seltene Myom-Typ entsteht in der Muskelschicht des Gebärmutterhalses (Zervix).

Vielleicht lautet Ihre Diagnose auch auf „Uterus myomatosus

Damit ist gemeint, dass sich gleichzeitig mehrere Myome gebildet haben. Meist ist die Gebärmutter dann auch stark vergrößert und es kann zu Beschwerden kommen.

Bei ca. 25% aller von Myomen betroffenen Frauen, kommt es zu keinerlei Beschwerden – das Myom wird dann als Zufallsbefund bei einer Routine-Untersuchung festgestellt.

Bei den übrigen Frauen kann es zu unterschiedlichen Beschwerden kommen, wie z.B. sehr starke Monatsblutungen (Hypermenorrhoe) oder Zwischenblutungen. Auch kommt es dann bei der Periode oft zu starken krampfhaften Schmerzen. Weniger oft kann es dazu kommen, dass das Myom auf die Blase oder den Enddarm drückt und dadurch Beschwerden verursacht. Eventuell sind auch Beschwerden bei Geschlechtsverkehr möglich.

Myome sind, wie schon beschrieben, GUTARTIGE Tumore, die Gefahr einer bösartigen Entartung ist äußerst selten und liegt UNTER 1%.

Östrogen-Einfluss lässt die Myome wachsen, was durch unsere momentane Umweltbelastung durch Fremdöstrogene ein Problem darstellt. In meinem Buch „Hormone in Balance“ habe ich ausführlich darüber geschrieben und in vielen Vorträgen und Seminaren darüber berichtet. Deshalb ist auch bei Myomen eine Östrogendominanz unbedingt zu behandeln.

In meiner Praxis sind deshalb, neben der

wichtige Bestandteile der Behandlung von Uterus-Myomen. Meist kann mit diesen Therapien und der Beachtung der psychosomatischen Hintergründe eine Operation vermieden werden, Beschwerden verschwinden und die Myome bilden sich von alleine zurück. Eine Hysterektomie (Entfernung der Gebärmutter) sollte nur in sehr seltenen Ausnahmefällen in Anbetracht gezogen werden und wird, meiner Meinung nach, auch heute noch zu oft und unbedacht durchgeführt.

Myome treten sehr oft um das 40. Lebensjahr auf, in dem Moment, in dem man sich als Frau bewusst macht, dass bald die Zeit um Kinder zu bekommen, vorbei sein wird. Der Körper weiß, dass das oft die letzte Chance ist um noch Mutter zu werden. Falls es eventuell Schuldgefühle gibt, wegen der Anzahl der tatsächlichen oder möglichen Kinder, so können sich diese Schuldgefühle, aber auch der starke Wunsch nach einem Kind, in Form eines Myoms manifestieren. Symbolisch kann das Myom aber auch genau jenes Projekt (beispielsweise eine Firma) darstellen – „mein Baby“ – für dessen Erschaffung/Zeugung eine Menge Zeit verwendet wurde und das sich in letzter Minute dann doch nicht realisieren ließ – aus welchem Grund auch immer.

Nach der amerikanischen Gynäkologin Dr. Christiane Northrup ist die Gebärmutter das Zentrum der mit dem Selbst verbundenen Kreativität. Bei Störungen des Energieflusses fand sie als Ursache. Übermäßige Bindung an die Gefühle anderer und fehlende Ausschöpfung des kreativen Potenzials. Die körperliche Manifestation ist das Myom.

Machen sie sich die eigenen Fruchtbarkeits- und Wachstumswünsche bewusst und „gebären“ sie ihre „geistigen Kinder“, in dem sie ihr kreatives Potenzial voll ausschöpfen und leben.

Ihre, Bettina Fornoff