Bettina Fornoff, Heilpraktikerin in Bad Nauheim / Wetterau - Klassische Homöopathie, Frauengesundheit, Kinderwunschtherapie, Naturheilverfahren

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Es stimmt etwas nicht – Teil 2: Naturheilkundliche Behandlung

Welche begünstigenden Faktoren für Zellveränderungen am Muttermund könnten bei Dir Auslöser für den PAP 2 Befund gewesen sein? Erinnerst Du Dich, was ich in Teil 1 dazu beschrieben hatte?

Auf die naturheilkundliche Behandlung und Stärkung des Immunsystems möchte ich in meinem heutigen Beitrag ausführlicher eingehen. Stelle Dir vor wie die erkrankten, kaum noch vitalen Zellen, an Deinem Muttermund mit viel zu wenig Sauerstoff versorgt werden. Dein Immunsystem ist geschwächt und schafft es nicht, die veränderten Zellen zu eliminieren.

Naturmedizin und Homöopathie mit Globuli und pflanzlichen Wirkstoffen

Naturmedizin und Homöopathie mit Globuli und pflanzlichen Wirkstoffen

Es macht hier richtig viel Sinn, mit einer homöopathischen Behandlung zu beginnen. In der Homöopathie wird ganzheitlich therapiert: körperliche, geistige und seelische Symptome werden berücksichtigt, um Dein System auszubalancieren, Dein Immunsystem und Deine Selbstheilungskraft zu stärken. Zusätzlich finden wir in der Phytotherapie einige sehr effektive Maßnahmen, um die Zellen und das komplette Gewebe rund um Muttermund, Gebärmutterhals, sowie Dein Scheidenmilieu gesund und abwehrstark zu halten.

Scheidenzäpfchen - Mondhütte

Niauli-Zäpfchen: in 2 gr. Gießformen kommen 20 gr. Hartfett und 0,4 gr. ätherisches Niauli-Öl

Zur lokalen Behandlung gibt es z.B. regenerierende Scheidenzäpfchen mit Niauli (antiseptisch), Vitamin D, Rose, Frauenmantel oder Kolloidalem Silber. Diese Zäpfchen wirken nicht nur regenerierend, sondern auch entzündungswidrig, antiviral und stärkend. Man kann diese Zäpfchen in der Apotheke bestellen oder herstellen lassen, aber auch relativ einfach selbst gießen.

Zur Unterstützung von innen bieten sich heilende Kräutertee-Mischungen an. Eine Mischung gegen Zellveränderungen am Muttermund/Dysplasien kann man sich in der Apotheke Mondhütte - Schafgarbe - Teemischungmischen lassen:

30 g Frauenmantelkraut
20 g. Hohlzahnkraut
20 g Klettenlabkraut
15 g Engelwurzwurzel
15 g Ringelblumenblüten

Die Gynäkologin Heide Fischer beschreibt in Ihrem „Frauenheilbuch“ eine weitere Kräutertee-Mischung speziell gegen Dysplasien:

25 g Frauenmantelkraut
15 g Taubnesselblüten
15 g Schöllkraut
30 g Ackerschachtelhalm
25 g Schafgarbenkraut

Egal für welche Mischung man sich entscheidet, man sollte 6 Wochen lang 3 mal täglich 1 Tasse davon trinken. Zum Aufbrühen des Tees, bitte 1 Teelöffel pro Tasse nehmen. Beide Teemischungen kann man sich in der Apotheke mischen lassen.

Mammutbaum

Auch die Gemmotherapie wirkt mit ihren Knospenextrakten wie eine pflanzliche Frischzellentherapie auf unser Immunsystem. So wirkt z.B. das Gemmoextrakt aus dem Mammutbaum ausgleichend bei Stress und Überlastung, sowie leicht tonisierend auf die Unterleibsorgane. Aber auch die Himbeere, Preiselbeere, Eiche oder Johannisbeere, könnten passende Gemmotherapeutika für Dich sein.

Bespreche die naturheilkundliche Behandlung mit Deiner Frauenärztin oder Deiner Heilpraktikerin. Sie können Dich beraten und wissen, welche Maßnahmen für Dich am passendsten sind.

Vielleicht hast Du inzwischen erkannt, dass der Stress in den letzten Monaten einfach zu viel war? Manchmal lassen sich nur schwer äußere Gegebenheiten verändern, z.B. der Stress im Job. Dann kann man aber versuchen, durch ausreichende Pausen, Bewegung und Aufenthalt in der Natur und mithilfe der monatlichen Mondhüttenzeit einen gesunden Ausgleich zu schaffen. Wir geben Dir hier immer wieder Anregungen dafür und erinnern Dich! 😉

Vielleicht aber solltest Du auch Deine Verhütungsmethoden überdenken und Wege ohne Hormone und Spirale finden? Dazu wird es hier auch demnächst Erfahrungsberichte geben.

Hast Du wechselnde Sexualpartner, oder lässt das Hygienedenken Deines Partners zu wünschen übrig? Verwende Kondome beim Sex, um Dich zu schützen und spreche Deinen Partner auf Hygienemaßnahmen an. Es geht hier immerhin um Deine Gesundheit.

In den nächsten Blogbeiträgen berichte ich über gesunde Ernährung bei Dysplasien und was man sonst noch tun kann, z.B. Sitzbäder, aber auch sexuell aktiv zu bleiben… 😉

Mehr zum Thema:
Es stimmt etwas nicht – Teil 1: PAP-Abstrich
Es stimmt etwas nicht – Teil 3: Ernährung zur Immunstärkung
Es stimmt etwas nicht – Teil 4: Wonach sehnt sich Dein Körper?

 

Es stimmt etwas nicht – Teil 1: PAP-Abstrich

Vor einiger Zeit hatte ich schon zum Thema PAP-Abstrich und Zellveränderungen am Gebärmutterhals geschrieben und möchte dieses Thema wieder aufgreifen, da es nach wie vor aktuell und so wichtig ist.

In Teil 1 geht es darum, was ein PAP-Abstrich überhaupt ist und in den Folgebeiträgen erfährst Du, welche naturheilkundlichen Behandlungen es gibt und wie Du Dein Immunsystem stärkst, damit es gar nicht erst zu einem schlechten Befund kommt.

Foto: Unsplash

Eigentlich fühlst Du Dich wohl. Vielleicht war es in letzter Zeit etwas zu viel Stress. Du hattest nicht wirklich genügend Auszeit für Dich. Vielleicht warst Du auch öfter erkältet, hast gemerkt, dass Dein Immunsystem nicht so ganz auf der Höhe ist.

Nun steht der regelmäßige Krebsvorsorgetermin bei Deiner Gynäkologin an. Wie bei jeder Vorsorgeuntersuchung macht sie mit einem langen Wattestäbchen oder einem Bürstchen einen Abstrich von dem zarten Gewebe rund um Deinen Muttermund. Im Labor werden die abgestrichenen Zellen auf Veränderungen untersucht. Etwaige Zellveränderungen am Muttermund – sie werden auch Dysplasien genannt – sind nicht zu spüren und machen keine Beschwerden, deshalb sind routinemäßige Krebsvorsogeuntersuchungen auch so wichtig.

Nach einigen Tagen bekommst Du, das ist neu für Dich, einen Anruf aus der Frauenarztpraxis. Man teilt Dir mit, dass „etwas nicht stimmt“, der PAP-Wert des Abstriches ist auffällig. Man vereinbart einen Besprechungstermin mit Dir, bei dem Du erfährst, dass Dein PAP-Wert bei 2 liegt. Es liegen also leichte Veränderungen vor, die man in ca. 6 Monaten wieder kontrollieren sollte. Diese Zeit, bis zur Nachkontrolle, ist meiner Meinung nach sehr wichtig, um sich zum einen bewusst zu machen, WARUM sich diese veränderten Zellen gebildet haben. Zum anderen kannst Du diese Zeit nutzen, um Dein Immunsystem durch eine naturheilkundliche, ganzheitliche Behandlung  zu stärken. Leider wird von den meisten Schulmedizinern nicht auf diese Möglichkeiten hingewiesen, was ich sehr bedauerlich finde, da wertvolle Zeit ungenutzt vergeht.

Aber WAS ist denn hier genau los? Wie kommt es zu diesen Zellveränderungen? Es gibt mehrere begünstigende Faktoren, u.a.

  • wiederkehrende oder auch chronische Infektionen durch Viren, Bakterien oder Pilze. Hierzu gehört auch der Papillomavirus (HPV).
  • durch Hormoneinnahmen wie durch die Pille
  • durch die Spirale, denn der in die Vagina hängende Faden kann das zarte Gewebe reizen
  • andauernder Stress schwächt das Immunsystem und kann Dysplasien fördern
  • mangelnde Hygiene des Mannes¹ kann ein Auslöser sein. So weiß man übrigens, dass Gebärmutterhalskrebs bei Nonnen, sowie bei Frauen beschnittener Männer, auffallend seltener vorkommt.

Auch psychische Faktoren können Dysplasien begünstigen und sollten unbedingt Beachtung finden. Die Erkrankung am Gebärmutterhals spielt sich an unserer intimsten Stelle, der Grenze zwischen unserem INNEREN und dem AUSSEN ab. Wir sollten uns fragen, wie wir mit der Wahrung unserer persönlichen Grenzen umgehen. Nicht nur, wenn es um Sexualität geht, sondern in allen Bereichen, z.B. im Umgang mit Verpflichtungen und Freiräumen, mit Geben und Nehmen.

Auf die psychosomatischen Hintergründe bei Dysplasien und die Möglichkeiten der Naturheilkunde werde ich in kommenden Beiträgen noch ausführlich eingehen.

PAP

¹ Spermien und Spermienzerfallsprodukte usw. lagern sich unter der Vorhaut an und wirken sich negativ auf das empfindliche Gewebe am Muttermund/Gebärmutterhals aus. Leider gibt es immer noch sehr viele Männer, die trotz regelmäßiger Dusche, ihren Intimbereich beim Einseifen vergessen. Kondome können uns Frauen schützen und sollten bei einem auffälligen PAP-Wert, vorsorglich zum Einsatz kommen.

Mehr zum Thema:
Es stimmt etwas nicht – Teil 2: Naturheilkundliche Behandlung
Es stimmt etwas nicht – Teil 3: Ernährung zur Immunstärkung
Es stimmt etwas nicht – Teil 4: Wonach sehnt sich Dein Körper?

 

 

 

 

Was denn – sind das etwa schon die Wechseljahre?

Foto: absolutimages/fotolia

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Vielleicht sind Sie gerade einmal Anfang vierzig und leiden regelmäßig unter Beschwerden lange bevor die Periode einsetzt. Extreme Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Schmerzen und Empfindlichkeit in den Brüsten, Wassereinlagerungen, Schlafstörungen durch Ruhelosigkeit, aber auch ein ständiges Gefühl der Überforderung und wiederkehrend Infekte vor der Periode u.v.m., wird von Frauen beschrieben, wenn sie schließlich vom Arzt gesagt bekommen: „das sind die beginnenden Wechseljahre“.

Für viele Frauen ist das ein Schock, denn mit diesem Thema hatten sie sich noch überhaupt nicht auseinandergesetzt, bei manchen ist die Familienplanung auch noch nicht wirklich abgeschlossen. Was bedeutet es überhaupt „in den Wechseljahren“ zu sein, und gibt es nicht eventuell auch andere Ursachen für diese Beschwerden?

Unter „Wechseljahre“ bezeichnet man die Zeit der hormonellen Umstellung, BEVOR die Menopause einsetzt (Menopause = es gibt keine Menstruation mehr). Dieser Zeitraum gestaltet sich sehr individuell und ist also bei jeder Frau anders. Die Mehrzahl der Frauen bemerkt überhaupt keine Veränderungen, fühlt sich vital und leistungsfähig. Doch es gibt auch Frauen, die sich über viele Jahre mit den unterschiedlichsten Beschwerden plagen.

In meinem Buch „Hormone in Balance“ beschreibe ich die Zeit der Wechseljahre ausführlich und es gibt nicht nur viele Infos, sondern auch zahlreiche Tipps aus der Naturheilkunde. Ein Leitfaden für Frauen, als liebevoller Begleiter durch das weibliche Leben.

Foto: Hetizia / Fotolia

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Immer wieder prüfe ich in meiner Praxis, nach ausführlichen Anamnesegesprächen, ob bei jüngeren Frauen wirklich schon die einsetzenden Wechseljahre für die Beschwerden verantwortlich sind. Denn Umweltbelastungen mit Fremdöstrogenen können zum gleichen Beschwerdebild führen. Entgiftungs- und Ausleitungskuren oder eine Heilfastenwoche können hier schon kleine Wunder bewirken – ergänzend zu einer gesunden Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralien.

Wer sich ausführlicher mit diesem Thema auseinandersetzen möchte, bekommt in meinen Seminaren Gelegenheit dazu. Begleiten Sie mich in die erholsame Natur des Odenwaldes. Weitab von Stress, Hektik und Alltag und erfahren Sie wieder, auf die Signale Ihres Körpers zu hören.