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Höre auf Dein Herz

Ja, es ist still geworden. Auf der ganzen Welt. Wir haben den 26.3.2020. Der Coronavirus COVID-19 versetzt uns alle in einen Ausnahmezustand, in Angst und Panik, Schockstarre. Angst und Panik können unser Immunsystem schwächen, lassen uns wie aufgescheuchte Hühner umherrennen und zu Hamsterkäufen verleiten.

Zur Zeit arbeiten sehr viele Menschen im Homeoffice, das Haus soll nur für Einkäufe, den Weg zur Arbeit oder zum Arzt verlassen werden. Mehr als 2 Leute dürfen sich nicht außerhalb der eigenen Räume treffen. Das bringt uns gefühlt aus hektischem Sprint runter auf Null und es ist für viele nicht einfach damit umzugehen. Mir kommt es momentan vor, als wäre die ganze stressige Welt in einem Burnout und dazu verurteilt still zu halten – ja, man könnte es auch so sehen, dass wir kollektiv momentan in die Mondhütte eingezogen sind.

Zumindest sehr viele von uns… die wunderbaren Menschen, die in den Krankenhäusern rund um die Uhr im Dienst sind, oder auch in den Supermärkten arbeiten, Polizisten, Feuerwehrleute, Hilfskräfte u.v.m. arbeiten momentan fast rund um die Uhr, um für uns da zu sein.

Vergesst nicht, es ist FRÜHLING, die Sonne scheint, der Himmel ist klar und blau und wir dürfen glücklicherweise noch spazierengehen. Für mich ein großes Geschenk in dieser Zeit und ich nutze die Gelegenheit, so oft es geht im Wald zu sein. Elma hat es schon in ihrem letzten Beitrag so schön beschrieben: die Natur ist nicht an Coronaviren interessiert – sie atmet momentan auf….

Waldveilchen

Wenn Ihr es möglich machen könnt, dann versucht momentan raus an die frische Luft zu gehen – solange wir das noch dürfen. Natürlich unter den vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen, mit genügend Abstand und nur alleine oder zu zweit. Die Sonne und die Luft tuen uns so gut und die Bewegung stärkt das Immunsystem. Aber auch unser Kopf wird frei, wir vergessen für einen Moment alle Nachrichten, alle Schlagzeilen, alle uns so verwirrenden Meldungen. Wir können uns wieder erden und spüren – erinnern uns an Wesentliches. Genau das ist jetzt wichtig! Wenn möglich beginnt täglich zu meditieren, das kann ganz kurz sein, geht in die Natur, in den Garten, auf den Balkon und kommt auch innerlich zur Ruhe.

Kommt bei Euch an, spürt in Euren Körper und in Euer Herz. Das ist es was wir in diesen Zeiten brauchen und nicht ständig neue Videos mit Verschwörungstheorien und Horrormeldungen, die in uns Angst und Panik schüren.

Hört auf Euer Herz und bleibt gesund – alles wird gut! Eure Luise

Was kommt danach?

Geheilt, aber nicht gesund.
Was kommt nach den vielen Arztbesuchen und Gesprächen, nach der Klinik, (Chemo)Therapie, Bestrahlung, Reha?

Foto: Unsplash/Allie Smith

Allzu oft werden Krebspatienten nach Abschluss der Behandlung mit den möglichen Nebenwirkungen bzw. Folgen der konventionellen Behandlung sich selbst überlassen. Doch gerade nach dem Kampf gegen Krebs ist es so wichtig weiterhin unterstützt zu werden.

Die Krebsdiagnose ist für jeden Patienten ein großer Schock und die schulmedizinische Behandlung der Onkologen wird gestartet, als hätte der Blitz eingeschlagen. Meist bleibt keine Zeit um erst einmal „tief Luft zu holen“ und sich mit der Erkrankung, eventuellen Ursachen oder auch sinnvollen Begleittherapien zu beschäftigen. Selten werden die Patienten darauf aufmerksam gemacht, dass ein Zusammenhang zwischen ihrer Lebensführung und der Krebserkrankung bestehen könnte und man beispielsweise mit Ernährungsumstellung, mehr Bewegung und regelmäßigen Entspannungspraktiken den Heilungsverlauf sinnvoll unterstützen kann.

Was nun?

Foto:Pixabay Mystic Art Design

Sie haben gerade Ihre Krebsbehandlung beendet und man hat Ihnen gesagt, Sie seien krebsfrei. Die vergangenen Monate oder in manchen Fällen sogar Jahre waren geprägt von Operationen, auszehrenden Chemotherapien und Bestrahlungen. Können Sie nun wirklich in Ihr altes Leben zurückkehren, so als wäre nichts passiert? Nach der anfänglichen Freude und Erleichterung folgt oft Unsicherheit, Angst vor Rezidiven und das Gefühl nichts mehr unter Kontrolle zu haben. Die Onkologie hat alles in Ihrer Macht stehende für Sie getan und Sie haben hart gekämpft. Nun sollen Sie sich alleine zurechtfinden?

Stress und Sorgen um die künftige Gesundheit können lähmend wirken, dabei wäre es jetzt doch so wichtig das Leben in vollen Zügen zu genießen. Vielleicht hatten Sie das Glück in einer guten Reha-Klinik viele Anregungen und Ideen für Ihre Gesundheit zu bekommen. Es gibt aber auch jetzt noch viele Möglichkeiten sich unterstützenden Rat bei kompetenten Therapeuten und Selbsthilfegruppen zu holen.

Bettina Fornoff – www.naturheilpraxis-fornoff.de

In der Krebsnachsorge sollten Körper, Geist und Seele gleichermaßen Nahrung bekommen. 
Mit viel Zeit, einer vertrauensvollen Atmosphäre und individuellen Therapien begleite ich meine Patientinnen/Patienten um wieder in ihre alte Kraft zurückzufinden. (BETTINA FORNOFF)

 

 

 

Foto: Pixabay

Buchempfehlungen:
Mein wundersamer Weg ins Heilsein | Dr. Gabriele Götz-Keil
After Cancer Care | Dwight L. McKee, Pallav K. Mehta, Gerald M. Lemole

 

 

Mondhüttenplatz: Wald

Mein liebster Mondhüttenplatz ist der Wald.

Anstrengende Arbeitswochen liegen hinter mir und der graue Winter, ohne Sonnenstrahlen, hatte eine zermürbende, ermüdende Wirkung. Doch seit einigen Tagen ist sie wieder da, die Sonne! Es ist zwar knackig kalt, aber solange die Sonne scheint ist – zumindest für mich – die Welt in Ordnung – und ganz besonders wenn ich im Wald unterwegs bin. 😉

Der Wald hat eine ganz besondere Stimmung, wenn die Sonnenstrahlen durch die Bäume fallen

und besonders jetzt gegen Ende des Winters, spürt man förmlich wie überall das Leben wieder aus seiner Starre erwacht. Im Wald kann ich mich zu jeder Jahreszeit entspannen, tief durchatmen. Alle Anstrengung, egal ob körperlich, geistig oder emotional, scheint von mir abzufallen. Ich spüre das Leben, als etwas Ruhiges, Beständiges, Kraftvolles. Es ist wie heimkommen.

Über die heilende Kraft des Waldes wurde in den letzten Jahren viel geforscht

und was viele Menschen schon immer spüren, konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden: Bäume kommunizieren miteinander, unterstützen und schützen sich gegenseitig und sie geben bestimmte Stoffe „Terpene“ ab, die das Immunsystem von uns Menschen positiv stimmen.

(Mensch & Wald e.V.) Zahlreiche internationale wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass die belebende und zugleich beruhigende Waldatmosphäre und die in der Luft enthaltenen Terpene und andere ätherische  Substanzen, einen messbaren positiven Einfluss auf unsere Körperfunktionen und auf unseren Geist haben.

Besonders heilsam scheinen ausgedehnte Wald-Aufenthalte auf unsere sogenannten Zivilisationskrankheiten zu wirken.
Speziell für folgende Krankheiten zeigen die biomedizinischen Forschungsergebnisse  erstaunliche Möglichkeiten:

  • Krebs

  • Stoffwechselerkrankungen

  • Herz-Kreislauferkrankungen/ Bluthochdruck

  • Depression

  • burn out

  • Atemwegserkrankungen

Das alleine ist aber nicht das, was den Wald für mich so besonders und sogar zum Mondhüttenplatz macht. Dadurch, dass ich mich dort so sicher, ruhig, wohl und angenommen fühle, spüre ich, wie sich viele Verhältnismäßigkeiten in meinem Kopf wieder zurechtrücken. Ich bin mir wieder sicher, was wirklich wichtig ist und was nur zu Randerscheinungen des Lebens zählt. Meine Kreativität fängt wieder sehr lebendig an zu sprudeln und oft komme ich von einem Waldspaziergang zurück und habe eine neue Idee, die ich nur zu gerne in der Praxis umsetze.

Für mich ein untrügliches Zeichen, dass ich „runtergekommen“ bin und aus dem alltäglichen Stresskarussell, wenigstens für eine Zeitlang, den Ausstieg geschafft habe.

Probiere es doch auch einmal aus. Wald haben wir in Deutschland glücklicherweise fast überall und völlig gratis. 😉

Deine Luise

Loslassen für den Neubeginn

Das neue Jahr ist noch ganz frisch und erfüllt von guten Wünschen und freudigen Erwartungen. Ich verabschiede mich von 2017 voller Dankbarkeit für alle schönen Begegnungen und Ereignisse – ich lasse das alte Jahr los, mache mich leer und weit für alles Neue.

Öfter mal abzuschalten und loszulassen, das steht sicher nicht nur bei mir ganz oben auf der  Wunschliste, denn wir sind doch alle viel zu sehr getrieben im Alltag und sehnen uns nach Ruhe und inneren Frieden. Deshalb nutze ich den Jahresbeginn um über LOSLASSEN zu schreiben und mit meinem Beitrag gleichzeitig an der Blogparade von Silke Steigerwald teilzunehmen.

Foto: nadyatess/fotolia

Elma und ich schreiben seit vielen Jahren hier in der Mondhütte zu

  • Achtsamkeit,
  • Auszeit,
  • Frauengesundheit,
  • Loslassen,
  • Wohlfühlen,
  • Naturheilkunde u.v.m.

und werden immer wieder gefragt, was der Begriff „Mondhütte“ denn eigentlich bedeutet. Wir verstehen darunter Dir und Euch einen Ort anzubieten, der immer wieder an das regelmäßige LOSLASSEN erinnert: regelmäßig einmal im Monat alles loszulassen und wieder ganz bei Dir selbst anzukommen. Die Mondhütte also als Synonym für den Ort, den wir alle in uns tragen, ganz tief in uns, dort wo wir bei uns selbst ankommen, ruhig werden und uns wohlfühlen.

Nur wer regelmäßig loslässt und zur Ruhe kommt, kann gesund, kreativ und leistungsfähig sein.

Loslassen – achtsam sein. Foto: robert/fotolia

Das ist besonders für uns Frauen wichtig. Unser Körper erinnert uns monatlich mit unserer Menstruation daran: „Loslassen – Reinigung – Erneuerung“ – nur, vergessen wir so oft auf unseren Körper zu hören. Manchmal zwingen uns dann erst eine schlimme Migräne, oder Schmerzen dazu, mehrere Gänge zurückzuschalten, den Stress loszulassen und uns eine Auszeit zu gönnen. Unser Körper ist sehr weise und sagt uns eigentlich immer ganz genau was Sache ist.

Ohne Loslassen kann Neubeginn nicht gelingen.

Eigentlich ist es das einfachste von der Welt und doch tun wir uns so schwer mit dem Loslassen. Kennst Du das von Dir auch? Wir suchen einen Ausgleich zum Alltag indem wir z.B. Joggen gehen, zum Sport, Yoga, oder einem Hobby nachgehen. Das ist ohne Frage wichtig, bringt vielleicht auch den Kopf frei, hat aber eigentlich nichts mit LOSLASSEN zu tun.

Unter Loslassen verstehe ich das absolute NICHTS tun, ohne Druck, Ehrgeiz, Anstrengung – einfach nur ich selbst sein und meine Seele baumeln lassen.

Nur so kann sich Körper und Geist komplett regenerieren und Du kannst neue Kraft schöpfen. Gönne Dir diese regelmäßige Kraftquelle im kommenden, noch neuen Jahr. Suche für Dich den besten „Mondhüttenplatz“ – dort wo es Dir leicht fällt Anspannung loszulassen und Dich innerlich zu weiten um wieder strahlen zu können. Mir fällt das immer am leichtesten in der Natur und dazu genügt oft schon nur ein Blick, von meinem Sofa aus, in den Garten.

Alles Liebe, Deine Luise