Adventszeit macht die Herzen weit.

Nun ist sie da, die Adventszeit und wie wunderbar, als ich heute früh aus dem Fenster schaute, wurde ich mit dem ersten Schnee in diesem Jahr überrascht. Wie passend und stimmungsvoll, die in weiße Watte gepackte, ruhige Winterlandschaft und hier und da, die glitzernde Weihnachtsbeleuchtung in den Vorgärten.

Die Adventszeit bringt nicht nur staunende Kinderaugen. Sie macht auch unsere Erwachsenen-Herzen weit, wenn wir uns an den vielen Lichtern erfreuen und das Beisammensein und Näherrücken bei Tee und Plätzchen geniessen. Advent und Weihnachten, das hat ganz viel mit Familie, Freundschaft, Liebe, Wärme und Geborgenheit zu tun.

Advent und Weihnachten, das hat ganz viel mit Familie, Freundschaft, Liebe, Wärme und Geborgenheit zu tun. Foto: drubig-photo/fotolia

Wenn wir gestresst sind, ungesund leben, unglücklich und hektisch und ohne Entspannungsphasen durch den Alltag jagen, vielleicht auch große Sorgen oder seelischen Schmerz empfinden, dann kommt es vor, dass unser Herz und unsere Herzkranzgefäße immer enger werden. Wir empfinden dann eventuell ein großes Gewicht auf der Brust. Bleibt dieser Zustand über einen längeren Zeitraum bestehen, so wird irgendwann auch die Herzleistung nachlassen, da sie dieser Belastung nicht mehr gewachsen ist.

Die Heilpflanze Weißdorn (Crataegus) lässt unsere Gefühle wieder fließen und bringt neue Lebensimpulse. Crataegus bringt uns neues Vertrauen und hilft beim Auflösen von Stauungen. Seelisch bedingte Beklemmungs- und Druckgefühle in der Herzgegend lösen sich auf und das Herz wird gestärkt.

Weißdorn gehört zu den Rosengewächsen. Im Frühling sieht man ihn in voller Blüte. Foto: Fotolia/Schuppich

Bei nachlassender Herzleistung im Alter ist Crataegus ein bewährtes Langzeittherapeutikum. Aber Crataegus wird oft auch verordnet bei:

  • kreislaufbedingten Müdigkeitsanfällen/Erschöpfungszuständen
  • Extrasystolen
  • Bluthochdruck
  • Druck- und Beklemmungsgefühl in der Herzgegend
  • Asthma

Crataegus wird oft in Tropfenform verschrieben (z.B. von CERES), oder als Tabletten. Aber auch in Teemischungen (aus Blättern, Blüten und Beeren) und vielen Kombinationspräparaten kommt Weißdorn zum Einsatz.

Die Kräuterfrau Eva Aschenbrenner empfiehlt ab einem Alter von 45 Jahren, jeden Morgen Weißdorntropfen, „dann öffnen sich den ganzen Tag, die Herzkranzgefäße“…

Alle Herzprobleme musst Du selbstverständlich sofort ärztlich abklären lassen!

Alles Liebe, Deine Luise

Auch ungesund: Zuviel Schlaf.

Am Wochenende lange ausschlafen – das bringt gar nichts. Foto: pixabay.

Zu viel Schlaf? Wie bitte? Die meisten von uns schlafen doch viel zu wenig, dachte ich. Jeder zweite von uns sehnt sich doch nach einem Wochenende, um endlich mal wieder auszuschlafen. Oder?! Also mir geht es so – ich oute mich gerne. Das größte Geschenk für mich: Bis mittags zu schlafen. Doch ich musste auch lernen: Mehr als 9 Stunden Schlaf sind langfristig ungesund. Oder sagen wir mal so: Mehr als 9 Stunden Schlaf machen müde.

Unter der Woche steht der Schlaf ganz hinten auf der Liste der Lieblingsbeschäftigungen. Schlafen? Was für eine Zeitverschwendung. Oder?! Unsere Gesellschaft ist doch ständig auf der Überholspur und permanent übermüdet. Wer aber glaubt, sich das Schlafen bis zum Wochenende aufzuheben, der macht einen Fehler. Regelmäßier Schlaf sorgt für ein gesundes Funktionieren unseres Körpers, denn im Schlaf laufen wichtige  Prozesse und Regeneration im Köroer ab. Entspann` Dich also. Eine Studie hat untersucht, ob zuviel Schlaf krank macht: Von Teilnehmern der Studie, die 7 bis 9 Stunden regelmäßg schliefen, zeigten 29% eine Veranlagung zu Depressionen; vonTeilnehmern die dauerhaft 9 oder mehr Stunden schliefen, zeigten 49% Symptome.

Wir sollten also nicht  das Schlafen bis zum Wochenende aufschieben, sondern gleichmäßig ausreichend schlafen. Dazu gehören Einschlafrituale, eine zum Abend hin ruhiger werdende Lebensweise, ausreichend Bewegung und Sport und eine geeignete Ernährung, vor allem am Abend. Die „richtige“ Menge Schlaf ist übrigens altersabhängig – aber auch immer sehr individuell. Im Schnitt brauchen

  • Neugeborene (0-3 Monate) 14-17 Stunden.
  • Säuglinge (4-11 Monate) 12-15 Stunden.
  • Kleinkinder (1-2 Jahre) 11-14 Stunden.
  • Vorschulkinder (3-5 Jahre) 10-13 Stunden.
  • Ersten Schuljahre (6-13 Jahre) 9-11 Stunden.
  • Jugendliche (14-17 Jahre) 8-10 Stunden.
  • Junge Erwachsene (18-25 Jahre) 7-9 Stunden.
  • Erwachsene (26-64 Jahre) 7-9 Stunden.
  • Senioren (ab 65 Jahre) 7-8 Stunden.

„Slow down your life“ – das ist der Schlüssel zu einem mehr und mehr stimmigen Rhythmus, der uns eine ständige Müdigkeit ersparen kann.  Ein Schlüssel gegen die ständige Rastlosigkeit. Steig doch aus, bleib einfach mal zuhause. Gerade jetzt, in einer Zeit, in der die Tage so kurz und die Abende lang sind. Lesen, handarbeiten, handwerken. Dazu Kerzenlicht, eine Tasse Tee – das ist Mondhüttenzeit.

Und wer noch mehr „wagen“ möchte: Geh doch auch den Alltag etwas langsamer an und plane feste Zeiten für Sport und Bewegung an der frischen Luft ein. Das macht leistungsfähig. Und glücklich. Um abends besser runter zu kommen, dafür hat Luise uns letzte Woche schon wertvolle Tipps gegeben. Gedichte zu lesen vor dem Einschlafen, das möchte ich Dir heute empfehlen. Haikus beispielsweise sind kurze Dreizeiler in einer ganz alten japanischen Tradition. Diese sind so vielschichtig, so berührend, dass sie Dich beruhigen und in den Schlaf tragen können. Das kann ein abendliches Ritual werden. Ein Haiku lesen und mit dem Gefühl zu diesem Gedicht langsam tiefer und tiefer sinken, alles andere vergessen und ruhiger werden. Du löschst das Licht und freust Dich auf einen erholsamen Schlaf, der leicht und selbstverständlich kommt.

Schlaf also gut – und nicht zu lange.

Deine Elma

 

Schlaflosigkeit? Es gibt viele Gründe.

Schlaf war für mich persönlich schon immer wichtig, um Energie zu tanken, um mich vital zu fühlen und den beruflichen Anforderungen gewachsen zu sein. Ohne ausreichenden Schlaf bin ich unkonzentriert und nicht gerade gut gelaunt. Glücklicherweise gehören für mich Schlafprobleme der Vergangenheit an.

Für sehr viele Menschen sind Einschlafstörungen und Schlaflosigkeit allerdings ein großes Problem, Elma berichtete vergangene Woche darüber.

Was verursacht Schlaflosigkeit? Es kann viele Gründe geben.

Foto: Yvonne Wierink/Fotolia

Leider kann es bei vielen Frauen während der Wechseljahre zu Schlafstörungen kommen. Die Ursachen hierfür können sehr unterschiedlich sein. Die Ruhelosigkeit der Beine, aber auch eine innere Unruhe, die sich mit nichts erklären lässt, ist nur eine Möglichkeit. Dann fühlst Du Dich vielleicht auch tagsüber entweder erschöpft oder wie „getrieben“.

Lasse abklären, wie es eventuell um Deinen Blutdruck steht. Oft schießt er in die Höhe, wenn die Hormone sich umstellen. Glücklicherweise reguliert sich das nach dieser Phase auch wieder und mit pflanzlichen Mitteln kann man ihn gut im gesunden Bereich halten. Hier kann ich u.a. folgende Heilpflanzen empfehlen:

  • Hafer (avena sativa)
  • Mistel (viscum album)
  • Passionsblume (passiflora)
  • Schlangenwurz (rauwolfia)
  • Weißdorn (crataegus)
  • Gemmoextrakt Olive (Olea europaea)

Foto: unpict/fotolia

Weißdorn (Crataegus) wirkt herzstärkend und kann bei Bluthochdruck und nervösen Herzbeschwerden hilfreich sein. Als Teemischung, oder pflanzliche Urtinktur.

Auch die Schilddrüse kann während der Wechseljahre mit einer Überfunktion reagieren. Sie sollte regelmäßig kontrolliert werden, besonders wenn Du unter innerer Unruhe und Schlaflosigkeit leidest. Wolfstrapp hat eine regulierende Wirkung auf die Schilddrüse und bringt Dich wieder in einen normalen Rhythmus. Es gibt z.B. ein sehr gutes Kombinationspräparat der Firma CERES für die Wechseljahre, das u.a. Wolfstrapp enthält und mit Frauenmantel, Johannisbeerblättern und Salbei für hormonelle Ausgeglichenheit sorgt: CERES Alchemilla compositum / Tropfen

Finde Dein individuelles Einschlafritual

Sind Blutdruck und Schilddrüse in Ordnung und es gibt auch keine aktuellen großen Entscheidungen oder Sorgen, die Dich nicht schlafen lassen, dann kläre folgende Punkte:

  • Wie sieht es aus mit elektrischen Störfeldern in Deinem Schlafbereich? Ein Fernseher gehört auf gar keinen Fall ins Schlafzimmer! Gibt es eventuell einen Funkwecker, oder liegt das eingeschaltete Smartphone auf dem Nachttisch? Lasse Dich von einem Baubiologen beraten!
  • Unser Gehirn unterscheidet nicht ob Aufregung, Streit, Diskussionen, Anspannung in der Realität geschehen, oder ob wir so etwas abends im TV anschauen und „miterleben“, oder vielleicht spannende Thriller lesen. Sorge dafür, dass Du Dich vor dem Schlafen gehen mit angenehmen, schönen Dingen beschäftigst, die Dein Herz zum Klingen bringen und Dich beruhigen.
  • Esse abends nicht zu spät, das belastet den Organismus und lässt uns nicht ruhig schlafen. Vergesse Ratschläge wie etwa abends 1 Glas Rotwein zu trinken. Der Alkohol putscht nur noch mehr auf und lässt noch schlechter schlafen.
  • Gönne Dir vor dem zu Bett gehen ein warmes Fußbad mit Lavendel– oder Melissenöl, das beruhigt.
  • Finde Dein individuelles Einschlafritual. Das kann ein Spaziergang sein, oder eine Meditation, ein Gebet, Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, autogenes Training, o.ä.
  • Aber auch eine Nebennierenschwäche verursacht Schlafstörungen! Achte darauf, bis 22:30 Uhr schlafen zu gehen und von 23 Uhr an zu schlafen, denn meist erfolgt ungefähr gegen 23 Uhr eine Hormonausschüttung der Nebennieren, die Dir ein kurzes Hoch beschert, dann aber am Einschlafen hindert und Dich, wie in einem Teufelskreis, noch mehr schwächt.

Die Passionsblume (passiflora incarnata) für Herzensruhe und Harmonie

Passionsblume – Foto: Arcenciel/Fotolia

Heilpflanzen in Form von Teemischungen oder Tropfen unterstützen bei vielen Frauen den wohltuenden Schlaf, z.B.:

  • Baldrian
  • Hopfen
  • Lavendel
  • Melisse
  • Passionsblume
  • CERES Valeriana compositum
  • Gemmoextrakt Silberlinde (tilia tomentosa)

Auch regelmäßige Behandlungen mit Ohrakupunktur können Dich besser schlafen lassen.

Schlaf gut, Deine Luise

Quelle: „Hormone in Balance“ Leitfaden für Frauen

Schlafen – notwendiges Übel oder purer Genuss?

Der Schlaf hat, glaube ich, nur in der Kunst eine positive Stellung. Quelle: ganzheitlichschlafen.wordpress.com

Nichts ist so sinnlos wie schlafen?! Wir sind doch ständig damit beschäftigt, unseren Alltag zu optimieren, noch mehr hineinzuquetschen, noch ergebnisorientierter und zeitverdichteter zu werden. Da stört die Zeit, die wir zum Schlafen brauchen, doch nur. Oder nicht?! Wieviel Schlaf brauchen wir eigentlich wirklich? Und wie können wir diese aktuell als absichtslose und uneffizient blockierte Zeit wieder in einen Fokus rücken, der den Schlaf als unersetzliches, biologisch notwendiges Naturheilmittel ansieht und als sinnvolles und glücklich machendes Kleinod neu ins Zentrum unseres Bewusstseins rückt?! Ich werde die Betten aufschlagen und hineinspringen dafür!

 

„Der Schlaf ist doch die köstlichste Erfindung.“ (Heinrich Heine)

Seit Heinrich Heine hat sich wohl einiges geändert. Mit „Schlaflos in Seattle“ jedenfalls, einer verrückten, schlaflosen und geschwindigkeitsliebenden Liebeskomödie, die seit 1993 viele ins Kino lockte, ist das „Nicht-mehr-schlafen“ fast ein geflügeltes Wort geworden. Und gesellschaftsfähig. Mir fällt dieser Titel immer wieder ein, wenn ich rastlos von Termin zu Termin hetze und ich, wenn ich dann endlich im Bett liege, nicht einschlafen kann. Denn jetzt nimmt sich mein Gehirn endlich Zeit, die Ereignisse des Tages zu verarbeiten und einzuordnen. Wichtig / weniger wichtig / unbedingt nicht vergessen… Und schon dreht das Gedankenkarusell und stellt sich schon auf den kommenden Tag ein. Aufgaben, die dringend erledigt werden müssen und Termine, die ich nicht vergessen darf und die meine volle Aufmerksamkeit brauchen. Und Mist, ich wollte doch unbedingt noch Tulpenzwiebeln vor dem ersten Frost in die Erde bringen. Doch die Tage sind kurz, wann soll ich das bloß machen…Und so weiter und so weiter… Der Herzschlag geht hoch und an Schlaf ist nicht mehr zu denken.

Kennt ihr das? Diese Atemlosigkeit im eigenen Hamsterrad? Diese Hetze an jedem einzelnen Tag? Egal ob beruflich oder in der Freizeit? Egal, ob mit Kindern oder ohne? Kein Wunder also, dass immer weniger Menschen gut schlafen können.

Laut einer aktuellen Studie schlafen 80% aller Berufstätigen in Deutschland schlecht. Das ist eine alarmierende Zahl! Etwa ein Drittel der Bevölkerung fühlt sich regelmäßig erschöpft. Und was ist die Folge? Nicht etwa, dass sie sich mehr Zeit zum Schlafen nehmen. Nein, ganz im Gegenteil:  Im Vergleich zu 2010 nehmen heute fast doppelt so viele der 35- bis 65-jährigen Arbeitnehmer Schlafmittel, besagt die oben genannte Studie.

Wir müssen funktionieren. Im Arbeitsleben, in der familiären Doppelbelastung mit Kindern. Dazu kommt ein hoher Anspruch an die Freizeitaktivitäten: Es soll ausreichend Sport getrieben werden, der Gesundheit zuliebe. Dann muss Kulturelles auf den Plan, daneben sollen aber auch Freunde, Eltern und Kinder nicht zu kurz kommen. Und wo sparen wir am einfachsten, wenn die Woche mal wieder nicht reicht für all das Erlebenswerte? Naja, dann reicht doch bestimmt auch mal eine Nacht mit 3-4 Stunden.

Dass wir Schlaf kaum aufholen können, haben viele von uns schon am eigenen Leib erlebt. Das geht in jungen Jahren noch recht gut, wird aber mit zunehmendem Alter immer anstergender. oder sage ich da etwas Falsches?

Ich frage mich also: Was ist so schlecht daran, gut und ausreichend zu schlafen? Wenn wir diesem Bedürfnis wieder mehr Rechte und Glücksgefühle zuschreiben, dann sollte es klappen. Mit dem Schlaf. Mit einer guten Erholung in der Nacht. Und vermutlich klappt es dann auch mit dem Erhalt unserer Gesundheit, der geistigen, der seelischen und der körperlichen übrigens. Sie hängen alle drei von einem ausgewogenen Schlaf ab.

Und weil uns die Müdigkeit so wichtig ist, werden Luise und ich uns noch ein wenig ausführlicher mit dem Schlaf beschäftigen. Freut Euch also auf die Fortsetzung. Und:

Schlaft schön! Eure Elma