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Selbstversuch: Eine vegane Detoxkur.

Eine vegane Detoxkur zum Start ins Neue Jahr – eine geniale Idee. Foto: Hetizia/Fotolia

Gute Vorsätze zum Neuen Jahr?! Ja, diesmal hatte ich mir das schon vor Weihnachten vorgenommen und mich zu einer veganen Detoxkur kurz nach Neujahr angemeldet. Und das nach einem neuen Muster: ein Treffen mit allen TeilnehmerInnen vor dem Start und dann mit Anleitung und täglichen Email- oder WhatsApp-Impulsen durch die 10 Tage Kur. Einfach, um es in den Alltag zu integrieren. Und einfach für mich, meine Vorsätze fürs Neue Jahr umzusetzen. Ich wollte nach den Festtagen entschlacken und 2018 einfach bewusster leben. Nicht mehr so viele Süßigkeiten, weniger Kaffee und Wein am Abend. Hier findet ihr mein Tagebuch der Kur – vielleicht bekommt ihr Lust, es auch mal zu versuchen.

Tag null. Es ist ziemlich verrückt, ich denke heute nur ans Essen… Nach dem Morgen-Impuls, der mir riet, schon heute auf Kaffee und Süßes zu verzichten, geht genau das mir nicht mehr aus dem Kopf. Es ist, wie mit dem Rosa Elefanten, an den man nicht denken soll – und was tut man?! Seuffz. Da liegt noch Schokolade zwischen dem Obst in der Küche, dort steht noch der Süßigkeitenteller im Wohnzimmer. Sonst sehe ich das den ganzen Tag nicht, heute steht es im Mittelpunkt, Ohne, dass ich es will. Ich räume alles weg.

Das kann ja schwierig werden ab morgen, wenn es gilt, denke ich. Aber irgendwie freue ich mich auch mit Herzklopfen drauf und bin wie vor einer Urlaubsreise damit beschäftigt, alles bereitzulegen, was mir für die kommenden 10 Tage wichtig sein könnte. Der neue Detox-Tee steht jetzt sichtbar neben dem Wasserkocher, ebenso das Leinöl im Kühlschrank. Ingwer und Zitronen für den Fitnessdrink habe ich in eine Glasschale drapiert. Mein Körperöl hat im Bad einen dekorativen Platz bekommen, eine Lieblingszeitschrift liegt am Sofa, mein Handarbeitskorb daneben.  Auch, wenn ich arbeiten gehe, werde ich die Zeit danach mit genussvollen Dingen füllen.

Tag eins. Mit Herzklopfen bin ich heute Morgen aufgestanden – ich freue mich, dass es endlich losgeht. Ich gehe direkt in die Küche, schäle Ingwer, koche Wasser und drücke eine halbe Zitrone in meine kleine Karaffe, die ich für den Fitnessdrink vorgesehen habe. Schon bei den ersten Handgriffen denke ich: Das wird Dich jetzt die nächsten 10 Tage begleiten! Ein Gefühl, das mich so merkwürdig glücklich macht. Es wird zum Ritual werden, Dinge, wie in der Kindheit, die verlässlich immer gleich und immer zum gleichen Zeitpunkt passierten. Wie  dass es einen Grießbrei gab, wenn ich krank war. Dieses schöne Gefühl erlebe ich jetzt, obwohl ich mir selbst diesen Fitnessdrink zubereite. Ja, ich sorge gut für mich – und das macht mich glücklich. Das setzt sich nicht unbedingt sofort bei meinem ersten Einlauf fort, den ich im Anschluss an meinen Fitnessdrink in Angriff nehme. Aber auch er gibt mir das Gefühl, etwas Gutes für mich zu tun. Aber ganz ehrlich: Es ist überhaupt nichts dabei und das Gefühl hinterher? Einfach herrlich leicht. Dazu schwingen der Wacholder- und Lavendelduft meines Körperöls fast unbewusst mit und erinnern mich den ganzen Tag an die Tür, durch die ich heute Morgen getreten bin. Ich fühle mich gut!

Tag zwei. Heute Morgen habe ich mich dabei ertappt, dass ich die einzelnen „Arbeitsschritte“ meiner veganen Detox-Challenge schon ziemlich routiniert angehe. Das macht mich richtig stolz. Ich glaube, auf den Fitnessdrink will ich zukünftig nicht mehr verzichten und das Trockenbürsten macht mich einfach rundum wach. Heute wollte ich mir, laut dem morgendlichen Detox-Impuls, jetzt zum ersten Mal einen Leberwickel zubereiten. Mit der Erklärung, welche Vorteile das für mein Entgiftungsorgan Nummer eins bringen würde, war es mir wichtig, mir viel Zeit dafür zu gönnen.

Ich stellte mir also eine Kanne Detox-Tee bereit, dazu eine Kerze und Entspannungsmusik. Für den Fall, dass mir langweilig werden könnte, legte ich mir noch eine Zeitschrift bereit, die sich mit veganem Essen befasst und superschön aufgemacht war. So, dann den heiß-nassen Lappen auf die Leberstelle gelegt, mit einem Handtuch und einem Wollschal umwickelt, legte ich mich auf die Couch und kuschelte mich unter eine warme Wolldecke. Hmmmm… ein wunderbar entspannendes Gefühl! Dass Entgiftung so viel mit Wohlfühlen zu tun haben kann, war mir vor der Detox-Challenge nicht klar. Und deshalb: Es wird nicht mein letzter Leberwickel gewesen sein! Diese Wickelzeit ist eine Insel im tosenden Alltag, die Gelassenheit und Ruhe einkehren lässt. Die Entgiftung kann man vielleicht nicht direkt spüren, aber der Wickel wirkt entkrampfend und ausgleichend auf Körper, Geist und Seele. Ich habe den Eindruck, alle Sinne konnten auftanken und entfalten sich danach kraftvoll gestärkt. – Übrigens: Die Zeitschrift war überflüssig.

Tag drei. Tief durchatmen – ich glaube, ich hatte eine erste kleine Krise in meiner Detox-Challenge. – Damit erfuhr ich erstmals, dass es wirklich eine Challenge ist! Gestern Abend fiel es mir ziemlich schwer, nicht zu etwas Süßem zu greifen. Heute Morgen, nach allen Detox-Maßnahmen, geht es mir wieder richtig gut, aber gestern Abend war mein Körper nicht mehr mit mir und meinem Vorhaben einverstanden. Kaffee fehlte mir bisher nicht ganz so sehr, ich glaube, der Fitnessdrink und der grüne Tee ersetzte den Kaffee recht gut, wenngleich am Abend leichte Kopfschmerzen einsetzten, die sich durch das Bedürfnis nach Schokolade noch verschlimmerten. Auch meine Stimmung litt darunter, ich wurde regelrecht unleidig. Ich versuchte, mich abzulenken und zu beschäftigen, war aber dabei so unruhig, dass mir nichts richtig Spaß machte. Da erinnerte ich mich daran, dass mir ein kleiner Löffel Honig im Tee erlaubt sein würde. Und ja, mit dieser heißen Tasse Lavendeltee mit Honig kam ich über den Berg und alles entspannte sich wieder. Unglaublich übrigens, wie stark ich diesen Honiggeschmack erlebte!

Tag vier. Wenn ich es nicht an mir selbst erleben würde, würde ich es nicht glauben: Das Aufstehen am Morgen klappt gerade mühelos! Liegt das an der Detox-Challenge? Ich bin mir ziemlich sicher. Mich begleitet über den Tag, der durch die vegane Ernährung, wenn ich unterwegs bin, gar nicht so einfach ist, ein fast leichtes Gefühl. Kolleginnen haben mich zu meinem strahlenden Lächeln angesprochen, also scheint meine gefühlte Veränderung auch tatsächlich wahrgenommen zu werden. Meine Haut glättet sich – nicht nur im Gesicht erlebe ich die Entspannung, kleine Fältchen verschwinden.

Granatapfelkerne: Köstlich zum Naschen für zwischendurch. Quelle: pixabay.

Die Haut wirkt wieder irgendwie genährter. Auch mein Bindegewebe, das von Natur aus gern Wasser einlagert, wird sichtbar glatter und lässt wohl das Wasser los – was sicher auch der Trockenbürstenmassage zu danken ist.

Einen gesunden Snack für zwischendurch habe ich mir jetzt zur Regelmäßigkeit werden lassen: ich habe immer ein paar Nüsse, aber auch ein Döschen frische Granatapfelkerne mit im Büro. Das ist ein herrliches Naschen – und auch noch so gesund. Der Granatapfel liefert zum Beispiel Mineralstoffe wie Kalium, und Spurenelemente wie Eisen und B-Vitamine – kann also nur gut tun.

Tag Fünf. Die Sonne scheint wieder! Und dass nicht nur in mir drinnen, sondern endlich auch wieder draußen. Der vergangene Dezember war grauer und dunkler als die letzten 24 Jahre, hörte ich heute im Radio. Kein Wunder also, dass mein Gemüt sich nach Sonne und Freude sehnt! Morgens im Dunkeln aufstehen, abends erst im Dunkeln nach Hause kommen und kaum Zeit an der frischen Luft – das kann keine Seele lange aushalten, oder?! Der Zeitpunkt, gleich am 5. Januar, am Ende der Raunächte, mit der Detox-Challenge zu beginnen, hatte etwas wirklich Bewegendes! Statt in der schieren Ohnmacht der weihnachtlichen Fülle zu stagnieren, habe ich mich gleich zu Beginn des Jahres meiner Fitness zugewandt. Das verleiht mir den Auftrieb, den ich für anstehende Aufgaben brauche. Und, obwohl ich mir gerade in der Detox-Zeitspanne mehr Zeit für mich eingeräumt habe, spüre ich, dass meine Kraft erwacht. Der Sinn für Neues, der Spaß an Kreativem und die Neugier fühlt sich so an, wie die Sonne, die nach so langen dunklen Tagen endlich wieder hervorkommt und ihre Strahlen über die winternasse Landschaft legt. Jede Pore meiner Haut saugt das Sonnenlicht jetzt auf – und hoffentlich sehen wir sie jetzt wieder öfter und länger. Ich strecke meine Arme aus und atme tief ein und aus.

Tag Sechs. „Solange wir atmen, fühlen wir uns lebendig“ – der gestrige Morgenimpuls hat mich den ganzen Tag lang begleitet. Eine Gehmeditation auf dem Weg vorbei an Feldern und Wiesen – das ließ sich doch direkt in den Tagesplan einbauen. Wunderbar. Auf vier zählen, einatmen, auf sechs zählen, ausatmen. Mit langsamen Schritten, auf die ich mich ganz konzentriere, komme ich bald in einen rhythmischen Gang. Ich verliere mich darin und bin ganz bei mir. Tiefe Entspannung und eine Ruhe breitet sich in mir aus, die mich den restlichen Tag lang begleitet. Wenn dieser Gleichmut ein bleibendes Ergebnis dieser Detox-Challenge wird, dann bin ich ganz glücklich. Entgiftet hat dieser ruhige Spaziergang meinen Geist und bestimmt auch meine Seele. Ich vermute, dass mein Blutdruck viel tiefer war als sonst. Und der Arbeitstag verlief damit viel entspannter und eben gleichmütiger. So kann es weitergehen. Ich bin überrascht, was eine Detoxwoche bewirken kann.

Tag sieben. Ganz entgegen den grauen Lichtverhältnissen draußen und dem nasskalten Wetter geht es mir durch die nun eine Woche dauernde Kur richtig gut. Der Energiepegel steigt, ich komme leicht aus dem Bett, bin wacher als sonst und nicht so träge, Wirklich: Trägheit ist das, was ich verliere – mehr als alles andere. Und das zu einem so frühen Zeitpunkt im Jahr! Das ist wirklich in allen Gliedern spürbar. Der Spaß an allem ist wieder da, die Spontaneität höher, die Begeisterungsfähigkeit und Aufnahmebereitschaft. Alles ist elastischer – Kopf und Körper. Ganz erstaunlich, obwohl die Umstellung so sanft und entspannt vonstatten ging. Im Vergleich zu einer Fastenkur kann ich eine Detoxkur viel besser in meinen Alltag einbauen, denn ich habe keine Leistungseinschränkungen. So, und wo ist der nächste Baum zum Umarmen?!

Tag acht. Wenn ich zum Start der Detox-Woche zurückschaue, kann ich die Zeit in drei unterschiedliche Teile aufteilen: Im ersten Drittel steht das Umsetzen der vorgegebenen Maßnahmen im Vordergrund. Der Wissensdurst ist groß, die Morgen-Impulse geben mir das Gefühl, der Aufwand lohnt sich; ich bin auf einem guten Weg.

Im zweiten Drittel, wenn sich die Ernährung umgestellt hat und alles leicht von der Hand, rückte das Gefühl, die Welt zu umarmen in den Vordergrund. Die eigene Energie erwachen zu spüren und die Umwelt wieder viel intensiver wahrzunehmen, war überraschend und nahm die Aufmerksamkeit für sich in Anspruch.

Im letzten Drittel jetzt ist die Kreativität erwacht, der Blick schweift wieder näher um mich herum. Ich möchte aufräumen, ausmisten, neu strukturieren. Das hat gefühlt auch mit der Entgiftung zusammen: Wir schaffen die Giftstoffe aus dem Körper und gleichzeitig wächst das Bedürfnis, das eigene Umfeld zu entschlacken. Das entgiftet nochmal – als würde es sich dadurch leichter atmen lassen.  Ich bedaure jetzt schon, dass die 10 Tage schon fast um sind. Verrückt, oder?!

Tag neun. Durch den Morgenimpuls und die wertvollen Links richte ich meinen Blick auf meine Kosmetik und Pflegeprodukte. Ich achte schon länger auf eine natürliche Hautpflege, nicht nur die Inhaltstoffe an sich sind mir wichtig, sondern auch woher sie kommen und wie sie verarbeitet werden. Für die Haare verwende ich eine einfache Haarseife. Sie pflegt die Haare mit natürlichen Inhaltsstoffen, sie soll auch der Struktur des Haares gut tun. Was mir aber auch wichtig ist: Sie braucht keine Plastikflasche. Wenn ich über den ganzen Plastikmüll nachdenke, wird mir regelrecht schlecht. Mit der Detoxkur zeige ich, was mir meine Gesundheit wert ist, aber sollten wir den Detox-Gedanken nicht gleich für unsere Umwelt weiterdenken? Also: Ziel sollte sein, noch weniger Plastiktüten und -Verpackungen zu verbrauchen – sie tun auch uns nicht gut. Weichmacher gelangen möglicherweise in Obst und Gemüse, das will ich einfach nicht mehr. – Eine Detoxwoche ist wirklich für vieles gut: auch dafür, mein Konsumverhalten wieder einmal deutlich zu überprüfen. Hier denke ich, gibt es keinen 10-Tage-Plan. Das ist ein stetiges Verändern und bewusst werden. Auch über diese Schärfung meiner  Haltung freue ich mich sehr – ein Aspekt, der den Wert der Detoxkur weit über ihren eigentlichen Zweck erhöht hat.

Tag 10. Ich kann zusammenfassend nur große Begeisterung für die Detoxkur äußern! Ich fühle mich rundum wohl, ich bin morgens viel fitter beim Aufstehen und das bleibt auch den ganzen Tag so. Also kein Nachmittagstief nach dem Essen zum Beispiel.
Eine andere, mir wichtige Veränderung die ich festgestellt habe, will ich gern auch hier weitergeben: Ich hatte im vergangenen Jahr einen schweren Bandscheibenvorfall und hatte bis jetzt immer noch leichte Schmerzen im Ischiasbereich. Vor allem morgens beim Aufstehen war die Beweglichkeit eingeschränkt. Mit der Detoxkur ist das mit jedem Tag besser geworden. Damit hätte ich absolut. Nicht gerechnet – ich freue mich sehr.
Den Fitnessdrink und den Frühstücksbrei mit Mandelmilch sowie die Granatapfkerne als Snack werde ich weiter beibehalten. Und vegan Mittagessen auch – bin absoluter Fan geworden!

Ein herrlich leichtes Gefühl nach der Kur. Das will ich bewahren. Quelle: pixabay.

Tag eins nach der 10-tägigen veganen Detoxkur. Das habe ich noch nicht erlebt! Ich habe schon einmal gefastet, ich habe auch schon mehrmals eine 7-Tage-Könrerkur gemacht. Jedes Mal war ich heilfroh, wenn die Zeit endlich um war und ich wieder „normal“ essen konnte. Diesmal, mit der veganen Detox-Kur ist das völlig anders gelaufen!

Ich fühle mich so gut gerade, dass ich gar nicht aufhören will. Ich bekomme sogar schon Komplimente von Kolleginnen – es ist also nicht nur mein eigenes Gefühl. Ich strahle dieses Wohlgefühl wohl tatsächlich aus. Also nein, das will ich mir jetzt auch nicht wieder nehmen lassen. Und deshalb mache ich jetzt weiter. Mit veganem Essen. Mit dem Fitnessdrink. Mit dem täglichen Trockenbürsten. Ob ich Leberwickel und Einlauf weiter betreiben werde, das weiß ich noch nicht. Aber auf Kaffee und Alkohol verzichte ich auch gerne noch ein ganzes Weilchen. Danke, Bettina Fornoff, für diesen Wohlfühlstart ins Jahr 2018!

Vielleicht konnte ich Euch durch mein Tagebuch begeistern oder wenigstens neugierig machen. Wie weit seid ihr mit euren Vorsätzen? Ich freue mich auf eure Geschichten,

eure Elma

Advent – die beste Zeit, schöne Dinge zu tun.

Ruhe finden beim Plätzchen backen, Dekorieren oder Handarbeiten. Quelle: pixabay.

Macht hoch die Tür und die Herzen weit – summt Ihr auch schon Weihnachtslieder oder denkt bei Kerzenschein und Plätzchenduft an die schönen Momente des letzten Jahres? Es ändert sich sofort etwas in unserem Inneren, wenn wir uns heimelige, warme Gedanken machen. Besonders gut geht es uns, wenn wir uns mit Dingen beschäftigen, die uns gut tun oder die uns in eine entspannte Stimmung versetzen.

Mir geht das so, wenn ich filze. Schon, wenn ich die Wolle auspacke und die Olivenseife in heißes Wasser tauche, dann verschwindet alle Last von mir, alle Sorgen und Themen, die mich sonst unentwegt beschäftigen, fallen von mir ab. Kennst du das auch? Was bringt dich in diese besondere Schwingung, die dich alles vergessen lässt? Plätzchenbacken hat einen ähnlichen Effekt! ich bin überzeugt, dass es hierbei nicht nur ums Plätzchen essen geht, sondern schon beim Backen jede Menge Endorphine frei werden,die uns glücklich machen.

Was ist es also, was dich glücklich macht? Ist es das Treffen mit Freunden am Weihnachtsmarkt?

Kerzenlicht taucht die Welt in sanftes Licht – wohltuend. Quelle: pixabay.

Wenn jeder Schritt im Schnee unter den Schuhen knirscht, wenn die Welt in Lichterkettenlicht und würzigen Glühweinduft gehüllt ist und heiße Maronen uns die Hände wärmen? Oder sind es die kleinen Handarbeiten, die Basteleien und Handwerkereien, um den Freunden, den Kindern und dem Partner etwas von Herzen selbst Gemachtes unter den Weihnachtsbaum legen zu können?

Die Adventszeit kann aber auch ganz schön hektisch werden. Wenn wir uns anstecken lasse vond em Trubel und den Möglichkeiten, die sich überall bieten, wird die zeit bis Weihnachten alles andere als besinnlich; sie wird zum Marathon. Bei dem wir auf der Strecke bleiben und abgeschafft und urlaubsreif die Feiertage erreichen.

Nein, die Adventszeit schenkt uns genau so viel Besinnung und Freude im Tun, wie wir uns Zeit dafür nehmen. Wenn ich Luise´s Beitrag über den Weißdorn lese, dann gehört für mich auch immer die Leidenschaft für die kleinen Dinge, die wir selbst tun können, dazu, um das Herz zu weiten und zu beruhigen. Dinge, die das Herz glücklich im Gleichklang schlagen lassen. Was ist das für dich?

Für mich sind es meine Stricknadeln oder das Basteln von Transparentpapier-Sternen, weil sie so viele gleich Arbeitsschritte haben. Das sind wahre Mondhüttenplätze in meinem Herzen.

Kennst du Haikus? Das sind kleine Dreizeiler, die in der japanischen Tradition in einer ganz klaren Struktur gedichtet werden. Wenn du die Regeln nicht ganz so ernst nimmst, kannst du einfach anfangen, auch selbst welche zu schreiben. Eine kleine Geschenkidee für die Weihnachtskarte sind sie übrigens auch. Und hier findest Du auch Haikus zum selbst Lesen oder Verschenken. Eins daraus passt hier ganz wunderbar:

Zuhausezeit. Dinge tun, die wertvoll sind. Die Welt bleibt draußen.

Mein Wunsch für dich: Verliere dich in kleinen Dingen, die du selbst machst. Finde Ruhe und Glück in der Adventszeit. Mach hoch die Tür und die Herzen weit.

Deine Elma

Wortschatz – Haikus von Dagmar Reichardt – ISBN Nr. 978-3981608434

Adventszeit macht die Herzen weit.

Nun ist sie da, die Adventszeit und wie wunderbar, als ich heute früh aus dem Fenster schaute, wurde ich mit dem ersten Schnee in diesem Jahr überrascht. Wie passend und stimmungsvoll, die in weiße Watte gepackte, ruhige Winterlandschaft und hier und da, die glitzernde Weihnachtsbeleuchtung in den Vorgärten.

Die Adventszeit bringt nicht nur staunende Kinderaugen. Sie macht auch unsere Erwachsenen-Herzen weit, wenn wir uns an den vielen Lichtern erfreuen und das Beisammensein und Näherrücken bei Tee und Plätzchen geniessen. Advent und Weihnachten, das hat ganz viel mit Familie, Freundschaft, Liebe, Wärme und Geborgenheit zu tun.

Advent und Weihnachten, das hat ganz viel mit Familie, Freundschaft, Liebe, Wärme und Geborgenheit zu tun. Foto: drubig-photo/fotolia

Wenn wir gestresst sind, ungesund leben, unglücklich und hektisch und ohne Entspannungsphasen durch den Alltag jagen, vielleicht auch große Sorgen oder seelischen Schmerz empfinden, dann kommt es vor, dass unser Herz und unsere Herzkranzgefäße immer enger werden. Wir empfinden dann eventuell ein großes Gewicht auf der Brust. Bleibt dieser Zustand über einen längeren Zeitraum bestehen, so wird irgendwann auch die Herzleistung nachlassen, da sie dieser Belastung nicht mehr gewachsen ist.

Die Heilpflanze Weißdorn (Crataegus) lässt unsere Gefühle wieder fließen und bringt neue Lebensimpulse. Crataegus bringt uns neues Vertrauen und hilft beim Auflösen von Stauungen. Seelisch bedingte Beklemmungs- und Druckgefühle in der Herzgegend lösen sich auf und das Herz wird gestärkt.

Weißdorn gehört zu den Rosengewächsen. Im Frühling sieht man ihn in voller Blüte. Foto: Fotolia/Schuppich

Bei nachlassender Herzleistung im Alter ist Crataegus ein bewährtes Langzeittherapeutikum. Aber Crataegus wird oft auch verordnet bei:

  • kreislaufbedingten Müdigkeitsanfällen/Erschöpfungszuständen
  • Extrasystolen
  • Bluthochdruck
  • Druck- und Beklemmungsgefühl in der Herzgegend
  • Asthma

Crataegus wird oft in Tropfenform verschrieben (z.B. von CERES), oder als Tabletten. Aber auch in Teemischungen (aus Blättern, Blüten und Beeren) und vielen Kombinationspräparaten kommt Weißdorn zum Einsatz.

Die Kräuterfrau Eva Aschenbrenner empfiehlt ab einem Alter von 45 Jahren, jeden Morgen Weißdorntropfen, „dann öffnen sich den ganzen Tag, die Herzkranzgefäße“…

Alle Herzprobleme musst Du selbstverständlich sofort ärztlich abklären lassen!

Alles Liebe, Deine Luise

Auch ungesund: Zuviel Schlaf.

Am Wochenende lange ausschlafen – das bringt gar nichts. Foto: pixabay.

Zu viel Schlaf? Wie bitte? Die meisten von uns schlafen doch viel zu wenig, dachte ich. Jeder zweite von uns sehnt sich doch nach einem Wochenende, um endlich mal wieder auszuschlafen. Oder?! Also mir geht es so – ich oute mich gerne. Das größte Geschenk für mich: Bis mittags zu schlafen. Doch ich musste auch lernen: Mehr als 9 Stunden Schlaf sind langfristig ungesund. Oder sagen wir mal so: Mehr als 9 Stunden Schlaf machen müde.

Unter der Woche steht der Schlaf ganz hinten auf der Liste der Lieblingsbeschäftigungen. Schlafen? Was für eine Zeitverschwendung. Oder?! Unsere Gesellschaft ist doch ständig auf der Überholspur und permanent übermüdet. Wer aber glaubt, sich das Schlafen bis zum Wochenende aufzuheben, der macht einen Fehler. Regelmäßier Schlaf sorgt für ein gesundes Funktionieren unseres Körpers, denn im Schlaf laufen wichtige  Prozesse und Regeneration im Köroer ab. Entspann` Dich also. Eine Studie hat untersucht, ob zuviel Schlaf krank macht: Von Teilnehmern der Studie, die 7 bis 9 Stunden regelmäßg schliefen, zeigten 29% eine Veranlagung zu Depressionen; vonTeilnehmern die dauerhaft 9 oder mehr Stunden schliefen, zeigten 49% Symptome.

Wir sollten also nicht  das Schlafen bis zum Wochenende aufschieben, sondern gleichmäßig ausreichend schlafen. Dazu gehören Einschlafrituale, eine zum Abend hin ruhiger werdende Lebensweise, ausreichend Bewegung und Sport und eine geeignete Ernährung, vor allem am Abend. Die „richtige“ Menge Schlaf ist übrigens altersabhängig – aber auch immer sehr individuell. Im Schnitt brauchen

  • Neugeborene (0-3 Monate) 14-17 Stunden.
  • Säuglinge (4-11 Monate) 12-15 Stunden.
  • Kleinkinder (1-2 Jahre) 11-14 Stunden.
  • Vorschulkinder (3-5 Jahre) 10-13 Stunden.
  • Ersten Schuljahre (6-13 Jahre) 9-11 Stunden.
  • Jugendliche (14-17 Jahre) 8-10 Stunden.
  • Junge Erwachsene (18-25 Jahre) 7-9 Stunden.
  • Erwachsene (26-64 Jahre) 7-9 Stunden.
  • Senioren (ab 65 Jahre) 7-8 Stunden.

„Slow down your life“ – das ist der Schlüssel zu einem mehr und mehr stimmigen Rhythmus, der uns eine ständige Müdigkeit ersparen kann.  Ein Schlüssel gegen die ständige Rastlosigkeit. Steig doch aus, bleib einfach mal zuhause. Gerade jetzt, in einer Zeit, in der die Tage so kurz und die Abende lang sind. Lesen, handarbeiten, handwerken. Dazu Kerzenlicht, eine Tasse Tee – das ist Mondhüttenzeit.

Und wer noch mehr „wagen“ möchte: Geh doch auch den Alltag etwas langsamer an und plane feste Zeiten für Sport und Bewegung an der frischen Luft ein. Das macht leistungsfähig. Und glücklich. Um abends besser runter zu kommen, dafür hat Luise uns letzte Woche schon wertvolle Tipps gegeben. Gedichte zu lesen vor dem Einschlafen, das möchte ich Dir heute empfehlen. Haikus beispielsweise sind kurze Dreizeiler in einer ganz alten japanischen Tradition. Diese sind so vielschichtig, so berührend, dass sie Dich beruhigen und in den Schlaf tragen können. Das kann ein abendliches Ritual werden. Ein Haiku lesen und mit dem Gefühl zu diesem Gedicht langsam tiefer und tiefer sinken, alles andere vergessen und ruhiger werden. Du löschst das Licht und freust Dich auf einen erholsamen Schlaf, der leicht und selbstverständlich kommt.

Schlaf also gut – und nicht zu lange.

Deine Elma