Kategorie: Ernährung

Hypermenorrhoe – die viel zu starke Periode

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Es gibt keine genaue Definition ab wann eine Hypermenorrhoe vorliegt. Wenn Du aber feststellst, dass sich Deine Monatsblutung verändert und für Deine Verhältnisse einfach viel zu stark ist und das über einen längeren Zeitraum hinweg, dann solltest Du bei Deiner Gynäkologin abklären lassen, ob eventuell organische Ursachen vorliegen.

Vor allem in der ersten Phase der Wechseljahre,

die schon mit Anfang 40 beginnen kann,  kommt es oft zur Hypermenorrhoe als Zeichen für ein „relatives“ Progesteron-Untergewicht, manchmal auch ausgelöst durch Uterus-Myome, die besonders in den Jahren vor der Menopause weit verbreitet sind. Myome sind gutartige Geschwulste in oder auf der Muskulatur der Gebärmutter und zählen zu den häufigsten gutartigen Tumoren der Frau. Leider wird wegen Beschwerden durch Myome immer noch häufig, bei viel zu vielen Frauen, die Gebärmutter entfernt.

Mariendistel zur Unterstützung der Leber

In der Alternativmedizin, bzw. der Naturheilkunde hat man schon seit einiger Zeit festgestellt, dass zwischen der Bildung von Myomen und einer Leber-(Über)Belastung durch Xenoöstrogene (Erklärung siehe unten) ein Zusammenhang besteht. Durch eine naturheilkundliche Behandlung, z.B. mit Homöopathie und einer Ausleitungstherapie der Leber mit Heilpflanzen, in Verbindung mit einer Ernährungsumstellung, kann hier eventuell Beschwerdefreiheit und das Verschwinden der Myome erreicht werden.

Bitte beachte, wie bei allen körperlichen Beschwerden, dass auch Myome einen psychosomatischen Hintergrund haben können. Ist es bei der Hypermenorrhoe u.a. das „Bluten“ oder „Ausbluten“ für etwas, sprich das Ungleichgewicht zwischen Geben und Nehmen, so liegen bei Myomen im Uterus (dem Ort des Kinderbekommens) „Auswüchse“ auf der Ebene der Fruchtbarkeit vor. Vielleicht konnten Abtreibungen aus der Vergangenheit seelisch nicht richtig verarbeitet werden, oder aber der unbewusste Wunsch nach Fruchtbarkeit übersteigt die Zahl der realen Kinder. (Dahlke „Krankheit als Symbol)

Versuche deshalb auf geistig-seelischer Ebene „fruchtbar“ zu werden. Lebe Deine Kreativität und Deinen eigenen weiblichen Rhythmus aus und schaffe auf diese Weise Deiner Fruchtbarkeit gesunde Ventile. Halte unbedingt Deinen Mondhüttentag einmal monatlich ein.

Schafgarbe Foto: LianeM/Fotolia

Direkte Folgen der zu starken Blutung (Hypermenorrhoe) können Erschöpfung, Müdigkeit und ein Abnehmen der Kräfte, aufgrund des großen Blutverlustes sein. Hier können blutstillende Heilpflanzen wie z.B. Hirtentäschel, Blutwurz, aber auch die Schafgarbe sehr regulierend wirken. Aber auch blutbildene Pflanzen, wie z.B. die Brennessel oder Vogelknöterich, sind hier gefragt, um einem Eisenmangel vorzubeugen. Lasse Dich hierzu von einer Heilpraktikerin oder Ärztin beraten. Liegt bereits ein Eisenmangel vor, so gibt es als Alternative zu Eisenpräparaten auch pflanzliches Eisen z.B. aus dem Curryblatt, mit dem ich persönlich gute Erfahrungen gemacht habe. (Biogena)

Erklärung: Xenoöstrogene sind synthetisch hergestellte chemischen Verbindungen mit östrogenartiger Wirkung auf den Körper. Solche Xenoöstrogene finden wir z.B. in Kunststoffartikeln, Plastikverpackungen (Wasserflaschen), Klebstoffen, Konservierungsstoffen in Kosmetikprodukten u.v.a. Täglich sind wir diesen hormonwirksamen Substanzen ausgesetzt, die unser Körper nur schwer verarbeiten kann. Deshalb kommt es oft zu einem Ungleichgewicht zwischen einem Zuviel an Östrogen und einem zu wenig an körpereigenem Progesteron und wir bekommen Beschwerden.

Alles Liebe, Deine Luise

Pflanzliches Eisen über die Ernährung

Eisenmangel ist ein häufiger Nährstoffmangel, besonders bei Frauen, und ich werde sehr oft gefragt, wie man seinen Eisenbedarf gut über pflanzliche Kost auffüllen kann.

Aber vielleicht erst einmal zu den Grundlagen. Was genau ist Eisen und vor allem, für was braucht es unser Organismus? Eisen ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff, dessen Hauptaufgabe es ist, Sauerstoff von den Lungen in unseren Körper zu tragen. Eisen ist auch Teil der Enzyme, die für eine gut funktionierende Verdauung und die allgemeine körperliche Gesundheit wichtig sind. Ohne genügend Eisen werden unsere roten Blutzellen weniger und kleiner, was bedeutet, dass sie nicht ausreichend O2 dorthin transportieren, wo er benötigt wird. Dann funktioniert unser Gewebe und die Organe nicht in dem Umfang gut, wie sie funktionieren sollten.

Was passiert aber genau, wenn Du nicht genug Eisen über die Ernährung bekommst?

Anämie (Eisenmangel) ist tatsächlich eine der häufigsten Nährstoffmangel-Erkrankungen.

Schwangere Frauen mit einer Eisenmangel-Anämie riskieren verzögerte motorische und geistige Funktionen bei Säuglingen, oder auch Klein- bzw. Frühgeborene. Bei Erwachsenen und Jugendlichen führt schwerer Eisenmangel u.a. zu Müdigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen, schlechter Laune, die Unfähigkeit, sich zu konzentrieren, und die Beeinträchtigung der geistigen Klarheit.

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Wenn Du die Vermutung hast, dass Du einen Eisenmangel hast, vereinbare am besten einen Termin bei Deinem Hausarzt. Er oder sie wird wahrscheinlich auf Anzeichen einer Anämie wie blasse Haut, unregelmäßigen Herzschlag, schnelle Atmung, usw. achten und überprüfen, ob es Anzeichen für innere Blutungen gibt. Außerdem wird ein Bluttest durchgeführt, der die Hämoglobin- und Hämatokrit-Werte testet.

Anregungen dafür, wie Du Dich über eine eisenreiche pflanzliche Ernährung vor Eisenmangel schützt, siehst Du auf dieser Infografik:

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Übrigens zeigen Studien, dass Veganer genauso viel
und mehr Eisen konsumieren wie Allesesser.
Beachte bitte außerdem, dass Vitamin C der
Eisenaufnahme einen richtigen, langfristigen Schub gibt.

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Besteht bei Dir bereits ein Eisenmangel, der alleine über die Ernährung nicht aufgefüllt werden kann, empfehle ich Dir z.B. „MoFerrin 21“ ein pflanzliches Eisenpräparat, hergestellt aus dem Blattextrakt des Currybaums, von Biogena.

Alles Liebe, Deine Luise

Coenzym Q10 – mehr als nur AntiAging-Enzym

Das Coenzym Q10  ist eine, dem Vitamin E ähnliche, fettlösliche, körpereigene Substanz, die zum einen über die Ernährung zugeführt, zum anderen vom Organismus selbst gebildet werden kann.

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Über die Ernährung werden täglich ca. 5 – 10 mg Coenzym Q10 aufgenommen. Die fettlösliche Substanz ist hierbei zwar in vielen Lebensmitteln zu finden, seine Konzentration ist jedoch meist gering. Als die besten Lieferanten für Coenzym Q10 gelten neben Fleisch und bestimmten Fischsorten (z.B. Sardinen, Makrelen), in pflanzlicher Hinsicht vor allem Weizenkeime, Sojabohnen, Brokkoli, Spinat, Knoblauch, Walnüsse und Mandeln.

 

Fotolia_14186845_XSDie Aufgaben des Coenzyms Q10 liegen in zwei Hauptbereichen: der Elektronenübertragung innerhalb der Mitochondrien und der Beteiligung als Redoxpartner bei antioxidativen Vorgängen. Coenzym Q10 ist somit grundlegend an der Energiegewinnung in den Zellen beteiligt. Durch die zentralen Aufgaben beim antioxidativen Schutz biologischer Membranen trägt Coenzym Q10 zu einer Stärkung der Immunabwehr bei, fördert die Integrität und Stabilisierung von Zellmembranen und beugt radikalen Alterungsprozessen der Zellorgane vor.

 

In bestimmten Lebensituationen, z.B. bei

  • fettarmer Kost
  • Reduktionsdiäten
  • Asthma bronchiale
  • Burnout
  • Chronischem Müdigkeitssyndrom
  • Diabetes mellitus
  • Fibromyalgie
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Migräne
  • Morbus Alzheimer
  • Morbus Parkinson
  • Störungen der Gallenfunktion
  • gastrointestinalen Störungen
  • ab einem Lebensalter von 40 Jahren
  • oxidativem Stress
  • usw.

besteht ein gesteigerter Bedarf an Coenzym Q10, den der Organismus nicht selbst liefern kann, oder aber der Körper kann in diesen Situationen Q10 nicht ausreichen synthetisieren. Dann sollte das Coenzym zusätzlich eingenommen werden.

Foto: sepy /fotolia

Coenzym Q10 ist auch für den Energiestoffwechsel des Herzmuskels essentiell. Bei kardiologischen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz und ischämischen Herzerkrankungen sind die Q10-Spiegel im Herzmuskel deutlich erniedrigt. Eine Metaanalyse¹ bestätigt das Potential von Coenzym Q10 als nebenwirkungsfreie und wirkungsvolle Therapiemaßnahme bei Hypertonie (Bluthochdruck). Sowohl der systolische als auch der diastolische Blutdruck konnte durch eine Q10-Substitution signifikant gesenkt werden. Außerdem ist Q10 durch seine starken antioxidativen Fähigkeiten eine wichtige Substanz bei der Prävention und Behandlung von Arteriosklerose.

troubleEin neues Therapiefeld stellt der Einsatz von Coenzym Q10 bei Migräne dar. Klinische Studien deuten darauf hin, dass bei Migräne der Coenzym Q10-Status unter den normalen Werten liegt. Auch gibt es erste Hinweise auf einen möglichen therapeutischen Einsatz von Coenzym Q10 bei Tinnitus.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Q10-Konzentration in verschiedenen Geweben deutlich ab. Vor allem das Herz, aber auch die Muskulatur ist betroffen. Es wird vermutet, dass die Aufrechterhaltung der Coenzym Q10- Konzentrationen einen altersbedingten Leistungsabfall sowie Alterungsprozessen im Allgemeinen entgegensteuern kann.

Es gibt eine Vielzahl von Coenzym Q10 Präparaten auf dem Markt, mit unterschiedlichsten Konzentrationen und Qualitätsmerkmalen. Lassen Sie sich beraten, welches Produkt für Sie sinnvoll ist.

Laborchemische Analyse von Coenzym Q10 im Blut, zur Bestimmung des Coenzym Q10-Status: www.medivere.de

 ¹ Rosenfeldt FL, Haas SJ, Krum H, Hadj A, et al: Coenzyme Q10 i
n the treatment of hypertension: a meta-analysis of clinical trials. J Huma Hypertens 2007; 21(4):297-306

Wald auf Rezept

Der 1. Mai ist hier bei uns in Deutschland Feiertag, der „Tag der Arbeit“ und wird traditionell u.a. auch für Ausflüge in die Natur genutzt – hast Du schon einmal eine „Maitour“ gemacht? Vielleicht auch als ausgedehnten Waldspaziergang?

Foto: Fotolia/ivan kmit

In der Natur ist momentan alles auf Wachstum und Fruchtbarkeit programmiert und der Wald lockt nicht nur mit  seinen heilsamen, frischen Grüntönen.

 

 

Viele wissenschaftliche Studien haben mittlerweile die Heilkraft des Waldes bestätigt.

Besonders in Japan wird sehr viel darüber geforscht, dort gibt es bereits den Waldspaziergang und „Waldbaden“ auf Rezept. Waldaufenthalt als „lebensverlängernden Heiltrank“ bereits ab 30 Minuten Dauer. Ein sehr informativer und sehenswerter Film dazu „Therapie unter Tannen“ wurde von 3Sat gesendet und kann noch in der Mediathek angeschaut werden.

  • Der Wald filtert 99% des Feinstaubs aus der Luft.
  • Ätherische Öle, die durch Bäume und Pflanzen abgesondert werden helfen u.a. unserer Lunge bei der Regeneration.
  • Mehr als 8000 bioaktive Substanzen, die Terpene, stimulieren nachweislich unsere Immunzellen – Killerzellen werden um ein Vielfaches gesteigert.
  • Die Ruhe im Wald und die Bewegung tragen zusätzlich zur Heilung bei.

Und das schönste daran: WALD auf Rezept, kannst Du Dir selbst verordnen – kostenlos!

Es lohnt sich auch unbedingt einmal eine Kräuterwanderung mitzuerleben. Wald und Natur halten so viele wertvolle Heilpflanzen und Nahrungsmittel für uns bereit, die wir unbedingt als Ergänzung unseres Speiseplanes nutzen sollten. Wusstest Du beispielsweise, dass Gänseblümchen 5 x mehr Calcium enthalten, als Kopfsalat?

Gänseblümchen: In der Homöopathie als Heilmittel „Bellis perennis“ bekannt und hilfreich bei Verletzungen.

Der Bärlauch blüht mittlerweile und wir konnten seine frischen Blätter schon vor Wochen genießen. Jetzt finden wir im Wald u.a. das Maikraut/Waldmeister, der als Tee getrunken, die Leber- und Nierentätigkeit anregt, durch das enthaltene Cumarin leichte Kopfschmerzen vertreiben kann und schlaffördernd wirkt. In Wein, als Maibowle angesetzt, hat er eher eine anregende Wirkung. (Vorsicht: Bei zu hohem Konsum verursacht er Kopfschmerzen durch das Cumarin).

WALDMEISTER/MAIKRAUT Foto: pixabay

Außerdem kann man mit Waldmeister/Maikraut sehr einfach ein Waldmeistersirup ansetzen und das Kraut noch lange als Köstlichkeit genießen.

Probiere es aus und genieße heilsame Waldspaziergänge, so oft Du kannst!

Deine Luise