Kategorie: Loslassen

Selbstversuch: Eine vegane Detoxkur.

Eine vegane Detoxkur zum Start ins Neue Jahr – eine geniale Idee. Foto: Hetizia/Fotolia

Gute Vorsätze zum Neuen Jahr?! Ja, diesmal hatte ich mir das schon vor Weihnachten vorgenommen und mich zu einer veganen Detoxkur kurz nach Neujahr angemeldet. Und das nach einem neuen Muster: ein Treffen mit allen TeilnehmerInnen vor dem Start und dann mit Anleitung und täglichen Email- oder WhatsApp-Impulsen durch die 10 Tage Kur. Einfach, um es in den Alltag zu integrieren. Und einfach für mich, meine Vorsätze fürs Neue Jahr umzusetzen. Ich wollte nach den Festtagen entschlacken und 2018 einfach bewusster leben. Nicht mehr so viele Süßigkeiten, weniger Kaffee und Wein am Abend. Hier findet ihr mein Tagebuch der Kur – vielleicht bekommt ihr Lust, es auch mal zu versuchen.

Tag null. Es ist ziemlich verrückt, ich denke heute nur ans Essen… Nach dem Morgen-Impuls, der mir riet, schon heute auf Kaffee und Süßes zu verzichten, geht genau das mir nicht mehr aus dem Kopf. Es ist, wie mit dem Rosa Elefanten, an den man nicht denken soll – und was tut man?! Seuffz. Da liegt noch Schokolade zwischen dem Obst in der Küche, dort steht noch der Süßigkeitenteller im Wohnzimmer. Sonst sehe ich das den ganzen Tag nicht, heute steht es im Mittelpunkt, Ohne, dass ich es will. Ich räume alles weg.

Das kann ja schwierig werden ab morgen, wenn es gilt, denke ich. Aber irgendwie freue ich mich auch mit Herzklopfen drauf und bin wie vor einer Urlaubsreise damit beschäftigt, alles bereitzulegen, was mir für die kommenden 10 Tage wichtig sein könnte. Der neue Detox-Tee steht jetzt sichtbar neben dem Wasserkocher, ebenso das Leinöl im Kühlschrank. Ingwer und Zitronen für den Fitnessdrink habe ich in eine Glasschale drapiert. Mein Körperöl hat im Bad einen dekorativen Platz bekommen, eine Lieblingszeitschrift liegt am Sofa, mein Handarbeitskorb daneben.  Auch, wenn ich arbeiten gehe, werde ich die Zeit danach mit genussvollen Dingen füllen.

Tag eins. Mit Herzklopfen bin ich heute Morgen aufgestanden – ich freue mich, dass es endlich losgeht. Ich gehe direkt in die Küche, schäle Ingwer, koche Wasser und drücke eine halbe Zitrone in meine kleine Karaffe, die ich für den Fitnessdrink vorgesehen habe. Schon bei den ersten Handgriffen denke ich: Das wird Dich jetzt die nächsten 10 Tage begleiten! Ein Gefühl, das mich so merkwürdig glücklich macht. Es wird zum Ritual werden, Dinge, wie in der Kindheit, die verlässlich immer gleich und immer zum gleichen Zeitpunkt passierten. Wie  dass es einen Grießbrei gab, wenn ich krank war. Dieses schöne Gefühl erlebe ich jetzt, obwohl ich mir selbst diesen Fitnessdrink zubereite. Ja, ich sorge gut für mich – und das macht mich glücklich. Das setzt sich nicht unbedingt sofort bei meinem ersten Einlauf fort, den ich im Anschluss an meinen Fitnessdrink in Angriff nehme. Aber auch er gibt mir das Gefühl, etwas Gutes für mich zu tun. Aber ganz ehrlich: Es ist überhaupt nichts dabei und das Gefühl hinterher? Einfach herrlich leicht. Dazu schwingen der Wacholder- und Lavendelduft meines Körperöls fast unbewusst mit und erinnern mich den ganzen Tag an die Tür, durch die ich heute Morgen getreten bin. Ich fühle mich gut!

Tag zwei. Heute Morgen habe ich mich dabei ertappt, dass ich die einzelnen „Arbeitsschritte“ meiner veganen Detox-Challenge schon ziemlich routiniert angehe. Das macht mich richtig stolz. Ich glaube, auf den Fitnessdrink will ich zukünftig nicht mehr verzichten und das Trockenbürsten macht mich einfach rundum wach. Heute wollte ich mir, laut dem morgendlichen Detox-Impuls, jetzt zum ersten Mal einen Leberwickel zubereiten. Mit der Erklärung, welche Vorteile das für mein Entgiftungsorgan Nummer eins bringen würde, war es mir wichtig, mir viel Zeit dafür zu gönnen.

Ich stellte mir also eine Kanne Detox-Tee bereit, dazu eine Kerze und Entspannungsmusik. Für den Fall, dass mir langweilig werden könnte, legte ich mir noch eine Zeitschrift bereit, die sich mit veganem Essen befasst und superschön aufgemacht war. So, dann den heiß-nassen Lappen auf die Leberstelle gelegt, mit einem Handtuch und einem Wollschal umwickelt, legte ich mich auf die Couch und kuschelte mich unter eine warme Wolldecke. Hmmmm… ein wunderbar entspannendes Gefühl! Dass Entgiftung so viel mit Wohlfühlen zu tun haben kann, war mir vor der Detox-Challenge nicht klar. Und deshalb: Es wird nicht mein letzter Leberwickel gewesen sein! Diese Wickelzeit ist eine Insel im tosenden Alltag, die Gelassenheit und Ruhe einkehren lässt. Die Entgiftung kann man vielleicht nicht direkt spüren, aber der Wickel wirkt entkrampfend und ausgleichend auf Körper, Geist und Seele. Ich habe den Eindruck, alle Sinne konnten auftanken und entfalten sich danach kraftvoll gestärkt. – Übrigens: Die Zeitschrift war überflüssig.

Tag drei. Tief durchatmen – ich glaube, ich hatte eine erste kleine Krise in meiner Detox-Challenge. – Damit erfuhr ich erstmals, dass es wirklich eine Challenge ist! Gestern Abend fiel es mir ziemlich schwer, nicht zu etwas Süßem zu greifen. Heute Morgen, nach allen Detox-Maßnahmen, geht es mir wieder richtig gut, aber gestern Abend war mein Körper nicht mehr mit mir und meinem Vorhaben einverstanden. Kaffee fehlte mir bisher nicht ganz so sehr, ich glaube, der Fitnessdrink und der grüne Tee ersetzte den Kaffee recht gut, wenngleich am Abend leichte Kopfschmerzen einsetzten, die sich durch das Bedürfnis nach Schokolade noch verschlimmerten. Auch meine Stimmung litt darunter, ich wurde regelrecht unleidig. Ich versuchte, mich abzulenken und zu beschäftigen, war aber dabei so unruhig, dass mir nichts richtig Spaß machte. Da erinnerte ich mich daran, dass mir ein kleiner Löffel Honig im Tee erlaubt sein würde. Und ja, mit dieser heißen Tasse Lavendeltee mit Honig kam ich über den Berg und alles entspannte sich wieder. Unglaublich übrigens, wie stark ich diesen Honiggeschmack erlebte!

Tag vier. Wenn ich es nicht an mir selbst erleben würde, würde ich es nicht glauben: Das Aufstehen am Morgen klappt gerade mühelos! Liegt das an der Detox-Challenge? Ich bin mir ziemlich sicher. Mich begleitet über den Tag, der durch die vegane Ernährung, wenn ich unterwegs bin, gar nicht so einfach ist, ein fast leichtes Gefühl. Kolleginnen haben mich zu meinem strahlenden Lächeln angesprochen, also scheint meine gefühlte Veränderung auch tatsächlich wahrgenommen zu werden. Meine Haut glättet sich – nicht nur im Gesicht erlebe ich die Entspannung, kleine Fältchen verschwinden.

Granatapfelkerne: Köstlich zum Naschen für zwischendurch. Quelle: pixabay.

Die Haut wirkt wieder irgendwie genährter. Auch mein Bindegewebe, das von Natur aus gern Wasser einlagert, wird sichtbar glatter und lässt wohl das Wasser los – was sicher auch der Trockenbürstenmassage zu danken ist.

Einen gesunden Snack für zwischendurch habe ich mir jetzt zur Regelmäßigkeit werden lassen: ich habe immer ein paar Nüsse, aber auch ein Döschen frische Granatapfelkerne mit im Büro. Das ist ein herrliches Naschen – und auch noch so gesund. Der Granatapfel liefert zum Beispiel Mineralstoffe wie Kalium, und Spurenelemente wie Eisen und B-Vitamine – kann also nur gut tun.

Tag Fünf. Die Sonne scheint wieder! Und dass nicht nur in mir drinnen, sondern endlich auch wieder draußen. Der vergangene Dezember war grauer und dunkler als die letzten 24 Jahre, hörte ich heute im Radio. Kein Wunder also, dass mein Gemüt sich nach Sonne und Freude sehnt! Morgens im Dunkeln aufstehen, abends erst im Dunkeln nach Hause kommen und kaum Zeit an der frischen Luft – das kann keine Seele lange aushalten, oder?! Der Zeitpunkt, gleich am 5. Januar, am Ende der Raunächte, mit der Detox-Challenge zu beginnen, hatte etwas wirklich Bewegendes! Statt in der schieren Ohnmacht der weihnachtlichen Fülle zu stagnieren, habe ich mich gleich zu Beginn des Jahres meiner Fitness zugewandt. Das verleiht mir den Auftrieb, den ich für anstehende Aufgaben brauche. Und, obwohl ich mir gerade in der Detox-Zeitspanne mehr Zeit für mich eingeräumt habe, spüre ich, dass meine Kraft erwacht. Der Sinn für Neues, der Spaß an Kreativem und die Neugier fühlt sich so an, wie die Sonne, die nach so langen dunklen Tagen endlich wieder hervorkommt und ihre Strahlen über die winternasse Landschaft legt. Jede Pore meiner Haut saugt das Sonnenlicht jetzt auf – und hoffentlich sehen wir sie jetzt wieder öfter und länger. Ich strecke meine Arme aus und atme tief ein und aus.

Tag Sechs. „Solange wir atmen, fühlen wir uns lebendig“ – der gestrige Morgenimpuls hat mich den ganzen Tag lang begleitet. Eine Gehmeditation auf dem Weg vorbei an Feldern und Wiesen – das ließ sich doch direkt in den Tagesplan einbauen. Wunderbar. Auf vier zählen, einatmen, auf sechs zählen, ausatmen. Mit langsamen Schritten, auf die ich mich ganz konzentriere, komme ich bald in einen rhythmischen Gang. Ich verliere mich darin und bin ganz bei mir. Tiefe Entspannung und eine Ruhe breitet sich in mir aus, die mich den restlichen Tag lang begleitet. Wenn dieser Gleichmut ein bleibendes Ergebnis dieser Detox-Challenge wird, dann bin ich ganz glücklich. Entgiftet hat dieser ruhige Spaziergang meinen Geist und bestimmt auch meine Seele. Ich vermute, dass mein Blutdruck viel tiefer war als sonst. Und der Arbeitstag verlief damit viel entspannter und eben gleichmütiger. So kann es weitergehen. Ich bin überrascht, was eine Detoxwoche bewirken kann.

Tag sieben. Ganz entgegen den grauen Lichtverhältnissen draußen und dem nasskalten Wetter geht es mir durch die nun eine Woche dauernde Kur richtig gut. Der Energiepegel steigt, ich komme leicht aus dem Bett, bin wacher als sonst und nicht so träge, Wirklich: Trägheit ist das, was ich verliere – mehr als alles andere. Und das zu einem so frühen Zeitpunkt im Jahr! Das ist wirklich in allen Gliedern spürbar. Der Spaß an allem ist wieder da, die Spontaneität höher, die Begeisterungsfähigkeit und Aufnahmebereitschaft. Alles ist elastischer – Kopf und Körper. Ganz erstaunlich, obwohl die Umstellung so sanft und entspannt vonstatten ging. Im Vergleich zu einer Fastenkur kann ich eine Detoxkur viel besser in meinen Alltag einbauen, denn ich habe keine Leistungseinschränkungen. So, und wo ist der nächste Baum zum Umarmen?!

Tag acht. Wenn ich zum Start der Detox-Woche zurückschaue, kann ich die Zeit in drei unterschiedliche Teile aufteilen: Im ersten Drittel steht das Umsetzen der vorgegebenen Maßnahmen im Vordergrund. Der Wissensdurst ist groß, die Morgen-Impulse geben mir das Gefühl, der Aufwand lohnt sich; ich bin auf einem guten Weg.

Im zweiten Drittel, wenn sich die Ernährung umgestellt hat und alles leicht von der Hand, rückte das Gefühl, die Welt zu umarmen in den Vordergrund. Die eigene Energie erwachen zu spüren und die Umwelt wieder viel intensiver wahrzunehmen, war überraschend und nahm die Aufmerksamkeit für sich in Anspruch.

Im letzten Drittel jetzt ist die Kreativität erwacht, der Blick schweift wieder näher um mich herum. Ich möchte aufräumen, ausmisten, neu strukturieren. Das hat gefühlt auch mit der Entgiftung zusammen: Wir schaffen die Giftstoffe aus dem Körper und gleichzeitig wächst das Bedürfnis, das eigene Umfeld zu entschlacken. Das entgiftet nochmal – als würde es sich dadurch leichter atmen lassen.  Ich bedaure jetzt schon, dass die 10 Tage schon fast um sind. Verrückt, oder?!

Tag neun. Durch den Morgenimpuls und die wertvollen Links richte ich meinen Blick auf meine Kosmetik und Pflegeprodukte. Ich achte schon länger auf eine natürliche Hautpflege, nicht nur die Inhaltstoffe an sich sind mir wichtig, sondern auch woher sie kommen und wie sie verarbeitet werden. Für die Haare verwende ich eine einfache Haarseife. Sie pflegt die Haare mit natürlichen Inhaltsstoffen, sie soll auch der Struktur des Haares gut tun. Was mir aber auch wichtig ist: Sie braucht keine Plastikflasche. Wenn ich über den ganzen Plastikmüll nachdenke, wird mir regelrecht schlecht. Mit der Detoxkur zeige ich, was mir meine Gesundheit wert ist, aber sollten wir den Detox-Gedanken nicht gleich für unsere Umwelt weiterdenken? Also: Ziel sollte sein, noch weniger Plastiktüten und -Verpackungen zu verbrauchen – sie tun auch uns nicht gut. Weichmacher gelangen möglicherweise in Obst und Gemüse, das will ich einfach nicht mehr. – Eine Detoxwoche ist wirklich für vieles gut: auch dafür, mein Konsumverhalten wieder einmal deutlich zu überprüfen. Hier denke ich, gibt es keinen 10-Tage-Plan. Das ist ein stetiges Verändern und bewusst werden. Auch über diese Schärfung meiner  Haltung freue ich mich sehr – ein Aspekt, der den Wert der Detoxkur weit über ihren eigentlichen Zweck erhöht hat.

Tag 10. Ich kann zusammenfassend nur große Begeisterung für die Detoxkur äußern! Ich fühle mich rundum wohl, ich bin morgens viel fitter beim Aufstehen und das bleibt auch den ganzen Tag so. Also kein Nachmittagstief nach dem Essen zum Beispiel.
Eine andere, mir wichtige Veränderung die ich festgestellt habe, will ich gern auch hier weitergeben: Ich hatte im vergangenen Jahr einen schweren Bandscheibenvorfall und hatte bis jetzt immer noch leichte Schmerzen im Ischiasbereich. Vor allem morgens beim Aufstehen war die Beweglichkeit eingeschränkt. Mit der Detoxkur ist das mit jedem Tag besser geworden. Damit hätte ich absolut. Nicht gerechnet – ich freue mich sehr.
Den Fitnessdrink und den Frühstücksbrei mit Mandelmilch sowie die Granatapfkerne als Snack werde ich weiter beibehalten. Und vegan Mittagessen auch – bin absoluter Fan geworden!

Ein herrlich leichtes Gefühl nach der Kur. Das will ich bewahren. Quelle: pixabay.

Tag eins nach der 10-tägigen veganen Detoxkur. Das habe ich noch nicht erlebt! Ich habe schon einmal gefastet, ich habe auch schon mehrmals eine 7-Tage-Könrerkur gemacht. Jedes Mal war ich heilfroh, wenn die Zeit endlich um war und ich wieder „normal“ essen konnte. Diesmal, mit der veganen Detox-Kur ist das völlig anders gelaufen!

Ich fühle mich so gut gerade, dass ich gar nicht aufhören will. Ich bekomme sogar schon Komplimente von Kolleginnen – es ist also nicht nur mein eigenes Gefühl. Ich strahle dieses Wohlgefühl wohl tatsächlich aus. Also nein, das will ich mir jetzt auch nicht wieder nehmen lassen. Und deshalb mache ich jetzt weiter. Mit veganem Essen. Mit dem Fitnessdrink. Mit dem täglichen Trockenbürsten. Ob ich Leberwickel und Einlauf weiter betreiben werde, das weiß ich noch nicht. Aber auf Kaffee und Alkohol verzichte ich auch gerne noch ein ganzes Weilchen. Danke, Bettina Fornoff, für diesen Wohlfühlstart ins Jahr 2018!

Vielleicht konnte ich Euch durch mein Tagebuch begeistern oder wenigstens neugierig machen. Wie weit seid ihr mit euren Vorsätzen? Ich freue mich auf eure Geschichten,

eure Elma

Loslassen für den Neubeginn

Das neue Jahr ist noch ganz frisch und erfüllt von guten Wünschen und freudigen Erwartungen. Ich verabschiede mich von 2017 voller Dankbarkeit für alle schönen Begegnungen und Ereignisse – ich lasse das alte Jahr los, mache mich leer und weit für alles Neue.

Öfter mal abzuschalten und loszulassen, das steht sicher nicht nur bei mir ganz oben auf der  Wunschliste, denn wir sind doch alle viel zu sehr getrieben im Alltag und sehnen uns nach Ruhe und inneren Frieden. Deshalb nutze ich den Jahresbeginn um über LOSLASSEN zu schreiben und mit meinem Beitrag gleichzeitig an der Blogparade von Silke Steigerwald teilzunehmen.

Foto: nadyatess/fotolia

Elma und ich schreiben seit vielen Jahren hier in der Mondhütte zu

  • Achtsamkeit,
  • Auszeit,
  • Frauengesundheit,
  • Loslassen,
  • Wohlfühlen,
  • Naturheilkunde u.v.m.

und werden immer wieder gefragt, was der Begriff „Mondhütte“ denn eigentlich bedeutet. Wir verstehen darunter Dir und Euch einen Ort anzubieten, der immer wieder an das regelmäßige LOSLASSEN erinnert: regelmäßig einmal im Monat alles loszulassen und wieder ganz bei Dir selbst anzukommen. Die Mondhütte also als Synonym für den Ort, den wir alle in uns tragen, ganz tief in uns, dort wo wir bei uns selbst ankommen, ruhig werden und uns wohlfühlen.

Nur wer regelmäßig loslässt und zur Ruhe kommt, kann gesund, kreativ und leistungsfähig sein.

Loslassen – achtsam sein. Foto: robert/fotolia

Das ist besonders für uns Frauen wichtig. Unser Körper erinnert uns monatlich mit unserer Menstruation daran: „Loslassen – Reinigung – Erneuerung“ – nur, vergessen wir so oft auf unseren Körper zu hören. Manchmal zwingen uns dann erst eine schlimme Migräne, oder Schmerzen dazu, mehrere Gänge zurückzuschalten, den Stress loszulassen und uns eine Auszeit zu gönnen. Unser Körper ist sehr weise und sagt uns eigentlich immer ganz genau was Sache ist.

Ohne Loslassen kann Neubeginn nicht gelingen.

Eigentlich ist es das einfachste von der Welt und doch tun wir uns so schwer mit dem Loslassen. Kennst Du das von Dir auch? Wir suchen einen Ausgleich zum Alltag indem wir z.B. Joggen gehen, zum Sport, Yoga, oder einem Hobby nachgehen. Das ist ohne Frage wichtig, bringt vielleicht auch den Kopf frei, hat aber eigentlich nichts mit LOSLASSEN zu tun.

Unter Loslassen verstehe ich das absolute NICHTS tun, ohne Druck, Ehrgeiz, Anstrengung – einfach nur ich selbst sein und meine Seele baumeln lassen.

Nur so kann sich Körper und Geist komplett regenerieren und Du kannst neue Kraft schöpfen. Gönne Dir diese regelmäßige Kraftquelle im kommenden, noch neuen Jahr. Suche für Dich den besten „Mondhüttenplatz“ – dort wo es Dir leicht fällt Anspannung loszulassen und Dich innerlich zu weiten um wieder strahlen zu können. Mir fällt das immer am leichtesten in der Natur und dazu genügt oft schon nur ein Blick, von meinem Sofa aus, in den Garten.

Alles Liebe, Deine Luise

 

Auch ungesund: Zuviel Schlaf.

Am Wochenende lange ausschlafen – das bringt gar nichts. Foto: pixabay.

Zu viel Schlaf? Wie bitte? Die meisten von uns schlafen doch viel zu wenig, dachte ich. Jeder zweite von uns sehnt sich doch nach einem Wochenende, um endlich mal wieder auszuschlafen. Oder?! Also mir geht es so – ich oute mich gerne. Das größte Geschenk für mich: Bis mittags zu schlafen. Doch ich musste auch lernen: Mehr als 9 Stunden Schlaf sind langfristig ungesund. Oder sagen wir mal so: Mehr als 9 Stunden Schlaf machen müde.

Unter der Woche steht der Schlaf ganz hinten auf der Liste der Lieblingsbeschäftigungen. Schlafen? Was für eine Zeitverschwendung. Oder?! Unsere Gesellschaft ist doch ständig auf der Überholspur und permanent übermüdet. Wer aber glaubt, sich das Schlafen bis zum Wochenende aufzuheben, der macht einen Fehler. Regelmäßier Schlaf sorgt für ein gesundes Funktionieren unseres Körpers, denn im Schlaf laufen wichtige  Prozesse und Regeneration im Köroer ab. Entspann` Dich also. Eine Studie hat untersucht, ob zuviel Schlaf krank macht: Von Teilnehmern der Studie, die 7 bis 9 Stunden regelmäßg schliefen, zeigten 29% eine Veranlagung zu Depressionen; vonTeilnehmern die dauerhaft 9 oder mehr Stunden schliefen, zeigten 49% Symptome.

Wir sollten also nicht  das Schlafen bis zum Wochenende aufschieben, sondern gleichmäßig ausreichend schlafen. Dazu gehören Einschlafrituale, eine zum Abend hin ruhiger werdende Lebensweise, ausreichend Bewegung und Sport und eine geeignete Ernährung, vor allem am Abend. Die „richtige“ Menge Schlaf ist übrigens altersabhängig – aber auch immer sehr individuell. Im Schnitt brauchen

  • Neugeborene (0-3 Monate) 14-17 Stunden.
  • Säuglinge (4-11 Monate) 12-15 Stunden.
  • Kleinkinder (1-2 Jahre) 11-14 Stunden.
  • Vorschulkinder (3-5 Jahre) 10-13 Stunden.
  • Ersten Schuljahre (6-13 Jahre) 9-11 Stunden.
  • Jugendliche (14-17 Jahre) 8-10 Stunden.
  • Junge Erwachsene (18-25 Jahre) 7-9 Stunden.
  • Erwachsene (26-64 Jahre) 7-9 Stunden.
  • Senioren (ab 65 Jahre) 7-8 Stunden.

„Slow down your life“ – das ist der Schlüssel zu einem mehr und mehr stimmigen Rhythmus, der uns eine ständige Müdigkeit ersparen kann.  Ein Schlüssel gegen die ständige Rastlosigkeit. Steig doch aus, bleib einfach mal zuhause. Gerade jetzt, in einer Zeit, in der die Tage so kurz und die Abende lang sind. Lesen, handarbeiten, handwerken. Dazu Kerzenlicht, eine Tasse Tee – das ist Mondhüttenzeit.

Und wer noch mehr „wagen“ möchte: Geh doch auch den Alltag etwas langsamer an und plane feste Zeiten für Sport und Bewegung an der frischen Luft ein. Das macht leistungsfähig. Und glücklich. Um abends besser runter zu kommen, dafür hat Luise uns letzte Woche schon wertvolle Tipps gegeben. Gedichte zu lesen vor dem Einschlafen, das möchte ich Dir heute empfehlen. Haikus beispielsweise sind kurze Dreizeiler in einer ganz alten japanischen Tradition. Diese sind so vielschichtig, so berührend, dass sie Dich beruhigen und in den Schlaf tragen können. Das kann ein abendliches Ritual werden. Ein Haiku lesen und mit dem Gefühl zu diesem Gedicht langsam tiefer und tiefer sinken, alles andere vergessen und ruhiger werden. Du löschst das Licht und freust Dich auf einen erholsamen Schlaf, der leicht und selbstverständlich kommt.

Schlaf also gut – und nicht zu lange.

Deine Elma

 

Schlafen – notwendiges Übel oder purer Genuss?

Der Schlaf hat, glaube ich, nur in der Kunst eine positive Stellung. Quelle: ganzheitlichschlafen.wordpress.com

Nichts ist so sinnlos wie schlafen?! Wir sind doch ständig damit beschäftigt, unseren Alltag zu optimieren, noch mehr hineinzuquetschen, noch ergebnisorientierter und zeitverdichteter zu werden. Da stört die Zeit, die wir zum Schlafen brauchen, doch nur. Oder nicht?! Wieviel Schlaf brauchen wir eigentlich wirklich? Und wie können wir diese aktuell als absichtslose und uneffizient blockierte Zeit wieder in einen Fokus rücken, der den Schlaf als unersetzliches, biologisch notwendiges Naturheilmittel ansieht und als sinnvolles und glücklich machendes Kleinod neu ins Zentrum unseres Bewusstseins rückt?! Ich werde die Betten aufschlagen und hineinspringen dafür!

 

„Der Schlaf ist doch die köstlichste Erfindung.“ (Heinrich Heine)

Seit Heinrich Heine hat sich wohl einiges geändert. Mit „Schlaflos in Seattle“ jedenfalls, einer verrückten, schlaflosen und geschwindigkeitsliebenden Liebeskomödie, die seit 1993 viele ins Kino lockte, ist das „Nicht-mehr-schlafen“ fast ein geflügeltes Wort geworden. Und gesellschaftsfähig. Mir fällt dieser Titel immer wieder ein, wenn ich rastlos von Termin zu Termin hetze und ich, wenn ich dann endlich im Bett liege, nicht einschlafen kann. Denn jetzt nimmt sich mein Gehirn endlich Zeit, die Ereignisse des Tages zu verarbeiten und einzuordnen. Wichtig / weniger wichtig / unbedingt nicht vergessen… Und schon dreht das Gedankenkarusell und stellt sich schon auf den kommenden Tag ein. Aufgaben, die dringend erledigt werden müssen und Termine, die ich nicht vergessen darf und die meine volle Aufmerksamkeit brauchen. Und Mist, ich wollte doch unbedingt noch Tulpenzwiebeln vor dem ersten Frost in die Erde bringen. Doch die Tage sind kurz, wann soll ich das bloß machen…Und so weiter und so weiter… Der Herzschlag geht hoch und an Schlaf ist nicht mehr zu denken.

Kennt ihr das? Diese Atemlosigkeit im eigenen Hamsterrad? Diese Hetze an jedem einzelnen Tag? Egal ob beruflich oder in der Freizeit? Egal, ob mit Kindern oder ohne? Kein Wunder also, dass immer weniger Menschen gut schlafen können.

Laut einer aktuellen Studie schlafen 80% aller Berufstätigen in Deutschland schlecht. Das ist eine alarmierende Zahl! Etwa ein Drittel der Bevölkerung fühlt sich regelmäßig erschöpft. Und was ist die Folge? Nicht etwa, dass sie sich mehr Zeit zum Schlafen nehmen. Nein, ganz im Gegenteil:  Im Vergleich zu 2010 nehmen heute fast doppelt so viele der 35- bis 65-jährigen Arbeitnehmer Schlafmittel, besagt die oben genannte Studie.

Wir müssen funktionieren. Im Arbeitsleben, in der familiären Doppelbelastung mit Kindern. Dazu kommt ein hoher Anspruch an die Freizeitaktivitäten: Es soll ausreichend Sport getrieben werden, der Gesundheit zuliebe. Dann muss Kulturelles auf den Plan, daneben sollen aber auch Freunde, Eltern und Kinder nicht zu kurz kommen. Und wo sparen wir am einfachsten, wenn die Woche mal wieder nicht reicht für all das Erlebenswerte? Naja, dann reicht doch bestimmt auch mal eine Nacht mit 3-4 Stunden.

Dass wir Schlaf kaum aufholen können, haben viele von uns schon am eigenen Leib erlebt. Das geht in jungen Jahren noch recht gut, wird aber mit zunehmendem Alter immer anstergender. oder sage ich da etwas Falsches?

Ich frage mich also: Was ist so schlecht daran, gut und ausreichend zu schlafen? Wenn wir diesem Bedürfnis wieder mehr Rechte und Glücksgefühle zuschreiben, dann sollte es klappen. Mit dem Schlaf. Mit einer guten Erholung in der Nacht. Und vermutlich klappt es dann auch mit dem Erhalt unserer Gesundheit, der geistigen, der seelischen und der körperlichen übrigens. Sie hängen alle drei von einem ausgewogenen Schlaf ab.

Und weil uns die Müdigkeit so wichtig ist, werden Luise und ich uns noch ein wenig ausführlicher mit dem Schlaf beschäftigen. Freut Euch also auf die Fortsetzung. Und:

Schlaft schön! Eure Elma