Die Herbstzeitlose

Habt Ihr sie schon gesehen? Auf Wiesen und an Waldrändern: die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale). Eine wunderschöne Blume, deren Blüte an Krokus oder Safran erinnert. Die Blätter allerdings, sehen dem Bärlauch sehr ähnlich, was manchmal dramatische Folgen hat, denn die Herbstzeitlose ist hochgiftig. Im Volksmund kennt man auch ihre  Beinamen wie „Nacktes Mädchen“, „Nackte Hure“ oder „Nackte Jungfer“; ihre Ähnlichkeit mit anderen Pflanzen und die daraus resultierende Verwechslungsgefahr führte zu Bezeichnungen wie „Giftkrokus“, „Teufelswurz“ oder „Leichenblume. (www.apotheke-homoeopathie.de).

Herbstzeitlose ist hochgiftig! Foto: pixabay

Herbstzeitlose ist hochgiftig! Foto: pixabay

Alle Teile der Herbstzeitlosen enthalten das stark giftige Alkaloid Colchicin. Vergiftungs-erscheinungen treten meist erst mit zwei bis sechs Stunden Verzögerung ein. Die Symptome äußern sich zunächst in einem Brennen im Mund. Es folgen Schluck-beschwerden, Übelkeit und Erbrechen mit oft blutigen Durchfällen. Je nach Dosis kann es vor allem bei Kindern bis zum Tod durch Atemlähmung oder Kreislaufversagen kommen, häufig beobachtet man auch Nierenschädigungen. Eine besondere Gefahr von Colchicin geht für Kinder aus, die in ländlichen Gegenden z. B. beim Einsammeln von Heu im beginnenden Herbst leicht in Kontakt mit den dann blühenden Pflanzen kommen können, gerade auch in Anbetracht der schon beim Erwachsenen geringen tödlichen Dosis von Colchicin, die bei Kindern noch niedriger liegt. Außerdem gibt es Berichte über Vergiftungen durch die Milch von Schafen oder Ziegen, die zuvor Herbstzeitlose gefressen haben sollen. (Wikipedia)

herbstzeitlose

In der Naturheilkunde ist Colchicum (Herbstzeitlose) ein sehr geschätztes Heilmittel bei Rheuma, Neuralgien, Magen- und Darmentzündungen, Erbrechen und ganz besonders bei Gicht. Wegen seiner hohen Giftigkeit sollte Colchicum nur als homöopathisches Arzneimittel verabreicht werden (bis zur D3 verschreibungspflichtig) und das aus fachkundiger Hand.

Colchicum in der Schwangerschaft
Colchicum hilft bei extremer Schwangerschaftsübelkeit in Verbindung mit Magenschmerzen. Besonders dann, wenn Essensgerüche immer wieder heftiges, erschöpfendes Erbrechen auslösen. Das Mittel hat sich besonders zu Beginn der Schwangerschaft bewährt, darf aber nur nach fachkundlichem Rat und erst ab einer homöopathischen Potenz ab D6 angewendet werden.

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