Warum nicht mal anders herum? Eine „Do not“ Liste…

Foto: Ismael Nieto/Fotolia

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Immer wieder begegne ich Frauen, die zwar verstehen wie substantiell wichtig regelmäßige Auszeiten, bzw. Mondhüttentage für uns sind, die aber einfach nicht wissen, wie sie diese in ihrem Alltag auch umsetzen können. Und ich kenne alte, weise Frauen, die erst im fortgeschrittenen Alter erkennen, dass sie ihr ganzes Leben nur angepasst gelebt und nie ihren eigenen Bedürfnissen nachgegeben haben. Sie haben das gelebt, was von ihnen erwartet wurde.

Seien wir mal ehrlich – unser Leben dreht sich immer schneller und unser Alltag wird immer angefüllter mit Terminen, die erledigt werden sollten. Dabei erstellen wir uns oft Checklisten, To do Listen, um den Überblick zu behalten und effizient alles abzuarbeiten. Aber das betrifft auch gar nicht immer nur die Arbeit, oder die unterschiedlichen Jobs, die wir zu bedienen haben, oft genug betrifft es auch einfach nur private Termine. Es gibt ein solches Überangebot an tollen Freizeitmöglichkeiten, an Seminaren, Vorträgen, Ausstellungen, Möglichkeiten sich zu engagieren, dass wir oft gar nicht wissen, wie wir das unter einen Hut bekommen können. Die sich stetig beschleunigende Spur des Arbeitsalltages holen wir uns also noch zusätzlich ins Privatleben. Keine Frage, es sind alles super interessante und lohnenswerte Ideen für die Freizeit – aber wo bleibt dabei die Achtsamkeit für uns selbst?

Wie schräg ist das, erst mit 80 Jahren irgendwann zu erkennen, dass man durchs Leben gehetzt ist und sich in der Freizeit mit Terminen zugeschüttet hat, weil man dachte, das tut man so und es wird „von den Leuten“ einfach erwartet, dass man sich für alles interessiert und für alles engagiert?

Foto: Sensay/Fotolia

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Das geheime Wort lautet ENTSCHLEUNIGUNG… Deshalb plädiere ich für eine „DO NOT“ Liste! Zur achtsamen Erinnerung. Die könnte beispielsweise so aussehen:

  1. nicht und von niemandem ausnutzen lassen
  2. nicht bevormunden lassen
  3. keine Dinge tun, die Du eigentlich gar nicht wirklich willst
  4. nicht über Deine Grenzen gehen, sondern achtsam mit Dir selbst sein
  5. nichts tun, nur weil „die Leute“ ansonsten schlecht denken könnten
  6. nicht durchs Leben hetzen
  7. nicht auch noch nach Feierabend und am Wochenende nach Terminen getaktet sein
  8. nicht die regelmäßigen Mondhüttentage vergessen 🙂

Sicher wird Dir hierzu noch einiges mehr einfallen. Wichtig ist es, dass Du erkennst, wie wundervoll das Leben ist und dass Du einfach viel mehr auf Deine innere Stimme, Deine Intuition und Deine Bedürfnisse hörst.