Ein hohes Ziel: Stoische Ruhe

Ruhe

Ruhe finden. Gelassenheit üben. An den kürzer werdenden Tage.

Zu den Idealen der Stoiker in der Antike gehörte vor allem GELASSENHEIT, GLEICHMUT und INNERE RUHE. Was wir uns vom regelmäßigen Rückzug in die Mondhütte versprechen, deckt sich stark mit der griechischen Philosophie. Dabei ist die „Stoa“, die griechische Philosophenschule, schon sehr alt. In einer öffentlichen Säulenhalle in Athen (stoa poikile) versammelte Zenon von Kition um 300 v. Chr. seine Schüler und begründete die Philosophie, die ein Leben frei von Affekten vorsah.

„Alles ist wie durch ein heiliges Band miteinander verflochten“, formuliert einer der letzten römischen Stoiker, Kaiser Mark Aurel.

Die regelmäßige Praxis des Rückzugs in die Mondhütte bedeutet Seelenpflege und geistige Reinigung, die uns heute zu einer inneren Ruhe führen kann, die nach und nach immer stärker in unser tägliches Leben wirken kann. Hier vergleiche ich unser Streben gerne mit den alten Stoikern, die „nur durch ein lebenslanges Bemühen um Selbstformung, das auch den Herausforderungen von Schicksal und mitmenschlichem Umfeld standhält, Aussicht auf Seelenruhe erlangen.“

Ich kann nur jede(n) einladen, sich für die Philosophie der Stoiker einmal Zeit zu nehmen. Es eröffnet sich ein altes Wissen, das auf unsere heutigen Bedürfnisse und Lebensweisen anwendbar ist und hohen inneren Wert haben kann. Aus meiner Schreibwerkstatt kann die vertiefende Auseinandersetzung mit der „stoischen Gelassenheit“ auch ohne den altgriechischen Überbau eine spannende Aufgabe sein:

#Übung: Nimm das Wort „Loslassen“ in Dir auf und drehe es hin und her wie eine Kugel. Schreibe 5 Minuten täglich, am besten morgens nach dem Aufstehen, was Dir genau in dem Moment zu diesem Wort einfällt.