ENTschleunigung – der Tritt auf die Bremse

Foto: Christian Müller/Fotolia

Der Stress in unserem Leben gibt uns das Gefühl einer Achterbahnfahrt. Foto: Christian Müller/Fotolia

Immer öfter habe ich das Gefühl, die Welt dreht sich immer schneller. Termindruck, Ereignisse, Neuigkeiten, Fortschritt – alles kommt vorbeigeflogen und gibt mir das Gefühl kaum noch schritthalten zu können. Mein Leben scheint vom Terminkalender beherrscht und in einzelne Sequenzen und Einheiten getaktet. Es bleibt kaum noch Spielraum für LEBEN…

Foto: Viika/Fotolia

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Eine ganze Weile kann ich das aushalten. Bis ich mich irgendwann fühle, wie auf einer Achterbahnfahrt und nur noch das eine Bild im Kopf habe: Vollbremsung – langsamer werden – wieder zu mir finden – ENTSCHLEUNIGEN.

Ich bin sicher, jeder hat dafür seine eigenen Mechanismen entwickelt – bzw. hat spätestens dann begonnen welche zu finden, wenn es für Entschleunigungs-Maßnahmen schon einmal zu spät war und der Körper alle Signale auf ROT setzte, in Form einer Erkrankung. Unser Körper zeigt es uns ganz genau. Vielleicht reagiert er anfangs mit wiederholten Erkältungen, Kopfschmerzen, später eventuell mit Schwindel, Bluthochdruck, Schlafstörungen usw., um dann irgendwann im Burnout, dem absoluten Tiefpunkt anzukommen, falls die deutlichen Körpersignale immer wieder mißverstanden oder überhört werden.

Wie sehen Deine Maßnahmen zu Entschleunigung und Achtsamkeit aus? Foto: blende11.photo/fotolia

Wie sehen Deine Maßnahmen zu Entschleunigung und Achtsamkeit aus? Foto: blende11.photo/fotolia

Eigentlich sollte man im Laufe der Zeit gelernt haben, gar nicht erst in diese Achterbahn der Überlastung zu kommen. Leider bemerke ich aber auch immer erst, dass sich alles zu schnell dreht, wenn meine inneren Alarmlampen anfangen zu blinken. Dann habe ich das Gefühl unbedingt sofort auf die Bremse zu treten und alles langsamer anzugehen. Meine persönlichen Entschleunigungs-Maßnahmen sind:

  • Sofort sämtliche privaten Termine streichen, damit ich nicht auch noch in der Freizeit nach dem Kalender getaktet bin.
  • Überprüfen, was beruflich momentan nicht „brennt“ und mir die Möglichkeit gibt, ein paar Stunden weniger zu arbeiten (Überstunden abbauen).
  • Mit Yoga in den Tag gehen – wobei ich mit 3 Sonnengrüßen und dem Baum beginne und mich täglich ganz langsam steigere.
  • Mir die Zeit nehmen, um ausgedehnte Waldspaziergänge zu machen, eventuell auch Wandern zu gehen.
  • Mich mit Gartenarbeit beschäftigen, das erdet mich sehr und „bringt mich runter“.
  • Noch mehr auf meine Ernährung zu achten (was bringt mir Energie und hält mich vital?).
  • Während der Arbeit regelmäßig kurz innezuhalten, um ganz bewusst im Hier und Jetzt zu sein und tief in den Bauch zu atmen.
  • Mich mit Dingen beschäftigen, die der Seele gut tun.
  • In die Stille gehen, zu meditieren.

Ganz sicher hast Du auch Ideen und weißt wie Du Dich selbst entschleunigen und achtsamer mit Dir umgehen kannst. Die regelmäßige Mondhüttenzeit ist eine besonders gute Übung dazu.