Er ist wieder da…

Blühender Bärlauch wächst bevorzugt an schattigen Waldstellen. Foto: juhumbert / fotolia

Blühender Bärlauch wächst bevorzugt an schattigen Waldstellen. Foto: juhumbert / fotolia

Der Frühling ist noch gar nicht wirklich da und schon zeigt er sich, der würzige Bärlauch (Allium ursinum) oder auch wilder Knoblauch genannt, je nach Lage… In diesem Jahr konnte man ihn schon Ende Februar entdecken, anderswo lässt er sich noch etwas Zeit. Die Blütezeit fällt meist auf Anfang April.  Durch seinen feinen Knoblauchduft sind die Blätter unverkennbar und machen schon aus der Ferne aufmerksam, auf diese wunderbare, sehr schmackhafte und heilende Pflanze. Wie ein stärkender Gruß an den Frühling, vertreibt er den Winter.

Wie sein Duft uns schon verrät, ist der Bärlauch ein Verwandter des Schnittlauchs, der Zwiebel und des Knoblauchs. Alle vier Pflanzen gehören zur Gattung ALLIUM. Aus den weichen, frischen Blättern lassen sich köstliche Gericht herstellen oder verfeinern. Ich bin fast sicher, dass Elma uns nächste Woche einige ihrer Lieblingsrezepte verrät.

Foto: © Mny-Jhee / Fotolia

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In der Naturheilkunde wird Bärlauch wegen seiner Expansionskraft und ausleitenden, reinigenden Wirkung geschätzt. So kann Bärlauch (Allium ursinum) sehr hilfreich sein bei Bluthochdruck mit Arteriosklerose. Aber auch bei chronischen Darmerkrankungen kann er Linderung verschaffen und in der Ausleitungstherapie von z.B. Schwermetallen aus dem Organismus ist er kaum wegzudenken, denn er regt die Ausscheidung der Niere stark an. Also genau das Richtige für eine Frühjahrskur! Ich empfehle Euch, jetzt wenn die frischen Blätter sprießen, Bärlauch in allen Variationen in den Speiseplan einzubauen. Wer das nicht mag, kann sich mit Bärlauch-Urtinkturen
stärken und vitalisieren.

Aufpassen sollte man allerdings, dass man Bärlauch nicht mit den Blättern des Maiglöckchens oder der Herbstzeitlosen verwechselt, die beide giftig sind. Eigentlich lässt sich der wilde Knoblauch einwandfrei identifizieren, aber manchmal überdeckt sein Duft weite Flächen, sodaß mancher zögern wird. Es gibt einwandfreie Identifikationsmerkmale, die hier sehr gut beschrieben wurden: www.botanikus.de

Interessant zu wissen ist auch, dass Bärlauch für manche Tiere giftig ist. Deine Pferde (bei Aufnahme größerer Mengen), Hasen und Kaninchen sowie Hamster und Meerschweinchen also bitte nicht mit den Blättern füttern!