Es stimmt etwas nicht – Teil 1: PAP-Abstrich

Vor einiger Zeit hatte ich schon zum Thema PAP-Abstrich und Zellveränderungen am Gebärmutterhals geschrieben und möchte dieses Thema wieder aufgreifen, da es nach wie vor aktuell und so wichtig ist.

In Teil 1 geht es darum, was ein PAP-Abstrich überhaupt ist und in den Folgebeiträgen erfährst Du, welche naturheilkundlichen Behandlungen es gibt und wie Du Dein Immunsystem stärkst, damit es gar nicht erst zu einem schlechten Befund kommt.

Foto: Unsplash

Eigentlich fühlst Du Dich wohl. Vielleicht war es in letzter Zeit etwas zu viel Stress. Du hattest nicht wirklich genügend Auszeit für Dich. Vielleicht warst Du auch öfter erkältet, hast gemerkt, dass Dein Immunsystem nicht so ganz auf der Höhe ist.

Nun steht der regelmäßige Krebsvorsorgetermin bei Deiner Gynäkologin an. Wie bei jeder Vorsorgeuntersuchung macht sie mit einem langen Wattestäbchen oder einem Bürstchen einen Abstrich von dem zarten Gewebe rund um Deinen Muttermund. Im Labor werden die abgestrichenen Zellen auf Veränderungen untersucht. Etwaige Zellveränderungen am Muttermund – sie werden auch Dysplasien genannt – sind nicht zu spüren und machen keine Beschwerden, deshalb sind routinemäßige Krebsvorsogeuntersuchungen auch so wichtig.

Nach einigen Tagen bekommst Du, das ist neu für Dich, einen Anruf aus der Frauenarztpraxis. Man teilt Dir mit, dass „etwas nicht stimmt“, der PAP-Wert des Abstriches ist auffällig. Man vereinbart einen Besprechungstermin mit Dir, bei dem Du erfährst, dass Dein PAP-Wert bei 2 liegt. Es liegen also leichte Veränderungen vor, die man in ca. 6 Monaten wieder kontrollieren sollte. Diese Zeit, bis zur Nachkontrolle, ist meiner Meinung nach sehr wichtig, um sich zum einen bewusst zu machen, WARUM sich diese veränderten Zellen gebildet haben. Zum anderen kannst Du diese Zeit nutzen, um Dein Immunsystem durch eine naturheilkundliche, ganzheitliche Behandlung  zu stärken. Leider wird von den meisten Schulmedizinern nicht auf diese Möglichkeiten hingewiesen, was ich sehr bedauerlich finde, da wertvolle Zeit ungenutzt vergeht.

Aber WAS ist denn hier genau los? Wie kommt es zu diesen Zellveränderungen? Es gibt mehrere begünstigende Faktoren, u.a.

  • wiederkehrende oder auch chronische Infektionen durch Viren, Bakterien oder Pilze. Hierzu gehört auch der Papillomavirus (HPV).
  • durch Hormoneinnahmen wie durch die Pille
  • durch die Spirale, denn der in die Vagina hängende Faden kann das zarte Gewebe reizen
  • andauernder Stress schwächt das Immunsystem und kann Dysplasien fördern
  • mangelnde Hygiene des Mannes¹ kann ein Auslöser sein. So weiß man übrigens, dass Gebärmutterhalskrebs bei Nonnen, sowie bei Frauen beschnittener Männer, auffallend seltener vorkommt.

Auch psychische Faktoren können Dysplasien begünstigen und sollten unbedingt Beachtung finden. Die Erkrankung am Gebärmutterhals spielt sich an unserer intimsten Stelle, der Grenze zwischen unserem INNEREN und dem AUSSEN ab. Wir sollten uns fragen, wie wir mit der Wahrung unserer persönlichen Grenzen umgehen. Nicht nur, wenn es um Sexualität geht, sondern in allen Bereichen, z.B. im Umgang mit Verpflichtungen und Freiräumen, mit Geben und Nehmen.

Auf die psychosomatischen Hintergründe bei Dysplasien und die Möglichkeiten der Naturheilkunde werde ich in kommenden Beiträgen noch ausführlich eingehen.

PAP

¹ Spermien und Spermienzerfallsprodukte usw. lagern sich unter der Vorhaut an und wirken sich negativ auf das empfindliche Gewebe am Muttermund/Gebärmutterhals aus. Leider gibt es immer noch sehr viele Männer, die trotz regelmäßiger Dusche, ihren Intimbereich beim Einseifen vergessen. Kondome können uns Frauen schützen und sollten bei einem auffälligen PAP-Wert, vorsorglich zum Einsatz kommen.

Mehr zum Thema:
Es stimmt etwas nicht – Teil 2: Naturheilkundliche Behandlung
Es stimmt etwas nicht – Teil 3: Ernährung zur Immunstärkung
Es stimmt etwas nicht – Teil 4: Wonach sehnt sich Dein Körper?