Grüntee – Lebensqualität mit heilender Wirkung

Tea Plantation on the Hill at Cameron Highlands, MalaysiaDie wohltuende und heilende Wirkung des grünen Tees ist in Japan und China schon seit vielen Jahrhunderten bekannt. Auch hier bei uns wird Grüntee in der Alternativen Heilkunde, begleitend bei schweren Erkrankungen eingesetzt, wie z.B. bei extremer Immunschwäche (Burnout, Autoimmunerkrankungen, Krebs), bei Säurekrankheiten wie z.B. Arthrose u.v.m.

Grüner Tee enthält einen sehr hohen Anteil an Antioxidantien, Polyphenolen (EGCG), Vitaminen und Mineralien, die enthaltenen Saponine senken und gleichen den  Cholesterinspiegel auf natürliche Weise aus und der Gehalt an Vitamin C ist 6x höher als in der Zitrone, in besonders haltbarer Form. Durch die zeremonielle Art der Zubereitung vermag der Grüntee, in aufwühlenden, sorgenvollen und hektischen Zeiten, auch Geist und Seele zur Ruhe zu bringen.

Beim Grüntee werden die Teeblätter im Gegensatz zu schwarzem Tee nicht oxidiert (früher: fermentiert).  Grüner Tee unterscheidet sich von schwarzem Tee unter anderem in der Zubereitung, im Geschmack, den Inhaltsstoffen und Wirkungen des Aufgusses.

Nach dem Welken der frisch gepflückten Blätter verhindert ein kurzes Erhitzen, Rösten oder Dämpfen der Teeblätter die Fermentation. Aus diesem Grund bleiben nahezu alle im frischen Blatt enthaltenen Wirkstoffe erhalten. Die Umwandlung der Inhalte u. a. in Aromastoffe ist unterbunden. Wie der Schwarztee wird auch der Grüntee gerollt, hier aber nur, um das Teeblatt zur Weiterverarbeitung geschmeidig und den Weg der Inhaltsstoffe in die Tasse frei zu machen.

Nährstoffe des Grüntees:

  • Vitamin B1 (Thiamin) – Gehirn- und Nervenstoffwechsel
  • Vitamin B2 Riboflavin – Abbau und Verwertung von Kohlenhydraten, Fetten und  Eiweissen,  Zellatmung in den Mitochondrien, Energiespender der Zellen.
  • Vitamin B3 (Niacin) – bildet über 100 Enzyme zur Stoffwechselregulation und Botenstoffe für die Nervenreizübertra-gung (Neurotransmitter)
  • Vitamin B7 (Biotin) – Haut, Haare, gesundes Zellwachstum
  • Vitamin E und Beta-Karotin – Zerstörer Freier Radikale, stärkt endokrines System
  • Vitamin K – Knochenstoffwechsel, Blutgerinnung, Wundheilung, Nieren-,Leberfunktion
  • Folsäure – Blutbildung, gesundes Zellwachstum, ZNS (Fötuswachstum)
  • Zink – Bildung von roten und weißen Blutkörperchen, gesunde Zellteilung, Immunstimulans
  • Mangan – Enzymaktivierung, Knochenbildung, Blutgerinnung, Zucker-  Fett-Stoffwechsel, senkt Blutzuckerspiegel
  • Kalium – Herzrhythmus, Weiterleitung der Nervenimpulse
  • Magnesium – Nervenleistung
  • Fluor – Knochen, Zähne, Finger- und Fußnägel

Grüntee enthält einen großen Anteil an Epigallocatechingallat (EGCG), das sind Polyphenole/Catechine die bei vielen Beschwerden eine positive, antientzündliche Wirkung zeigen können und außerdem als krebshemmend gelten.

Es gibt sehr große Qualitätsunterschiede der unterschiedlichen Grüntee-Sorten. Den größten Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und EGCG haben japanische Schattentees Gyokuru und Sencha, sowie der chinesische Olong. Auch hier bitte auf gute biologische Qualität achten.

Wichtig ist die richtige Zubereitung

Für eine „heilende“ Wirkung, bei der möglichst viel der wertvollen Inhaltsstoffe aufgenommen werden sollte: 1 Teel. Grüntee mit ca. 350 ml, 55 – 60 Grad heißem Wasser übergießen und 8-10 Minuten ziehen lassen.

Grüntee als „Körper-Geist-Tonikum“:
1-2 Teel. Japanischen Sencha oder Gyokuro bei 60° – 70° in 300 – 400 ml Kanne aufbrühen (Teethermometer benutzen!) – den 1. Aufguss 60 Sek. ziehen lassen – den 2. Aufguss 10 Sek. ziehen lassen – den 3. Aufguss 2 Min. ziehen lassen – den 4+5. Aufguss 5-6 Min. ziehen lassen.

Matcha TeeMatcha Tee ist eine ganz besondere Art des Grüntees, da die Blätter nicht wie üblich aufgebrüht werden. Unter strengsten Qualitätskontrollen werden die Blätter des Tencha-Teestrauches in traditionellen Granitsteinmühlen zu feinem Pulver gemahlen und in luftdichten Dosen verpackt. In der traditionellen Teezeremonie wird das Matcha-Pulver mit ca. 70 Grad heißem Wasser, in Teeschalen mittels eines Bambusbesens, schaumig aufgeschlagen und genossen. Diese Spezialität war in früheren Zeiten nur dem Kaiser und den vornehmen Samurai-Familien vorbehalten.

(Quelle: Rosina Sonnenschmidt)