Johanniskraut – wärmende Sonnenstrahlen für depressive Gemüter

Johanniskraut - Foto: privat

Johanniskraut – Foto: privat

In diesem Jahr hatten wir einen sehr besonderen Sommeranfang. Wer es beobachten konnte, sah einen wundervollen satten orangeroten Vollmond – auch Erdbeermond genannt –  in der Mittsommernacht. Ein Phänomen, dass man zuletzt 1967 beobachten konnte.

Wir haben nun also Sommer und als bekannteste Mittsommerpflanze blüht momentan das Johanniskraut, benannt nach dem Johannistag am 24. Juni. Johanniskraut oder auch  „Hypericum perforatum“ ist dir vielleicht als Heilpflanze zur Stimmungsaufhellung bekannt. Es wird oft verordnet bei depressiven Verstimmungen und bei trüber Stimmung in der dunklen Winterzeit. Genau so leuchtend und strahlend gelb wie die Blüten des Hypericums aussehen, so bringt es dann wieder wärmende Sonnenstrahlen in unser Gemüt und wirkt stimmungsaufhellend.

Johanniskraut wird meist als Tabletten verordnet oder auch als Urtinktur-Lösung in Form von Tropfen. Auch die Homöopathie kennt und schätzt Hypericum als Arzneimittel bei Nervenschmerzen, Schmerzen nach Zahnbehandlungen, Prellungen des Steißbeins u.v.m.

Johanniskraut - Foto: Emer/Fotolia

Johanniskraut – Foto: Emer/Fotolia

Der heilende Wirkstoff des Johanniskrautes wird aus den gelben Blüten gewonnen. Vielleicht ist Dir schon einmal aufgefallen, dass die Blüten einen roten Farbstoff absondern, wenn man sie zwischen den Fingern zerreibt. Dieser rote Farbstoff enthält den Wirkstoff Hypericin. Ich persönlich schätze ganz besonders das Rotöl (Johanniskrautöl), dass aus den Blüten hergestellt wird. Es hat eine sehr wohltuende Wirkung wenn es bei Hexenschuß, Ischialgien oder Muskelkater in die Haut einmassiert wird. Es dringt tief ins Gewebe ein und beruhigt die gereizten Nerven.

Aber auch in der Frauenheilkunde entfaltet das Johanniskrautöl seine Wirkung. Immer wieder wird mir von  Frauen berichtet, dass ihnen das rote Johanniskrautöl bei trockener, gereizter Vaginalschleimhaut hilft, besonders in der Menopause.