Kreativer durch Prokrastination?

Foto: creative-community7/deathtoStock

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Wahrscheinlich denkst Du jetzt erst einmal was dieses merkwürdige Wort bedeuten soll: Prokrastination….? Ehrlich gesagt, so geläufig war es mir bisher auch nicht, wird aber wohl immer öfter benutzt, vielleicht weil es sich besser anhört als AUFSCHIEBERITIS. Kennst Du sie auch, diese Aufschieberitis?

Ich werde in regelmäßigen Abständen davon befallen. Immer dann, wenn wichtige Arbeiten noch unbedingt zu erledigen sind. Dann fallen mir ganz plötzlich noch tausend andere Dinge ein, die dringend vorher gemacht werden müssen. Bevor ich mit meiner Steuererklärung beginnen kann, muss ich dringend erst noch den Schreibtisch aufräumen, oder einen Waldspaziergang machen, weil ich mich ewig schon nicht mehr bewegt habe, oder einfach gemütlich eine Tasse Tee trinken und mit einer Freundin plaudern. Bevor ich anfange den Keller zu entrümpeln, muss ich dringend erst noch das Badezimmer putzen, Wäsche waschen, Fenster putzen, die Buchhaltung auf den neuesten Stand bringen, mit meiner Freundin telefonieren und schließlich komme ich dann auch irgendwann zum Keller… einen Tag, vor dem nächsten Sperrmüll-Termin. 🙂

Foto: ajlatan / fotolia

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Für diese „Unart“, immer alles auf den letzten Drücker zu machen, ( weil zigmal verschoben), habe ich mich immer ein klein wenig geschämt. Doch jetzt habe ich gerade gelesen, dass eine angehende Professorin aus Wisconsin  – Jihae Shin – eine Studie durchführte, die eindeutig zeigte, dass die sogenannten „Prokrastinierer“ sehr viel kreativer arbeiten, als jene, die alles sofort erledigen. Zwar ist nicht ganz klar, ob kreative Köpfe zum Prokrastinieren neigen, oder prokrastinieren die Kreativität anregt – aber egal… damit kann ich mich jetzt viel besser fühlen! 🙂

Eure Luise