Loslassen für Anfänger

Vielleicht geht es Ihnen so, dass Sie die Notwendigkeit der Menseshüttenzeit zwar verstehen und auch für notwendig und wichtig befinden, Ihnen jedoch nicht klar ist, wie sich so ein Menseshüttentag im Alltag umsetzen lässt. Sie können sicher sein, mit diesen Bedenken sind Sie nicht allein!

Heutzutage haben die meisten von uns Frauen völlig verlernt, sich ein Leben ohne Arbeit, ohne etwas tun zu müssen, überhaupt vorstellen zu können. Wir kommen ja kaum auf die Idee überhaupt nur davon zu träumen. Wir identifizieren uns über Arbeit, über unseren Erfolg, darüber gebraucht zu werden. Gehen Sie deshalb in ganz kleinen Schritten vor, das Faulenzen und schließlich dann das Loslassen wieder zu erlernen!

woman sleep on hammock

  • Legen Sie sich tagsüber für eine halbe Stunde aufs Sofa, oder in einen gemütlichen Sessel und schließen Sie die Augen. Tun Sie nichts! Vielleicht hören Sie Vogelgezwitscher, leise Musik, oder wie ganz weit entfernt das Leben brodelt.
  • Verbringen Sie ein Wochenende ganz ohne Telefon und Computer. Zwingen Sie sich dazu, nach dem Abendessen etwas Schönes zu machen, ohne gleich hinterher die Küche aufzuräumen.
  • Versuchen Sie, so oft wie möglich, etwa eine halbe Stunde früher Feierabend zu machen und pflücken Sie sich selbst einen Blumenstrauß, oder setzen sich auf eine Parkbank und beobachten Sie die Menschen, während Sie ein Eis essen.
  • Probieren Sie aus, ob wirklich jemand zuhause verhungert, wenn Sie gerade heute nicht einkaufen gehen.
  • Bleiben Sie sonntags nach dem Aufwachen noch mindestens eine Stunde im Bett liegen – einfach so…
  • Setzen Sie sich auf Ihren Balkon oder in den Garten und blasen Sie Seifenblasen.
  • Klinken Sie sich mehrmals täglich aus dem stressigen (Büro)Arbeits-Alltag: gehen Sie während Ihrer Pausen an einen ungestörten Ort, notfalls zur Toilette (setzen Sie sich auf den geschlossenen Klodeckel), schließen die Augen und beobachten Sie für 45 Sekunden Ihren Atem.

 

1 Kommentare

  1. Ganz schön geschrieben. Vielen Dank für die Erinnerung – die braucht man jeden Tag da es jeden Tag so viel zu tun gibt. Und leider sind das oft keine Späße. Deswegen stimme ich der Autorin total zu und muss zugeben, dass ich in meinem stressigen Alltag auch oft solche Ideen ausprobiere wie zum Beispiel in oder von der Arbeit mal einen neuen Weg mit dem Fahrrad fahren oder einfach vom Fenster ganz weit Weg schauen und die Vögel beobachten.
    Liebe Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.