Nebel. Ein Zeichen. Es ist Herbst.

Quelle: Pixabay, Tegnari.

Nebelschwaden im Herbst. Quelle: Pixabay, Tegnari.

Die Tage werden dunkler. Kürzer. Und grauer. Nebel trennen uns voneinander, man sieht die Hand vor Augen kaum. Nicht nur die Sicht scheint wie verschluckt, es hallt auch fast, so als ob man ganz alleine wäre. Eine Übergangszeit hat begonnen, die uns drängt, uns mehr mit uns selbst zu beschäftigen.

Viel Zeit für Mondhüttentage, findet Ihr nicht?! Oder zum Lesen und Dekorieren, wie Luise kürzlich schrieb. Die Natur zieht sich in die Wurzeln zurück, die letzten bunten Blätter erinnern uns noch an die Farbenpracht des Sommers. Und doch stimmen uns diese Tage ein auf einige Monate, in denen wir Licht-Verzicht üben müssen. Eine Vorstellung, bei der sich das Herz etwas zusammenzieht. Jedenfalls meins.

Mir fällt in dieser Zeit immer Hermann Hesse ein. Und das zu Zeiten der Buchmesse in Frankfurt, auf der sich viele Autoren um die Gunst ihrer Leser bemühen. Da fällt mir der „alte Hesse“ ein. Er vertritt für mich genau diese Stimmung des Herbstes. Er steht für die innere Zerrissenheit, die grauen Nebelfelder, im Außen wie im Innen.

Wie geht es Euch mit dem Grau des nahenden Novembers? Mit den kurzen Tagen, die noch kürzer werden?

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Wenn die Sonne durchkommt, leuchtet das Herbstlaub! Quelle: Pixabay, Thomashendele.

#Schreibübung: Nehmt Euch Zeit und beschreibt, was das Grau mit Euch macht. Stimmt es Euch traurig oder genießt Ihr die Ruhe und die innere Einkehr? Nehmt Euch an einem anderen Tag die roten Farbtöne des Herbstlaubes in den Blick, vielleicht an einem sonnigen Tag! Und schreibt dann, was der Herbst für Euch bedeutet. So widersprüchlich die Natur, so unterschiedlich und aufregend können Eure Texte sein.

Lasst Eure Gedanken durchwehen vom Wind,

Eure Elma

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