Stoische Ruhe – ein Mittel gegen Stress

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Die innere Quelle, ein Weg zu stoischer Ruhe.

Die von den alten Griechen her bekannte STOISCHE RUHE hat ein solch großes Potential für unsere Gesundheit, dass ich noch einmal darüber schreiben möchte. Aus einem anderen Blickwinkel. Diese Haltung, die wir täglich üben können, ist ein wirksames Mittel gegen Stress.Was heißt es denn, wenn wir in Stress geraten? Ist da nicht Hektik, Gereiztheit und ein Gefühl von Das-wird-mir-gleich-alles-zuviel im Spiel? Gesunder Stress baut sich immer wieder ab. Er findet nur ab und zu statt. Dafür ist unser Organismus ausgestattet. Aber mittlerweile ist unser Adrenalinspiegel ständig hoch, wir fühlen uns wie auf einem Wettlauf, der Atem geht flach und schnell, das Herz schlägt schneller. Dieser Zustand, wenn er dauerhaft anhält, wirkt auf unsere Nebenniere, die nämlich für solche Fälle Hormone ausschüttet. Aber nicht dauerhaft, sondern für den Notfall. Das Symptom: erschöpfte Nebenniere.

Soweit sollten wir es gar nicht kommen lassen! Besser wäre es, den Alltag immer wieder mit wirklichen Ruhepausen anzureichern. Und zeitweise ganz aus ihm herauszutreten. Das kannst Du erreichen, indem Du

  • Immer wieder in die Ruhe gehst
  • Dich zurücklehnst und den Atem beobachtest
  • Die Gedanken ziehen lässt
  • Nichts willst und kein Ziel verfolgst
  • Einfach nur bist.

Der römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel (121-180 n.Chr.) regierte sein Reich mit stoischer Ruhe. Viele seiner Überzeugungen können uns noch heute eine Anleitung für ein entspanntes Leben sein. Denn wir selbst sind die Gestalter unseres Lebens, niemand sonst. So sagt er:

„Steht es Dir doch frei zu, zu jeder Stunde Dich in Dich selbst zurückzuziehen. Gönne Dir recht oft dieses Zurücktreten ins Innere und verjünge Dich selbst.“

Mit der Mondhütte erbauen wir einen Raum dafür. Einen inneren Raum. Wie er beschaffen ist, wo Du ihn findest und wie oft Du ihn aufsuchst – das bestimmst Du selbst. Marc Aurel sagt außerdem:

„Blicke in Dein Inneres. Da ist die Quelle des Guten, die niemals aufhört zu sprudeln, wenn Du nicht aufhörst zu graben.“

 Das ist tatsächlich eine Quelle, aus der wir uns gegen zunehmenden Stress stärken können. Jeder Schluck aus unserem inneren Reichtum wirkt. Und beruhigt uns. Wenn wir in der Lage sind, nach ihr zu graben. So wäre dies eine Aufgabe und Übung für den Tag in der Mondhütte.

#Übung aus der Schreibwerkstatt: Wenn Du an „Quelle“ denkst, was fällt Dir dazu ein? Schreibe es auf, ungehemmt und frei. Lass es sprudeln! Das können Worte, Laute, Rhythmen, Sätze sein. Was immer kommt, schreib es auf. Wiederhole es zu unterschiedlichen Tageszeiten. Wenn Du ganz ruhig bist oder wenn Du gerade einigen Stress hinter Dir hast. Schreibe morgens, bevor Du Deinen Tag anfängst. Schreibe abends, bevor der Tag zu Ende geht und Du auf das Geschehene des Tages zurückschaust. Fünf Minuten jeweils reichen. Erlebe, was es bewirkt. Und genieße die Quelle, die an die Oberfläche kommt!