Schlagwort: Blickwinkel

Mondhüttenplatz: Wald

Mein liebster Mondhüttenplatz ist der Wald.

Anstrengende Arbeitswochen liegen hinter mir und der graue Winter, ohne Sonnenstrahlen, hatte eine zermürbende, ermüdende Wirkung. Doch seit einigen Tagen ist sie wieder da, die Sonne! Es ist zwar knackig kalt, aber solange die Sonne scheint ist – zumindest für mich – die Welt in Ordnung – und ganz besonders wenn ich im Wald unterwegs bin. 😉

Der Wald hat eine ganz besondere Stimmung, wenn die Sonnenstrahlen durch die Bäume fallen

und besonders jetzt gegen Ende des Winters, spürt man förmlich wie überall das Leben wieder aus seiner Starre erwacht. Im Wald kann ich mich zu jeder Jahreszeit entspannen, tief durchatmen. Alle Anstrengung, egal ob körperlich, geistig oder emotional, scheint von mir abzufallen. Ich spüre das Leben, als etwas Ruhiges, Beständiges, Kraftvolles. Es ist wie heimkommen.

Über die heilende Kraft des Waldes wurde in den letzten Jahren viel geforscht

und was viele Menschen schon immer spüren, konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden: Bäume kommunizieren miteinander, unterstützen und schützen sich gegenseitig und sie geben bestimmte Stoffe „Terpene“ ab, die das Immunsystem von uns Menschen positiv stimmen.

(Mensch & Wald e.V.) Zahlreiche internationale wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass die belebende und zugleich beruhigende Waldatmosphäre und die in der Luft enthaltenen Terpene und andere ätherische  Substanzen, einen messbaren positiven Einfluss auf unsere Körperfunktionen und auf unseren Geist haben.

Besonders heilsam scheinen ausgedehnte Wald-Aufenthalte auf unsere sogenannten Zivilisationskrankheiten zu wirken.
Speziell für folgende Krankheiten zeigen die biomedizinischen Forschungsergebnisse  erstaunliche Möglichkeiten:

  • Krebs

  • Stoffwechselerkrankungen

  • Herz-Kreislauferkrankungen/ Bluthochdruck

  • Depression

  • burn out

  • Atemwegserkrankungen

Das alleine ist aber nicht das, was den Wald für mich so besonders und sogar zum Mondhüttenplatz macht. Dadurch, dass ich mich dort so sicher, ruhig, wohl und angenommen fühle, spüre ich, wie sich viele Verhältnismäßigkeiten in meinem Kopf wieder zurechtrücken. Ich bin mir wieder sicher, was wirklich wichtig ist und was nur zu Randerscheinungen des Lebens zählt. Meine Kreativität fängt wieder sehr lebendig an zu sprudeln und oft komme ich von einem Waldspaziergang zurück und habe eine neue Idee, die ich nur zu gerne in der Praxis umsetze.

Für mich ein untrügliches Zeichen, dass ich „runtergekommen“ bin und aus dem alltäglichen Stresskarussell, wenigstens für eine Zeitlang, den Ausstieg geschafft habe.

Probiere es doch auch einmal aus. Wald haben wir in Deutschland glücklicherweise fast überall und völlig gratis. 😉

Deine Luise

Grenzen setzen – wie geht das eigentlich?

Grenzen2Stress ist nicht nur ein Thema im Job! Auch zu Hause oder durch andere Verpflichtungen, die uns einfach nicht mehr zum Luftholen kommen lassen, geraten wir aus der eigenen Mitte. Dann ist es wichtig, STOPP sagen zu können.

Das klingt so einfach, aber ist es das im Alltag? „Nein“ zu sagen und die eigenen Bedürfnisse zeitweise vor alles andere zu stellen, fällt uns doch allen schwer. Ist aber sehr gesund. Gerade in Familien und Wohngemeinschaften spielen sich Abläufe ein. Wenn Rückzug nicht geübt ist, dann gehört er auch nicht zur Gewohnheit. Und muss dann erst tatsächlich „geübt“ werden. Dazu gehört, dass wir unser Bedürfnis nach Zeit für uns selbst mit den anderen besprechen, die mit uns leben. Warum benötigst Du jetzt plötzlich Zeit für Dich selbst? Das kann Dein Umfeld vielleicht gar nicht verstehen. Damit unsere Lieben sich nicht zurückgestoßen fühlen und wir ihnen gegenüber kein schlechtes Gewissen entwickeln, ist gemeinsames Reden über das neue Bedürfnis hilfreich und extrem wichtig. – Sonst baut sich vielleicht ein weiterer, unbewusster und schwerwiegender Stressfaktor in Dein Leben ein! Glaubenssätze verändern wir dadurch, dass wir manchmal etwas einfach anders machen als gewohnt. Trau Dich!

Vielleicht fällt es Dir leichter, wenn Du Dir ein Symbol ausdenkst, es malst oder bastelst. Das kannst Du beispielsweise an Deine Tür hängen oder auf den gemeinsamen Esstisch stellen – wenn es wieder soweit ist. Was könnte das sein? Überleg mal, was für Dich passen könnte.

Aber es gibt auch anderes, oft unbewusstes, was abgrenzen hilft. FARBEN beispielsweise können Grenzen setzen. Vielleicht hast Du das schon einmal bemerkt: Wenn Du Ruhe brauchst oder es Dir nicht gut geht, dann wirst Du sicher keine auffälligen Farben wie Rot oder starkgemusterte Shirts tragen. Du würdest die Blicke auf Dich ziehen und dafür hast Du vielleicht gerade gar keine Energie übrig. Schwarz oder andere dunkle Farben können so für Dich selbst eine beruhigende Hülle sein, aber auch gleichzeitig eine unterbewusste Barriere für andere. Wenn Dir das bisher noch nicht so aufgefallen ist, beobachte es ruhig einmal. Das Gefühl für Farben, die man gerne trägt, lässt sich nicht nur von der Mode bestimmen!

Auch VERHALTEN kann Grenzen setzen. Eine eindeutige Handbewegung oder das Senken des Blicks kann eine eindeutige Botschaft für das Gegenüber sein: bis hierhin und nicht weiter. Sich abzuwenden oder die Arme zu verschränken sind ebenfalls ganz eindeutige Gesten.

Wenn Du Dir regelmäßig Zeit für Rückzug ermöglichst, dann werden verschränkte Arme oder andere Abwehrmechanismen seltener werden. Denn nach den Ruhepausen für das eigene Selbst bist Du wieder viel offener für andere und genießt die Nähe mit anderen wieder viel aufmerksamer und intensiver. Und dann wird das eigene GRENZEN SETZEN sogar zu einem Zugewinn für die Gemeinschaft.

Probier aber einfach selbst aus, was für Dich passt. Gesund ist es auf jeden Fall. Du wirst es spüren.

Deine Elma

Deshalb ist Urlaub so wichtig

Work-Life-Balance hin oder her – auch wenn Du tatsächlich in Deinem Beruf die Erfüllung gefunden hast, ist es wichtig regelmäßige Auszeiten vom Alltag zu nehmen.

Auszeit vom Alltag – achtsamer mit sich umgehen. Foto/Pixabay

Routine verhindert, dass sich Neues in unserem Leben entwickeln kann.

Wir lassen uns im Laufe der Zeit von Terminen, festgelegten Zeiten und Abläufen bestimmen. Das geschieht oft ganz unbemerkt und dauert meist ein Weilchen, bis es uns wirklich bewusst wird. Je mehr wir zu tun haben und uns von Sachzwängen hetzen lassen, um so mehr verlieren wir den Blick auf die wesentlichen und eigentlich wichtigen Dinge in unserem Leben. Je mehr bewegen wir uns in routinierten Abläufen und „Routine ist das Andocken an das Ich der Vergangenheit“ (Neurowissenschaftler Dr. Joe Dispenza). Routine hindert uns in unserer Entwicklung, denn wir kommen nicht mehr auf die Idee, etwas zu verändern, wie Gefangene in unserer eigenen Zeitschleife.(…und täglich grüßt das Murmeltier).

Auszeiten sind notwendig um neue Energien zu tanken und um uns aus unseren Routine-Abläufen herauszuholen. Oft wird uns danach bewusst, dass nur kleine Veränderungen nötig sind, für ein erfüllteres Leben.

Die Sprache des Körpers

Meist macht uns unser Körper darauf aufmerksam, dass es höchste Zeit ist zum Abschalten. Aber hören wir immer auf die körperlichen Zeichen? 

Migräne, chronische Kopfschmerzen, nervöse Magen-Darmerkrankungen, Bandscheibenvorfälle, Schlafstörungen u.v.m – auch ein Hexenschuß will uns darauf aufmerksam machen: „Halt inne – halt still – alles war zu viel! Hör auf Dich für Dinge zu verrenken, hinter denen Du nicht stehst!“ Ja, unser Körper ist wirklich genial und sagt uns immer wo wir gerade stehen. Doch Hand aufs Herz, wer versteht schon die Sprache des Körpers und wer hört schon immer auf dessen Warnungen? Gegen fast alles gibt es Tabletten, damit Schmerzen/Beschwerden verschwinden und es wieder weiter im Takt des täglichen Wahnsinns geht.

Foto: fotolia/Antonioguillem

Wenn Du Dich näher mit der Sprache des Körpers befassen möchtest, dann hilft Dir dabei u.a. das Buch von Rüdiger Dahlke: „Krankheit als Symbol: Ein Handbuch der Psychosomatik. Symptome, Be-Deutung, Einlösung..“ Es ist sehr übersichtlich aufgebaut und liefert Anregungen zur Einlösung von Themen, die hinter einer Erkrankung stehen.

Urlaub und Auszeiten

…sind aber nicht nur zum Ausschlafen, Regenerieren und Ausruhen da, sondern helfen auch dabei unser Leben aus anderen/neuen Blickwinkeln zu betrachten.

Unser Leben aus neuen Blickwinkeln zu betrachten – auch dazu ist Urlaub da. Foto/pixabay

Neue Orte, neue Länder, fremde Lebensweisen und Sitten kennenzulernen, lassen uns achtsamer mit uns selbst umgehen. Alles fühlt sich leicht an. Jetzt wird das Fundament gelegt für neue Ideen, Motivation, Kreativität und positive Veränderungen im Leben.

Alles Liebe, Deine Luise

Nimm ein bisschen Mondhütte mit!

Endlich Urlaub! Doch wie sieht er aus? Ein bisschen Mondhütte sollte dabei sein, findet Elma. Quelle: pixabay

Bald kommt der heiß ersehnte, lange geplante Urlaub! Die Zeit ist reif, die Sehnsucht nach Erholung vom Alltag, ist schon so groß. Einfach raus aus dem Trott! Vor Kurzem habe ich im Radio eine Umfrage gehört, da ging es um Urlaubsziele. Die Frage hat mich auch beschäftigt: Fährst du gerne immer wieder an den gleichen Ort odersuchst  du immer andere, neue Uraubsziele aus?

Das ist eine spannende Frage, die ich selbst nicht ganz eindeutig beantworten kann. Beide Möglichkeiten haben ihren Reiz, oder nicht?! Ja, viele können sich kaum vorstellen, zweimal an den gleichen Ort zu reisen. Es gibt doch so viele spannende Länder, Kulturen und Landschaften zu entdecken! Ja, das stimmt! Da habe ich auch noch einiges auf meiner inneren Liste. Andere freuen sich aber auch schon auf das nette Ferienhaus am Strand, in das sie nun schon seit 20 Jahren fahren. Die Kinder haben hier schwimmen gelernt, jetzt kommen schon die Enkel mit. Die besten Restaurants sind längst gefuinden, dort werden sie wie alte Bekannte begrüßt. Kaum schließen sie die Türe des Häuschens auf, fängt die Erholung an. – Das kann ich auch so gut verstehen.

Bei den einen steht die Erholung an erster Stelle, bei den anderen die Entdeckung von Neuem. Wiederum andere wollen ihre Grenzen austesten und ihre Sportart mal in ganz anderer Umgebung ausüben. Mountain Biken zum Beispiel, aber auch Wandern wird immer beliebter. Schön, wenn sich die Partner einig sind und das gleiche Hobbs haben. Toll, wenn beide anders über Urlaub denken, aber die Toleranz siegt. Wenn jeder etwas anderes machen will muss ein Kompromiss gefunden werden. Vielleicht so: mal darf der eine den Schwerpunkt setzen, mal der andere.

Was ich euch heute als Tipp für einen gelungenen Urlaub mitgeben möchte: Packt eure Mondhüte mit ein! Egal, wie und wo Euer Urlaub euch hinbringt, erlaubt euch das Gefühl der Mondhüttenauszeiten auch in der Ferne. Das kann ganz kreativ geschehen:

  1. Nehmt Schreibzeug mit und ein schönes neues Heftchen, in das ihr eure Geschichten aufschreibt. Oder macht Schreibübungen, die ihr schon immer mal ausprobieren wolltet.
  2. Nehmt Farben mit und einen passenden Block. Muss nicht groß sein. Aquarellfarben oder Aquarellbuntstifte eigenen sich hier sehr gut. Ähnlich wie Schreiben, könnt ihr euch täglich kleine Malsequenzen schenken und eure Eindrücke festhalten
  3. Ein Lieblingsbuch für die ruhigen Minuten und Stunden in der heißen Mittagszeit. Siesta.
  4. Yoga- oder Atemübungen können auch eure Mondhüttenzeit sein. Gerade, wenn die Gruppe groß ist, sind Rückzugsmomente wichtig.
  5. Mein Favorit ist aber: einfach die Stille genießen. Gerade im Urlaub gibt es ganz andere Geräusche! Diese lassen sich, wennihr aktiv lauscht und einfach in Ruhe sitzt, viel intensiver wahrnehmen und in eurer Erinnerung speichern.

Es gibt Dinge, Gerüche und Geräusche, die versetzen uns sofort wieder in den Urlaub! Quelle: pixabay.

Vielleicht fragt ihr euch, ob etwas davon tatsächlich entscheidend für das Gelingen eines Urlaubes sein kann. Bisher war immer Action im Vordergrund. Oder Routine. Beides hat seine Berechtigung. Meine Mondhüttenideen könnten kleine Inseln der Ruhepausen sein, die sich gut ins Ganze einfügen können. Probiert es aus. Der Urlaub soll euch auftanken mit Energie, Erlebnissen, Begeisterung und Entspannung. Damit der Alltag dann wieder Spaß macht. Hinterher.

Viel Spaß beim Packen und bei der Vorfreude wünscht euch

Eure Elma