Schlagwort: Das Wesentliche

Weniger ist viel mehr.

Was ist wirklich wichtig? In der Natur erlangt diese Frage eine andere Dimension. Quelle: privat

Luise hat uns mit ihrem letzten Blogbeitrag auf einen guten Weg gebracht! Ich fühle mich so leicht. So frei von allem, was mich belastet hat. Wie ich das erreiche: mit der Do-not-Liste von Luise, aber auch mit dem Prinzip Minimalismus. Vor Jahren war es „Simplify your life“, dann kam Feng shui – entrümple Raum und Seele. Jetzt ist es Minimalismus. Aber hier fühle ich mich angekommen. Und gerade mit dem Start der Mondhüttentage, wurde die Sehnsucht nach einer neuen  Schlichtheit noch sichtbarer. Es ist nicht nur ein Tag im Monat, eine Auszeit, die dieses Bedürfnis befriedigt. Es ist eine Lebenseinstellung, die erwächst.

Wer von Euch ist dem Thema „Minimalismus“ schon begegnet? Wer hat schon in einem der vielfältigen Blogs zum Thema gestöbert?  Hindi Kiflai startet beispielsweise das Projekt 365 Tage nur Second Hand-Mode tragen – ihr Blog ist hoch frequentiert. Michael, ein IT-ler, hat schon seit 2009 einen Blog, in dem er seinen Weg zum Mininmalismus-leben niederschreibt – ich freue mich über jede seiner Anregungen! Oder hier findet Ihr zig Anregungen, wie Ihr Euren Kleiderschrank minimalisiert. Tolle Ideen, wirklich wertvoll. Aber nicht alles. In der Natur, finde ich, entdecken wir die besten Ideen für Minimalismus leben. Das Gefühl, wenn ich einem Vogelschwarm hinterherschaue, ist unbeschreiblich. Oder eine Blüte, die in meinem kleinen Garten aufgeht, Gestern war sie noch zu, heute öffnet sie sich. Das sind Momente, die sind unbezahlbar. Und so wesentlich.

Ganz ehrlich: was brauchen wir denn wirklich?! Eigentlich wünschen wir uns doch vor allem mehr Zeit. Wir wollen einfach bewusster leben. Mit weniger Ballast auf dem Weg. Leichter eben. Und gleichzeitig tiefer.

Dazu gehört auch die Intention hinter meiner Schreibwerkstatt. Die Sehnsucht nach Gedankenaustausch mit Tiefe findet für mich persönlich in guten Texten statt. Und das sind auch handgeschriebene Briefe. Da fährt die Zeit runter. Und ich gehe in einen inneren Dialog mit einer besten Freundin, meiner lieben Mutter oder meiner Oma, die mit Email, Whatsapp und Telefon nichts anfangen kann oder damit nicht mehr zurecht kommt. Das ist ein ganz besonderer und bewusster Moment, das Briefe schreiben.

„Wieviele Dinge es doch gibt, die ich nicht brauche“     Sokrates

Wann hast Du Deinen letzten persönlichen Brief geschrieben? Wie wäre es, wenn ich Dir Zeit schenken könnte, um einen Brief zu schreiben. Wem würdest Du ihn schreiben? Und was hindert Dich tatsächlich daran?

#Schreibübung: Nimm Dir die Zeit, einen Brief an eine beste Freundin, einen besten Freund zu schreiben. Du hast die Zeit, wenn Du sie Dir nimmst!