Schlagwort: Ego

Valentinstag war gestern. Heute ist An-Dich-selbst-denken dran.

Gesunder Egoismus. Quelle: life of pix/julien sister

Gesunder Egoismus. Foto: life of pix/julien sister

Gings Euch gestern auch so wie mir? In jedem Radiosender, in den sozialen Medien – überall ging es um den Valentinstag. Um die Liebe. Ums Küssen. Um den anderen. Deswegen plädiere ich dafür: Heute geht es um Dich. Um Dich ganz persönlich. Und das nennen wir nicht Egoismus, das nennen wir Mondhütte.

Ja, Ihr Lieben, das ist so eine Sache mit dem Ego. Die einen haben davon ziemlich viel. Einerseits sind sie zu beneiden, weil diese Menschen selten von Selbstzweifeln heimgesucht werden. Zum anderen sind sie aber auch nervig, erkennen oft nicht, dass sie sich vielleicht mal mehr um die Belange anderer kümmern sollten oder einfach etwas rücksichtsvoller sein könnten.

Die andere Seite kommt aber oft viel zu kurz! Die Egoseite, die nämlich ganz gesund ist. Unsere Selbstliebe. Sie sorgt für uns, dass wir nicht untergehen im ständigen Für-andere-dasein oder im Sich-zurücknehmen. Das Ego sorgt dafür, dass wir auch ganz gesund für uns selbst sorgen, unsere Grenzen wahrnehmen und diese auch mal laut deutlich machen. Bis hierher und nicht weiter. Weil es mir sonst damit nicht mehr gut geht. Oder weil ich mich sonst zu sehr verausgabe. Oder weil es sich sonst so anfühlt, als hätte ich nicht mehr genug Raum zum Atmen. Zum Sein.

Lasst uns doch heute, am Tag nach dem Valentinstag ein wenig unser eigenes Ego feiern. Oder besser gesagt: lasst es uns pflegen. Nehmt Euch Zeit, Eure persönliche Mondhütte zu besuchen. Dort hat Euer Ego Vortritt!

Hier stehst Du im Mittelpunkt: in Deiner Mondhütte. Foto: Primabild/Fotolia

Hier stehst Du im Mittelpunkt: in Deiner Mondhütte. Foto: Primabild/Fotolia

Was tut Eurem Ego gut? Wo fühlt es sich eingeengt? Heute möchte ich Euch eine kleine Malübung mitgeben: Nehmt Euch ein großes Blatt Papier, so groß, wie Ihr es bekommen könnt. Packpapier von der Rolle wäre toll! Hängt es an eine freie Wand und mal Eure Silhouette nach (vielleicht lasst Ihr Euch dabei auch helfen!). Dann bleibt aber allein mit Eurer gemalten Hülle. Malt sie aus! Schenkt Euch die Farben, die Euch gut tun. Seid dabei mit Eurem Bewusstsein in dem Körperteil, an dem Ihr auch gerade malt. Das schaut Euch mal an. Fühlt Ihr Euch wohl damit? Wenn Ihr jetzt noch Zeit habt, oder nach einer Pause / einem darauffolgenden Tag: Malt eine Schutzhülle um Euch herum! Auf dem Papier, meine ich. Das fühlt sich total gut an. Eine Schutzhülle, die Euch schützt, wenn es mal wieder „eng“ wird. Wenn Ihr Euer Bild nun mit dem Handy abfotografiert, könnt Ihr es Euch immer mal wieder anschauen und Euch diese Schutzhülle ganz bewusst vorstellen. Wo immer und wann immer Ihr eine gute Schutzhülle braucht.

Noch ein Satz zum Mitnehmen. Für heute: Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast; es hängt nur davon ab, was du denkst von Dale Carnegie.