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Beifuß (Artemisia vulgaris) – stärkt die weibliche Kraft

Foto: Christian Fischer / Wikipedia

Foto: Christian Fischer / Wikipedia

Falls Du einen eigenen Garten besitzt, so ist Dir der Beifuß eventuell schon als „Unkraut“ begegnet und Du hast ihn ausgerissen und entsorgt, ohne zu wissen um welche Pflanze es sich handelte. Aber auch an vielen Wegrändern begegnet er uns beim Spazierengehen. Der blühende Beifuß ist ein bedeutender Auslöser für Allergien und besonders die Heuschnupfengeplagten haben ganz sicher schon von ihm gehört und versuchen den Kontakt zu meiden.  „Der Beifuß oder Gemeine Beifuß (Artemisia vulgaris), auch Gewürzbeifuß oder Gewöhnlicher Beifuß genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Artemisia in der Familie der Korbblütler (Asteraceae, veraltet Compositae)“ (wikipedia)

Interessant ist der deutsche Name „Beifuß“, den das heilende Kraut bekam, weil in früheren Zeiten Wanderer sich einige Stengel an die Wade banden, oder auch in die Wanderstiefel legten, um Kraft für die restliche Wegstrecke zu erhalten. Der botanische Name „Artemisia“ mit dem Bezug auf die griechische Göttin Artemis, gibt uns einen ersten Hinweis auf Beifuß als Heilkraut für Frauen. Egal ob junge Frau, Mutter, oder weise Alte, für Beschwerden in jedem Frauenalter kann der Beifuß nützlich sein. Aber nicht nur als Frauen-Heilpflanze ist Beifuß sehr nützlich. Durch die Beobachtung, dass Beifuß vielfach an Orten wächst, die starken Umweltbelastungen ausgesetzt sind, stellte man fest, dass Beifuß sehr gut zur erfolgreichen Entgiftung und Amalgamausleitung genutzt werden kann. Vor kurzem habe ich erfahren, dass man Beifuß auch in der Krebstherapie einsetzt.

Foto: edwardderule/fotolia

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Als bedeutende Heilpflanze in der Frauenheilkunde, zählt zu den wichtigsten Eigenschaften des Beifuß die wärmende und durchblutungsfördernde Wirkung auf die Unterleibsorgane. Er befeuert sozusagen die Beckenkraft. 

 

Beifuß wirkt u.a. positiv bei:

  • mangelnder Durchblutung der Eierstöcke
  • chronische Blasen- und Vaginalinfekte
  • hormonelles Ungleichgewicht
  • Amenorrhoe (ausbleibende Regel, zu langer Zyklus z.B. nach langer Pilleneinnahme, PCOS)
  • Blasenschwäche
  • Beckenbodenschwäche, Gebärmuttersenkung
  • nach der Geburt zur Rückbildung der Gebärmutter und Anregung des Milchflusses
  • Endometriose

Beifuß darf auf keinen Fall in der Schwangerschaft verabreicht werden, da er in hoher Dosierung und Kombination mit anderen Heilpflanzen blutungsauslösend wirkt.

Beifuß wird meist in Teemischungen verabreicht. Aber auch in spagyrischen Tinkturen, als Balsam, Kräuteröl zur Massage oder wärmendes Fußbad findet er Verwendung.

Anleitung für ein wärmendes Fußbad:
ca. eine handvoll Beifuß in einen Teebeutel geben, mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen und zugedeckt für ca. 10 Minuten ziehen lassen. Den starken Sud mit kaltem Wasser für ein wohltuendes Fußbad temperieren und nach Lust und Laune genießen. Ein wärmendes Ritual für einen erholsamen, guten Schlaf.

Für ausführliche Informationen empfehle ich u.a. das Buch:
Frauenheilpflanzen: Wirkungen, Hausmittel und praktische Selbsthilfetipps