Schlagwort: Glück

Es ist ruhig geworden.

Die Kraft der Natur wahrnehmen, die jetzt um uns herum aus der Winderruhe erwacht – das können wir jetzt ganz bewusst erleben.

Ja, es ist ruhig geworden. Draußen höre ich kaum noch Autos fahren, die Flugzeuge, die sonst Richtung Frankfurter Flughafen über uns fliegen oder von daher zu fernen Zielen aufbrechen, sind wirklich selten geworden. So selten, dass ich beim Unkraut jäten gestern hochgeschaut habe, als einer dieser großen silbernen Vögel über den blauen Himmel zog.

Wir hören die Vögel wieder zwitschern. Das Gezeter der Spatzen weckt uns morgens, die Amsel begleitet uns mit einem unglaublich vielfältigen Song in den Abend hinein. Habe ich das sonst nicht wahrgenommen oder ist es dieses neu gewonnene Glück der Entschleunigung, das wir gerade in den Händen halten? Die Wahrnehmung ist schärfer geworden, die Sinne sind wacher.

Wenn Mondhütte etwas bedeutet, dann genau das: Zur Ruhe kommen. Langsamer werden. Dinge wie durch eine Lupe wahrnehmen, weil die Sinneseindrücke weniger werden. Und das ist gut so. Finden wir beide, Elma und Luise, die wir für die Mondhütte und für ein Leben mit Sinn, Behutsamkeit und Achtsamkeit stehen. Wenn es einen Gewinn aus dieser für uns alle schweren, vielleicht auch gesundheitlich bedrohlichen Situation ziehen können, dann ist es dieser Rückzug. Keine Termine mehr, kein Gehetze, einfach eine Gangart langsamer werden.

Schaut einfach, wie Ihr dieser verordneten Pause etwas Positives abgewinnen könnt. Nicht jede/r kann den Schalter direkt umlegen und dieses Glück empfinden. Ich wünsche Euch allen, dass Ihr ihn findet. Wir begleiten Euch in den kommenden Wochen,

Eure Elma.

Advent – die beste Zeit, schöne Dinge zu tun.

Ruhe finden beim Plätzchen backen, Dekorieren oder Handarbeiten. Quelle: pixabay.

Macht hoch die Tür und die Herzen weit – summt Ihr auch schon Weihnachtslieder oder denkt bei Kerzenschein und Plätzchenduft an die schönen Momente des letzten Jahres? Es ändert sich sofort etwas in unserem Inneren, wenn wir uns heimelige, warme Gedanken machen. Besonders gut geht es uns, wenn wir uns mit Dingen beschäftigen, die uns gut tun oder die uns in eine entspannte Stimmung versetzen.

Mir geht das so, wenn ich filze. Schon, wenn ich die Wolle auspacke und die Olivenseife in heißes Wasser tauche, dann verschwindet alle Last von mir, alle Sorgen und Themen, die mich sonst unentwegt beschäftigen, fallen von mir ab. Kennst du das auch? Was bringt dich in diese besondere Schwingung, die dich alles vergessen lässt? Plätzchenbacken hat einen ähnlichen Effekt! ich bin überzeugt, dass es hierbei nicht nur ums Plätzchen essen geht, sondern schon beim Backen jede Menge Endorphine frei werden,die uns glücklich machen.

Was ist es also, was dich glücklich macht? Ist es das Treffen mit Freunden am Weihnachtsmarkt?

Kerzenlicht taucht die Welt in sanftes Licht – wohltuend. Quelle: pixabay.

Wenn jeder Schritt im Schnee unter den Schuhen knirscht, wenn die Welt in Lichterkettenlicht und würzigen Glühweinduft gehüllt ist und heiße Maronen uns die Hände wärmen? Oder sind es die kleinen Handarbeiten, die Basteleien und Handwerkereien, um den Freunden, den Kindern und dem Partner etwas von Herzen selbst Gemachtes unter den Weihnachtsbaum legen zu können?

Die Adventszeit kann aber auch ganz schön hektisch werden. Wenn wir uns anstecken lasse vond em Trubel und den Möglichkeiten, die sich überall bieten, wird die zeit bis Weihnachten alles andere als besinnlich; sie wird zum Marathon. Bei dem wir auf der Strecke bleiben und abgeschafft und urlaubsreif die Feiertage erreichen.

Nein, die Adventszeit schenkt uns genau so viel Besinnung und Freude im Tun, wie wir uns Zeit dafür nehmen. Wenn ich Luise´s Beitrag über den Weißdorn lese, dann gehört für mich auch immer die Leidenschaft für die kleinen Dinge, die wir selbst tun können, dazu, um das Herz zu weiten und zu beruhigen. Dinge, die das Herz glücklich im Gleichklang schlagen lassen. Was ist das für dich?

Für mich sind es meine Stricknadeln oder das Basteln von Transparentpapier-Sternen, weil sie so viele gleich Arbeitsschritte haben. Das sind wahre Mondhüttenplätze in meinem Herzen.

Kennst du Haikus? Das sind kleine Dreizeiler, die in der japanischen Tradition in einer ganz klaren Struktur gedichtet werden. Wenn du die Regeln nicht ganz so ernst nimmst, kannst du einfach anfangen, auch selbst welche zu schreiben. Eine kleine Geschenkidee für die Weihnachtskarte sind sie übrigens auch. Und hier findest Du auch Haikus zum selbst Lesen oder Verschenken. Eins daraus passt hier ganz wunderbar:

Zuhausezeit. Dinge tun, die wertvoll sind. Die Welt bleibt draußen.

Mein Wunsch für dich: Verliere dich in kleinen Dingen, die du selbst machst. Finde Ruhe und Glück in der Adventszeit. Mach hoch die Tür und die Herzen weit.

Deine Elma

Wortschatz – Haikus von Dagmar Reichardt – ISBN Nr. 978-3981608434

Immer der Nase nach – dann geht es uns gut.

Die Düfte, die wir lieben!

Düfte entscheiden mit, ob wir uns wohlfühlen.

Wir denken und fühlen mit der Nase. Ehrlich! Ohne es zu merken, entscheiden wir beispielsweise über den Geruch eines Menschen, ob wir ihn mögen oder nicht. Auch wenn es unterbewusst geschieht: der Geruch entscheidet mit bei der Wahl des Partners.

Schon direkt nach der Geburt, wenn das Sehen noch nicht ausgereift ist, übernimmt der Geruchssinn die überlebenswichtige Aufgabe, die mütterliche Brust zu finden und die Muttermilch zu riechen. Nicht alle Gerüche sind uns angenehm, das hat auch was mit Überleben zu tun. Der saure Geruch schlecht gewordener Lebensmittel – oder schlimmer noch: der beißende Geruch einer Chemikalie –bewahrt uns davor, diese zu essen, zu trinken oder auch nur einzuatmen.

Dass wir manche Menschen sprichwörtlich nicht riechen können, hat auch mit unserem Geruchssinn zu tun. Unsere Riechschleimhaut, die dafür zuständig ist, enthält Millionen Geruchssinneszellen. Über Nervenbahnen leiten sie Duftreize ins sogenannte Riechhirn. Von dort gelangen die Informationen dann über den Hypothalamus ans limbische System. Diese Gehirnareale sind wichtig für Gefühle und Gedächtnis; sie steuern also auch das Gefühl, ob ich jemanden riechen kann oder nicht.

Ein hochkomplexes System, das sich auch erinnert. Düfte, die uns an schöne Momente in unserer Kindheit erinnern – wie zum Beispiel der Duft von frisch gekochtem Pudding, den Mama immer dann gekocht hat, wenn ich krank war – oder der Duft der Bücher, wenn wir in die Bücherei gingen. Ob das eine schöne Erinnerung ist, hmmm?! Das wird sicher der ein oder andere anders abgespeichert haben. Jedenfalls gibt es Gerüche, die wir lieben. Die uns an schöne Momente, an Glücksgefühle erinnern. Natürlich gibt es auch Gerüche, die uns sofort abscheulich vorkommen, aber an die will ich Euch jetzt gar nicht denken lassen. Welche Gerüche mögt Ihr denn besonders? Kommt Euch etwas in den Sinn?

Kannst Du Dich vielleicht noch an Dein erstes Parfum erinnern? Oder an das Deines ersten Freundes? Wenn Du das noch weißt, riech mal wieder an diesem Duft. Du wirst Dich wundern, welches Kopfkino das auslöst!

Luise hat in einem ihrer letzten Beiträge über die Verhütung geschrieben, speziell über die Pille. In einem Absatz erwähnte sie, dass die Pille auch den Geruchssinn verändert. Das ist eine Nebenwirkung, die erst einmal aus medizinischer Sicht kein Problem darstellt. Wenn Du Dir aber überlegst, wie fein die Düfte und Gerüche darüber entscheiden, wen Du gut riechen kannst, welcher Duft Dich glücklich macht und welcher Dich abstößt, dann bekommt das doch plötzlich eine große Bedeutung, oder?!

Wenn die Pille, die Dir helfen soll, nicht schwanger zu werden, aber dennoch eine erfüllte, glückliche Partnerschaft zu leben, gleichzeitig verhindert, dass Du Dich in den passenden Traumprinzen verliebst, dann finde ich, sollten wir sehr wach sein. Wichtig finde ich bei der Entscheidung, die Pille zu nehmen oder nicht, dass ich mich vorher genau erkundigt habe, worauf ich mich einlasse. Und welche Alternativen es gibt.

Lavendel - als Tee, als Duftöl, als Badezusatz.

Der Duft von Lavendel entspannt unsere Sinne.

Für unsere Mondhüttentage möchte ich Euch jedenfalls – aus Sicht unserer Nase – einladen, Euch mit Lieblingsdüften zu umgeben. Es sollte ein Duft sein, der Euch glücklich macht. Das kann ein kostbares Körperöl aus naturreinen, ätherischen Ölen sein oder ein Räucherstäbchen, das zum Einstiegs-Ritual für Euren Rückzugstag wird. Ihr werdet mit der Zeit spüren, dass Euch irgendwann schon der bloße Duft in diese Entspannung versetzen kann.

#Schreibwerkstatt: Welche Duft-Vokabeln fallen Dir ein? Welche Sprichworte kreisen in Deinem Kopf? Schreib sie alle auf. Sammle Wörter, die mit dem Riechen zusammenhängen. Du wirst staunen, wie viel wir davon ständig verwenden – ohne dabei konkret an die Nase zu denken!

Das Geheimnis unserer Gedanken

Im Frühling den Neuanfang suchen und mit alten Gedankenmustern aufräumen! Quelle: pixybay

Mit alten Gedankenmustern aufräumen und das eigene Glück finden. Quelle: pixabay

Anna Franz schreibt uns heute in ihrem Gastbeitrag, wie wir über unsere Gedanken zu mehr Glück im Leben finden können:

„Es ist für niemanden mehr ein Geheimnis, dass unsere Gedanken einen grossen Einfluss auf unseren Körper haben. Erst entsteht ein Wunsch nach Schokolade im Kopf, bevor die Füsse sich in Bewegung zum Küchenschrank setzen und die Hände die hübsche Verpackung aufmachen, um das leckere Stück in den Mund zu stecken.

Wenn wir uns umschauen, dann war alles, was wir um uns herum jetzt sehen können, früher ein Gedanke. So gesehen, ist unser Körper zu einem grossen Teil das Abbild dessen, was in unserem Kopf vorgeht. Stressvolle Gedanken sind oft die Ursache für körperliche Leiden.

Nun könnte man meinen, was bringt mir dieses Erkenntnis? In einer Situation, in der mein Körper geschwächt ist, mache ich mir noch zusätzliche Gedanken darüber, dass ich durch Stress meine Krankheit selbst verursacht habe. So beisst sich die Katze in den Schwanz.

Doch es gibt einen Ausweg! Gedanken, auch solche über die Krankheit, sind lediglich Vorstellungen über das, was geschieht und nicht das, was tatsächlich gerade statt findet. Das Gute an den Gedanken ist: Sie können überprüft werden.

Nachdem alte Gedankenmuster aufgelöst sind: ein Gefühl wie neu geboren. Quelle: pixabay

The Work of Byron Katie ist ein Weg, stressvolle Gedanken zu identifizieren und zu hinterfragen. Eine einfache, nachhaltige Methode, sich von Missverständnissen im eigenen Geist zu befreien, um zu mehr Frieden und Freude im Leben zu gelangen. Es sind vier Fragen und Umkehrungen, mit welchen jeder belastende Gedanke untersucht werden kann, damit wir zum Zustand des Glücks kehren können und uns in jedem Bereich unseres Lebens wohl fühlen – in der Partnerschaft, in unserer Familie, bei der Kindererziehung, bei der Arbeit und in unserem Körper.“

Vielen Dank, liebe Anna, für die aufregenden Einblicke in diese Methode, die so vielen Menschen schon ein glücklicheres Leben ermöglicht hat. Was The Work ist und wie es funktioniert, erklärt Anna Franz (Coach for The Work, VTW) auf www.freedom-inside.me. Jeder kann lernen, sich selbst auf liebevolle Art zu begegnen. Auf der Lebensfreude-Mitmach-Messe in Frankfurt vom 22.-23.4. könnt Ihr sie persönlich kennenlernen.

Eure Elma