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Selbstversuch: Eine vegane Detoxkur.

Eine vegane Detoxkur zum Start ins Neue Jahr – eine geniale Idee. Foto: Hetizia/Fotolia

Gute Vorsätze zum Neuen Jahr?! Ja, diesmal hatte ich mir das schon vor Weihnachten vorgenommen und mich zu einer veganen Detoxkur kurz nach Neujahr angemeldet. Und das nach einem neuen Muster: ein Treffen mit allen TeilnehmerInnen vor dem Start und dann mit Anleitung und täglichen Email- oder WhatsApp-Impulsen durch die 10 Tage Kur. Einfach, um es in den Alltag zu integrieren. Und einfach für mich, meine Vorsätze fürs Neue Jahr umzusetzen. Ich wollte nach den Festtagen entschlacken und 2018 einfach bewusster leben. Nicht mehr so viele Süßigkeiten, weniger Kaffee und Wein am Abend. Hier findet ihr mein Tagebuch der Kur – vielleicht bekommt ihr Lust, es auch mal zu versuchen.

Tag null. Es ist ziemlich verrückt, ich denke heute nur ans Essen… Nach dem Morgen-Impuls, der mir riet, schon heute auf Kaffee und Süßes zu verzichten, geht genau das mir nicht mehr aus dem Kopf. Es ist, wie mit dem Rosa Elefanten, an den man nicht denken soll – und was tut man?! Seuffz. Da liegt noch Schokolade zwischen dem Obst in der Küche, dort steht noch der Süßigkeitenteller im Wohnzimmer. Sonst sehe ich das den ganzen Tag nicht, heute steht es im Mittelpunkt, Ohne, dass ich es will. Ich räume alles weg.

Das kann ja schwierig werden ab morgen, wenn es gilt, denke ich. Aber irgendwie freue ich mich auch mit Herzklopfen drauf und bin wie vor einer Urlaubsreise damit beschäftigt, alles bereitzulegen, was mir für die kommenden 10 Tage wichtig sein könnte. Der neue Detox-Tee steht jetzt sichtbar neben dem Wasserkocher, ebenso das Leinöl im Kühlschrank. Ingwer und Zitronen für den Fitnessdrink habe ich in eine Glasschale drapiert. Mein Körperöl hat im Bad einen dekorativen Platz bekommen, eine Lieblingszeitschrift liegt am Sofa, mein Handarbeitskorb daneben.  Auch, wenn ich arbeiten gehe, werde ich die Zeit danach mit genussvollen Dingen füllen.

Tag eins. Mit Herzklopfen bin ich heute Morgen aufgestanden – ich freue mich, dass es endlich losgeht. Ich gehe direkt in die Küche, schäle Ingwer, koche Wasser und drücke eine halbe Zitrone in meine kleine Karaffe, die ich für den Fitnessdrink vorgesehen habe. Schon bei den ersten Handgriffen denke ich: Das wird Dich jetzt die nächsten 10 Tage begleiten! Ein Gefühl, das mich so merkwürdig glücklich macht. Es wird zum Ritual werden, Dinge, wie in der Kindheit, die verlässlich immer gleich und immer zum gleichen Zeitpunkt passierten. Wie  dass es einen Grießbrei gab, wenn ich krank war. Dieses schöne Gefühl erlebe ich jetzt, obwohl ich mir selbst diesen Fitnessdrink zubereite. Ja, ich sorge gut für mich – und das macht mich glücklich. Das setzt sich nicht unbedingt sofort bei meinem ersten Einlauf fort, den ich im Anschluss an meinen Fitnessdrink in Angriff nehme. Aber auch er gibt mir das Gefühl, etwas Gutes für mich zu tun. Aber ganz ehrlich: Es ist überhaupt nichts dabei und das Gefühl hinterher? Einfach herrlich leicht. Dazu schwingen der Wacholder- und Lavendelduft meines Körperöls fast unbewusst mit und erinnern mich den ganzen Tag an die Tür, durch die ich heute Morgen getreten bin. Ich fühle mich gut!

Tag zwei. Heute Morgen habe ich mich dabei ertappt, dass ich die einzelnen „Arbeitsschritte“ meiner veganen Detox-Challenge schon ziemlich routiniert angehe. Das macht mich richtig stolz. Ich glaube, auf den Fitnessdrink will ich zukünftig nicht mehr verzichten und das Trockenbürsten macht mich einfach rundum wach. Heute wollte ich mir, laut dem morgendlichen Detox-Impuls, jetzt zum ersten Mal einen Leberwickel zubereiten. Mit der Erklärung, welche Vorteile das für mein Entgiftungsorgan Nummer eins bringen würde, war es mir wichtig, mir viel Zeit dafür zu gönnen.

Ich stellte mir also eine Kanne Detox-Tee bereit, dazu eine Kerze und Entspannungsmusik. Für den Fall, dass mir langweilig werden könnte, legte ich mir noch eine Zeitschrift bereit, die sich mit veganem Essen befasst und superschön aufgemacht war. So, dann den heiß-nassen Lappen auf die Leberstelle gelegt, mit einem Handtuch und einem Wollschal umwickelt, legte ich mich auf die Couch und kuschelte mich unter eine warme Wolldecke. Hmmmm… ein wunderbar entspannendes Gefühl! Dass Entgiftung so viel mit Wohlfühlen zu tun haben kann, war mir vor der Detox-Challenge nicht klar. Und deshalb: Es wird nicht mein letzter Leberwickel gewesen sein! Diese Wickelzeit ist eine Insel im tosenden Alltag, die Gelassenheit und Ruhe einkehren lässt. Die Entgiftung kann man vielleicht nicht direkt spüren, aber der Wickel wirkt entkrampfend und ausgleichend auf Körper, Geist und Seele. Ich habe den Eindruck, alle Sinne konnten auftanken und entfalten sich danach kraftvoll gestärkt. – Übrigens: Die Zeitschrift war überflüssig.

Tag drei. Tief durchatmen – ich glaube, ich hatte eine erste kleine Krise in meiner Detox-Challenge. – Damit erfuhr ich erstmals, dass es wirklich eine Challenge ist! Gestern Abend fiel es mir ziemlich schwer, nicht zu etwas Süßem zu greifen. Heute Morgen, nach allen Detox-Maßnahmen, geht es mir wieder richtig gut, aber gestern Abend war mein Körper nicht mehr mit mir und meinem Vorhaben einverstanden. Kaffee fehlte mir bisher nicht ganz so sehr, ich glaube, der Fitnessdrink und der grüne Tee ersetzte den Kaffee recht gut, wenngleich am Abend leichte Kopfschmerzen einsetzten, die sich durch das Bedürfnis nach Schokolade noch verschlimmerten. Auch meine Stimmung litt darunter, ich wurde regelrecht unleidig. Ich versuchte, mich abzulenken und zu beschäftigen, war aber dabei so unruhig, dass mir nichts richtig Spaß machte. Da erinnerte ich mich daran, dass mir ein kleiner Löffel Honig im Tee erlaubt sein würde. Und ja, mit dieser heißen Tasse Lavendeltee mit Honig kam ich über den Berg und alles entspannte sich wieder. Unglaublich übrigens, wie stark ich diesen Honiggeschmack erlebte!

Tag vier. Wenn ich es nicht an mir selbst erleben würde, würde ich es nicht glauben: Das Aufstehen am Morgen klappt gerade mühelos! Liegt das an der Detox-Challenge? Ich bin mir ziemlich sicher. Mich begleitet über den Tag, der durch die vegane Ernährung, wenn ich unterwegs bin, gar nicht so einfach ist, ein fast leichtes Gefühl. Kolleginnen haben mich zu meinem strahlenden Lächeln angesprochen, also scheint meine gefühlte Veränderung auch tatsächlich wahrgenommen zu werden. Meine Haut glättet sich – nicht nur im Gesicht erlebe ich die Entspannung, kleine Fältchen verschwinden.

Granatapfelkerne: Köstlich zum Naschen für zwischendurch. Quelle: pixabay.

Die Haut wirkt wieder irgendwie genährter. Auch mein Bindegewebe, das von Natur aus gern Wasser einlagert, wird sichtbar glatter und lässt wohl das Wasser los – was sicher auch der Trockenbürstenmassage zu danken ist.

Einen gesunden Snack für zwischendurch habe ich mir jetzt zur Regelmäßigkeit werden lassen: ich habe immer ein paar Nüsse, aber auch ein Döschen frische Granatapfelkerne mit im Büro. Das ist ein herrliches Naschen – und auch noch so gesund. Der Granatapfel liefert zum Beispiel Mineralstoffe wie Kalium, und Spurenelemente wie Eisen und B-Vitamine – kann also nur gut tun.

Tag Fünf. Die Sonne scheint wieder! Und dass nicht nur in mir drinnen, sondern endlich auch wieder draußen. Der vergangene Dezember war grauer und dunkler als die letzten 24 Jahre, hörte ich heute im Radio. Kein Wunder also, dass mein Gemüt sich nach Sonne und Freude sehnt! Morgens im Dunkeln aufstehen, abends erst im Dunkeln nach Hause kommen und kaum Zeit an der frischen Luft – das kann keine Seele lange aushalten, oder?! Der Zeitpunkt, gleich am 5. Januar, am Ende der Raunächte, mit der Detox-Challenge zu beginnen, hatte etwas wirklich Bewegendes! Statt in der schieren Ohnmacht der weihnachtlichen Fülle zu stagnieren, habe ich mich gleich zu Beginn des Jahres meiner Fitness zugewandt. Das verleiht mir den Auftrieb, den ich für anstehende Aufgaben brauche. Und, obwohl ich mir gerade in der Detox-Zeitspanne mehr Zeit für mich eingeräumt habe, spüre ich, dass meine Kraft erwacht. Der Sinn für Neues, der Spaß an Kreativem und die Neugier fühlt sich so an, wie die Sonne, die nach so langen dunklen Tagen endlich wieder hervorkommt und ihre Strahlen über die winternasse Landschaft legt. Jede Pore meiner Haut saugt das Sonnenlicht jetzt auf – und hoffentlich sehen wir sie jetzt wieder öfter und länger. Ich strecke meine Arme aus und atme tief ein und aus.

Tag Sechs. „Solange wir atmen, fühlen wir uns lebendig“ – der gestrige Morgenimpuls hat mich den ganzen Tag lang begleitet. Eine Gehmeditation auf dem Weg vorbei an Feldern und Wiesen – das ließ sich doch direkt in den Tagesplan einbauen. Wunderbar. Auf vier zählen, einatmen, auf sechs zählen, ausatmen. Mit langsamen Schritten, auf die ich mich ganz konzentriere, komme ich bald in einen rhythmischen Gang. Ich verliere mich darin und bin ganz bei mir. Tiefe Entspannung und eine Ruhe breitet sich in mir aus, die mich den restlichen Tag lang begleitet. Wenn dieser Gleichmut ein bleibendes Ergebnis dieser Detox-Challenge wird, dann bin ich ganz glücklich. Entgiftet hat dieser ruhige Spaziergang meinen Geist und bestimmt auch meine Seele. Ich vermute, dass mein Blutdruck viel tiefer war als sonst. Und der Arbeitstag verlief damit viel entspannter und eben gleichmütiger. So kann es weitergehen. Ich bin überrascht, was eine Detoxwoche bewirken kann.

Tag sieben. Ganz entgegen den grauen Lichtverhältnissen draußen und dem nasskalten Wetter geht es mir durch die nun eine Woche dauernde Kur richtig gut. Der Energiepegel steigt, ich komme leicht aus dem Bett, bin wacher als sonst und nicht so träge, Wirklich: Trägheit ist das, was ich verliere – mehr als alles andere. Und das zu einem so frühen Zeitpunkt im Jahr! Das ist wirklich in allen Gliedern spürbar. Der Spaß an allem ist wieder da, die Spontaneität höher, die Begeisterungsfähigkeit und Aufnahmebereitschaft. Alles ist elastischer – Kopf und Körper. Ganz erstaunlich, obwohl die Umstellung so sanft und entspannt vonstatten ging. Im Vergleich zu einer Fastenkur kann ich eine Detoxkur viel besser in meinen Alltag einbauen, denn ich habe keine Leistungseinschränkungen. So, und wo ist der nächste Baum zum Umarmen?!

Tag acht. Wenn ich zum Start der Detox-Woche zurückschaue, kann ich die Zeit in drei unterschiedliche Teile aufteilen: Im ersten Drittel steht das Umsetzen der vorgegebenen Maßnahmen im Vordergrund. Der Wissensdurst ist groß, die Morgen-Impulse geben mir das Gefühl, der Aufwand lohnt sich; ich bin auf einem guten Weg.

Im zweiten Drittel, wenn sich die Ernährung umgestellt hat und alles leicht von der Hand, rückte das Gefühl, die Welt zu umarmen in den Vordergrund. Die eigene Energie erwachen zu spüren und die Umwelt wieder viel intensiver wahrzunehmen, war überraschend und nahm die Aufmerksamkeit für sich in Anspruch.

Im letzten Drittel jetzt ist die Kreativität erwacht, der Blick schweift wieder näher um mich herum. Ich möchte aufräumen, ausmisten, neu strukturieren. Das hat gefühlt auch mit der Entgiftung zusammen: Wir schaffen die Giftstoffe aus dem Körper und gleichzeitig wächst das Bedürfnis, das eigene Umfeld zu entschlacken. Das entgiftet nochmal – als würde es sich dadurch leichter atmen lassen.  Ich bedaure jetzt schon, dass die 10 Tage schon fast um sind. Verrückt, oder?!

Tag neun. Durch den Morgenimpuls und die wertvollen Links richte ich meinen Blick auf meine Kosmetik und Pflegeprodukte. Ich achte schon länger auf eine natürliche Hautpflege, nicht nur die Inhaltstoffe an sich sind mir wichtig, sondern auch woher sie kommen und wie sie verarbeitet werden. Für die Haare verwende ich eine einfache Haarseife. Sie pflegt die Haare mit natürlichen Inhaltsstoffen, sie soll auch der Struktur des Haares gut tun. Was mir aber auch wichtig ist: Sie braucht keine Plastikflasche. Wenn ich über den ganzen Plastikmüll nachdenke, wird mir regelrecht schlecht. Mit der Detoxkur zeige ich, was mir meine Gesundheit wert ist, aber sollten wir den Detox-Gedanken nicht gleich für unsere Umwelt weiterdenken? Also: Ziel sollte sein, noch weniger Plastiktüten und -Verpackungen zu verbrauchen – sie tun auch uns nicht gut. Weichmacher gelangen möglicherweise in Obst und Gemüse, das will ich einfach nicht mehr. – Eine Detoxwoche ist wirklich für vieles gut: auch dafür, mein Konsumverhalten wieder einmal deutlich zu überprüfen. Hier denke ich, gibt es keinen 10-Tage-Plan. Das ist ein stetiges Verändern und bewusst werden. Auch über diese Schärfung meiner  Haltung freue ich mich sehr – ein Aspekt, der den Wert der Detoxkur weit über ihren eigentlichen Zweck erhöht hat.

Tag 10. Ich kann zusammenfassend nur große Begeisterung für die Detoxkur äußern! Ich fühle mich rundum wohl, ich bin morgens viel fitter beim Aufstehen und das bleibt auch den ganzen Tag so. Also kein Nachmittagstief nach dem Essen zum Beispiel.
Eine andere, mir wichtige Veränderung die ich festgestellt habe, will ich gern auch hier weitergeben: Ich hatte im vergangenen Jahr einen schweren Bandscheibenvorfall und hatte bis jetzt immer noch leichte Schmerzen im Ischiasbereich. Vor allem morgens beim Aufstehen war die Beweglichkeit eingeschränkt. Mit der Detoxkur ist das mit jedem Tag besser geworden. Damit hätte ich absolut. Nicht gerechnet – ich freue mich sehr.
Den Fitnessdrink und den Frühstücksbrei mit Mandelmilch sowie die Granatapfkerne als Snack werde ich weiter beibehalten. Und vegan Mittagessen auch – bin absoluter Fan geworden!

Ein herrlich leichtes Gefühl nach der Kur. Das will ich bewahren. Quelle: pixabay.

Tag eins nach der 10-tägigen veganen Detoxkur. Das habe ich noch nicht erlebt! Ich habe schon einmal gefastet, ich habe auch schon mehrmals eine 7-Tage-Könrerkur gemacht. Jedes Mal war ich heilfroh, wenn die Zeit endlich um war und ich wieder „normal“ essen konnte. Diesmal, mit der veganen Detox-Kur ist das völlig anders gelaufen!

Ich fühle mich so gut gerade, dass ich gar nicht aufhören will. Ich bekomme sogar schon Komplimente von Kolleginnen – es ist also nicht nur mein eigenes Gefühl. Ich strahle dieses Wohlgefühl wohl tatsächlich aus. Also nein, das will ich mir jetzt auch nicht wieder nehmen lassen. Und deshalb mache ich jetzt weiter. Mit veganem Essen. Mit dem Fitnessdrink. Mit dem täglichen Trockenbürsten. Ob ich Leberwickel und Einlauf weiter betreiben werde, das weiß ich noch nicht. Aber auf Kaffee und Alkohol verzichte ich auch gerne noch ein ganzes Weilchen. Danke, Bettina Fornoff, für diesen Wohlfühlstart ins Jahr 2018!

Vielleicht konnte ich Euch durch mein Tagebuch begeistern oder wenigstens neugierig machen. Wie weit seid ihr mit euren Vorsätzen? Ich freue mich auf eure Geschichten,

eure Elma

Loslassen für den Neubeginn

Das neue Jahr ist noch ganz frisch und erfüllt von guten Wünschen und freudigen Erwartungen. Ich verabschiede mich von 2017 voller Dankbarkeit für alle schönen Begegnungen und Ereignisse – ich lasse das alte Jahr los, mache mich leer und weit für alles Neue.

Öfter mal abzuschalten und loszulassen, das steht sicher nicht nur bei mir ganz oben auf der  Wunschliste, denn wir sind doch alle viel zu sehr getrieben im Alltag und sehnen uns nach Ruhe und inneren Frieden. Deshalb nutze ich den Jahresbeginn um über LOSLASSEN zu schreiben und mit meinem Beitrag gleichzeitig an der Blogparade von Silke Steigerwald teilzunehmen.

Foto: nadyatess/fotolia

Elma und ich schreiben seit vielen Jahren hier in der Mondhütte zu

  • Achtsamkeit,
  • Auszeit,
  • Frauengesundheit,
  • Loslassen,
  • Wohlfühlen,
  • Naturheilkunde u.v.m.

und werden immer wieder gefragt, was der Begriff „Mondhütte“ denn eigentlich bedeutet. Wir verstehen darunter Dir und Euch einen Ort anzubieten, der immer wieder an das regelmäßige LOSLASSEN erinnert: regelmäßig einmal im Monat alles loszulassen und wieder ganz bei Dir selbst anzukommen. Die Mondhütte also als Synonym für den Ort, den wir alle in uns tragen, ganz tief in uns, dort wo wir bei uns selbst ankommen, ruhig werden und uns wohlfühlen.

Nur wer regelmäßig loslässt und zur Ruhe kommt, kann gesund, kreativ und leistungsfähig sein.

Loslassen – achtsam sein. Foto: robert/fotolia

Das ist besonders für uns Frauen wichtig. Unser Körper erinnert uns monatlich mit unserer Menstruation daran: „Loslassen – Reinigung – Erneuerung“ – nur, vergessen wir so oft auf unseren Körper zu hören. Manchmal zwingen uns dann erst eine schlimme Migräne, oder Schmerzen dazu, mehrere Gänge zurückzuschalten, den Stress loszulassen und uns eine Auszeit zu gönnen. Unser Körper ist sehr weise und sagt uns eigentlich immer ganz genau was Sache ist.

Ohne Loslassen kann Neubeginn nicht gelingen.

Eigentlich ist es das einfachste von der Welt und doch tun wir uns so schwer mit dem Loslassen. Kennst Du das von Dir auch? Wir suchen einen Ausgleich zum Alltag indem wir z.B. Joggen gehen, zum Sport, Yoga, oder einem Hobby nachgehen. Das ist ohne Frage wichtig, bringt vielleicht auch den Kopf frei, hat aber eigentlich nichts mit LOSLASSEN zu tun.

Unter Loslassen verstehe ich das absolute NICHTS tun, ohne Druck, Ehrgeiz, Anstrengung – einfach nur ich selbst sein und meine Seele baumeln lassen.

Nur so kann sich Körper und Geist komplett regenerieren und Du kannst neue Kraft schöpfen. Gönne Dir diese regelmäßige Kraftquelle im kommenden, noch neuen Jahr. Suche für Dich den besten „Mondhüttenplatz“ – dort wo es Dir leicht fällt Anspannung loszulassen und Dich innerlich zu weiten um wieder strahlen zu können. Mir fällt das immer am leichtesten in der Natur und dazu genügt oft schon nur ein Blick, von meinem Sofa aus, in den Garten.

Alles Liebe, Deine Luise

 

Schlaflosigkeit? Es gibt viele Gründe.

Schlaf war für mich persönlich schon immer wichtig, um Energie zu tanken, um mich vital zu fühlen und den beruflichen Anforderungen gewachsen zu sein. Ohne ausreichenden Schlaf bin ich unkonzentriert und nicht gerade gut gelaunt. Glücklicherweise gehören für mich Schlafprobleme der Vergangenheit an.

Für sehr viele Menschen sind Einschlafstörungen und Schlaflosigkeit allerdings ein großes Problem, Elma berichtete vergangene Woche darüber.

Was verursacht Schlaflosigkeit? Es kann viele Gründe geben.

Foto: Yvonne Wierink/Fotolia

Leider kann es bei vielen Frauen während der Wechseljahre zu Schlafstörungen kommen. Die Ursachen hierfür können sehr unterschiedlich sein. Die Ruhelosigkeit der Beine, aber auch eine innere Unruhe, die sich mit nichts erklären lässt, ist nur eine Möglichkeit. Dann fühlst Du Dich vielleicht auch tagsüber entweder erschöpft oder wie „getrieben“.

Lasse abklären, wie es eventuell um Deinen Blutdruck steht. Oft schießt er in die Höhe, wenn die Hormone sich umstellen. Glücklicherweise reguliert sich das nach dieser Phase auch wieder und mit pflanzlichen Mitteln kann man ihn gut im gesunden Bereich halten. Hier kann ich u.a. folgende Heilpflanzen empfehlen:

  • Hafer (avena sativa)
  • Mistel (viscum album)
  • Passionsblume (passiflora)
  • Schlangenwurz (rauwolfia)
  • Weißdorn (crataegus)
  • Gemmoextrakt Olive (Olea europaea)

Foto: unpict/fotolia

Weißdorn (Crataegus) wirkt herzstärkend und kann bei Bluthochdruck und nervösen Herzbeschwerden hilfreich sein. Als Teemischung, oder pflanzliche Urtinktur.

Auch die Schilddrüse kann während der Wechseljahre mit einer Überfunktion reagieren. Sie sollte regelmäßig kontrolliert werden, besonders wenn Du unter innerer Unruhe und Schlaflosigkeit leidest. Wolfstrapp hat eine regulierende Wirkung auf die Schilddrüse und bringt Dich wieder in einen normalen Rhythmus. Es gibt z.B. ein sehr gutes Kombinationspräparat der Firma CERES für die Wechseljahre, das u.a. Wolfstrapp enthält und mit Frauenmantel, Johannisbeerblättern und Salbei für hormonelle Ausgeglichenheit sorgt: CERES Alchemilla compositum / Tropfen

Finde Dein individuelles Einschlafritual

Sind Blutdruck und Schilddrüse in Ordnung und es gibt auch keine aktuellen großen Entscheidungen oder Sorgen, die Dich nicht schlafen lassen, dann kläre folgende Punkte:

  • Wie sieht es aus mit elektrischen Störfeldern in Deinem Schlafbereich? Ein Fernseher gehört auf gar keinen Fall ins Schlafzimmer! Gibt es eventuell einen Funkwecker, oder liegt das eingeschaltete Smartphone auf dem Nachttisch? Lasse Dich von einem Baubiologen beraten!
  • Unser Gehirn unterscheidet nicht ob Aufregung, Streit, Diskussionen, Anspannung in der Realität geschehen, oder ob wir so etwas abends im TV anschauen und „miterleben“, oder vielleicht spannende Thriller lesen. Sorge dafür, dass Du Dich vor dem Schlafen gehen mit angenehmen, schönen Dingen beschäftigst, die Dein Herz zum Klingen bringen und Dich beruhigen.
  • Esse abends nicht zu spät, das belastet den Organismus und lässt uns nicht ruhig schlafen. Vergesse Ratschläge wie etwa abends 1 Glas Rotwein zu trinken. Der Alkohol putscht nur noch mehr auf und lässt noch schlechter schlafen.
  • Gönne Dir vor dem zu Bett gehen ein warmes Fußbad mit Lavendel– oder Melissenöl, das beruhigt.
  • Finde Dein individuelles Einschlafritual. Das kann ein Spaziergang sein, oder eine Meditation, ein Gebet, Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, autogenes Training, o.ä.
  • Aber auch eine Nebennierenschwäche verursacht Schlafstörungen! Achte darauf, bis 22:30 Uhr schlafen zu gehen und von 23 Uhr an zu schlafen, denn meist erfolgt ungefähr gegen 23 Uhr eine Hormonausschüttung der Nebennieren, die Dir ein kurzes Hoch beschert, dann aber am Einschlafen hindert und Dich, wie in einem Teufelskreis, noch mehr schwächt.

Die Passionsblume (passiflora incarnata) für Herzensruhe und Harmonie

Passionsblume – Foto: Arcenciel/Fotolia

Heilpflanzen in Form von Teemischungen oder Tropfen unterstützen bei vielen Frauen den wohltuenden Schlaf, z.B.:

  • Baldrian
  • Hopfen
  • Lavendel
  • Melisse
  • Passionsblume
  • CERES Valeriana compositum
  • Gemmoextrakt Silberlinde (tilia tomentosa)

Auch regelmäßige Behandlungen mit Ohrakupunktur können Dich besser schlafen lassen.

Schlaf gut, Deine Luise

Quelle: „Hormone in Balance“ Leitfaden für Frauen

Loslassen – was im November dran ist.

Mondhüttenplätze suchen. Und finden. Quelle: privat.

Wenn Menschen Ferien machen und von ihrer Urlaubsreise zurückkehren, kommt mit ihnen auch meist spürbar neue Lebensenergie zurück. Der Sommer und die Ferien liegen bei vielen von uns schon wieder eine Weile zurück und so lässt auch die neue Energie schon wieder nach.

Wer aber gerade jetzt im Herbst Urlaub macht und dabei nicht dem „schlechten Wetter“ hier entflieht, um den Sommer zu verlängern, sondern sich dem herbstlichen Treiben von Wind und Wetter, kälter werdenden Temperaturen und herumwirbelndem bunten Herbstlaub bewusst aussetzt, der kommt mit glühenden Wangen und innerlich beruhigt zurück.

Eine Freundin nannte es „kleines Hideaway am Meer“ als ich mit meinem Partner losfuhr.

Endlose Weite. Ruhe. Und Zeit. Quelle: privat

Wie auch immer, es war eine Zeit zum Loslassen und zur Ruhe kommen. Während der September noch prallvoll war mit Aktivitäten und der Gartenernte meiner Kürbisse und Tomaten glich, lehrte mich diese letzte Oktoberwoche das Loslassen. Sie kam mir senfgelb vor, ackerbraun, fast moorschwarz und petrolblau war das tiefste Blau, das ich fand. Dagegen stand die weiße Gischt im Kontrast, unterstrichen von pfeifend kaltem Wind, der mir resolut verdriesliche Gedanken aus dem Kopf pfiff. Losgelassen waren die Gedanken an den beruflichen Alltag, an die unerledigten Aufgaben, die ich zu Hause gelassen hatte. Alles fiel von mir ab.

Was mir da so gefällt, ist die Einfachheit. Die Reduzierung auf weniger. Die Ruhe von allem.

Oben im Norden, umgeben von der kälter werdenden See, verliert sich der Anspruch, den ich jeden Tag an mich selbst stelle. Wenn ich an der Wasserkante entlanglaufe, dem Spiel der Wellen und den angeschwemmten Muscheln meine ganze Aufmerksamkeit schenke, vergesse ich die innere Anspannung und die Zeit an sich. Ein großer Lehrmeister ist die Natur, wie ich dabei wieder lernen darf und sie schenkt mir neue Energie.

Der November ist ein Monat, der nicht viel von uns will.

Vielerorts erstickt der vor uns liegende November im Nebel, die Tage werden oft gar nicht mehr richtig hell. Es ist noch Zeit bis zum Advent, also Zeit, um wirklich loszulassen. Ansprüche über Bord zu kippen, den Motor etwas runterzufahren und das Drinsein wieder neu zu genießen. Jetzt wird es Zeit, den Lieblingsplatz neu zu entdecken und die Kuschelecke mit Kerze und Schmöker zum Stammplatz zu machen. Zum Mondhüttenplatz. 🙂

Es gibt sicher nicht viele Menschen, die den November zum Lieblingsmonat erklären. Das verstehe ich. Aber lasst uns doch mal seine Vorzüge sammeln. Ich begrüße ihn mit Freude und mit dem Gefühl, es darf jetzt wieder ruhiger werden. Es darf jetzt wieder gefaulenzt werden, es muss nicht mehr zwingend etwas im Garten gehackt und irgendetwas unternommen werden, weil die Sonne scheint. Der November ist Kerzenzeit. Und Teezeit. Und Lesezeit. Mir fällt noch viel ein – fern ab vom Alltagsgetöse. Euch auch?

Alles Liebe für heute, eure Elma

Übrigens: Mein Mondhütten-Hideaway war Amrum.