Schlagwort: Minimalismus

Superwoman räumt auf – von Erwartungen, Lebenslust und Minimalismus

Eigentlich sollte das heute ein ganz unspektakulärer Blog-Beitrag übers „Ausmisten“ der Wohnung und unseres Organismus in der Fastenzeit werden. Elma hatte in Ihrem Artikel am Montag ja schon darauf hingewiesen. Doch dann bin ich heute früh über einen Beitrag des NDR gestolpert, zum Thema „Erwartung an Frauen“ – und schon wird mal wieder alles anders…

Kabarettist Florian Schröder erklärt in dieser NDR Talkshow, was eine wahre, moderne Superfrau so alles sein soll: Figur wie ein Topmodel, aber auch Kinder wollen, die Kinder aber auch zum richtigen Zeitpunkt wollen, mit dem perfekten Mann, sie soll trotzdem selbstbewusst sein und Karriere machen, aber NICHT als Emanze (!), trotzdem feministisch und sozial engagiert, mit perfektem Haushalt, zuhause eine liebevolle Mutter, aber auch im Beruf ehrgeizig und OHNE eine Rabenmutter zu sein, die Topmodel-Figur soll sie behalten bis ins hohe Alter und ihrem Partner eine Freundin, abwechslungsreiche Geliebte und ebenbürtige Partnerin…. und den Stress den sie mit allem hat, darf gar niemand NIEMALS spüren… 😉

Woman Flying Through the Sky

Das ist natürlich sehr überzogen dargestellt, aber ein winziger Kern Wahrheit liegt doch auch darin, oder was meinst Du? Ich finde, es stimmt schon, dass wir uns  in unserem perfekten Anspruch an uns selbst, manchmal weit über unsere Grenzen hinaus bringen. Und um so wichtiger ist es, dass wir uns selbst auch immer wieder mal „herunterholen“ von diesem Superfrauen-Trip! Denn wo bitteschön bleibt denn die Lebenslust, bei all dieser Perfektion? Die Mondhütte kann eine sehr gute Runterholstation sein. Nutze sie regelmäßig und kläre für Dich, wie Du mehr Lust am Leben aktivieren kannst.

Aber nun zum eigentlichen, heutigen Thema. Irgendwie haben wir ja immer noch Jahresbeginn, die guten Vorsätze sind uns noch in guter Erinnerung und die Fastenzeit beginnt 2016 sehr früh und ist gar nicht mehr weit. Da ich mich ab und an auch wie Superwoman fühle, habe ich in den letzten Wochen, trotz allem übrigen Alltags-Perfektions-Wahnsinn und meinem Hang zur Prokrastination ( 😉 ), sehr mit dem Ausmisten meiner Wohnung beschäftigt. Mein Traum wäre es, einen gewissen Minimalismus zu erreichen. Von dem ich leider noch meilenweit entfernt bin.

Aber zumindest weiß ich schon, dass ich in meinen Schränken keinen Platz mehr für z.B. das „gute Geschirr“ haben möchte, das nur 1-2 x jährlich (wenn überhaupt) benutzt wird. Das Alltagsgeschirr muss weichen und die Gute-Geschirr-Zeiten brechen nun an. Außerdem gibt es so wahnsinnig viele Henkeltassen, die kein Mensch benutzt und Gläser, die ich schon seit Jahren nicht mehr aus dem Schrank geholt habe. Warum also mit diesem Besitz „belasten“? Minimalismus muss sich befreiend gut anfühlen! Geschirr und Gläser sind nur kleine Beispiele, die sich in fast allen Bereichen und Ecken meiner Wohnung ebenfalls anwenden lassen – z.B. Bücher, die ich garantiert nie mehr lesen werde… Ich bin also dabei und mache mich leichter! – Womit wir auch schon die Überleitung zur beginnenden Fastenzeit haben. 😉

Am 10. Februar ist Aschermittwoch und die Fastenzeit beginnt schon. Vielerorts werden Fastengruppen oder Fastenurlaub angeboten. In meinen Augen ist es wichtig seinen Körper von vielen Giften zu reinigen, die sich umweltbedingt in unserem Organismus einlagern.

Hast Du Dir schon überlegt, von was Du Dich während der Fastenzeit verabschieden willst? Sollen es die überflüssigen Winterpfunde sein, oder das Fleisch, die Wurst, der Alkohol, die Zigaretten, der Zucker, die Schokolade, oder irgendwelche Angewohnheiten, die Dir nicht unbedingt immer gut tun, wie beispielsweise dieser wahnsinnig hohe Anspruch an Dich selbst?