Schlagwort: Mondhütte

Einmal im Monat?

Foto: unsplash/S. Zolkin

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Der Zeitpunkt der Menarche (die erste Regelblutung im Leben der Frau) rückt immer weiter nach unten. Mädchen bekommen heute oft schon mit 9 oder 10 Jahren zum ersten Mal ihre Tage.

Wie alt warst Du beim ersten Mal? Erinnerst Du Dich noch? Welche Gefühle verbindest Du damit?

Wie wir die Zeit unserer Menstruation erleben und empfinden hängt im großen Maße davon ab, was wir von unseren Müttern und Großmüttern erfahren haben und wie wir auf die monatliche Blutung vorbereitet wurden. Immerhin sind es im Schnitt ca. 40 Jahre, in denen wir Frauen einmal im Monat menstruieren, uns reinigen und erneuern. Wie traurig ist es, wenn wir dann diese Zeit als schmerzhaft, unrein, lästig oder gar eklig empfinden – es ist noch gar nicht so lange her, da wurden die Tage der Periode als „Unwohlsein“ umschrieben und darüber zu sprechen war ein Tabu-Thema. Und das einmal im Monat? Wenn wir von einer durchschnittlichen Dauer von 3 Tagen pro Menstruation ausgehen, sind das immerhin ca. 1440 Tage Lebenszeit in unserem fruchtbaren Frauenleben. Das kann es doch wohl nicht sein, oder?

Foto: unsplash/Greg Rakozy

Foto: unsplash/Greg Rakozy

Wir Frauen sind rhythmische Wesen und unser Frausein schwingt im monatlichen Rhythmus mit der Natur und dem Mondzyklus. Frauen die sehr naturnah leben, wie wir das noch bei ethnischen Völkern finden, bluten meist mit dem Neumond und haben ihren Eisprung bei Vollmond. Die Menstruation, bei der wir von der Natur die Chance zur Reinigung und Regeneration bekommen haben, sollte als Auszeit und zumindest zur Reduktion des alltäglichen Stresses genutzt werden. Das meinen wir, wenn wir vom Mondhüttentag sprechen.  Elma hat in ihrem Beitrag „Ein Tag in der Mondhütte – der erste Schritt“ geschildert, wie man langsam beginnen kann, sich an diesen regelmäßigen Tag im Monat zu gewöhnen. Es lohnt sich, denn Du wirst feststellen, dass die Beschwerden und das „Unwohlsein“ an den Tagen damit dauerhaft verschwinden wird. Die Menstruation ist etwas wundervolles und so sollte sie auch empfunden werden.

Menseshüttentage oder Mondhüttentage sind so wichtig, denn wir müssen wieder lernen rhythmisch zu schwingen, in einem Alltag der oft nur aus Hetze, Stress und Reizüberflutung besteht, damit es uns gut geht.