Schlagwort: Natur

Immer auf dem Weg

Pilgern oder Wandern?!
Pilgern oder Wandern?!

Pilgern oder wandern? Was ist es für Dich? Quelle: Pixabay,

Den Wald und die Natur erleben, das geht am intensivsten zu Fuß. Wandern ist ein idealer Ausgleich zu Hektik und Stress im Alltag. Nur so schnell die eigenen Füße tragen, eine Strecke durch Wald und Wiesen – einfach Teil der Natur sein. Und die Ruhe des eigenen Rhythmus genießen. Das ist Wandern.  Am besten mit Wanderkarte. Mit einer Strecke, die man sich vorher genau ausgesucht hat, die so-und-so-lange dauern wird. Mit Einkehrmöglichkeit und tollen Ausblicken. Das ist das eine Wandern.

Unterwegs sein.

Pilgern? Wandern? Auf jeden Fall: Unterwegs sein. Quelle: Pixabay.

Das andere Wandern ist wohl das Pilgern. Es ist ein großer Unterschied zum Wandern, finden viele. Denn beim Pilgern geht man einfach los.  Folgt den Zeichen und beschäftigt sich mit seinen inneren Fragen, mit seinem Glauben. Schläft in einfachen Pilgerunterkünften. Und vor allem: Man geht im eigenen Rhythmus. Hört auf den eigenen Atem und lauscht der eigenen Stimme.

Der wohl bekannteste Pilgerweg ist der nach Santiago di Campostela. Der Jacobsweg. Im kommenden Jahr wird der Lutherweg eröffnet. Es gibt inzwischen einige dieser alten Wege mit großer Geschichte. Ich glaube, es hat etwas mit dem eigenen Glauben, aber vor allem, mit dem eigenen Weg zu tun, wenn der Wunsch plötzlich so groß wird, dass man seinen Rucksack packt und für einige Wochen auf einen Pilgerweg geht. Die Christen glauben, sie seien immer auf dem Weg – eine schöne Formulierung, wie ich finde. Ich, für mich, glaube auch, dass ich mein ganzes Leben auf dem Weg bin.

Auf dem Weg sein, heißt für mich, dem eigenen Ziel näher zu kommen. Nicht still zu stehen. In Bewegung zu sein. Das ist ein gutes Gefühl. Für mich. Wenn ich in Bewegung bin, bin ich mit mir im Reinen. Und deswegen gehe ich so gerne in der Natur. Ich habe jetzt absichtlich nicht „wandern“ geschrieben. Es ist ein Teil von auf-dem-Weg-sein. Ein ganz entscheidender. Denn dabei sich selbst näher zu kommen, passiert. Ja, das passiert einfach – wenn ich mich darauf einlasse. Aber ganz ehrlich: das Erlebnis des Pilgerns will ich auf jeden Fall noch kennenlernen. Das ist noch einer meiner ganz großen Wünsche.

Wie geht es Dir mit dem Thema? Wanderst Du? Was magst Du am Wandern? Und was bedeutet Pilgern für Dich? Ich bin gespannt.

Deine Elma

Willkommen im Winter. Freu Dich an seinen Farben.

Vogelbeeren
Hagebutten

Gut gegen November-Blues: die Farben der Natur.

Auch wenn der Winteranfang noch ein paar Wochen entfernt ist: mit fallenden Temperaturen um null Grad, mit Frost und Raureif am frühen Morgen zeigt er sich jetzt schon; der Winter öffnet uns die Tür in seine Welt. Sie polarisiert stark, die Winterzeit. Für die einen ist sie ein Freudenfest an gemütlichen Stunden, an sinnlichen Kuschelmomenten mit viel Zeit für die Lieben, für Handarbeiten und lange Lesestunden zuhause. Für die anderen ist es die dunkle Jahreszeit mit zu wenig Tageslicht, getaucht in tristes Grau, das die eigene Seele umklammert und in eine melancholische oder sogar depressive Episode taucht.

Winterwald

Wintergrau – Winterblues.

Ich glaube, keine Jahreszeit bietet solch starke Extreme wie der Winter. Dass er so sehr auf unser Gemüt Einfluss nimmt, hat viel mit der geringen Menge Tageslicht zu tun, die wir in den Wintermonaten bekommen. Das Tageslicht brauchen wir aber, es ist uns ein wertvolles und essentielles Lebenselixier. Gerade, wer voll im Arbeitsleben steht, die eigenen vier Wände morgens im Dunkeln verlässt und erst im Dunkeln wieder nach Hause zurückkehrt, der weiß, wovon ich spreche! Sonnenlicht wirkt so positiv auf unser Gemüt – wenn es fehlt, meldet sich die Seele.

Vogelbeeren

Beeren bringen Farbe in den Winter.

Ein bisschen können wir uns mit anderen Mitteln helfen und das Gefühl von Sonnenstrahlen auf Haut, Sinne und Seele ersetzen. Haltet mal die Augen auf: Es gibt jetzt noch eine ganze Menge Farbe zu entdecken! Die Hagebutten hängen noch an den entblätterten Büschen – sie zeigen jetzt ein besonders leuchtendes Rot. Ebenso tut das die Eberesche mit ihren üppigen roten Beeren. Und von den Schlehenhecken leuchtet ein sattes Blau. Die Vögel schlagen sich gerade mit all den Beeren die Bäuche voll, um gut durch den Winter zu kommen.

Ja, sie machen es uns vor: Um den Winter gut zu überstehen, sollten wir uns – ebenso wie die Vögel – mit der Ernte des Sommers den Tag versüßen! Denn unser Obst hat die Sonne konserviert. Mit Obst und Gemüse in Sonnenfarben holen wir uns die Sonne in den Tag zurück. Obst_orangeDenkt an Orangen und Mandarinen, an die vielen leckeren Apfel- und Birnensorten, die gerade erst geerntet wurden. Oder denkt an vitaminreiche Granatapfelkerne – die sind ein wahres Fest für uns Frauen! Reich an Vitaminen und an Genuss, reich an praller Farbkraft, die uns jetzt so gut tut. Nicht umsonst, übrigens, feiert der Hokkaido-Kürbis einen solchen Siegeszug in unseren Küchen. Es ist neben dem edel-nussigen Geschmack vor allem auch sein leuchtendes Orange, weswegen wir zu ihm greifen, wenn wir eine Kürbissuppe kochen wollen.

Übrigens: Vor allem im Winter wird viel Honig gegessen oder in den Tee gerührt – auch er ist konservierte Sonnenkraft. Also: Ob bewusst oder unterbewusst, eigentlich wissen wir, was uns gut tut. Tut Euch also gut! Mit dem Start in den Winter sollte der Obstkorb gefüllt sein. Für frischen Genuss, im Müsli, im Kochtopf oder als Smoothie – genießt die Power der Sonne mit jedem Schluck. Mit jedem Biss.

#Schreibwerkstatt: Denk an die Lebensmittel, die Du gerne isst. Schreib ihre Farbe auf und entdecke, wie groß die Vielfalt ist. Vielleicht schaffst Du Dir bewusst Küchen-Farbtage und gestaltest Deinen Einkaufszettel danach. Viel Spaß dabei!