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Salbei kühlt Hitzewallungen

Salbei gegen Hitzewallungen. Foto: LianeM/Fotolia

Salbei gegen Hitzewallungen. Foto: LianeM/Fotolia

Hitzewallungen quälen und zermürben viele Frauen während den Wechseljahren und in der Menopause.

„Sie möchten am liebsten nur noch mit Fächer, Handtuch und Ersatzkleidung aus dem Haus gehen, oder sind jede Nacht klitschnass geschwitzt und müssen Ihr nasses Bett neu beziehen? Dann sind Sie wahrscheinlich schon in der Menopause, d.h. Sie haben seit einiger Zeit keine Periode mehr und Ihr Körper ist noch in Aufruhr und versucht mit der neuen hormonellen Situation klarzukommen.“ (Hormone in Balance– ISBN 978-3-9816084-2-7)

Doch nicht nur der Hormonhaushalt stellt sich um, oft genug sind wir Frauen in dieser Lebensphase auch gedanklich und seelich mit Phasen des (Lebens)Umbruchs beschäftigt, womit unser komplettes System zusätzlich angeheizt wird.

Foto: brankatekic/fotolia

Foto: brankatekic/fotolia

Auch Hitzewallungen werden von jeder Frau unterschiedlich wahrgenommen und „produziert“. Entweder bist Du bei jeder Wallung wirklich nass geschwitzt, wie oben beschrieben, oder Du bekommst vielleicht auch „nur“, wie viele Frauen eine trockene Hitze in Form eines knallroten, heißen Kopfes. Egal wie sie empfunden werden, es gibt Hitzewallungen in allen Variationen. Wenn wir zur „heißen“ Frau mutieren, gleicht unser Körper manchmal einem hochaktiven Kraftwerk. Viele Frauen werden dadurch im Schlaf gestört, sind so nass geschwitzt, dass sie sich umziehen müssen und geraten dadurch immer mehr in die Erschöpfung.

Salbei, den Du vielleicht nur als Tee oder Gurgeltinktur bei Halsschmerzen kennst, hat sich in der Phytotherapie bei Hitzewallungen sehr bewährt. Salbei unterstützt die Aufnahmefähigkeit und Empfänglichket für neue Impulse von innen und außen, gerade wenn in den Wechseljahren oft auf allen Ebenen eine Neuorientierung stattfindet. Salbei bringt Frische, wirkt schweisshemmend und gleicht unseren Wärmeüberschuss aus. – Als Salbeitee getrunken oder auch als Salbei Urtinktur-Tropfen einnehmen –

Achte bei Hitzewallungen auch auf die Ernährung! Vermeide Nahrungsmittel, die den Körper überhitzen, wie z. B. scharfe Gewürze, Kaffee, Alkohol. Aus der Ayurveda kann man sich folgende Faustregel merken: sauer und salzig machen heiß – süß und bitter kühlen. Kühlende Milchprodukte wie Ghee und Buttermilch gleichen Unruhe und Hitze aus. Käse und Joghurt erzeugen Hitze im Körper und blockieren den Energiefluss.

Deine Luise

„Eine Frau, die hundert Männer besitzt“

Shatavari - Foto: LightCooker/Fotolia

Shatavari – Foto: LightCooker/Fotolia

…so lautet die freie Übersetzung des Namens der ayurvedischen Heilpflanze „Shatavari“ (lateinisch: asparagus racemosus), der wilde indische Spargel.

Eigentlich war ich am Nachlesen und Recherchieren über die Heilwirkung der Shatavari Wurzel, als ich über diese Übersetzung des Namens „stolperte“, das lässt natürlich erst einmal ziemlich aufhorchen! Hundert Männer – welche Frau will denn sowas….. fragst Du Dich bestimmt auch. 😉 Aber was steckt wirklich dahinter, hinter der Heilkraft der Shatavari? Ist sie wirklich ein Regenerations- und Verjüngungsmittel für Frauen?

Shatavari wirkt nährend, stärkend, tonisierend und aktivierend, besonders auf die weiblichen Geschlechtsorgane, wie Gebärmutter und Eierstöcke. Außerdem sagt man der Shatavari eine aphrodisierende Wirkung nach. In der ayurvedischen Medizin wird sie unter anderem bei Unfruchtbarkeit,  Wechseljahresbeschwerden und dem prämenstruellem Syndrom verordnet. Bei Rückgang der Libido ist sie sehr hilfreich und man bezeichnet sie deshalb auch als „Ginseng“ für Frauen. Sie wird aber auch als Stärkungsmittel bei Nervosität, Erschöpfung und Schwäche verordnet.

Zur Anwendung als Aphrodisiakum oder zur Stärkung wird Shatavari mit Ghee (indischer Butterschmalz) und Milch gekocht. Dazu gibt man noch etwas Honig, langer Pfeffer und Zucker hinzu.

Johanniskraut – wärmende Sonnenstrahlen für depressive Gemüter

Johanniskraut - Foto: privat

Johanniskraut – Foto: privat

In diesem Jahr hatten wir einen sehr besonderen Sommeranfang. Wer es beobachten konnte, sah einen wundervollen satten orangeroten Vollmond – auch Erdbeermond genannt –  in der Mittsommernacht. Ein Phänomen, dass man zuletzt 1967 beobachten konnte.

Wir haben nun also Sommer und als bekannteste Mittsommerpflanze blüht momentan das Johanniskraut, benannt nach dem Johannistag am 24. Juni. Johanniskraut oder auch  „Hypericum perforatum“ ist dir vielleicht als Heilpflanze zur Stimmungsaufhellung bekannt. Es wird oft verordnet bei depressiven Verstimmungen und bei trüber Stimmung in der dunklen Winterzeit. Genau so leuchtend und strahlend gelb wie die Blüten des Hypericums aussehen, so bringt es dann wieder wärmende Sonnenstrahlen in unser Gemüt und wirkt stimmungsaufhellend.

Johanniskraut wird meist als Tabletten verordnet oder auch als Urtinktur-Lösung in Form von Tropfen. Auch die Homöopathie kennt und schätzt Hypericum als Arzneimittel bei Nervenschmerzen, Schmerzen nach Zahnbehandlungen, Prellungen des Steißbeins u.v.m.

Johanniskraut - Foto: Emer/Fotolia

Johanniskraut – Foto: Emer/Fotolia

Der heilende Wirkstoff des Johanniskrautes wird aus den gelben Blüten gewonnen. Vielleicht ist Dir schon einmal aufgefallen, dass die Blüten einen roten Farbstoff absondern, wenn man sie zwischen den Fingern zerreibt. Dieser rote Farbstoff enthält den Wirkstoff Hypericin. Ich persönlich schätze ganz besonders das Rotöl (Johanniskrautöl), dass aus den Blüten hergestellt wird. Es hat eine sehr wohltuende Wirkung wenn es bei Hexenschuß, Ischialgien oder Muskelkater in die Haut einmassiert wird. Es dringt tief ins Gewebe ein und beruhigt die gereizten Nerven.

Aber auch in der Frauenheilkunde entfaltet das Johanniskrautöl seine Wirkung. Immer wieder wird mir von  Frauen berichtet, dass ihnen das rote Johanniskrautöl bei trockener, gereizter Vaginalschleimhaut hilft, besonders in der Menopause.

 

Der Rotklee – Bote des Glücks

Gastbeitrag von Heilpraktikerin Melanie Aue

Foto: Ervin Monn/Fotolia

Foto: Ervin Monn/Fotolia

Es ist schon etwas besonderes, wenn die Rotkleeblüten auf einer Wiese mit ihren pinken Köpfchen vom Sommer erzählen. Und dabei sie erfreuen nicht nur das Auge, sie sind zudem wahre Mineralstoff- und Vitaminspender.

Bestimmte Pflanzenstoffe im Rotklee sollen auf das Immunsystem wirken. Andere wiederum sind dem weiblichen Östrogen verblüffend ähnlich und scheinen sogar eine regulierende Wirkung auf den weiblichen Hormonspiegel zu haben, weshalb man den Rotklee auch „Phytoöstrogen“, also Pflanzen-Östrogen nennt. Infolgedessen gehört der Rotklee zu den „top ten“ der Kräuter in einer gynäkologischen Naturheilpraxis. Bereits während der fruchtbaren Zeit, aber insbesondere in den Wechseljahren kann seine Anwendung bei bestimmten Beschwerden Linderung bringen. Hierzu gehören Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Trockenheit und Jucken der Schleimhäute und auch auf die Stimmung und das Schlafverhalten soll er sich auswirken. Studien zeigen sogar auf die Knochendichte einen positiven Effekt. Leider stellen sich diese Wirkungen nicht bei dem Verzehr nur weniger Stängelchen des Rotklees ein, sondern hierfür ist die Einnahme eines standardisierten Extraktes notwendig.

Dennoch ist der Rotklee in seiner östrogenartigen Wirkung sogar dem vielgelobten Soja vorzuziehen. Denn der Rotklee wird anscheinend von unseren westeuropäischen Körpern viel besser aufgenommen als die aus weit entfernten Gebieten stammende Sojabohne. Hier zeigt sich mal wieder die alte Regel der Heilkunst: Wo das Übel, da ist das Heilmittel = Ubi malum, ibi remedium. 

Aber auch ohne die Erkenntnisse bezüglich der Inhaltsstoffe war der Rotklee schon unseren Vorfahren bekannt. Man wendete ihn mehr oder weniger erfolgreich bei Atemwegserkrankungen, Durchfall oder Drüsenverhärtungen an.

Foto: Antonel/Fotolia

Foto: Antonel/Fotolia

Was aber über die Jahrhunderte gleich geblieben ist, ist seine Bedeutung als Glücksbringer.
Dieses mag vielleicht an den drei Nornen der nordischen Mythologie liegen. Denn das Dreiblatt war einst Sinnbild für die drei Schicksalsfrauen, welche durch das Spinnen der Schicksalsfäden die Bestimmung der Menschen festlegten. Vielleicht lässt sich der Grund dafür aber auch auf Cerridween zurückzuführen, die als keltische Göttin die drei Lebensabschnitte „die junge Frau, die Mutter und die weise Alte“ verkörperte. Der keltischen Mythologie  entsprechend, soll der Rotklee nämlich genau an den Stellen emporgekommen sein, die die jugendliche Göttin mit ihren Füßen berührte.

Welche Geschichten und Sagen um den Rotklee man auch immer betrachtet: Immer geht es um die Zahl drei. Und um Glück. Und so ist es sogar noch heute in einigen Kulturen Brauch, dass eine Braut ein Kleeblatt in ihre Schuhe legt, damit der Schritt in die Ehe von Glück gekrönt sei…

Von der Wiese auf den Teller:

Am wirkungsreichsten sind die rosa Blüten. Diese können als Tee aufgegossen, aber auch roh, direkt von der Wiese auf das Brot oder über den Salat gestreut werden. Die zarten Blätter sind ebenfalls essbar. Sie schmecken angenehm mild und sind mit dem Geschmack von Spinat vergleichbar.

Rotklee-Sitzbad
2-3 Handvoll Rotkleeblüten
2 l Wasser
Die Blüten 10-15 Minuten ziehen lassen und abseihen.
Bei trockenen Schleimhäuten im Vaginalbereich baden Sie 2-3 x in der Woche über 4 Wochen.

Rotklee-Tee
4 Tl. frische Rotkleeblüten (oder 1 Tl getrocknete)
mit 250 ml kochendem Wasser übergießen,
10 Minuten abgedeckt ziehen lassen.
Täglich können über 4 Wochen bis zu 4 Tassen getrunken werden.

 

Hinweis:
Die Rezepte sind lediglich als Empfehlungen zur Selbsthilfe gedacht. Sie ersetzen nicht den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker, vor allem dann nicht, wenn Sie den Hintergrund Ihrer Beschwerden nicht kennen. Die Wirkungen sind nicht wissenschaftlich gesichert und beruhen lediglich auf Erfahrungen in der Naturheilkunde.
Auch möchte ich darauf hinweisen, dass Naturheilmittel nicht über einen langen Zeitraum ohne Verordnung eingenommen werden sollten.