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Vegan? – das Experiment

WAS ist dran an dem neuesten Trend/Hype die Ernährung auf vegan umzustellen?

Genau das frage ich mich seit einigen Wochen und werde versuchen meine Ernährung auf vegan umzustellen. Bisher hatte ich zu dem Thema vegan (peinlich aber wahr) immer eine etwas vorgefertigte Meinung. Da gab es, bis vor einigen Monaten, eine „Schublade“ in die für mich die Veganer im Allgemeinen hineinpassten:

SEHR alternativ und teilweise verschroben – diszipliniert und leicht verhärmt – wenig Lebensfreude – radikale Kämpfer gegen Tierversuche – jegliches Produkt vom Tier wird nicht toleriert (was machen sie nur in Punkto Schuhe? Plastik??? 😉 )  – magere, eher schon fast ausgemergelte Gestalten – Mangelerscheinungen?

Okay, ich gebe zu, ein klein wenig schäme ich mich für dieses Schubladendenken, das Gemüse im Kochtopfich früher hatte…. Wahrscheinlich hing es mit einem Mangel an Interesse meinerseits und Fehlinformationen zusammen. Sämtliche Veganer, die ich bisher kennenlernte, strotzen vor Gesundheit und Lebensfreude, sind also eher das Gegenteil sämtlicher Vorurteile. Außerdem habe ich ja auch schon seit Jahren, als Heilpraktikerin, immer wieder basische Ernährungskuren, bzw. ayurvedische Entgiftungskuren empfohlen, die sich von veganer Kost nur sehr gering unterscheiden und von denen ich weiß, wie gesund und wohltuend sie wirken.

Vor gut 1 1/2 Jahren habe ich sämtliche meiner Kosmetik- und Pflegeprodukte auf vegane Frischekosmetik umgestellt. Ich sehe nicht ein, warum Tiere in Versuchslaboren gequält werden sollen, nur um meine Antifaltencreme zu testen! Auch verstehe ich nicht, was tierische Rohstoffe in meiner Kosmetik zu suchen haben, wo pflanzliche Öle doch so wertvoll und reichhaltig sind. Auch Mineralöl möchte ich in keinem meiner Pflegeprodukte. Es legt sich wie ein Film über meine Haut, sodass die Haut kaum noch atmen kann. Außerdem gelangt nach jedem Waschen, dieses Mineralöl ins Grundwasser.

Wussten Sie, dass 1 Tropfen Mineralöl ca. 1 Million Tropfen Grundwasser verschmutzt?

red tomato vegetable with cutOkay, jetzt bin ich aber schon wieder vom Thema abgekommen… Also die Kosmetik hatte ich schon vor langem auf vegan umgestellt. Mit der Ernährungsumstellung habe ich, als eingeFLEISCHTE Mischköstlerin, erst vor ca. 6 Wochen angefangen. Eigentlich kaufe ich schon seit langem bewusst biologische Nahrungsmittel ein und hatte auch schon seit langem nur noch selten Fleisch und Wurst gegessen. Eine Familienfeier gab mir den endgültigen Impuls völlig auf Fleisch zu verzichten. Plötzlich ekelte es mich und der Gedanke unter welchen Qualen das arme Tier fettgezüchtet und schließlich im Schlachthaus endete, brachte mich zu dem Entschluß, so ein Fleisch nie mehr wieder zu essen. Ich glaube, dass das Bewusstsein eines so gequälten Tieres sich als Information in jeder Faser des Fleisches wiederfindet und wenn ich das esse, so wird es ein Teil von mir. Von den vielen Medikamenten, die z.B. ein Zuchtschwein, Zuchthähnchen, Zuchtpute, Zuchtfisch usw. zugeführt bekommt bis es schlachtreif ist, und die sich dann auch in meinem Körper ansammeln, mal ganz abgesehen.

Also seit ca. 6 Wochen ernähre ich mich vegetarisch, fühle mich damit SEHR gut und werde jetzt das Experiment VEGAN angehen. Ob das ein Ernährungsweg für mich ist, kann ich noch nicht sagen – immerhin habe ich bisher mein morgendliches Müsli mit Joghurt, den Cappucchino mit Milch, ab und zu auch sehr gerne ein Bio-Ei zu  mir genommen. Aber ich werde es für mehrere Wochen ausprobieren und hier über meine Erfahrungen berichten. Der Erfolgsautor Attila Hildmann hat seit einiger Zeit eine vegane Bewegung ausgelöst, die ich nur bedingt gut heißen mag. Alles was so übertrieben hipp über die Medien hochgespielt wird, macht mich mißtrauisch. Ich gönne ihm seinen Erfolg wirklich sehr und seine Lebensgeschichte, die ihn dorthin führte, wo er nun als Erfolgsautor steht, ist sehr bewegend. Jedoch möchte ich meine Erfahrungen selbst machen. Trickreiche, raffinierte vegane Gerichte sind dabei manchmal sicher reizvoll und sicher werde ich auch Gerichte aus seinen Kochbüchern ausprobieren. Aber Ernährung kann doch auch ganz ursprünglich und einfach sein, oder?

Ich bin schon sehr gespannt, wie es funktionieren wird Veganer zu sein… 🙂