Schlagwort: wandern

Herbstsonne – jetzt in Farben baden.

Mondhüttenplätze suchen und Farben tanken für die dunkle Jahreszeit! Quelle: privat.

Das Wochenende war in Sonne getaucht! Die herbstlich gefärbten Blätter schenkten uns Farbe zum Sattsehen. Ich habe das Gefühl, die Natur schenkt uns diese intensiv warmen Farben, damit wir gut durch die dunkle Jahreszeit kommen.

Mondhüttenplätze finden sich jetzt vor allem auf Waldspaziergängen. Die Augen aufhalten und alles in sich aufnehmen – das ist die beste Medizin gegen den Herbst-Blues! Waldbaden nennt sich das

Glücksmomente in der Natur.

heute, wir sagen: Wandern mit allen Sinnen.

Jedoch wird es intensiver, wenn man sich auf sich selbst besinnt. Wenn die Geräusche des Waldes mit dem eigenen Atem und den langsamen, rhythmischen Schritten verschmelzen, dann stellt sich eine Art meditativer Zustand ein. Die Welt mit ihren Alltäglichkeiten tritt in den Hintergrund, die innere Stimme verschafft sich Gehör. Der Mensch kommt zur Ruhe, die Rastlosigkeit, das hektische Treiben des Alltags entfernt sich mit jedem Schritt. Alles ordnet sich dem eigenen Tempo und Rhythmus unter. Für die Sinne und das eigene Bewusstsein eine Zeit der Erholung.

Farben und Vielfalt können jetzt intensiv bewundert werden.

Die kommenden Tage eignen sich noch dazu, der Natur die volle Aufmerksamkeit zu schenken und alles andere mal nicht so wichtig zu nehmen. Riecht den Wald, wie er duftet! Entdeckt Pilze, Eicheln, Buchecker und Esskastanien – fühlt euch lebendig!

Eure Elma

Immer auf dem Weg

Pilgern oder Wandern?!
Pilgern oder Wandern?!

Pilgern oder wandern? Was ist es für Dich? Quelle: Pixabay,

Den Wald und die Natur erleben, das geht am intensivsten zu Fuß. Wandern ist ein idealer Ausgleich zu Hektik und Stress im Alltag. Nur so schnell die eigenen Füße tragen, eine Strecke durch Wald und Wiesen – einfach Teil der Natur sein. Und die Ruhe des eigenen Rhythmus genießen. Das ist Wandern.  Am besten mit Wanderkarte. Mit einer Strecke, die man sich vorher genau ausgesucht hat, die so-und-so-lange dauern wird. Mit Einkehrmöglichkeit und tollen Ausblicken. Das ist das eine Wandern.

Unterwegs sein.

Pilgern? Wandern? Auf jeden Fall: Unterwegs sein. Quelle: Pixabay.

Das andere Wandern ist wohl das Pilgern. Es ist ein großer Unterschied zum Wandern, finden viele. Denn beim Pilgern geht man einfach los.  Folgt den Zeichen und beschäftigt sich mit seinen inneren Fragen, mit seinem Glauben. Schläft in einfachen Pilgerunterkünften. Und vor allem: Man geht im eigenen Rhythmus. Hört auf den eigenen Atem und lauscht der eigenen Stimme.

Der wohl bekannteste Pilgerweg ist der nach Santiago di Campostela. Der Jacobsweg. Im kommenden Jahr wird der Lutherweg eröffnet. Es gibt inzwischen einige dieser alten Wege mit großer Geschichte. Ich glaube, es hat etwas mit dem eigenen Glauben, aber vor allem, mit dem eigenen Weg zu tun, wenn der Wunsch plötzlich so groß wird, dass man seinen Rucksack packt und für einige Wochen auf einen Pilgerweg geht. Die Christen glauben, sie seien immer auf dem Weg – eine schöne Formulierung, wie ich finde. Ich, für mich, glaube auch, dass ich mein ganzes Leben auf dem Weg bin.

Auf dem Weg sein, heißt für mich, dem eigenen Ziel näher zu kommen. Nicht still zu stehen. In Bewegung zu sein. Das ist ein gutes Gefühl. Für mich. Wenn ich in Bewegung bin, bin ich mit mir im Reinen. Und deswegen gehe ich so gerne in der Natur. Ich habe jetzt absichtlich nicht „wandern“ geschrieben. Es ist ein Teil von auf-dem-Weg-sein. Ein ganz entscheidender. Denn dabei sich selbst näher zu kommen, passiert. Ja, das passiert einfach – wenn ich mich darauf einlasse. Aber ganz ehrlich: das Erlebnis des Pilgerns will ich auf jeden Fall noch kennenlernen. Das ist noch einer meiner ganz großen Wünsche.

Wie geht es Dir mit dem Thema? Wanderst Du? Was magst Du am Wandern? Und was bedeutet Pilgern für Dich? Ich bin gespannt.

Deine Elma

Geh wandern!

Beim Wandern kannst Du Dir selbst begegnen.

Begegne Dir selbst beim Wandern. Quelle: pixabay.

Musst du etwas mit dir klären? Geh wandern. Willst du aus dem Trott aussteigen? Geh wandern. Willst du eine Standortbestimmung vornehmen? Dann: geh wandern.

Da geht mir schon lange etwas durch den Kopf. Ich drehe und wende es, komme aber zu keinem Ergebnis. Wie aber soll ich etwas zuende denken, wenn mich der Alltag nicht loslässt, ich kaum zu mir selbst finde. Dann ist es Zeit zu wandern. Manche Themen lassen sich im Gehen viel besser zuende denken. Kennt Ihr das?

Wandern hat eine Qualität, die mit nichts vergleichbar ist. Das fängt schon beim Rucksack packen an: Minimalismus pur ist das Leben aus dem Rucksack! Nur das Nötigste darf rein, jedes Stück wird auf Gewicht und auf seine Daseinsberechtigung überprüft. Wann sonst gehen wir mit unserem Hab und Gut so hart ins Gericht?

Und wie erholsam ist es, mit so wenig unterwegs zu sein! Genau: Unterwegs sein – nur darauf kommt es an. Losgehen in einem Tempo, das zulässt, dass ich ganz viel wahrnehme: die Erde unter meinen Schuhen, die Natur um mich herum. Die Gerüche der Pflanzen und Tiere im Wald zieht mich immer wieder an. Das Geräusch der Blätter im Wind, der Vögel oder der weit entfernten Stadt. Wer den Wald kennt, erkennt die geheimen Wege der Tiere, die „Wechsel“, riecht den Fuchs oder die Pilze im Unterholz. Und alles fügt sich in den eigenen Rhythmus: Dein Atem gibt den Takt vor. Er wirkt wie eine Meditation. Bringt dich in Gleichklang mit dir selbst. Und schafft eine neue Zentrierung. Schritt für Schritt.

Beim Wandern lassen sich Probleme überdenken, Entscheidungen fällen, Gedanken ordnen und aufgewühlte Gefühle beruhigen. Hier kannst du deiner Seele begegnen.

Aber nicht nur alleine hat Wandern diese außergewöhnliche Qualität, auch in Gemeinschaft ist Wandern unvergleichlich. Wenn ich mich an Wanderungen mit Freunden erinnere, dann sind mir Gespräche, die sich dabei entwickelt haben, meist intensiv, ehrlich und sehr präsent in Erinnerung. Womit hängt das zusammen? Liegt es daran, dass wir beim Wandern nicht noch -zig andere Dinge gleichzeitig tun, sondern einzig und allein Schritt für Schritt gehen? Ich glaube, es ist dieser Rhythmus, in den wir uns begeben, der von unseren Schritten und unserem Atem bestimmt wird. Dieser erdet uns und bringt uns mit uns selbst in Kontakt.

Atmen und gehen. Den eigenen Rhythmus finden. Vor allem die Regelmäßigkeit schafft Tiefenentspannung und verbindet uns mit uns selbst. Für mich ist wandern ein tolles „Mittel“ gegen den Stress unserer Zeit, die Erschöpfung, aus der eine heiße Badewann alleine nicht mehr hilft. Mondhüttenzeit. Wanderzeit. Zeit, die Du vor allem mit Dir selbst verbringst. Für mich ist sie eine der wertvollsten.

Probiers mal aus und teile deine Erfahrungen mit uns.