Tiefster Winter – Zeit für mich.

Ein langer Spaziergang schenkt uns Ruhe. Der Winter lädt uns dazu ein. Quelle: privat.

Wir sind wieder da! Und mit uns ist der Winter angekommen. Schnee, Eis, Regen und Kälte. Ich freue mich darüber, Ihr Euch auch?! Mit meinem ersten Beitrag im Neuen Jahr möchte ich Euch einladen: Geht spazieren!

Ein langer Spaziergang. Im Nebel, der das nahe Umfeld nur schemenhaft erkennen lässt, Geräusche, die vom Schnee geschluckt werden – oder sind sie gar nicht mehr vorhanden?! Alles sieht so ruhig und friedlich aus. Die Haut im Gesicht ist naß, fast gefroren von der kalten Luft. Ja, es ist Winter geworden. Er schenkt uns die Ruhe, die längst überfällig geworden ist. Und dank der gefrierenden Straßen ist auch der Verkehr wesentlich reduzierter auf den Straßen und auch wesentlich ruhiger und langsamer als sonst.

Langsamer. Ruhiger. Bedächtiger.

Schritt für Schritt und Atemzug für Atemzug. Ein Spaziergang wird in dieser Zeit zur Gehmeditation. Er bringt uns durch die gleichmäßigen Bewegungen und die Fokussierung auf die wenigen Bewegungen weg vom außen, hin zu uns selbst.

Beeindruckt hat mich auch der Newsletter von Heilpraktikerin Bettina Fornoff. Sie rät jetzt:

  • Nehmen Sie sich für alles etwas mehr Zeit

    Im Winterschlaf.

  • Tun Sie alle Dinge langsamer als sonst
  • Nehmen Sie sich Zeit zu lesen
  • Werden Sie kreativ durch Malen, Basteln, Zeichnen, Handarbeiten, Schreiben.

Mich beschäftigt diese Rastlosigkeit, die wir in unserem Alltag und Berufsleben an den Tag legen müssen, sehr. Wie soll der Körper, der eigentlich durch seinen Bio-Rhythmus einen Gang zurückschalten möchte, eine dauerhafte und gleichbleibende Anspannung halten können? Wie können wir den Ausgleich schaffen? Ein grippaler Infekt oder gar die schlimme Virusgrippe – sie haben aus unserer Rastlosigkeit heraus auch leichtes Spiel. Genau deshalb tun uns Spaziergänge durch die Winterluft, wie ich sie gerade beschrieben habe, gut. Sie stärken einerseits unsere Abwehrkräfte, heizen den Stoffwechsel an und bringen unseben auch in diese Ruhe, die der Winter uns bildhaft auferlegt.

Ein Haiku aus unserem Adventskalender habe ich nochmal „geschärft“:

Gefrorener Atem. Weißer Raureif auf allem. Ruhe verordnet.

Der Winter „verordnet“ uns Ruhe – wir selbst schaffen das nicht mehr alleine. Zum Jahresanfang eine schöne Aufforderung, oder?!

Mein Tipp: eine Tasse Lieblingstee kochen, einen Löffel Honig rein und ab aufs Sofa. Mit Strick- oder Schreibzeug oder mit einem guten Schmöker! Es liegt an uns selbst, wieviel Loslassen, Mondhüttenzeit oder Minimalismus wir in unserem Leben zulassen. Schaffen wir Raum dafür!

Also: fangt das Jahr ruhig an, Eure Elma

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