Vorsicht EXPLOSIV!

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Kleinigkeiten genügen und Du gehst an die Decke! Foto: © olly / fotolia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist mal wieder soweit. Kurz bevor Deine Periode kommt – das PMS!

  • Kleinste Bemerkungen bringen Deine Stimmung ins Schwanken und können ausreichen, dass Du explodierst.
  • Deine Brüste sind angespannt und so berührungsempfindlich, dass Du kaum weißt, wie Du Dich nachts ins Bett legen sollst.
  • Du kannst Dich schlecht konzentrieren.
  • Dein Immunsystem ist irgendwie geschwächt und Du fängst Dir einen Infekt ein.
  • Du fühlst Dich innerlich unruhig oder auch ängstlich.
  • Du schläfst nicht gut, wirst dauernd wach
  • Dein Kopf schmerzt und eventuell ist wieder die Zeit für Deine Migräne gekommen.
  • usw.

Die Liste prämenstrueller Beschwerden ist lang und individuell sehr unterschiedlich. Manche Frauen klagen über das prämenstruelle Syndrom (PMS) 2-3 Tage vor der Menstruation, andere quälen sich schon direkt ab dem Eisprung, also ab der Mitte des Menstruationszyklus, mit solchen Beschwerden. Es kann der Horror sein und für die Hälfte des Monats gewaltig viel an Lebensqualität einbüßen lassen.

Stimmungsschwankungen und extreme Reizbarkeit zählen zum PMS. Foto: © olly 7 fotolia

Stimmungsschwankungen und extreme Reizbarkeit zählen zum PMS. Foto: © olly 7 fotolia

Doch was genau steckt eigentlich dahinter und warum sind manche Frauen betroffen und manche überhaupt nicht? Ganz klassisch sind einige Frauen vom PMS betroffen, zu Beginn der Wechseljahre¹, dann wenn sich die Hormonverhältnisse langsam verändern und Östrogen² und Progesteron³ in ein Ungleichgewicht geraten, sodaß es zu einem Mangel an Progesteron kommt.

Aber auch schon jüngere Frauen mit Ende 30 können unter dem PMS leiden, obwohl die Menopause noch in weiter Ferne ist. Das geschieht nämlich dann, wenn das Verhältnis von Östrogen und Progesteron aus dem Gleichgewicht gerät, z.B. durch eine hohe Belastung an umweltbedingten Fremdöstrogenen, oder auch Xenoöstroge genannt. Auch dann kommt es zu einem relativen Mangel an Progesteron.

Was Du in jedem Fall für Dich klären solltest:

  • Überdenke  als Erstes Deine Einstellung zum Frausein und zu Deiner Menstruation. Gibt es in Deinem Leben noch Raum, Zeit und die Möglichkeit, Du selbst zu sein?
  • Ist es Dir möglich regelmäßige Auszeiten einzuhalten, einmal monatlich einen „Mondhütten-Tag“ einzulegen?
  • Wann konntest Du zum letzten Mal Deine Kreativität so richtig ausleben?
  • Ernährst Du Dich gesund? Gibt es genügend frische, vitaminreiche „Lebens“mittel in Deinem Speiseplan?
  • Was gibt es bei Dir regelmäßig an „Genussgiften“ wie Zigaretten, Kaffee, Alkohol, Zucker?
  • Wann hast Du zum letzten Mal entgiftet/entschlackt oder gefastet – möglichst unter kompetenter Anleitung?
  • Nimmst Du regelmäßig Medikamente ein?
  • Massierst Du Deine Brüste regelmäßig?

Oft genügt es schon, sich mit diesen Fragen ernsthaft und intensiv zu beschäftigen, sich wieder vielem bewusster zu werden und Lebensstil und Ernährung zum Besseren zu verändern. Auch sich des „Mondhütten-Tages“ wieder zu erinnern und sich 1 x monatlich konsequent aus allem herausnehmen und sämtliche körperlichen und geistigen „Aggregate“ herunterzufahren und die Beschwerden bessern sich und verschwinden komplett.

Manchmal genügt das alleine aber auch nicht. Dann solltest Du Dir therapeutische Hilfe holen, sei es mit einem therapeutischen Gespräch und lösungsorientierter Beratung oder einer naturheilkundlichen Behandlung.

In der Gemmptherapie wird die Himbeere genutzt, für den hormonellen Ausgleich. Foto: Robert Kneschke / Fotolia

In der Gemmotherapie wird die Himbeere genutzt, für den hormonellen Ausgleich. Foto: Robert Kneschke / Fotolia

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt Heilpflanzen mit einem hormonausgleichenden oder auch Progesteronimpuls, die bei PMS hilfreich sein können, z. B.:

  • Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) als Tee, Teemischung oder pflanzliche Tropfen
  • Yamswurzel als Gel, Creme, Kapseln
  • Wolfstrapp als pflanzl. Tropfen, nimmt das Spannungsgefühl aus den Brüsten
  • Mönchspfeffer (Agnus castus) – als Tabletten/Kapseln
  • Gemmoextrakt „Rubus idaeus“, die Himbeere

Optimalerweise werden alle Heilpflanzen mit leichter Progesteronwirkung vom 10. bis 26. Zyklustag an verwendet.

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¹Definition Wechseljahre: Zeitraum der hormonellen Umstellung vor der Menopause.
²Östrogene sind die wichtigsten Steroidhormone. Sie werden hauptsächlich in den Eierstöcken, den Eizellen, dem Gelbkörper und u.a. zu einem geringen Teil auch in der Nebennierenrinde gebildet. Östrogene werden vor allem in der ersten Zyklushälfte ausgeschieden.
³Progesteron wird auch Gelbkörperhormon genannt. Es gehört ebenfalls zu den Steroidhormonen und wird hauptsächlich vom Gelbkörper in der zweiten Zyklushälfte gebildet 

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Hinweis: Lasse Deine Beschwerden von Deinem Arzt oder Heilpraktiker diagnostisch abklären!

 

 

 

 

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